»Ich würde mich nicht unterordnen, nur weil mir irgendjemand einen Ring auf den Finger schob! Er wollte meinen Gehorsam? Er würde ihn sich erkämpfen müssen.«
Prinzessin Mirelle soll verheiratet werden - und das schnell, bevor sich ihr nacktes Bad im Fluss als Skandal herumspricht. Doch sie ist nicht bereit, sich dem Willen ihres Vaters zu fügen. Sie schlägt alle Freier in die Flucht mit der einzigen Waffe, die sie besitzt: gut gezieltem Spott. Nur nutzt es ihr nichts. Zur Strafe muss sie einen Bettler heiraten, der sie zu Demut erziehen soll. Kaum hat Mirelle den Ring am Finger, sinnt sie auf Rache an ihrem Vater - und an ihrem neuen Ehemann. Da kann er sie noch so faszinieren ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Isa_He
4/5
05.04.2022
eBook (ePUB)
Spielmannsbraut
Spielmannsbraut ist mein erstes Buch der Autorin Anne Danck und handelt von der Prinzessin Mirelle, die sich nicht dem Willen ihres Vaters fügen möchte und gegen ihn rebelliert. Cover und Klappentext empfand ich als ansprechend und machten mich neugierig auf die Geschichte.
Bei dem Buch handelt es sich um eine Märchenadaption zu König Drosselbart. Mir gefiel es sehr gut, dass man mal eine Adaption zu einem Märchen lesen konnte, welches etwas unbekannter ist. der Schreibstil der Autorin gefiel mir im Buch sehr gut und man erlebt die Sichtweise der Protagonistin Mirelle aus der Ich-Form. Das Buch lässt sich leicht lesen, einmal angefangen möchte man damit auch erstmal nicht mehr aufhören. Einzig in wenigen Szenen geriet mein Lesefluss ins Stocken, weil es dort meiner Meinung etwas holpriger zuging und ich mir bestimmte Dinge nicht gut bildlich vorstellen konnte.
Das Setting im Buch gefällt mir sehr gut, ich konnte mir gut die einzelnen Umgebungen vorstellen. Ob es nun das Schloss, andere Städte oder der Wald im Buch war, die einzelnen Orte waren gut beschrieben und wirkten fast real. Die Protagonistin Mirelle gefiel mir im Großen und Ganzen gut. Sie hat sowohl positive, als auch negative Eigenschaften, wodurch sie aber sehr realistisch wirkt. Sie ist definitiv mutig, klug, hat eine gute Auffassungsgabe und ist nicht auf den Mund gefallen. In einigen Szenen wirkt sie aber auch sehr hochnäsig, eitel und hat auch in einigen Szenen etwas widersprüchlich gehandelt. Trotzdem war sie mir durchaus sympathisch und erweckte bei mir nicht den Eindruck einer verwöhnten Prinzessin. Der Bettler Joakim hingegen blieb insgesamt eher blass, hier hätte ich mir seine Sicht etwas mehr gewünscht.
Insgesamt kann man aber sagen, dass der Autorin eine schöne Märchenadaption gelungen ist. Einige Szenen decken sich mit der Handlung des Märchens, andere wurden von der Autorin neu hinzugefügt. „Spielmannsbraut“ ist wirklich ein schönes Buch für zwischendurch und eignet sich perfekt zum Abschalten. Ich vergebe daher vier Sterne aufgrund kleiner Schwächen.
alles.aber.ich
4/5
02.01.2022
eBook (ePUB)
andere Perspektive
Wer kennt nicht das Märchen von "König Drosselbart".
Hier wird das Märchen quasi neu erzählt und zwar ausschließlich aus Sicht der gefallenen Prinzessin.
Zum Inhalt muss ich nichts sagen, wobei das Ende etwas anders als im Märchen ist.
Mir hat diese Märchenadaption sehr gut gefallen auch wie sehr sich die Prinzessin verändert hat und auch der Bettler hat eine große Rolle dabei eingenommen.
Vielleicht sollte man vorher das Märchen nochmal lesen, um es sich in Erinnerung zu rufen.
Der Schreibstil war unterhaltsam und flüssig zu lesen, nicht immer der damaligen Zeit entsprechend was einige Ausdrücke angeht.
