Marie wittert den Durchbruch als Redakteurin. Dafür muss es ihr nur gelingen, den ehemaligen Spitzensportler Lars Franke zu einem Interview zu bewegen. Doch seit der Leichtathletik-Profi mit Querschnittslähmung im Rollstuhl sitzt, verweigert er der Presse jeden Kontakt. Aufgeben war jedoch noch nie eine Stärke von Marie. So wählt sie einen ungewöhnlichen Weg, um mit Lars in Kontakt zu kommen. Dass dieser dabei auch ihr Herz berührt, war so nun wirklich nicht geplant.
Es beginnt eine emotionale Zeit, die neben Spannung und Aufregung auch tiefe Einblicke in das Leben eines Rollstuhlfahrers offenbart.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Anika F./Nikas Lesewahnsinn
aus Kronshagen
5/5
07.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Handicap Liebe
Der Titel und der Klappentext sprachen mich hier sofort an. Viel zu oft werden in unserer Gesellschaft Themen tot geschwiegen. Inklusion ist für manche doch wahrlich ein Fremdwort. Oft wird hinter vorgehaltener Hand gelästert oder dabei zugesehen, wie Rollstuhlfahrer mit den alltäglichen Hindernissen kämpfen müssen. Für mich einfach unvorstellbar.
Das Cover passt perfekt zur Story, auch wenn ich mir Anfangs nicht schlüssig war, ob es mich vollends überzeugen kann. Die Qualität des Rollstuhlfahrers und der Rollstuhlfahrerin hätte für mich etwas besser sein können. Ansonsten ist das Cover relativ schlicht gehalten, was die Rollstuhlfahrer perfekt hervorhebt.
Der Schreibstil von Christiane Fischer gefiel mir sehr gut. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt und zwar aus der Sicht von Marie. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in ihre Gefühle und Gedanken. Außerdem ist es super interessant, wie Marie als Rollstuhlfahrerin alles erlebt, obwohl sie ja eigentlich gar nicht auf einen Rollstuhl angewiesen ist.
Der Leichtathletik-Profi Lars ist ein absoluter Spitzensportler bis ein schwerer Verkehrsunfall sein Leben auf den Kopf stellt. Lars hat sich stark verändert und er möchte mit der Presse absolut nichts mehr am Hut haben. Er konzentriert sich auf sein aktuelles Projekt, welches ich richtig toll finde. Genau über dieses versucht die Redakteurin Marie mit Lars in Kontakt zu treten. Quasi Undercover und auf Augenhöhe möchte sie den Weg zu ihm finden, um mehr zu erfahren und ihren Artikel zu schreiben. Nur ist das moralisch vertretbar? Ihr bleibt leider keine andere Wahl, denn sie braucht ihren Job und das dazugehörige Geld. Manchmal muss man Umwege gehen und erlebt die tollsten Sachen.
Marie ist eine tolle Protagonistin, die es sicher nicht immer einfach im Leben hat und hatte. Aber sie gibt nicht auf. Ihr Vertrauen muss man sich definitiv verdienen und sie lässt nicht jeden an sich heran. Doch wenn man es geschafft hat, dann hat man eine Freundin gefunden, mit der man Pferde stehlen gehen kann.
Lars ist wirklich das ganze Gegenteil von Marie. Kalt, distanziert und verbittert. Ich muss ehrlich sagen, ich kann das absolut verstehen. Vom Spitzensportler zum Rollstuhlfahrer. Seine Zukunft hat er sich sicher anders vorgestellt. Doch ich liebe seine Entwicklung im Laufe der Handlung.
Christiane Fischer schafft es beide Schicksale vollends bei mir als Leserin anzubringen und authentisch zu beleuchten. Ich konnte mich gut in die Situationen und Gefühle hineinversetzen. Auch wenn ich mir gern ein noch wenig mehr über Maries Vergangenheit/Trauma erfahren hätte.
Alles in allem eine fesselnde, spannende und authentische Story. Es geht um die Liebe, Skrupellosigkeit, Freundschaft, Vergangenheit und Inklusion.
Insgesamt gebe ich dem Buch 4.5 von 5 Sterne
Leseschnecke Susi
aus Duisburg
5/5
02.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Zwei Herzen, ein Takt
Ein ungewöhnliches Buch und doch so gut. Ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde, denn der KT verspricht schon eine Menge und doch ist es nur ein Bruchteil von dem, was man bekommt. Auf dem Cover zwei Menschen im Rollstuhl, mehr nicht. Kein Glanz, kein Gloria, schlicht und einfach.
