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Reinheit »Der Großteil der amerikanischen Literatur wirkt dagegen wie kastriert.« – Sheila Heti

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23,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2022

Verlag

Claassen

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

428 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1 Auflage Auflage

Originaltitel

Cleanness

Übersetzt von

Daniel Schreiber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-546-10029-8

Beschreibung

Rezension

»Liebe, Schmerz, Begehren, Identitätsfindung und Selbstauflösung stehen im Mittelpunkt dieses ungewöhnlichen, ambitionierten Romans (…) Effektiv eingesetzte Details, mitreißende Beschreibungen emotionaler Bewusstseinsbewegungen und hellsichtige Beobachtungen entwickeln dabei eine eigentümliche Dynamik. Die Frage nach der Ambiguität des Begehrens macht dieses mutige, lyrische Buch so faszinierend!« ("SR Kultur")
»Es gibt diesen doppelten Boden der abgründigen Emotionen und das macht diesen Roman sehr, sehr lesenswert und das ist nicht zuletzt auch der sensiblen und stilsicheren Übersetzung von Daniel Schreiber zu danken.« ("Deutschlandfunk Kultur Lesart")
»"Reinheit" ist eine lohnenswerte Lektüre und der gelungene Versuch eine neuen Sprechens über Sex.« ("Welt")
»Greenwell zeigt, dass es aber auch darum geht, sich selber zu entdecken, sich und seine Abgründe, irrwitzige Hoffnungen und verborgenen Schmerz.« ("Die Presse Spectrum")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2022

Verlag

Claassen

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

428 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1 Auflage Auflage

Originaltitel

Cleanness

Übersetzt von

Daniel Schreiber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-546-10029-8

Herstelleradresse

Claassen-Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • Bewertung

    aus Staad SG

    5/5

    21.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    gewöhnungsbedürftig

    Geschichten der etwas anderen Art dlglk d d ojsj ij wpow wjf mo pkwo gkeorjgoptjpkofcw mgrgb veokpo ewrgjfijpog b wpokweopfiiojg fvingierjgpo kbop rerjgpoebk vf dr opgjj ojdfgop j

  • Bewertung

    aus Peine

    4/5

    02.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiv und direkt

    Wie in einem Taumel fällt man in die Welt des Ich-Erzählers, ein amerikanischer Lehrer, der in Sofia arbeitet. Im postsozialistischen Bulgarien können schwule Beziehungen nur im Geheimen gelebt werden. Ganz tief lässt einen Garth Greenwell in die Gedanken seines jungen Protagonisten eintauchen, lässt einen teilhaben an seiner zärtlichen Liebe zu dem Studenten R., die trotz der großen Zuneigung, die zwischen den beiden besteht, keine Zukunft haben kann. Auch sein Begehren und seine Sehnsüchte werden offen dargelegt und wir erleben, wie er es genießt sich beim Sex zu unterwerfen, sich erniedrigen und Gewalt antun zu lassen bei flüchtigen SM Begegnungen. Pornographische Darstellungen stehen im Roman im Kontrast zu den von großer Zuneigung zeugenden Beschreibungen seines Geliebten R. Dies geschieht mit einer großen erzählerischen Kraft, die einen die Momente wie am eigenen Leib erleben lässt, die Situationen minutiös wiederzugeben vermag. Und dennoch ist da eine letzte Schwelle, eine Distanz, die ich als Lesende nicht überschreiten konnte. Fast so als würde der Erzähler stets ein letztes Geheimnis für sich bewahren. Das hat dazu geführt, dass ich ihn unbedingt verstehen wollte, unbedingt mehr erfahren wollte über seine Beweggründe, seine Vergangenheit. Aber wir bekommen nur einzelne Szenen, die Augenblicke, an denen er entscheidet, uns teilzuhaben lassen. Genau darin lag für mich aber auch die große Anziehungskraft dieses Buches. Für mich hat es sich angefühlt, als würde ich einen Menschen, der mich fasziniert näher kennenlernen und versuchen, seine Persönlichkeit in dem Kaleidoskop aus Erlebnissen, die er mir mitteilt zusammenzusetzen. Für mich eine faszinierende Leseerfahrung und ich freue mich jetzt schon auf „Was zu dir gehört.“ Ich habe das Hörbuch auf Englisch gehört und einige Kapitel auf Deutsch gelesen und bin sehr begeistert von der Übersetzung von Daniel Schreiber.

  • Boockpicker

    Orell Füssli Book Circle Community

    4/5

    02.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    «Wir können uns nie sicher sein, was wir wirklich wollen»

    «Das würde einen Fleck geben, … aber was machte das schon, vielleicht könnte ich ihn auch einfach lassen». (297) Auf der Suche nach Nähe und Zugehörigkeit verrennt er sich immer wieder, landet in Zweifeln und Scham. Er, der mittelalte amerikanische Literaturprofessor in Sofia, der seine sexuellen Erlebnisse und Abenteuer mit schwulen jungen Männern schildert, teils sehr körperlich detailliert, teils versunken in seinen Gedanken und Überlegungen. Die Sätze sind lang, verschachtelt, oft beschreibt er Gespräche in indirekter Rede und wechselt unvermittelt in die Beschreibung der gegenwärtigen Situation, was das Lesen manchmal erschwert. Seine Gedanken- und Gefühlsbeschreibungen sind brillant, detailliert, es ist ungewohnt, dass ein Mann so intensiv über sich, seine Gefühle und Beziehungen nachdenkt, so viel zweifelt, so viel Scham benennt, so klar, ausführlich und sprachmächtig beschreibt, was ihn bewegt. Ein brillantes, sehr spezielles Buch, das die Lesenden ausdrucksstark und detailliert in eine spezielle und ungewohnte Welt führt. «…Gefühl, in der von ihm beschriebenen Welt gäbe es keinen Ort, an dem er sich zu Hause fühlen könnte». (16) «Ich schaute ihm nach, als er den Raum verliess. Leicht gebückt trug er die Verzweiflung fort, an der er so stark festhielt». (36) «…und ich spürte mit neuer Angst, wie schlecht ich mich kannte, dass es kein Ende für mein Begehren gab, kein Ende für die Bestrafung, die ich suchte». (68) «Sex war für mich nie etwas Heiteres gewesen, oder fast nie, er war immer mit Scham, Angst und Beklemmungen verbunden, doch diese Gefühle verschwanden angesichts seines Lächelns, lösten sich in Luft auf. Sein Lächeln tauchte alles, was wir taten, in eine Art Reinheit». (132f) «Wir können uns nie sicher sein, was wir wirklich wollen. Wir können uns nie der Authentizität unseres Begehrens sicher sein, denke ich, der Reinheit in Bezug auf uns selbst». (141) «… ich sah nicht nur Lust. Ich hatte das Gefühl, dass er nach etwas suchte, das er nicht finden konnte…». (254) «Ich wird dir eine ordentliche Abreibung verpassen, dachte ich, das war auch etwas, das mein Vater gesagt hatte, wenn er uns verprügelte». (257) «ich genoss es und wollte ihn noch mehr leiden sehen». (258) «Morgen früh wird es dir klar werden, und ich hatte Angst davor, wie ich mich fühlen würde, wie das, was ich getan hatte, im Licht des neuen Tages aussehen würde». (294)

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