Allen die Märchen lieben viel Spaß beim Lesen!
Lidia/ WriteReadPassion
aus Sankt Augustin
3/5
27.02.2022
eBook (ePUB)
Verwirrend, fehlerhaft, unvollendet ...
Bewertung:
Ich mag Gold nicht besonders gerne, aber in diesem Fall passt es hervorragend zum Gesamtbild. Den Titel habe ich erst nicht verstanden, es dauert, bis er im Verlauf Sinn ergibt.
Der Erzählstil ist zwar fließend und der Schreibstil einfach gehalten, aber es sind auch ein paar Fehler eingebaut. Nicht alle Dialoge sind mit Sinn erfüllt und ich dachte "Hä?". Oder es steht nicht geschrieben, wer da eigentlich spricht. Da kann man dann zwischen zwei Personen wählen. Das hat mich immer wieder aus dem Lesefluss herausgetrieben.
Der Beginn hat mich nicht so begeistert, es dauerte etwas, bis es für mich spannend wurde.
Total unnötig und nervig sind diese sexuellen Anspielungen:
Seine Hemdsärmel klebten an seiner Haut und zeichneten die Konturen seiner Arme ab.
Da stöhne ich jetzt noch vor Langeweile und Einfallslosigkeit der Autorin. Wieso müssen die Autoren ständig solche Sätze von sich geben? Ich gehöre zu den wenigen Lesern, die so etwas nervig finden. Kann man nicht einfach die Sachlage beschrieben ohne sexuelle Anspielungen?
Mirelle als Protagonistin ist unoriginell und eine Charakterin, die ich schon mehrfach gelesen habe. Sehr schade. Ihren Schlagabtausch beim Bankett fand ich sehr unterhaltend, ansonsten ließ sie mich recht kalt. Neben ihr ist noch Joakim, der Spielmann, etwas mehr beschrieben, aber er blieb wegen des Endes trotzdem ziemlich blass. Manchmal sind ihre Dialoge miteinander unverständlich, was eigentlich genau gemeint ist. Da kommen Sätze, die mich irritiert und auch wieder aus dem Lesefluss gerissen haben.
Nach einem Drittel hatte ich eine Theorie zum Spielmann und König Laurent. Denn es ergibt einfach keinen Sinn, Laurent als Hauptrolle zu Beginn auftauchen zu lassen und plötzlich ist er weg und der Spielmann ist die Hauptrolle im Verlauf. Dass da eine Verbindung besteht, wurde mir schnell klar, alles andere ist Unsinn. Genaueres lasse ich aus Spoilergründen weg. Dann kommt Mirelle plötzlich auf den gleichen Gedanken wie ich, nur nicht mit meinem Weitblick als Leserin. Daher ergibt ihre plötzliche Erkenntnis keinen Sinn. Auch hier kann ich nicht genau werden. Aber ihre Eingebung ist völlig unverständlich für die Leser. Kurz vor Ende wird das Geheimnis um den Spielmann für alle gelüftet. Und das war es dann. Es wird noch etwas kindisch dramatisch, auch eine unnütze Szene, wo ich nur die Augen gerollt habe ...
Es endet total mitten drin in der Auflösung, der Verlauf danach bleibt offen. Ich dachte erst, es gibt einen Zweitband, das hatte ich vorher nicht überprüft, weil mir das nicht wichtig war. Aber wenn eine Geschichte so unvollendet endet, ist das sehr wichtig. Der Verlag hat es als Einzelband deklariert. Auch durch dieses abrupte Abkappen der Geschichte kamen einige Charaktere viel zu kurz. Gerade Joakims Charakter hätte an dieser Stelle ausgeschrieben werden können, da das Geheimnis für alle raus ist. Ein total merkwürdiges Ende, Laurent kommt gar nicht mehr zum Zug, was gar nicht passt. Auch Mirelles Vater ist plötzlich vergessen. Gäbe es einen zweiten Band könnte das alles noch Platz finden, aber so ...