Marina ist das letzte Glied in der Redaktion und möchte endlich was interessantes schreiben, doch dann wird sie von ihrem Chef regelrecht gezwungen, für einen Artikel in eine Rolle zu schlüpfen, die ihr so gar nicht gefällt. Doch sie braucht das Geld, um zu überleben. Na, was meint ihr, wie Marina an ihr Interview kommt und was passiert, wenn man anfängt, sein gegenüber zu mögen, sehr sogar. Oje. Das Desaster ist perfekt, und nu seid ihr dran, denn mehr verrate ich nicht.
Was eine tolle Geschichte, die ich hier gelesen habe. Eine junge Frau, mit Vergangenheit, gefangen in einer Lüge und ein ehemaliger Leichtathletikstar, der seit seinem schrecklichen Unfall, keinem, außer seinem besten Freund an sich ranlässt.
Ich mag solche Geschichten sehr und war gefesselt im Buch versunken. Ich habe mit gehofft, und so manches Mal dachte ich, mein Gott, warum, denn so nach und nach kam alles ans Licht, und noch viel mehr. Oje, was ein Drama.
Eine wirklich schön geschriebene Geschichte, die meinem Leserherz sehr gut gefallen hat. Das einzige, was ich als Leserin, die immer von einem zum nächsten Kapitel entscheidet, wann sie das Buch weglegt, vermisst hatte, waren die Kapitel. Denn, es gibt keine. Gut, es gibt Absätze, das geht auch, na ja, eigentlich will man das Buch eh nicht weglegen, nicht eher, bis man das Ende erreicht hat..
Liebe Grüße Susi.
Bewertung
aus Uslar
5/5
02.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Tiefgründige Liebesgeschichte
Marie ist Journalistin. Um endlich die Karriereleiter höher zu klettern, beschließt sie sich in ein Camp für Rollstuhlfahrer einzuschleusen, und dem ehemaligen Olympioniken Lars Franke auf den Zahn zu fühlen. Dieser verweigert seit seinem Unfall jeglichen Kontakt mit der Presse und undercover sieht Marie ihre Chance.
Doch was, wenn unerwartet Gefühle ins Spiel kommen?
Meine Meinung:
Christiane Fischer schreibt keine 08/15 Liebesgeschichten. Das hat sie mit Handicap Liebe bewiesen. Das Buch gibt Einblicke in das Leben eines Rollstuhlfahrers und man merkt, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat. Sie beschreibt auf welche Hindernisse man stößt, dass man leider auch oft angestarrt wird, den Kampf ums weiter machen, und einiges mehr. Das Gesamtpaket fand ich sehr bewegend.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Einfach und gut durchdacht, so dass man schneller mit der Story durch ist, als man denkt. So erging es mir jedenfalls.
Ihre Charaktere sind charakterstark und authentisch. Ganz besonders bei Lars habe ich es so empfunden.
Lars ist anfangs so kühl, hat eine Mauer um sich herum errichtet. Aber ab und zu blitzt seine andere Seite immer wieder auf. Er taut immer mehr auf. Aber genau das ging mir auch ans Herz, weil man weiß, was Marie für ein Spiel spielt.
Ich finde Lars so beeindruckend wie er sein Leben im Rollstuhl meistert.
Bei Marie war ich anfangs etwas skeptisch. Eine eiskalte Journalistin, die einfach nur an ihre Karriere denkt. Ihre Gründe konnte ich zwar teilweise nachvollziehen, aber dennoch fand ich es ziemlich heftig. Doch schon bald merkt sie, dass es vielleicht doch noch wichtigere Dinge im Leben gibt. Sie ist im Zwiespalt und man spürt beim Lesen ihre Zweifel und Gewissensbisse.
Außerdem trägt sie auch noch ein Päckchen mit sich, was sie bis heute belastet. Ausgerechnet Lars ist es, der ihr die Ängste nimmt.
Doch immer und immer wieder habe ich mich gefragt, wie das Ganze ausgehen wird. Kann es ein Happyend geben? Wie soll das nur funktionieren bei so einem Lügengerüst, was entstanden ist? Da habe ich regelrecht mitgefiebert, ob die beiden zukommen kommen können oder nicht.
Das Ende ging mir persönlich ein wenig zu schnell. Da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht, aber das ist meckern auf hohem Niveau und die Story ist einfach sehr schön und bewegend.
