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Produktbild: Gone Baby Gone
Band 4
Artikelbild von Gone Baby Gone
Dennis Lehane

1. Gone Baby Gone

Gone Baby Gone Ein Fall für Kenzie & Gennaro

Aus der Reihe Kenzie & Gennaro
Gesprochen von
7
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Florian Schmidtke

Spieldauer

14 Stunden und 30 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

22.06.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

37

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Peter Torberg

Sprache

Deutsch

EAN

9783257694598

Beschreibung

Rezension

»Dennis Lehane ist ein Meister des Thrillers.«

Produktdetails

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Gesprochen von

Florian Schmidtke

Spieldauer

14 Stunden und 30 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

22.06.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

37

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Peter Torberg

Sprache

Deutsch

EAN

9783257694598

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  • Manfred Fürst

    aus Kirchbichl

    5/5

    28.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Thriller mit überraschenden Wendungen, einer sehr gut durchdachten Story und äußerst sympathischen Protagonisten

    Im Indian Summer 1997 verschwindet in Boston die vierjährige Amanda spurlos. Auch nach drei Tagen hat die Polizei nicht eine einzige vielversprechende Spur. Für solch scheinbar aussichtslose Fälle gibt es in Boston nur ein einziges, das geniale Detektivduo: Patrick McKenzie & Angela „Angie“ Gennaro. „Alles an diesem Verschwinden ist faul, vierjährige Kinder verschwinden nicht einfach so, ohne dass jemand nachhilft,“ bringt es Gennaro auf den Punkt. Sie wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie wahr ihre Vermutung werden sollte. Die Dialoge zwischen Kenzie und Gennaro sind erfrischend und charmant, ironisch und überhaupt nicht verletzend. Das ist einer der wahren Schätze von Lehanes Thriller und deren Übersetzung, ohne die es nicht funktioniert. Auffällig gegenüber den ersten drei Bänden der Kenzie/Gennaro-Reihe ist, dass Lieutenant Doyle, der ausgerechnet die Einheit Crimes Against Children CAC der Bostoner Polizei leitet, seine Detectives Nick „Poole“ Raftopoulos und Remy Broussard dem Detektivduo McKenzie & Gennaro als Aufpasser zuteilt. Der Thriller hat natürlich eine kriminalistische Rahmenhandlung - Kindesentführung-Drogen-Kriminelle-korrupte Polizei – doch Lehanes bestimmende Thematik ist der Schutz des Kindeswohls, wer dafür verantwortlich ist und wie weit er gehen soll. Grundsätzlich ist der Kinderschutz in den USA ein sehr restriktiver, in jedem Bundesstaat besonders geregelt und nach unseren europäischen Maßstäben viel zu streng. Auf der einen Seite ist der Staat sehr streng, dennoch es ist in den USA fast unmöglich einer Mutter das Kind abzunehmen, wenn sie sich bezüglich des Kindes nicht strafbar macht. "Gone Baby Gone" ist ein spannender, nervenaufreibender und hoch emotionaler Thriller nicht nur für die Protagonisten, vor allem für Kenzie und noch mehr für Gennaro, sondern auch für den emotionalisierten Leser. Der verdächtige Personenkreis dieser Kindesentführung ist ebenso groß wie übersichtlich und wechselt vielfach. Mit einer Rachel beginnt Lehanes Thriller und mit dieser Rachel am Ende schließt sich der Kreis. Jedoch keine runde Sache, das gibt der Plot nicht her, dafür ist die darin innewohnenden Thematik hochexplosiv. Das Cover zeigt die Skyline von Boston mit Christian Science Church, im linken Bildteil, direkt daneben der Prudential Tower, im rechten Bildteil das State House. Im Vordergrund steht Patrick McKenzie, in der rechten Hand seine .45er Colt Commander. Filmposten der Miramax Film Corp. Filmtipp: Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel ist ein US-amerikanischer Kriminalfilm aus dem Jahr 2007. Regie führte Ben Affleck, der das Drehbuch gemeinsam mit Aaron Stockard anhand des Romans Gone Baby Gone, Kein Kinderspiel von Dennis Lehane aus dem Jahr 1998 schrieb. In den Hauptrollen Casey Affleck (Patrick McKenzie), Michelle Monaghan (Angela „Angie“ Gennaro) und Morgan Freeman (Police Chief Jack Doyle).

