Produktbild: Insel der verlorenen Erinnerung

Insel der verlorenen Erinnerung Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19525

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,9/11,4/2,7 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Beige

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Hisoyaka na Kesshô

Übersetzt von

Sabine Mangold

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3903-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19525

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.02.2022

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,9/11,4/2,7 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Beige

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Hisoyaka na Kesshô

Übersetzt von

Sabine Mangold

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3903-1

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

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  • Ani

    5/5

    01.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Ein mitreißender Roman, der zum Nachdenken anregt

    Jeder Mensch vergisst mal etwas, eine Erinnerung, ein Duft oder eine Melodie; aber was wäre wenn alle Menschen zur selben Zeit das Gleiche vergessen und dieser Gegenstand ab diesem Zeitpunkt auch nicht mehr existiert? Genau das Geschieht in Yoko Ogawa's Geschichte "Insel der verlorenen Erinnerung" , denn auf dieser Insel verschwinden ohne Vorwarnung Dinge und auch jegliche Erinnerung an diese Dinge, Mal verschwinden Sachen in einem kürzeren Zeitraum und andere Male verschwindet für eine lange Zeit nichts, doch was geschieht wenn mehr Dinge verschwinden, als dass neue entstehen? Wie kann man eigentlich überleben, wenn es eines Tages keine Jahreszeiten mehr gibt oder das Obst verschwindet? Ich finde dieses Buch regt wirklich einen zum Nachdenken an und man beginnt auch vieles aus einen anderen Blickwinkel zu betrachten, denn was wäre, wenn diese Dinge plötzlich gar nicht mehr existieren würden? Jetzt merken wir schon durch die Lieferschwierigkeiten und Ressourcenknappheit, wie schwierig sich manche Tätigkeiten erweisen, somit ist dieser Roman im Kern nicht weit von unserem realen Leben entfernt. Ich werde mir definitiv ein weiteres Werk von dieser Autorin zulegen (auch wenn dies bis Neujahr warten muss, da ich noch einiges zu lesen habe), denn ich finde ihren Schreibstil sehr interessant und mag es auch sehr wie sie einen selbst zum Grübeln bringt

  • Bewertung

    5/5

    04.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben bietet mehr als die Sprache vorgibt

    Wow, Ogawa schafft es den Leser in diese dystopische Welt a la Orwell zu versetzen und mitfiebern zu lassen. Besonders gut gefiel mir die Diskrepanz zwischen Sprache und Sein. Der Roman führte so wundervoll vor Augen, was für einen Stellenwert die Sprache in unserer Gesellschaft und unserem Verhalten einnimmt. Sprachlich wie auch von der Handlung ein Werk, dass einem an der Realität wie wir sie kennen zweifeln lässt.

  • Arī

    5/5

    01.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...

    Ich weiß eigentlich noch gar nicht recht, was ich hier schreiben möchte, deshalb überlasse ich nun meinen Fingern und den Worten die Kontrolle. Die Autorin schaffte es mit diesem Werk, ohne große Gefühlsduselei Gefühle in mir hervorzuholen. Vielleicht ist es gerade diese Stille, die so viel Raum - der mit eigenem gefüllt werden kann - birgt. Stille, die lange nachhallt. Und wie auch bei ihren anderen Büchern hat sie es geschafft, dass mir ihre Charaktere ans Herz wachsen, seien es nun der alte Mann oder der Hund. Allein die Namenlosigkeit ihrer Charaktere macht das Werk noch "leerer", noch unpersönlicher, und doch birgt genau dies eine Vollkommenheit, die sich nicht ganz greifen lässt, die jede Seite in ein eigenes kleines Mysterium verwandelt. Es ist schwer, das Gefühlte in Worte zu fassen. Es gibt Bücher, für die gibt es keine passenden Worte - und die muss es auch nicht geben. Das ist schon in Ordnung so.

  • fromme Helene

    5/5

    13.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    stille Dramatik

    In einer Welt, in der immer mehr Dinge aus dem Alltag verschwinden und mit ihnen die damit verbundenen Erinnerungen, versucht eine junge Schriftstellerin ihr Ich zu bewahren. An ihrer Seite hat sie einen alten Mann und ihren Verleger und gegen sich die Vorschriften und Kontrollen der Erinnerungspolizei und die Spitzel in der Nachbarschaft. Als ihr Verleger in Gefahr gerät, festgenommen zu werden, wird sie tätig. Die Geschichte hat mich mit ihren leisen Tönen gefangen genommen. Das Buch kommt fast ohne Namen aus und wir begleiten die Schriftstellerin durch ihren Alltag, der sich ganz allmählich durch immer weitere Einschränkungen zu einem engen Gefängnis entwickelt. Man muss vorsichtig sein, was man tut, was man sagt. Man weiß nicht mehr, wer Freund, wer Feind ist und man muss die Regeln einhalten und alle Dinge, die verschwinden, bis auf den letzten Krümel vernichten. Trotz allem versucht die Schriftstellerin sich treu zu bleiben und das Richtige zu tun. Obwohl Yoko Ogawa auf drastische Szenen und umfassende Gefühlsbeschreibungen verzichtet, schlägt einem die erdrückende Atmosphäre des Erinnerungsregimes entgegen. Als auch immer mehr Menschen verschwinden, fühle ich mich in die Zeit der Gestapodrangsalierungen hineinversetzt. Die Menschen versuchen, sich zurechtzufinden und optimistisch zu bleiben, doch hinter den verschlossenen Türen herrscht die Angst. Mich hat am meisten beeindruckt, wie sehr die Veränderung des Alltages und der Verlust der Erinnerungen die Menschen verändert. Sie werden zu einem blassen Abbild ihrer Selbst. Parallel zur Erzählung verfasst die Schriftstellerin ihren eigenen Roman, der sich immer mehr mit ihrem Alltag verschmilzt. Die reduzierte Erzählweise und die asiatische Höflichkeit macht das Buch zu einer Besonderheit. Fazit: Ein leises Buch, das noch lange nachhallt.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    28.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine verstörende Dystopie, die zum Nachdenken anregt!

