Urlaub mit der Zwillingsschwester - nach fünf Jahren Funkstille? Merle und Hannah raufen sich ihrer Oma Sophie zuliebe zusammen. Deren Versuch, die Enkelinnen zu versöhnen, bringt sie nach einem unglücklichen Sturz ins Pflegeheim. Dort holt Sophie die Vergangenheit ein: ihre eigene Zwillingsschwester Ida, die tief enttäuscht vor langer Zeit auf eine kroatische Insel flüchtete und von der es kein Lebenszeichen mehr gibt. Hannah und Merle folgen Idas Spur durch blühende Lavendelfelder ... und erfüllen sich selbst und ihrer Familie mehr als einen Herzenswunsch. Ein Roman über neue Anfänge, für die es nie zu spät ist. Über das unsichtbare Band zwischen Geschwistern und die Kraft der Versöhnung.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
aus Brackenheim
5/5
01.03.2022
eBook (ePUB)
Ein wunderschöner Roman
Das Buch handelt von einer Familie, die schon viele Schicksalsschläge verkraften musste. Aus eigener Erfahrung als Zwillingsmutter, weiß ich, dass das Leben für Zwillinge nicht immer so toll ist, wie es in vielen Filmen und Büchern dargestellt wird. Auch die Beziehungen der Zwillinge in diesem Buch sind nicht immer einfach und stark von Konflikten geprägt. Doch finden sie einen Weg der Versöhnung? Lest selbst und lasst euch überraschen.
Kyra112
aus Sachsen-Anhalt
5/5
15.02.2022
eBook (ePUB)
Eine Familiengeschichte, die zum Nachdenken anregt.
Merle und Hannah sind Zwillingsschwestern. Viele Jahre sind vergangen als sie sich das letzte Mal gesehen haben. Hannah verbrachte die vergangenen Jahre im Ausland, ist nun zurückgekehrt, aber traut sich nicht zu ihrer Familie. Merle, ganz die Strebsame, hat ihr Studium beendet und arbeitet nun als Referendarin an einer Schule. Durch einen Zufall entdeckt Oma Sophie ihre Enkelin Hannah wieder in Deutschland. Sie versucht eine Zusammenführung der beiden Mädchen zu organisieren. Doch das läuft richtig schief. Schuldzuweisungen, fehlende Kommunikation, unterdrückte Gefühle begleiten die Familie in den nächsten Wochen. Hinzu kommt, die Vergangenheit kehrt irgendwann immer zurück und so scheint sich die Geschichte zu wiederholen.
Anke Schläger ist mit diesem Buch über eine Familie, die es nicht schafft, offen miteinander umzugehen, eine wunderbare Geschichte gelungen, die zum Teil zum Nachdenken anregt.
Sie hat einen flüssigen und kurzweiligen Erzählstil, der durch kurze und prägnante Sätze gestaltet ist. Oftmals war mir gar nicht bewusst, wie schnell ich mich durch das Buch bewegte und mit seinen Charakteren mitfieberte.
Jeder dieser Hauptcharaktere, seien es die jüngeren Zwillinge, als auch die älteren Zwillinge und Rainer, der Vater von Merle und Hannah, hat Ecken und Kanten und die hat die Autorin gut herausgehoben. Ich fand, man konnte auch durch die Geschichte hindurch eine Entwicklung der Charaktere verfolgen. Sie fingen an, ihre Handlungen und Meinungen zu hinterfragen und damit ebneten sie den Weg zum Reden. Gleichzeitig mauerte jeder von ihnen nach einem Fortschritt immer wieder, sodass es mir vorkam, dass zwei Schritt vorwärts, immer einen Schritt rückwärts nach sich zog.
Weiterhin empfand ich eine Zweiteilung des Buches. Bis Ende Kapitel 16 las es sich als Familiengeschichte, mit Mitgliedern, die auf der Suche nach ihren Wurzeln sind. Ab Kapitel 17 jedoch kam langsam die Familiengeschichte zu Vorschein. Hier entwickelte sich die Geschichte als sehr gefühlvoll, in Teilen würde ich sogar sagen, es war „harter Tobak“. Aber diese Zweiteilung fand ich toll. Sie macht dieses Buch und vor allem diese Familie aus.
Als negativen Aspekt, der mich aber nicht so sehr gestört hat, empfand ich die Schnelligkeit mit der sich die Beziehungen von Hannah und Merle entwickelten. Aber die Art und Weise wie die beiden Männer mit den Schwestern umgingen, machte das für mich wieder wett. Der zweite negative Aspekt war für mich Idas Tochter. Sie war hochnäsig und passte sogar nicht zu ihrer Familie.
