Mein Jahr mit Achill Die Ilias, der Tod und das Leben
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
17.02.2022
Abbildungen
mit 9 Abbildungen
Verlag
C.H. BeckSeitenzahl
208
Maße (L/B/H)
22/14,5/2,1 cm
Gewicht
382 g
Farbe
Aquamarin / Hellblau
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-406-78206-0
"WIE BLÄTTER VOR DEM WIND" - ZWEI JUNGE MÄNNER IM ANGESICHT DES TODES
Eine glänzende akademische Karriere vor Augen, stürzt eine fatale Diagnose den jungen Wissenschaftler in tiefe Verzweiflung. Doch der allzu früh drohende Tod lässt ihn auch eine seltsame Gemeinschaft mit dem griechischen Helden Achill empfinden. Beide stehen in der Blüte ihres Lebens, beide müssen erfahren, dass sich das blinde Schicksal nicht für ihre Hoffnungen, Pläne und Wünsche interessiert. Die Konfrontation mit Achill wie in einem jahrtausendealten Spiegel wird für Jonas Grethlein zu einer existentiellen Erfahrung. So ist ein Buch entstanden, das sich keinem Genre unterwirft persönliche Erzählung, brillante Homer-Interpretation und eine eindringliche Auseinandersetzung mit den Grundfragen des Menschseins.
Rachsüchtig, zornig und gewalttätig so erscheint Achill in der
Ilias
des Homer. Schwerlich eine Gestalt, der man sich in tiefer Verzweiflung auf der Suche nach Trost und Orientierung zuwendet. Und doch ist es ebendieser düstere Held, mit dem der Altphilologe Jonas Grethlein die Auseinandersetzung sucht, als er im Alter von 27 Jahren schwer erkrankt. Die Diagnose wischt mit einer schnellen Bewegung den Erwartungshorizont weg, der, über Jahre aufgebaut, seinen hoffnungsfrohen Lebensentwurf grundiert hatte und sie lässt ihn zugleich die eisige Luft spüren, in der sich auch Achill in der
Ilias
bewegt. Im «Besten der Achaier», der, den eigenen Tod vor Augen, in die Schlacht um Troja zurückkehrt, erkennt der Autor das aus seiner Krankheitserfahrung erwachsende Bewusstsein existentieller Verletzlichkeit wieder. So kommt es zu einer Lektüre der
Ilias
, wie es sie noch nie gegeben hat. Auf zutiefst berührende Art und Weise verwebt Grethlein sein Schicksal mit den großen Fragen, die Homers Epos seit Jahrtausenden den Menschen stellt. Dabei zwingt die unhintergehbare Ernsthaftigkeit seiner Situation den Autor zu einer mitunter verstörenden Offenheit und Ehrlichkeit sich selbst und seinen Leserinnen und Lesern gegenüber. Aber sie lässt ihn auch ein tiefes Verständnis der
Ilias
als einer heute noch relevanten Reflexion über die Kontingenz allen menschlichen Lebens gewinnen.
- Ein besonderer Erfahrungsbericht über den Umgang mit der Diagnose Krebs
- Ein lebenskluges Buch über die Grundbedingung des Menschseins
- Der Tod und das Lesen - Geschichte einer ungewöhnlichen Schicksalsbewältigung
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