Nur für Mädchen? Nur für Jungs? Ein fröhliches Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren gegen Geschlechterstereotypen und für Offenheit
Paul findet im Kindergarten eine Glitzerkrone. Aber sein Freund Tarek meint, dass nur Mädchen mit Glitzersachen spielen. Was passiert denn wohl, wenn es ein Junge trotzdem macht? Vielleicht gibt es eine Explosion? Oder er verwandelt sich in einen Glitzerstern? Paul und Tarek sind mutig und probieren es aus, selbst wenn die anderen lachen. Und da traut sich auch Tilly was: Sie verteidigt Paul und Tarek! Denn natürlich sind auch Mädchen mutig und stark!
Eine Bilderbuch-Geschichte, die alle Kinder - Jungs UND Mädchen - bestärkt, zu sich selbst zu stehen, und die dazu einlädt, »typische« Geschlechterrollen zu hinterfragen.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
5/5
25.01.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Rollenklischees werden hinterfragt
Die Autorin spielt mit dem Rollenverständnis von Kindern. Paul ist ein verträumter Junge, der gerne Glitzer mag. Da ihn die anderen Kinder auslachen, traut er sich nicht, zu seinem Wunsch nach Glitzer zu stehen. Warum dürfen Jungen keinen Glitzer tragen? Weil dann was passiert... es muss etwas schreckliches sein, soviel ist ihm klar. Doch was? Werden Jungen eingefroren wie bei der Eiskönigin? Oder explodieren? Nein, sie werden zu glitzernden Sternen! So stellt sich Paul das vor. Das Paul sich nur trauen muss... und auch den Mut dazu findet. Davon handelt das Buch. Ich konnte es sehr gut im Kindergarten einsetzen. Das Gedankenspiel von Paul wurde von den Kindern gut verstanden, keines dachte im Ernst, dass Jungs zu Sternen werden. Die Kinder mussten über die Vorstellung von Paul schmunzeln.
VierHummeln
4/5
31.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wichtige Botschaft realitätsnah verpackt
Paul und Tarek sind Freunde und im Kindergarten klettern sie am liebsten und wetteifern wer am wenigsten Angst hat. Paul findet eine Glitzerkrone, ist sofort fasziniert und möchte sie in Tareks und sein Geheimversteck bringen. Allerdings gehört die Krone Tilly und so gibt er sie zurück. Die Faszination über das Funkeln ind Glitzern bleibt jedoch und so leiht sich Paul die Krone von Tilly aus und setzt sie auf. „Der spielt mit Mädchensachen.“ ist die prompte Reaktion der anderen Kinder…In der Folge stellt sich Paul die Frage warum Jungs nicht mit „Glitzersachen“ spielen und was passieren würde falls sie es doch tun. Leider führt dies zu einer Spaltung zwischen Jungs und Mädchen. Die Jungs „halten sich fern vom Bastelschrank weil da Glitzerstifte drin sind.“ Doch mit Neugier und Mut ist Glitzer am Ende für alle da! Die Illustrationen von sind klasse: divers, inklusiv und modern gestaltet.
Ein Bilderbuch was die Lebenswirklichkeit der Mehrheit der Kindergartenkinder aufzeigt und mit der Kinderbuchbotschaft „Glitzer für alle“ ein Zeichen setzt.
Bewertung
aus Wien
2/5
17.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Toller klischeefreier Titel, der leider nicht hält, was er verspricht!
Inhalt des Buches:
Paul und Tarek sind Freunde im Kindergarten. Eines Tages entdeckt Paul eine glitzernde Krone im Klettergerüst. Als Paul diese aufsetzen will, schreien die anderen Kinder: „Paul spielt mit Mädchensachen!“ und lachen ihn aus! Als Paul in der Nacht nicht schlafen kann, kommt ihm die Idee, dass Jungs sich möglicherweise in Sterne verwandeln, wenn sie mit Glitzersachen spielen. Am darauffolgenden Tag halten sich die Jungs daher akribisch von Glitzer fern. Doch als die sternenliebende Tilly unbedingt mitansehen will, wie sich die Jungs in Sterne verwandeln, probieren die mutigen Buben doch die glitzernde Kleidung an…was wird wohl passieren?
Gedanken zum Buch:
Wie bereits oben erwähnt, finde ich den Titel verheißungsvoll! Er verspricht so vieles, was bedauerlicherweise der Inhalt nicht hält.
Zum ersten erfolgt hier in der Geschichte eine klare Trennung von Jungs- und Mädchensachen, sowohl was Spielzeug als auch Kleidung betrifft. Zum Beispiel ist hier auch immer von Prinzessinnenkrone die Rede. Kann es nicht auch eine Prinzenkrone sein? Paul wird zudem ausgelacht, weil er mit diesen vermeintlichen Mädchensachen spielt. Auch wenn das Buch mit der Botschaft endet, dass Spielsachen und Glitzer kein Geschlecht haben, lernen die Kinder in den Seiten davor genau das Gegenteil. Welches 4-jährige Kind soll sich da auskennen?
Mittendrin ist zudem die Rede davon, dass Jungs womöglich explodieren oder sich zu Sterne verwandeln, wenn sie mit Glitzer spielen! Das trägt auf keinen Fall zu dieser Selbstverständlichkeit der Spielsachen für alle bei, im Gegenteil, dies könnte sogar zusätzlich Ängste bei Kindern schüren.
Außerdem ist im gesamten Buch davon die Rede, wie mutig die zwei Jungs denn nicht sind. Klar, das müssen sie letztendlich sein, um zu beweisen, dass sie sich trotz Glitzer nicht in Sterne verwandeln, aber die ständige Erwähnung nervte mich persönlich.
Meine Kinder kennen keine geschlechtergetrennten Spielsachen.Mein Großer fährt mit dem Puppenbuggy zum Einkaufen und meine Kleine nimmt ihren heißgeliebten Schleich-Dino mit. Durch derartige Bücher würden sie erst lernen, dass einige Menschen Spielsachen in Mädchen- und Jungssachen einteilen! Wer mich kennt, weiß, für mich ist ein Buch nur klischeefrei, wenn diese Genderklischees gar nicht erst erwähnt werden, sondern Kinder mit allen Spielsachen ganz selbstverständlich spielen und jede Art von Kleidung tragen dürfen. Ich möchte daher das Buch meinen Kindern nicht vorlesen.
Großartig und unbedingt zu erwähnen sind jedoch die Illustrationen von Eefje Kuijl, die divers und inklusiv ausfallen.
Fazit: Der Titel hält leider nicht, was er verspricht. Aufgrund der Geschichte, die Othering fördert, ist sie für mich nicht klischeefrei!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.