Minden 1951: Hanne wächst in bescheidenen Verhältnissen heran. Ihre Mutter Minna sorgt dafür, dass alles in geregelten Bahnen verläuft, sogar ein bisschen Glück scheint endlich wieder möglich. Als Hanne dem smarten, viel älteren Paul Wagner begegnet und sich zum ersten Mal verliebt, nimmt ihr Leben eine Wendung, die für immer alles verändert.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Konstanz
5/5
16.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Geschichtlich sehr interessant
Der Inhalt erinnert mich sehr an die Aufzeichnungen meiner Mutter. Andererseits zeigt er, wie ein unendliches Kind das Leben einer jungen Frau, gerade in der damaligen Zeit, dramatisch umkrempeln kann.
Bewertung
5/5
14.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Sehr empfehlenswert
Teil 2 der Trilogie Minna - Hanne - Romy hat gehalten, was Teil 1 (Minna) versprochen hat. Sicher liegt das auch daran, dass ich ebenfalls aus der Region Ostwestfalen stamme und die Art der Menschen dort kenne. Hanne und andere Protagonisten haben darüber hinaus Charaktereigenschaften, die ich in Menschen aus dieser Generation und aus meinem engsten sowie erweiterten Umfeld durchaus wiederfinde.
Fazit: Eine gute Fortsetzun von Teil 1 (Minna) umd sehr lesenswert, wer sich ebenfalls mit den Menschen in Ostwestfalen identifizieren kann, die sich in schlimmen Zeiten behaupten und sich in ihrem Leben einrichten mussten.
Kerstin1975
aus Crailsheim
5/5
21.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Authentische und mitreißende Fortsetzung der Familiengeschichte
Buchinhalt:
Minden in den 1950er Jahren: Minnas Tochter Hanne wächst in der deutschen Nachkriegszeit auf und erlebt Wiederaufbau und Wirtschaftswunder hautnah. Ihre Mutter sorgt für ihr bescheidenes gemeinsames Auskommen und beide lasen langsam aber sicher das Grauen des Zweiten Weltkrieges hinter sich zurück. Auch Minnas Kindheitsfreundin Fannie fängt neu an – mit ihrem Mann Hans betreibt sie mehrere Fahrgeschäfte auf dem Rummel. Als Hanne älter wird und sich in einem wesentlich älteren Mann verliebt, verändert ein totgeschwiegenes Geheimnis das Leben aller Beteiligten....
Persönlicher Eindruck:
Im zweiten Teil ihrer Mütter-Trilogie knüpft Autorin Fuchs nahtlos an die Geschehnisse von Band 1 an und spinnt die Geschichte um Minna und ihre Familie weiter. Inzwischen schreibt man das Jahr 1951 und der Wiederaufbau nach dem Krieg hat begonnen. In dieser Epoche wächst Minnas Tochter Hanne heran, die Minna nach ihrer Scheidung von Fritz allein großzieht. Auch Fannie, Minnas Freundin aus Jugendtagen, spielt in der kleinen Familie eine große Rolle und nimmt bei Hanne den Platz einer Tante ein.
Mir hat es sehr gefallen, wie authentisch und plastisch Felicitas Fuchs ihre Geschichte weitererzählt und ihre Leser mitnimmt in die 50er Jahre. Das Wirtschaftswunder hat noch nicht ganz begonnen, als der zweite Teil der Mütter-Trilogie beginnt, doch langsam heilen die Wunden, die der Weltkrieg in der Stadt, dem Land und in den Menschen selbst hinterlassen hat.
Mittelpunkt der Geschichte ist Hanne, ihre Kindheit und Jugend, erste Liebe und ein alles veränderndes Familiengeheimnis prägen den Plot. Es kommen neue Charaktere hinzu, die Familienbande erweitern sich. Auffällig ist dabei, dass bei kaum einer Frau aus dem Buch die Ehe normal und ohne Trennung bzw. Scheidung verläuft – einzig Fannie, die das Grauen während des Nationalsozialismus erlebt hat und damals auf dem Todesmarsch von Auschwitz floh, steht als ruhender, verlässlicher Pol hinter Hanne und Minna.
Die Geschichte ist zweifelsohne bewegend und mitreißend, ich konnte nach wenigen Seiten das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Zeitlich erstreckt sich die Geschichte von den 1950er Jahren bis in die 1970er Jahre, der historische Hintergrund sowie der Alltag der Figuren ist authentisch und dank geschichtlicher Ereignisse, Musik, Fernsehsendungen, Produktnamen und allerlei Hintergrundinformationen absolut glaubwürdig angelegt.
Der Leser erhält einen Einblick in das Leben, den Alltag und die Erziehung der damaligen Zeit und auch wenn einiges antiquiert und nicht mehr zeitgemäß erscheint, war es dennoch so und zeigt dem Leser die Vergangenheit auf, die unsere Großeltern und Eltern und vielleicht teilweise wir selbst noch so erlebt haben.
Natürlich folgt noch ein dritter Band, in dem dann Romy, Hannes Tochter, im Zentrum der Geschichte stehen wird und so endet der Roman nach fast 600 Seiten mit einem Cliffhanger, der Lust macht, sofort wieder einzutauchen in die Geschichte dreier Frauen, die sich insgesamt über ein Jahrhundert erstreckt und in der Liebe, Leid und Schicksal nahe beieinander liegen.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die authentische Familiengeschichten der jüngeren deutschen Vergangenheit lieben und zu schätzen wissen!