  • petraellen

    aus Neuss

    5/5

    03.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Sie verschwinden. Einfach so.

    „Tag für Tag werden in den USA zweitausenddreihundert Kinder vermisst gemeldet. Ein Großteil wird von einem Elternteil entführt, das mit dem anderen zerstritten ist, und in über fünfzig Prozent der Fälle ist der Aufenthaltsort des Kindes bekannt. Die Mehrheit dieser Kinder kehrt innerhalb einer Woche zurück. Dann gibt es die Ausreißer. Auch hier bleibt der Großteil von ihnen nicht lange fort; meist findet man sie in kürzester Zeit – für gewöhnlich im Haus von Freunden. Anders ist es bei denen, die zu Hause vor die Tür gesetzt werden oder weglaufen, ohne dass die Eltern die Suche nach ihnen aufnehmen. Dies sind zumeist die Kinder, die die Notunterkünfte und Busbahnhöfe bevölkern, in Rotlichtbezirken an den Straßenecken herumlungern und schließlich im Gefängnis landen.“ Die scheinbar lakonische Anfangsfeststellung, dass "von den täglich zweitausenddreihundert in diesem Land als vermisst gemeldeten Kindern ein Teil im Nichts verschwinden und vielleicht in Kellern von Pädophilen festgehalten werden", wird zum beklemmenden Thema dieses Lehane-Krimis. Inhalt Amanda McCready, vier Jahre alt, wird eines Nachts aus der Wohnung entführt, ohne dass ihre Mutter es bemerkt. Die Entführung erregt großes Aufsehen und der Bürgermeister verkündet auf einer Pressekonferenz, dass „alle Stadtangelegenheiten auf Eis liegen würden bis Amanda gefunden worden sei.“ Die Titelseiten der Zeitungen berichten jeden Morgen ausführlich und am Abend ist es Thema in den Hauptsendungen der Nachrichten. Verzweifelt suchen auch Tante und Onkel ihre Nichte zu finden. Schließlich sollen die Privatermittler Patrick Kenzie und Angela Gennaro ihnen helfen. Anfangs wollen beide diesen Fall nicht annehmen. Die Mutter Amandas ist drogensüchtig und dem White Trash zugehörig. „White Trash (englisch wörtlich „weißer Abfall“, sinngemäß etwa „weißer Abschaum“) ist eine pejorative Bezeichnung für Mitglieder der weißen Unterschicht vor allem in Appalachia, den Südstaaten und den ländlichen Teilen der Vereinigten Staaten. Dieser Begriff wurde in den Südstaaten geprägt, aber wird nun in den ganzen Vereinigten Staaten verwendet.“ Quelle: Wikipedia Doch Kenzie&Gennaro übernehmen den Fall aus moralischer Verantwortung heraus. Sie geraten in einen Sumpf wie Treibsand und drohen selbst darin unterzugehen. Bei Ihrer weiteren Suche geraten sie in einschlägige Kreise von Pädophilen und Kinderschändern. Die Einblicke in der Pädophilen Szene, beschreibt der Autor sehr detailliert, was Kindern angetan werden kann. Kinder werden pervers zu egoistischer Befriedigung animalischster sexueller Bedürfnisse ausgenutzt, um die "Objekte" dann irgendwann vor lauter Überdruss wie ein defektes Spielzeug auf den Müll zu schmeißen. Das ist das Abartigste auf dieser Welt überhaupt. Nicht nur die beiden Ermittler gelangen in dieser Szene an ihre innerste Belastbarkeit und unter seelischen Druck, sondern zwingt auch den Leser an seine psychischen Grenzen. Stil und Sprache Die Charaktere sind gelungen, der gesamte Verlauf der Story ist rund und sinnvoll. Die Handlung ist actionreich und verschachtelt. Die Suche nach dem Mädchen schildert Dennis Lehane als raue Polizeigeschichte mit Blut, Schweiß und Tränen. Lehane verwebt die Drehungen und Wendungen der Erzählung unterbrochen mit sporadischen Momenten trockenen Humors. Im Gegensatz dazu stehen Gewaltszenen von allseitiger Brutalität. Die Charaktere werden mitunter etwas unübersichtlich, dass durch ein Personenregister sehr gut ausgeglichen werden könnte. Dennis Lehane kann nicht nur harte Szenen beschreiben, sondern ganz ruhig und poetisch mit seinen Figuren über die Schlechtigkeit der Welt trauern. Souveräne Dialoge könnte man unverändert in einen Film übernehmen. Eine sehr bildhafte Sprache lockert das Geschehen auf und lässt gelungene Vergleiche zu. "In der Kneipe war es so still wie in einer Kirche vor dem Jawort." Die komplizierte Konstruktion des Falles auf 576 Seiten wirkt manchmal etwas verloren und dann lässt die Spannung schnell etwas nach. Fazit Amanda steht für viele Kinder. Egal in welchem Alter. Sie verschwinden. Einfach so. Über Nacht. Keiner hat etwas mitbekommen. Der Fall endet in einer bitteren Schlusspointe. Der Leser bleibt nachdenklich zurück mit der ethischen Fragestellung: Ist der Sieg der Gerechtigkeit immer für alle die beste Lösung? „Dieses Schweigen ist achtzig bis hundert Zentimeter groß, man spürt es an der Hüfte, hört es von den Dielen heraufsteigen, und es schreit einen aus Ecken und Spalten und dem ausdruckslosen Gesicht einer Puppe an, die auf dem Boden neben dem Bett liegt. Dieses Schweigen ist anders als die Stille bei Beerdigungen und Totenwachen. Die Stille der Toten verbreitet ein Gefühl von Endgültigkeit; eine Stille, von der man weiß, dass man sich damit abfinden muss. Das Schweigen eines vermissten Kindes ist nichts, womit man sich abfinden möchte; man weigert sich, es zu akzeptieren, deshalb schreit es einen ja so laut an.“