Fazit:
Vielleicht bin ich eingerostet in Sachen Märchen, aber ich habe kleine Ahnung, was das für eine Märchen-Adaption sein soll. Die Grundidee ist für mich weder super noch schlecht. Die Umsetzung wirkte auf mich etwas gezwungen. Es fehlt die Atmosphäre des Realismus. Die Geschichte liest sich sehr zügig, aber es sind viel zu viele Unzulänglichkeiten drin. Richtig enttäuschend wird das Ende. Das hat mich sehr mitgenommen. Aus dieser Geschichte hätte die Autorin sehr viel rausholen können, aber sie hat viele Fehler gemacht. Das Werk sollte noch einmal überarbeitet werden, dann könnte es sehr gut werden.
Um eine richtige Rezension schreiben zu können, müsste ich viel spoilern, da der ganze Verlauf ein Geheimnis ist. Also bleibt es es eben wage, sowas mag ich nicht.
Für die Seitenzahl finde ich den Preis für 14,90 € ungerechtfertigt. Dickere Klappbroschüren gibt es meistens für 12,99 €.
Bewertung
5/5
15.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Tolle Märchen-Adaption
Ein wirklich schöne Interpretation von König Drosselbart. Anne Danck schreibt unglaublich lebhafte Dialoge. Ich mocht die Entwicklung, die Prinzessin Mirelle selbst und ihre Beziehung zum Bettler durchlaufen haben. Das Märchen ist kurzweilig, charmant und gerade im späteren Verlauf ging es mir sehr ans Herz. Die Romanze entfaltet sich authentisch, ganz ohne Spice - der hätte ohnehin nur die Stimmung kaputt gemacht. Aus meiner Sicht ist Anne Dancks Stil fantastisch, sobald ich eines ihrer Bücher beendet habe, möchte ich es sofort von vorne beginnen und die Geschichte erneut erleben. Ich hoffe, da kommt in Zukunft noch sehr viel mehr von.
Nora4
Book Circle Community
5/5
25.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Eine empfehlenswerte Märchenadaption
Und gleich noch die zweite Rezension zu einer Adaption von König Drosselbart. Ich habe es gerade noch fertiggeschafft, bevor ich morgen für einige Tage verreise.
Wie ich schon beim ersten Buch, “König Drosselbart – Wahre Liebe“ in der Rezension gesagt habe, kam es mir hier zum Vorteil, dass ich gleich zwei Adaptionen des gleichen Märchens gelesen habe, denn so stachen ihre Einzigartigkeiten echt heraus.
Hier ist die Perspektive gleich von Anfang an aus der Sicht der Prinzessin, was an sich schon einmal neue Ansichten mit sich bringt und sie war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist zwar eindeutig auch oberflächlich und geht mit ihrer scharfen Zunge manchmal auch zu weit, aber ich liebe einfach generell solche Figuren, die ihr Herz auch auf der Zunge tragen und ein grosses Selbstbewusstsein haben. Man kann sie aber auch verstehen. Eingeschlossen im goldenen Käfig mit der Aussicht schon bald einen unbekannten Typen heiraten zu müssen, der vielleicht sogar doppelt so alt wie ich sein könnte, würde mich auch nicht vor Freude in die Luft springen lassen.
Und das finde ich unglaublich beeindruckend gemacht. Man weiss einfach, die Prinzessin im Märchen ist am Anfang alles andere als ein angenehmer Mitmensch. Und Mirelle macht es den anderen auch nicht einfach, aber es wurde so gut erzählt, dass man sie doch auch verstehen kann und dann auch sehr gut erkennt, wie sie immer mehr aus ihren Fehlern lernt (ohne dabei zum Glück ihre scharfe Zunge ganz zu verlieren).
Das Ende ist meiner Meinung nach ganz leicht zu kurz. Ein kleiner Epilog mehr hätte schon gereicht. Ich mag zwar die Idee für das Happy End hier wirklich sehr und bin auch zufrieden damit, aber ich hätte eben gerne gesehen, wo es noch hingeführt hätte, gerade weil es eine solch neue Idee ist. Es ist aber mehr ein kleiner Faktor.
Im Gesamten ist die Geschichte nämlich immer noch wirklich grossartig gestaltet worden und mir hat es sehr gut gefallen. Ich kann es Märchenfans auch wirklich nur empfehlen und gebe dem Buch deshalb auch fünf Sterne.
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