Richtig gut gefiel mir, dass die Protagonisten in der Gegenwart ihre Geschichten aus der Vergangenheit erzählten und es keine Zeitsprünge in Form von Rückblenden gab. Auch das Aufgreifen des Krieges und seine historische Bedeutung hat Anke Schläger sehr gut dargestellt.
Alles in allem ein sehr emotionaler Roman, vor allem mit vielen starken Frauen!
Eine klare Empfehlung an alle, die gerne Familienromane lesen und aus dem Nachwort der Autorin kann man sich auch noch das Ein oder Andere zu Herzen nehmen. Das ist nämlich wunderbar geschrieben.
dido_dance
aus Wiesbaden
4/5
28.02.2022
eBook (ePUB)
Wenn die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst
In dem Buch geht es um die Zwillinge Merle und Hannah, die vor 5 Jahren im Streit auseinander gegangen sind und Ihre Oma Sophie. Diese hat einen Unfall und überdenkt ihr Leben.
Deshalb bittet sie ihre beiden Enkelinnen Ihre eigene Zwillingsschwester Ida, die vor 50 Jahren nach Kroatien ausgewandert ist, zu finden. Denn es gibt wohl so einiges ungesagtes, was Sophie in Anbetracht ihres hohen Alters von fast 80 Jahren noch klären will.
Es hat etwas gebraucht bis ich mich in die Geschichte einfinden konnte, aber dann hat mich das Thema doch sehr gepackt.
Der Schreibstil ist flüssig ud bildhaft. Die Landschaften auf der Insel Hvar kann man sich wunderbar vorstellen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn ich Merle zum Teil als sehr anstrengend empfand. Aber das zeigt, dass die Autroin ihre Figuren mit Ecken und Kanten ausstattet und auch eine Entwicklung der Charaktere zulässt.
Die Geschichte empfand ich als sehr bewegend und die Hintergründe, gerade zum Krieg in Jugoslawien sind gut recherchiert.
Als Lesende werden wir immer wieder durch ein emotionales auf und ab der Figuren geführt.
Die Geschichte besitzt viel Tiefgang und ich finde es ist ein schöner Roman mit starker Aussage, nämlich Familie und Versöhnung mit Ihr ist wichtig und sollte einen hohen Stellenwert haben.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es gerne weiter.
SasaRay
4/5
28.02.2022
eBook (ePUB)
Malerisch. Familiär. Herzenswarm.
Leseerlebnis :
Wie schon der Titel verrät handelt es sich hier um eine Familiengeschichte, die sich um zwei Zwillingsschwestern handelt - zum einen Hannah und Merle und zum anderen Sophie und Ida. Beide sind zerstritten.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven in der 3. Person. Zunächst gibt es gefühlt sehr viele Personen und ich hatte einige Startschwierigkeiten. Gerade da zu Beginn sehr viele kurze Sätze aufeinander folgen, was die Erzählung etwas holprig erscheinen lässt.
Sobald die Reise nach Kroatien beginnt, aber sich dies allerdings und die Geschichte gewinnt an Farbe. Die Landschaften werden wundervoll atmosphärisch beschrieben und auch Anke Schläger überzeugt mich wieder mit ihrem gewohnten Schreibstil - atmosphärisch, wärmend, bildhaft und berührend.
Immer mehr der Familiengeschichte is aufgedeckt und man fiebert mit den Charakteren mit, fühlt und erlebt mit ihnen. Sie sind alle wundervoll gezeichnet und ich hatte die ganze Zeit den Duft von Lavendel in der Nase.
Fazit :
Eine sehr einfühlsame und interessante Familiengeschichte - inklusive einer Reise in das vergangene Jugoslawien - die mich wieder einmal sehr berührt hat.
Bewertung
aus Bad Säckingen
4/5
20.02.2022
eBook (ePUB)
Familienroman
Wie der Titel bereits verrät, handelt das Buch von Schwestern. Da sind zum einen Hannah und Merle, die seit 5 Jahren keinen Kontakt mehr zueinander haben. Ihre Oma versucht die beiden zu versöhnen. Oma Ida hat mir besonders gut gefallen, dabei hat sie selbst seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester, die mit ihrem Mann in seine Heimat Kroatien ausgewandert war.
Das Buch lebt von den Sympathieträgern, der lebensklugen Oma, die alleine auf einem Hof mit ihren Tieren lebt oder aber auch Anja, der zupackenden Stiefmutter von Merle und Hannah. Mit Merle bin ich nicht so richtig warmgeworden. Ihre Art empfinde ich als ermüdend.
Besonders interessant fand ich den Part, der auf einer kroatischen Insel spielt und den Handlungsstrang aus der Vergangenheit. Ich habe einiges gelernt über die Geschichte Kroatiens und wieder einmal zeigt sich, dass Kommunikation das Wichtigste ist in einer Beziehung.
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