ICH BIN zeichnet die Lebensreise der Hamburger Designerin Bisrat Negassi nach. Anfang der Siebzigerjahre in Asmara, der Hauptstadt Eritreas, geboren, erlebte Bisrat bereits als Kind die grausame Realität des Krieges. Als Bisrats Vater sich auf einer Todesliste wiederfand, verließ die Familie das Land und erreichte nach zwei Jahren Flucht Deutschland. Statt Zugehörigkeit zu erfahren, sah Bisrat sich dort jedoch mit etwas konfrontiert, das sie vorher nicht kannte: Rassismus. Und wurde wütend. Doch sie beschloss, dass Wut nicht der richtige Ratgeber ist, stattdessen ließ sie daraus eine kreative Power entstehen und vertraute ganz auf ihren Mut. Bisrat wurde Modedesignerin und rief nach einer Initiation bei XUYL.Bët in Paris ihr eigenes Modelabel NEGASSI ins Leben. 2016 co-gründete sie in Hamburg den Artspace M.Bassy, um kreativen Stimmen aus Afrika und der Diaspora Raum zu bieten und Begegnungen zwischen verschiedenen Menschen und Kulturen zu zelebrieren. 2020 co-gründete sie das transnationale Atelier/Netzwerk COME iN TENT. Heute ist Bisrat Modedesignerin & Kuratorin.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
02.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Das Buch „ICH BIN – Mein Weg zu mir“ hat mich sehr beeindruckt.
Das Buch „ICH BIN – Mein Weg zu mir“ hat mich sehr beeindruckt. Die vielfältigen Kapitel, die die Reise einer persönlichen und kulturellen Identität erzählen, sind tiefgründig und aufschlussreich. Besonders spannend finde ich die Mischung aus Reflexion, Erinnerungen und Erlebnissen aus verschiedenen Teilen der Welt, die die Autorin in ihrem Leben gesammelt hat. Die ehrliche Auseinandersetzung mit Themen wie Heimat, Wut, Freundschaft und Identität macht das Buch sehr zugänglich und berührend. Die verschiedenen Abschnitte wie „Moin Hamburg“ oder „Allein in Paris“ fangen prägnant die Herausforderungen und Wendepunkte ihres Lebens ein. Es ist ein faszinierendes Werk, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig inspirierend ist.
Bewertung
5/5
06.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Sehr inspirierende Biographie!
Die Modedesignerin Bisrat Negassi erzählt in ihrer Biographie „Ich bin“ von ihrer Kindheit in Eritrea, der Flucht und das Leben in Deutschland und später Paris.
Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen! Man erfährt einiges über den eritreischen Befreiungskrieg, was ich persönlich sehr interessant fand. Sehr spannend fand ich auch die Anfänge in Hannover, insbesondere den Schulalltag. Die Reise nach „Meda“ beschreibt die Autorin auch sehr eindrucksvoll.
Die Autorin adressiert immer wieder gesellschaftliche Themen, z.B. Alltagsrassismus, die einen nachdenklich machen.
Ich wollte das Buch gar nicht mehr weglegen. Ein ganz tolles Buch!
Bewertung
5/5
14.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Bereichernd- Mutig und hoffnungsvoll
In poetischer Sprache beschreibt die Autorin ihre Kindheit im Krieg- die Flucht- das Ankommen in Deutschland und Erfüllung ihres Wunschberufes- Modedesignerin in Paris. Politische/ sozialkritische Themen werden aufgegriffen und eindringlich reflektiert. Sehr spannend geschrieben- ich mochte es nicht weglegen.
Hochaktuelles und wichtiges Buch!!
Bewertung
5/5
21.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein tolles Buch!
Faszinierende Lebensgeschichte, die unbedingt erzählt und gelesen werden sollte, wunderbar leicht und gleichzeitig stark und direkt geschrieben! Beeindruckender Weg einer Familie, Heranwachsen einer starken Frau.
Bewertung
aus Attenhofen
4/5
01.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine neue Heimat
Als Kind ist Krieg für Bisrat selbstverständlich, denn der Eritreische Unabhängigkeitskrieg beginnt schon vor ihrer Geburt. Da ihre Eltern in der Freiheitsbewegung aktiv sind, wird es irgendwann unmöglich für die Familie im Land zu bleiben. Die Eltern sagen ihren Kindern nicht, wohin es geht, das wäre zu gefährlich. Mit sechs Jahren muss das kleine Mädchen also ihre Heimat verlassen. Ziel: unbekannt.
Nach einem längeren Aufenthalt im Sudan, gelangt die Familie schließlich nach Deutschland, wo sie sich ein neues Leben aufbauen. Bisrat fällt die Eingewöhnung schwer. Sie muss nicht nur eine neue Sprache lernen, besonders schwer fällt ihr, dass Menschen in erster Linie ihre Hautfarbe wahrnehmen, nicht sie als Person. Das ist neu und ungewohnt für sie.
Nach einigen Jahren spricht sie fließend Deutsch. Sie ist gut in der Schule und hat Freunde. Ein besonderer Höhepunkt für sie sind die Wochenenden, die sie mit eritreischen Freunden verbringt. Sie ist dankbar für ihr gutes, geordnetes Leben, und möchte nach Kräften Menschen in ihrer Heimat unterstützen, die immer noch unter den langjährigen Krieg leiden. Ein Besuch in der Heimat bringt viele einzigartige Erlebnisse.
Die Berufswahl fällt ihr schwer, doch dann findet sie ihren Traumberuf als Modedesignerin. Die richtigen Türen öffnen sich, ihr Modelabel wird geboren.
Dieses Buch gibt einen guten Einblick in das Leben der Autorin, angefangen mit der Flucht aus Eritrea, mit einem Schwerpunkt auf ihre Jugendjahre in Deutschland, bis hin zu ihrer Zeit in der Modewelt, zuerst in Frankreich, dann in Deutschland. Dazwischen finden sich Gedanken über Krieg und Frieden, Selbstannahme und Rassismus, Heimat und Mode. Sie zeigt, wie schon Kinder darunter leiden, wenn sie über äußere Merkmale, wie ihre Hautfarbe, definiert werden. Vor allem erzählt sie, wie sie ihren eigenen Weg gefunden hat.
Die Geschichte ist trotz mancher Längen interessant. Es ist vor allem wertvoll zu lesen, wie es der kleinen Bisrat in ihrer Anfangszeit in Deutschland ging und auch wie sie den Weg fand ihren Traum zu verwirklichen. Ihre Gedanken über die Würde der Menschen sind wertvoll, und es ist interessant zu lesen, wie sie mutiger wurde und ihre Identität fand.
Fazit: Eine interessante Lebensgeschichte, die zeigt, wie eine junge Frau unter der Geschichte ihres Landes leidet und wie sie ihren Weg findet. Empfehlenswert, vor allem für Menschen, die sich für Biographien und für fremde Kulturen interessieren.
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