Produktbild: Unser Glück

Unser Glück Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2022

Verlag

Penguin

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,9/14,4/2,3 cm

Gewicht

396 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60188-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2022

Verlag

Penguin

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,9/14,4/2,3 cm

Gewicht

396 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60188-3

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    03.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein zweifelhaftes Glück

    Als Franziska und Coordt die Gelegenheit bekommen im mietpreiswuchernden München eine Wohnung zu einem bezahlbaren Preis zu bekommen, schlagen sie sofort zu. Endlich ein eigenes Kinderzimmer für ihren Sohn Frieder und mehr als eine winzige Küchenzeile, dazu in einem beliebten Stadtteil! Coordt glaubt, dass ihnen der Umzug guttun wird, denn seit einer Weile ist Franziska in einer düsteren Stimmung. Die Sache hat nur einen Haken: Die Vermieterin besteht darauf, dass ein Zimmer von ihrem Ex-Mann bewohnt wird und die Parteien einander nicht stören. Die Familie zieht ein, und sie bekommen tatsächlich nichts von dem Mann mit. Franziska findet zurück zu früherer Lockerheit und darüber hinaus. Bald schon allerdings lässt Coordt das Wissen um den stillen Mitbewohner nicht mehr los und eine obsessive Besessenheit stellt sich ein. Noch während Coordt dadurch das Wohnglück seiner Familie infrage stellt, wird dem Paar ein Arrangement geboten, die sich nie wieder bieten wird. Doch Coordt weiß bereits, dass ihn diese Abmachung mehr kosten wird, als er bereit ist zu geben. Dieses Buch bietet eine hochinteressante Konstellation: Ein Mann erhebt Anspruch auf etwas, das ein anderer Mann sein Eigen nennt. Das brodelt toxisch vor sich hin! Coordt fühlt sich von der unsichtbaren Anwesenheit des Mannes derart verunsichert und bedroht, dass seine Gedanken jeglichen besseren Wissens zu irrationalen Handlungen führen. Auch wenn ich ihn als Figur gerne gelesen habe, war mein Eindruck, dass er gerne ein besserer Mann wäre, als er eigentlich ist – und dies, obwohl man die Handlung ausschließlich aus seiner Sicht erfährt. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Natalie Buchholz hat ein kluges Portrait geschrieben, das sich ein wenig selbst aufs Korn nimmt und dabei gesellschaftliche Strukturen hinterfragt.

  • Bewertung

    aus Rosenheim

    5/5

    08.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein perfides Angebot

    Wie weit ist der Mensch bereit, sich selber aufzugeben, um eine edle Wohnung in bester Lage beziehen zu können? Das perfide Angebot, dass viele Wohnungsbesichtiger vor Franziska und Coordt abgelehnt haben, nimmt das junge Paar an. Dann beginnt das Spiel, das sich spannend bis zum Unheimlichen entwickelt. Die Sprache von Natalie Buchholz ist virtuos, weil knapp. Sie lässt Leser/innen Zeit, eigene Gefühle für oder gegen die Protagonisten zu entwickeln, analysiert akribisch ihre Figuren, ohne sie zu verurteilen. Man fühlt mit, man wundert sich, man regt sich auf... Also ein Roman, der bewegt, der nachdenken lässt.

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    28.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wohnung in guter Lage…