  • Kristall86

    aus an der Nordsee

    5/5

    21.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Als Amanda entführt wurde,…

    Als Amanda entführt wurde, ist sie gerade mal vier Jahre alt. Patrick Kenzie und Angela Gennaro gehen diesen Verbrechen auf die Spur und müssen selbst in diese hartgesottenen Kreis sich tief einbringen um es zu verstehen, es aufzuklären. Dieser Part bringt die beiden aber wirklich ans Limit ihrer inneren Grenzen. Dennoch spielen nicht alle richtig und die Fährten, auf die sie geschickt werden, sind nicht immer die richtigen.... Dennis Lehane hat hier ein echtes kleines Meisterstück verfasst. Nicht nur die Charaktere sind ihm sehr gut gelungen, sondern auch der gesamte Verlauf der Story ist rund und sinnvoll. Der Beginn des Buches war für mich ruhig aber heftig zugleich. Kindesentführung ist das Eine aber als Ermittler in diese Szene einzutauchen etwas völlig anderes. Das sind solche Dinge, über die man nicht nachdenkt. Diese Art von Ermittlung wird hier wirklich detailliert und scharfzüngig beschrieben. Die Ermittler lassen uns teilhaben an ihren Gedanken und Emotionen. Manchmal stockt einem beim lesen der Atem, weil vieles zu grotesk und unfassbar klingt. Wer aber mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht, wird hier feststellen, das Lehane eine sehr gute Auffassungsgabe hat und genau versucht, nichts zu vertuschen oder schön zu reden. Er will seine Gedankenwelt/Wissen mit der Realität verbinden und das ist ihm mit diesem Buch hervorragend gelungen. Die Suche nach Amanda ist wirklich nervenaufreibend für den Leser. Man denkt, man ist ihr auf der Spur, dann führt Lehane uns aber wieder in eine andere, nicht vorhersehbare Richtung. Man merkt es nicht sofort, aber irgendwann und das treibt das lesen dieser Geschichte so immens an, dass das Buch nur schwer aus der Hand zu legen war....5 von 5 Sterne gibt es hierfür!

