Der VW Käfer wurde den Wohlstandsbürgern der Wirtschaftswunderzeit bald zu klein. Käufer wie Händler forderten einen »großen Volkswagen«. Sie bekamen den Typ 3, aus dem das legendäre Karmann-Ghia-Coupé entstand und den von 1968 bis 1974 gebauten Typ 4 (411). Eberhard Kittler und Joachim Kuch widmen sich den letzten luftgekühlten Wolfsburgern, die nie aus dem Schatten des Käfers heraustreten konnten. Ihre großartige Chronik präsentiert zahlreiche Fakten zur Entwicklungsgeschichte, beleuchtet technische Hintergründe, zitiert aus Vorstandsprotokollen und lässt Club-Spezialisten zu Wort kommen - inkl. unbekannter Fotos, zeitgenössischen Werbemittel sowie umfangreichem Technikteil.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
ws
aus Markdorf
5/5
02.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das grosse Buch für hartgesott…
Das grosse Buch für hartgesottene Volkswagen-Enthusiasten Wie schwer und windungsreich VW's Suche nach einem Nachfolger für den Käfer war, das beschreibt das Autorenteam in aller Ausführlichkeit. Allerlei Kuriositäten kamen dabei heraus. Auf zwei kleineren Schwarz/Weiß-Fotos auf Seite 14 sind einige der Prototypen zu sehen. Die dann glücklicherweise auch Prototypen blieben - so man nur die äussere Form zur Bewertungsgrundlage macht. Ob der Typ 3, besser bekannt unter anderem als Volkswagen 1600 TL Fließheck dann ein optisch ansprechenderes Fahrzeug war, das sei mal dahin gestellt. Als zweitürige Limousine oder als Variant ging es ja. Und mit etwas Chrom hier, etwas Chrom dort war es dann recht ansehnlich. Optisch gelungene Ausnahmen waren der klassische Karman-Ghia und auch die Kombination aus US-amerikanischer Mode, italienischem Chic und der VW-Basis: der Karman Ghia Typ 34. Der im Jahr 1969 durch den VW-Porsche 914 ('Kohlekasten', so der Spitzname dieses Autos) abgelöst wurde. Die Historie der verschiedenen grossen VWs wird geschildert. Warum wurden diese oder jene Prototypen nicht weiter entwickelt. Oder doch weiter entwickelt. Welche Modifikationen wurde von Baujahr zu Baujahr vorgenommen. Vieles davon auf den zahlreichen Fotos zu erkennen. Die auch an der Technik interessierten Leser finden im Anhang die gesuchten Angaben. Zusammen mit Aufstellungen, welche Aussen- mit welchen Polsterfarben zu kombinieren waren. Laut der Übersicht auf Seite 201 waren anno 1964/65 zweifarbige Autos voll im Trend. Gezeigt an der Farbtafel für das 1500 S Karmann-Ghia-Coupé: beispielsweise der untere Teil der Karosserie in 'rauchgrau', das Dach in einem helleren Grau. Die hartgesottenen VW-Fans halten auf jeden Fall eine Info-Quelle in der Hand, die ihresgleichen sucht.
Bewertung
aus Norderstedt
3/5
15.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sprachprobleme
Das Buch fasziniert durch gut recherchierte und interessant aufgemachte Inhalte. Leider enthält es zu viele sprachliche Fehler, die beim schnellen Abtippen eines Manuskriptes entstehen (fehlende Buchstaben und Satzteile usw.) - aber liest denn niemand so ein Buch, bevor es in den Druck geht? Schon bei der automatischen Rechtschreibkontrolle hätten 90% der Fehler auffallen müssen. Bei dem renommierten Verlag und dem Preis hätte ich das eigentlich nicht erwartet!
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