    Wohnung in guter Lage abzugeben Was würde man heutzutage alles für eine größere Wohnung in bester städtischer Lage tun? Wie hoch muss der Leidensdruck werden um die absurdesten Situationen zu akzeptieren? Genau das sind Fragen, die den Protagonisten Coordt umtreiben, denn er landet genau in diesem Dilemma. Coordt und Franziska sind kürzlich Eltern geworden vom kleinen Frieder, leben aber leider in einer zu kleinen Wohnung in eher mäßiger Lage in München. Nun gibt es da dieses verlockende Angebot einer Wohnung, die groß ist, sehr gepflegt in bester Lage und auch noch bezahlbar. Der Haken an der Wohnung ist der Ex-Mann der Vermieterin. Er wohnt weiterhin in dieser Wohnung in einem separaten Zimmer mit eigenem Bad und Küchenzeile! „Ziehen Sie hier ein, mache ich Ihnen das Leben zur Hölle.“ (S. 18) Diese kammerspielartige Geschichte entspinnt sich nach und nach. Erzählt aus Coordts Perspektive wirkt erst seine Frau unentspannt, die in der neue Wohnung wieder Schwung und Kraft findet. Wohingegen bei Coordt das Pendel an anderer Stelle umschwingt und er zum Paranoiden wird. Eine Stärke des Romans ist Gegenüberstellung von Standpunkten ohne moralischen Zeigefinger. Oft werden im Laufe der Geschichte Gegensätze aneinander gerieben wie das heimelige mit dem unheimlichen. Die Autorin Natalie Buchholz schreibt diese durchdringende kurze Prosa, die eine Sprache für die Sprachlosigkeit findet. Was diesen Roman auch auszeichnet, sind auch die offenen Stellen, die jede:r Leser:in Raum gewähren um hineinzuspüren. München ist zwar der Ort des Geschehens dieses Romans, aber er könnte auch genauso in Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf oder Berlin angesiedelt sein. Eine moderne Geschichte, die so viele gegenwärtige Allgemeingültigkeit in sich trägt, dass es schmerz und dabei wahnsinnig unterhaltsam ist! Schon jetzt eines meiner Highlights in 2022!

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    28.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wohnung in guter Lage abzugeben

    Was würde man heutzutage alles für eine größere Wohnung in bester städtischer Lage tun? Wie hoch muss der Leidensdruck werden um die absurdesten Situationen zu akzeptieren? Genau das sind Fragen, die den Protagonisten Coordt umtreiben, denn er landet genau in diesem Dilemma. Coordt und Franziska sind kürzlich Eltern geworden vom kleinen Frieder, leben aber leider in einer zu kleinen Wohnung in eher mäßiger Lage in München. Nun gibt es da dieses verlockende Angebot einer Wohnung, die groß ist, sehr gepflegt in bester Lage und auch noch bezahlbar. Der Haken an der Wohnung ist der Ex-Mann der Vermieterin. Er wohnt weiterhin in dieser Wohnung in einem separaten Zimmer mit eigenem Bad und Küchenzeile! „Ziehen Sie hier ein, mache ich Ihnen das Leben zur Hölle.“ (S. 18) Diese kammerspielartige Geschichte entspinnt sich nach und nach. Erzählt aus Coordts Perspektive wirkt erst seine Frau unentspannt, die in der neue Wohnung wieder Schwung und Kraft findet. Wohingegen bei Coordt das Pendel an anderer Stelle umschwingt und er zum Paranoiden wird. Eine Stärke des Romans ist Gegenüberstellung von Standpunkten ohne moralischen Zeigefinger. Oft werden im Laufe der Geschichte Gegensätze aneinander gerieben wie das heimelige mit dem unheimlichen. Die Autorin Natalie Buchholz schreibt diese durchdringende kurze Prosa, die eine Sprache für die Sprachlosigkeit findet. Was diesen Roman auch auszeichnet, sind auch die offenen Stellen, die jede:r Leser:in Raum gewähren um hineinzuspüren. München ist zwar der Ort des Geschehens dieses Romans, aber er könnte auch genauso in Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf oder Berlin angesiedelt sein. Eine moderne Geschichte, die so viele gegenwärtige Allgemeingültigkeit in sich trägt, dass es schmerz und dabei wahnsinnig unterhaltsam ist! Schon jetzt eines meiner Highlights in 2022!