  • Buecherseele79

    5/5

    14.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Jedes Jahr verschwinden 300 Kinder spurlos

    Die 4jährige Amanda wird nachts aus ihrer Wohnung entführt… keiner weiß warum, keiner weiß wie oder wer der oder die Verdächtigen sein könnten. Nicht nur die Polizei sind verzweifelt, auch die Tante und der Onkel, die ihre Nichte unbedingt wieder bei sich haben wollen. Darum sollen die Privatermittler Patrick Kenzie und Angela Gennaro ihnen helfen. Anfangs wollten die beiden solch einen Fall nicht annehmen, doch sie entscheiden anders und stechen in ein Wespennest… „Dieses Schweigen ist achtzig bis hundert Zentimeter groß, man spürt es an der Hüfte, hört es von den Dielen heraufsteigen, und es schreit einen aus Ecken und Spalten und dem ausdruckslosen Gesicht einer Puppe an, die auf dem Boden neben dem Bett liegt. Dieses Schweigen ist anders als die Stille bei Beerdigungen und Totenwachen. Die Stille der Toten verbreitet ein Gefühl von Endgültigkeit; eine Stille, von der man weiß, dass man sich damit abfinden muss. Das Schweigen eines vermissten Kindes ist nichts, womit man sich abfinden möchte; man weigert sich, es zu akzeptieren, deshalb schreit es einen ja so laut an.“ (Seite 40) Jedes Jahr verschwinden Kinder aus unterschiedlichen Schichten, Nationen, Familien und Situationen. Fast alle werden wieder gefunden oder kehren nach Hause zurück. Doch 300 Kinder bleiben auf immer verschwunden. Ich habe schon das ein oder andere Highlight gelesen, aber dieser Roman konnte mich in seinem Gesamtbild komplett fesseln und einnehmen und ist ein absolutes Jahreshighlight und ein Buch was ich jedem gerne ans Herz legen möchte. Der Schreibstil ist sehr angenehm, leicht verständlich, der Autor wirft nicht mit zig Namen oder Ermittlern um sich, er hält das Bild klein, aber vor allem hält er das Bild konstant auf die Situation für Amanda gerichtet. Denn Amanda steht für viele Kinder, egal in welchem Alter, die verschwinden, einfach so, über Nacht, und keiner hat etwas mitbekommen. Dies ist nicht der erste Fall für Kenzie und Gennaro, ich habe noch kein weiteres Buch von ihnen gelesen, werde es, nach diesem Buch, auf jeden Fall nachholen und dem Autor treu bleiben. Patrick Kenzie und Angela Gennaro sind Privatermittler, in Rückblenden gibt der Autor immer ein paar Einblicke was die beiden schon erlebt haben, es ist interessant, lässt einen die Protagonisten auch näher kommen wenn man sie nicht kennt. Jedoch schweift er nicht ab sondern fügt es gekonnt zusammen. Die beiden selbst waren mir sehr sympathisch, weil auch sie ihre Ecken und Kanten haben, weil sie ebenso eine dunkle Seite besitzen die sie gerne verbergen möchten. Und doch sind sie engagiert in dem was sie machen. Dafür dass dieses Buch ein Roman ist baut er sehr schnell ordentlich Spannung auf, man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand nehmen. Auch die zwei Ermittler, die zusammen mit Patrick und Angela, nach Amanda zu suchen beginnen, waren mir sehr sympathisch. Oft überbrücken sie schwere Situationen mit Ironie und Humor, es gibt also hier und da auch mal einen guten Schlagabtausch. Doch der Autor wirft den Leser in seinem „Wasserglas“ ordentlich durcheinander, denn immer wenn man denkt – man ist auf der richtigen Spur, man kommt Amanda näher, wirft der Autor alles wieder um und bringt neue Möglichkeiten, Begebenheiten und Situationen ins Spiel. Es ist immer ein Mitdenken und Hinterfragen was hier wirklich geschehen ist, denn nur auf den ersten Blick ist alles klar. Die Situation von Amanda, sie steht, wie gesagt, für viele und es hat mich unheimlich wütend gemacht wie sie leben musste, wie unverantwortlich Eltern umgehen können. Da trifft der Autor auf jeden Fall einen Nerv. Als Leser kommt man der Wahrheit immer näher und auch den vielen Fragen, die man sich selbst stellen muss und wird. Was ist nun wirklich das Beste für ein Kind? Können dies immer nur Eltern bieten? Wie würde man selbst reagieren? Wo versagen hier Staat und Einrichtungen? Es geht nicht nur um einen „weiteren Entführungsfall eines Kindes“, nein, es geht um viel mehr und alleine wegen dieser Vielschichtigkeit empfehle ich dieses Buch dringend weiter.