Fazit:
Eine emotionale Lovestory, die einen bewegt und auch zum Nachdenken anregt. Handicap – Liebe ist nicht nur gefühlvoll, sie zeigt auch so viele andere Seite, besonders das Leben eines Rollstuhlfahrers. Insgesamt einfach eine sehr schöne Geschichte, die ich gerne weiter empfehle.
Lovebambaren
aus Uslar
5/5
02.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Tiefgründige Liebesgeschichte…
Tiefgründige Liebesgeschichte Marie ist Journalistin. Um endlich die Karriereleiter höher zu klettern, beschließt sie sich in ein Camp für Rollstuhlfahrer einzuschleusen, und dem ehemaligen Olympioniken Lars Franke auf den Zahn zu fühlen. Dieser verweigert seit seinem Unfall jeglichen Kontakt mit der Presse und undercover sieht Marie ihre Chance. Doch was, wenn unerwartet Gefühle ins Spiel kommen? Meine Meinung: Christiane Fischer schreibt keine 08/15 Liebesgeschichten. Das hat sie mit Handicap Liebe bewiesen. Das Buch gibt Einblicke in das Leben eines Rollstuhlfahrers und man merkt, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat. Sie beschreibt auf welche Hindernisse man stößt, dass man leider auch oft angestarrt wird, den Kampf ums weiter machen, und einiges mehr. Das Gesamtpaket fand ich sehr bewegend. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Einfach und gut durchdacht, so dass man schneller mit der Story durch ist, als man denkt. So erging es mir jedenfalls. Ihre Charaktere sind charakterstark und authentisch. Ganz besonders bei Lars habe ich es so empfunden. Lars ist anfangs so kühl, hat eine Mauer um sich herum errichtet. Aber ab und zu blitzt seine andere Seite immer wieder auf. Er taut immer mehr auf. Aber genau das ging mir auch ans Herz, weil man weiß, was Marie für ein Spiel spielt. Ich finde Lars so beeindruckend wie er sein Leben im Rollstuhl meistert. Bei Marie war ich anfangs etwas skeptisch. Eine eiskalte Journalistin, die einfach nur an ihre Karriere denkt. Ihre Gründe konnte ich zwar teilweise nachvollziehen, aber dennoch fand ich es ziemlich heftig. Doch schon bald merkt sie, dass es vielleicht doch noch wichtigere Dinge im Leben gibt. Sie ist im Zwiespalt und man spürt beim Lesen ihre Zweifel und Gewissensbisse. Außerdem trägt sie auch noch ein Päckchen mit sich, was sie bis heute belastet. Ausgerechnet Lars ist es, der ihr die Ängste nimmt. Doch immer und immer wieder habe ich mich gefragt, wie das Ganze ausgehen wird. Kann es ein Happyend geben? Wie soll das nur funktionieren bei so einem Lügengerüst, was entstanden ist? Da habe ich regelrecht mitgefiebert, ob die beiden zukommen kommen können oder nicht. Das Ende ging mir persönlich ein wenig zu schnell. Da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht, aber das ist meckern auf hohem Niveau und die Story ist einfach sehr schön und bewegend. Fazit: Eine emotionale Lovestory, die einen bewegt und auch zum Nachdenken anregt. Handicap – Liebe ist nicht nur gefühlvoll, sie zeigt auch so viele andere Seite, besonders das Leben eines Rollstuhlfahrers. Insgesamt einfach eine sehr schöne Geschichte, die ich gerne weiter empfehle.
Zimtstern's Bücherregenbogen
aus Mönchengladbach
5/5
22.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Einfach eine tolle Geschichte
Wieder ein Buch das mich sehr begeistern konnte. Ein sehr sensibles Thema das im Buch behandelt wird. Das allerdings auch ans Herz geht zumindest bei mir. So wird hier im Buch auch gezeigt mit welchen Hürden Rollstuhlfahrer/innen im Alltag zu kämpfen haben. In die Geschichte um Marie & Lars bin ich eigentlich sehr gut gekommen. Marie wirkt am Anfang zwar etwas kindisch, allerdings legt sich das im Laufe der Story. Lars wurde so beschrieben das man irgendwie alles von ihm verstehen konnte. Sein Verhalten konnte man auch wenn es schon schroff war nachvollziehen. Die Probleme beginnen als Marie die Hintergrundinformationen für ihren Chef über Lars herausfinden soll, sich in eben diesen Lars verliebt. Die junge Reporterin wird von ihrem Chef zu einer Sache gezwungen. Sie soll Lars etwas vorspielen.
Diese Geschichte hat mich sofort in seinem Bann gezogen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker, leicht & regt doch so manches mal zum Nachdenken an.
Klare Leseempfehlung!
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