Die Israelitische Synode des Jahres 1871 im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
10.11.2021
Abbildungen
mit 3 Farbabbildungen
Verlag
BoD – Books on DemandSeitenzahl
176
Maße (L/B/H)
22/15,5/1,3 cm
Gewicht
290 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7557-1196-4
Am Ende der Woche war die Zahl der Teilnehmer halbiert, die Stimmung trotz einigem Zweckoptimismus getrübt. Der Rabbiner der gastgebenden jüdischen Gemeinde wurde entlassen und wurde wie alle Teilnehmer in landesweiten Anzeigen öffentlichen gebannt.
Der 1871 in Augsburg manifestierte Bruch zwischen neologischen und orthodoxen Juden besteht seitdem, bis heute, und wird mal mehr, mal weniger deutlich. Liberale und Fromme warfen sich auch schon gegenseitig vor, für den Antisemitismus, wie für den Holocaust, die Shoah (mit)verantwortlich zu sein. Auch heute stehen sich die jüdische Orthodoxie in Israel und die Reformgemeinden in den USA zunehmend fremd gegenüber, als Nachbarn ebenso wie als politische Akteure der Nahostpolitik. Damals wie heute ist es ein Kulturkampf.
Das vorliegende Buch beschreibt die historischen Umstände und Entwicklungen ebenso wie die lokalen Schauplätze. Die Gastgeber und fast alle Teilnehmer der Synode konnten ermittelt werden und werden in kurzen Biographien vorgestellt. Schließlich gibt es viel Originalton in Redeauszügen und einen Überblick über die ungemein vielfältige Berichterstattung, die uns im Zeitalter meist vereinheitlichter Pressemitteilungen von Mediengruppen, neugierig werden lassen kann.
Für die Augsburger Juden beschreibt die Synode eine kurze Phase weltweiter Aufmerksamkeit, die längst vergessen, durchaus Aufmerksamkeit und Beachtung verdient.
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