  • Christian1977

    aus Leipzig

    4/5

    22.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Coordt und Franziska leben…

    Coordt und Franziska leben mit ihrem kleinen Sohn Frieder in einer Wohnung im Münchner Stadtteil Untergiesing und sind mit ihrer Wohnsituation eher unzufrieden. Doch plötzlich bietet sich ihnen die Möglichkeit, in eine mondäne Altbauwohnung in Schwabing einzuziehen. Was komfortabel klingt, hat allerdings einen Haken. Denn die Bedingung der Vermieterin ist nicht ohne: Ihr erkrankter Ex-Mann müsste dort in einem Extrazimmer wohnen bleiben, ohne dass er der Familie in die Quere kommt. Dennoch entscheidet sich das Paar für den Einzug - mit schwerwiegenden Konsequenzen... "Unser Glück" ist der zweite Roman von Natalie Buchholz, die mit schnörkelloser Sprache und kurzen, prägnanten Sätzen die Leser:innen unmittelbar teilhaben lässt am Gentrifizierungs-Wahnsinn in deutschen Großstädten. Die oben geschilderte Ausgangssituation ist dabei so kühn wie hochspannend. Denn während sich Franziska mit dem unsichtbaren Mitbewohner zu arrangieren scheint, merkt man Protagonist Coordt dessen Unwohlsein eigentlich durchgehend an. Ständig fürchtet er sich vor einem möglichen Auftauchen des Mannes, nachts sitzt er in der Küche und beobachtet dessen verschlossene Zimmertür. In diesem ersten Drittel des Romans entfaltet die Geschichte eine subtile Spannung, die sich mit einem permanenten Gefühl der Bedrohung vermengt. Dies erzeugte bei mir eine seltsame Faszination für den Roman und diese ungewöhnliche Wohnkonstellation. Im weiteren Verlauf verliert die Handlung ein wenig an Glaubwürdigkeit, bietet dafür aber allerlei Überraschungen. Auch hier blieb die Sogkraft der Lektüre bestehen, auch wenn ich vor allem eine große Wut auf die Figuren und ihre Taten entwickelte. Leider flacht der Spannungsbogen jedoch zu früh ab, so dass das Finale eher beliebig und erwartbar erscheint. Während die Nebenfiguren gerade gegen Ende hin ein wenig blass geraten, ist Hauptfigur Coordt der Autorin sehr gut gelungen. Denn auch wenn man als Leser:in wohl nicht durchgehend mit ihm sympathisiert, entwickelt er eine Ambivalenz, der man sich schwer entziehen kann - was auch daran liegen mag, dass der Erzähler kaum einmal Coordts Perspektive verlässt. So scheint er gefangen zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen an einen Familienvater und dem immer stärker werdenden Leidensdruck. Denn einerseits soll er auch aus Sicht seiner Frau für das nötige Einkommen sorgen, um die Wohnung beziehen zu können, doch andererseits bezeichnet sie ihn auch als "Butterbrot" - ganz lecker eben, aber doch nicht der kulinarische Hochgenuss. Ob die Figuren den Leser:innen zur Identifikation taugen, ist also eher fraglich, denn sie sind entweder zu unsympathisch oder berühren nur in Ansätzen. Dass die Autorin mit der beschwerlichen Wohnungssuche in Großstädten aber einen hochaktuellen Nerv trifft, steht nicht zur Debatte. Denn "Unser Glück" konfrontiert die Leserschaft direkt mit der Frage: "Wie weit würdest du gehen, um deine Traumwohnung zu bekommen?" Oder als Annonce zusammengefasst: "Suche Altbauwohnung, biete Leben". Natalie Buchholz' "Unser Glück" ist ein Roman, der die Leser:innen vor allem in der ersten Hälfte packt, aufrüttelt und zum Nachdenken anregt. Wer sich der aufregenden, aber ein wenig überzeichneten Handlung hingibt, wird belohnt mit einem spannenden Familiendrama, dem erst gegen Ende ein wenig die Luft ausgeht.

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