    Eine verstörende Dystopie, die zum Nachdenken anregt! Zum Inhalt Yoko Ogawa entführt die Leser in eine Welt, die nachdenklich stimmt. Mit der jungen Schriftstellerin hat sie eine sehr sympathische Protagonistin geschaffen. Aus der Sicht von der jungen Frau, erleben wir das Verschwinden von Dingen und Erinnerungen. Sie bringt dem alten Mann, viel Empathie entgegen. Hat er doch auch viele Dinge, Beruf und Erinnerungen verloren. Ihr Verleger R ist ein Mensch, dem sie Vertrauen schenkt. Mit ihm kann sie offen sprechen. Als R Gefahr läuft von der Erinnerungspolizei entdeckt zu werden, schaffen der alte Mann und sie ein Versteck in ihrem Haus. Auf der Insel verschwinden immer mehr Dinge. Keiner vermisst sie hinterher. Jeder vernichtet freiwillig Dinge, die es nicht mehr gibt. Die Erinnerungspolizei weitet ihre Razzien immer mehr aus. Denn nicht bei allen Menschen sind die Erinnerungen gelöscht ….. Meine Meinung 1. Satz: Manchmal frage ich mich, was auf der Insel zuerst verschwand. Ich habe zu lesen begonnen und war fasziniert von dieser verstörenden Insel. Die Menschen haben keine Namen. Da gibt es den Hutmacher, der seinen Beruf nicht mehr hat, weil es keine Hüte mehr gibt. Der verstorbene Vater der Schriftstellerin konnte zu Lebzeiten seinen Beruf als Ornithologe noch ausführen. Jetzt gibt es keine Vögel mehr. So verschwinden mit jedem Tag Dinge und Erinnerungen. Das Verschwinden von Rosen hat die Inselbewohner fasziniert. Alle Blütenblätter hat der Wind in den Fluss geweht, was dem Ganzen einen märchenhaften Anblick verliehen hat. Ich habe ständig überlegt, wer für das Verschwinden von Dingen und Erinnerungen verantwortlich sein könnte. Habe mich gefragt, wie wie es sein kann, dass Dinge und Erinnerungen in kürzester Zeit in Vergessenheit geraten. Die Erinnerungspolizei hat mich irgendwie an die Gestapo erinnert. Früher wurden Juden verhaftet und weggebracht. In dieser Dystopie werden Menschen verfolgt, die ihre Erinnerungen behalten haben. Menschen wie R, die mit Leibeskräften gegen das Vergessen kämpfen. Trotz schöner Momente hat die düstere Atmosphäre die Oberhand behalten. Früchte fallen von den Bäumen. Egal ob reif oder unreif. Sie liegen noch nicht richtig am Boden, schon sind sie vergessen. Die Nahrungsmittel werde immer weniger. Es hört kaum noch auf zu schneien. Ganze Familien werden weggebracht. Haustiere bleiben sich selbst überlassen. Kaum einer auf der Insel hinterfragt das Ganze. Alles wird hingenommen und schön geredet. Dinge verbrannt, weil es sie nicht mehr gibt und in keinem Haushalt mehr gefunden werde dürfen. Besonders gut hat mir die Geschichte in der Geschichte gefallen. Die Schriftstellerin arbeitet an einem Manuskript. Aber was würde passieren, wenn es keine Worte mehr gibt? Fazit Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist leicht und locker und stellenweise poetisch und verspielt. Die kalte und verstörende Atmosphäre hat mich frösteln lassen. Was will uns die Autorin sagen? Kann es sein, dass wir uns mitten drinnen befinden? Kann es sein, dass wir uns mit zu vielen Dingen abfinden, statt sie zu hinterfragen? Wo sind unsere Insekten geblieben? Warum gibt es immer weniger Vögel? Wir wissen es. Aber wir finden uns damit ab. Vergessen sämtliche Vogelarten. Die Gletscher verschwinden. Mit ihnen der Lebensraum für die Tiere dort. Ich könnte jetzt immer weiter schreiben. Aber über was? Das habe ich jetzt vergessen …… Eine absolute Empfehlung von mir. Vielen Dank Yoko Ogawa, für dieses Meisterstück.

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