  • Bewertung

    aus Oberursel

    5/5

    22.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Kurz und knapp: bitte mehr davon!

    „Gone Baby Gone“ ist 2007 bereits unter Regie von Ben Affleck verfilmt worden und ist der 4. Fall für das Bostoner Ermittlerduo Patrick Kenzie und Angela Gennaro – von daher ist der Stoff vielleicht schon bekannt. Ich kannte weder noch, und der Fall steht auch für sich, sprich man kann auch mit Band 4 voll ins Geschehen einsteigen, aber wahrscheinlich fängt man hier tatsächlich besser mit Band 1 an, denn die beiden Privatdetektive sind tough, speziell und ihre Wurzeln sind mit einigen Bostoner Unterweltgrössen verbunden, die in Band 4 nicht mehr erklärt werden, sondern es wird vorausgesetzt, dass man weiss, was Sache ist. Zum Fall: die 4-jährige Amanda wird aus ihrem Kinderzimmer entführt, und die Polizei schein hilflos. Die Mutter ist drogenabhängig und keine Hilfe, und Tante und Onkel der kleinen Amanda engagieren in Ihrer Not Kenzie & Gennaro, die den Ruf haben, jeden Vermissten aufzuspüren. Tatsächlich kommen die beiden schon bald auf eine erste Spur, die ins Drogen- und Pädophiliemilieu weist, und gemeinsam mit der Polizei machen sie Fortschritte. Doch eine Lösegeldübergabe scheitert fatal, und Amanda wird für Tod erklärt. Monate später lässt die beiden der Fall immer noch nicht los, und als sie ihre Ermittlungen wieder aufnehmen, zeigt sich, dass sie eigentlich von allen Seiten auf falsche Fährten gelockt wurden. Nichts und niemand ist so, wie es erscheint, und , Zitat Klappentext: „Kenzie und Gennaro müssen sich entscheiden – für Recht und Gesetz oder ihre Menschlichkeit“. In diesem knapp 560 Seiten starken Roman werden gleich mehrere Themen und Fälle behandelt, die Entführung Amandas zieht sich zwar wie ein roter Faden durchs ganze Buch, aber es werden noch mehrere andere Kinder vermisst, es geht in den Sumpf des organisierten Kindesmissbrauchs und um Korruption, die grosse Kreise zieht. Und am Ende stellt sich die Frage, ob nicht böse Taten begangen wurden, um aber tatsächlich Gutes zu tun. Das sind dann Gewissensfragen; denen sich nicht nur die beiden Ermittler stellen müssen, sondern auch der Leser – und ich persönlich war dann am Ende mit der Lösung nicht wirklich moralisch einverstanden, muss ich gestehen…. Nichtsdestotrotz, das war mal wieder ein richtig guter, spannender, solide geschriebener Thriller. Ich konnte das Buch streckenweise kaum aus der Hand legen, flüssig geschrieben, coole Protagonisten, teils schwarzer Humor (liebe ich ja sowieso!), flotte Dialoge – absolute Leseempfehlung meinerseits! Der Spannungsbogen ist wirklich durchgängig hoch, und die falschen Fährten, auf denen die beiden Privatermittler wandeln, sind auch für den Leser nicht durchschaubar, sodass man permanent mitfiebert und -rätselt.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (7)

  • Produktbild: Gone Baby Gone