Petra
aus Mayen
5/5
30.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Habe den Buchtipp vom WDR und…
Habe den Buchtipp vom WDR und würde neugierig. Ganz ehrlich: Lange nicht mehr so ein gutes Buch gelesen! Werde mir Minna und Romy auch noch kaufen. Man taucht in die Geschichte mit ein, fühlt mit den Personen mit. Und in meinem ganz persönlichen Fall: Mir kam so viel bekannt vor aus meinem eigenen Leben!
Leseschneckchen555
5/5
26.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Berührende Geschichte über unsere Mütter und Omis
Hanne wächst in den 50er Jahren bei ihrer Mutter in Minden auf. Allein, denn Hannes Vater hat eine andere Frau und ihre kleine Schwester ist schon früh gestorben. Als alleinerziehende Mutter ist es in dieser Zeit nicht leicht, aber Hannes Mutter Minna beißt sich durch. Bis zu dem Tag an dem sie an Tuberkulose erkrankt. Eine schwere Lungenkrankheit, die eine Menge Veränderungen mit sich bringt. Minna muss in eine Lungenheilstätte nach Bad Lippspringe und ihre Tochter Hanne kommt derzeit bei ihrer Freundin Fanni unter. Monate vergehen, bis Minna zurückkehrt. Ihren Schneiderladen musste sie aufgeben, denn bei einer Tuberkulose Erkrankten kehrt niemand mehr ein. Trotzdem findet Minna immer wieder Mittel und Wege, um mit Hanne allein zurechtzukommen. Das Kind ist ein sehr folgsames Mädchen, und bereitet keinen Ärger. Doch auch für sie hat das Schicksal eine schwere Zeit vorgesehen. Auch Hanne erkrankt an Tuberkulose und muss fort von zu Hause. Selbst eine Operation scheint ihr nicht zu helfen. Für das Mädchen wird es bei der Rückkehr schwer wieder Anschluss zu finden. Zum Glück hat ihre Mutter Minna gute Freunde, die ihnen immer wieder zur Seite stehen.
Mich hat der zweite Band dieser Mütter-Trilogie sehr gepackt. Leider habe ich den ersten Teil im Vorfeld nicht gelesen, möchte das aber unbedingt nachholen. Gerade zu Beginn der Geschichte hatte ich den Eindruck, ich hätte mich besser eingefunden, wenn ich die Vorgeschichte, also die Geschichte der Mutter, bereits gekannt hätte. Trotzdem war es nicht schwer die Zusammenhänge zu verstehen und ich habe mich schnell von der damaligen Zeit fesseln lassen.
Ich komme selbst aus NRW, deshalb waren mir die Orte, die in der Geschichte zur Sprache kamen, größtenteils bekannt. Viele Ausdrücke kannte ich auch aus Erzählungen meiner Oma. Ein Erlebnis war es aber allemal, wie anders doch diese Zeit war und welch eine Bürde die Menschen in der Nachkriegszeit auf sich nehmen mussten. Welche Werte an die jungen Frauen vermittelt wurden und welche Einstellungen die Menschen teilten. Gut und Böse gab es sowohl vor als auch nach dem Krieg. Ich finde es immer wieder erschreckend, was die vielen Menschen auf sich nehmen mussten. In diesem Buch werden gleich mehrere unterschiedliche Menschengruppen ausgegrenzt, diskriminiert und auf schlimmste Weise behandelt. Die Juden, die Zigeuner und auch die Kranken hatten es alles andere als einfach. Der Krieg war auch lange nach dem offiziellen Ende noch zugegen. Auch die Frauen kamen noch Jahre später nicht gut davon. Ich saß teilweise kopfschüttelnd vor den Zeilen und konnte nicht fassen, was sich so mancher Ehemann alles rausnehmen durfte.
Mein liebster Protagonist dieser Geschichte, und auch ein Mann mit guten Zügen, war eindeutig Minnas Bruder Karl. Ich bewunderte ihn für seine Geduld besonders seiner Frau Wilhelmine gegenüber, die an jedem und allem etwas auszusetzen hatte. Sie sorgte für so manches Schmunzeln in meinem Gesicht. Einer guten Unterhaltung hat sie definitiv beigetragen. Überhaupt waren mir alle Protagonisten sehr sympathisch. Minna beeindruckte mich mit ihrem unermüdlichen Ehrgeiz und ihrer Kämpfernatur. Auch Fannie war eine sehr sympathische und lockere Persönlichkeit. Die Autorin hat es gut gemeistert, alle Personengruppen, ob nun reich oder arm, unter einen Hut zu bringen und gut darzustellen. Ich fand es unglaublich interessant, welchen Weg jeder einzelne aus Minnas Umfeld gegangen ist und zu welchem Wohlstand sie es teilweise nach dem Krieg gebracht haben. Beeindruckend fand ich auch, dass die Freundschaften in den meisten Fällen überwogen und nur selten Neid aufkam.
Auch Hannes Entwicklungen im Erwachsenenalter waren spannend zu verfolgen. Gerade bei ihr wurde deutlich, welche unglücklichen Folgen ein einziger Fehltritt in jungen Jahren mit sich ziehen konnte und wie sehr er zur damaligen Zeit die Zukunftspläne einer jungen Frau beeinflusste.
Kaum hatte ich das Buch beendet, fehlten mir die Protagonisten schon. Für mich auf jeden Fall eine Geschichte, die ich unbedingt weiterverfolgen möchte! Außerdem hat sie mich sehr berührt und auch im Nachhinein einschneidend beschäftigt. Ich freue mich auf den neuen Band, der bereits im Juli erscheinen soll und werde mir so bald wie möglich den ersten Teil gönnen. Eine sehr schöne Erzählung, der es an nichts fehlt, die kein Detail auslässt und einen perfekten Blick in die Vergangenheit möglich macht.
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