Produktbild: Nebenan

Nebenan Roman - Shortlist Deutscher Buchpreis 2022

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2022

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/3 cm

Gewicht

475 g

Farbe

Silbergrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87519-4

Beschreibung

Rezension

»Was für ein feines Buch! Es entspinnt sich um ein verlassenes Haus in einem Dorf am Nord-Ostsee-Kanal und entfaltet einen so einnehmenden Sog, dass es man es vermisst, sobald man es aus der Hand legt.« ("Daniel Schreiber")
»Ein hellsichtiges Gesellschaftsporträt der Hamburger Schriftstellerin Kristine Bilkau. Es geht um Kleinstadtleben, um unerfüllte Sehnsüchte und die Flucht in idealisierte Welten, in denen alles einfacher scheint als in der sperrigen Realität.« ("Sabine Rennefanz / Der Spiegel")
»Kristine Bilkau (›Die Glücklichen‹) erzählt einmal mehr meisterhaft vom brüchigen Lebenstraum.« ("Meike Schnitzler / Brigitte")
»Nach ›Eine Liebe, in Gedanken‹ und ›Die Glücklichen‹ wieder ein leiser, feiner Roman von Kristine Bilkau.« ("NDR Kultur")
»Meisterlich nimmt sie Lebensträume auseinander, vermisst die Gegenwart und vor allem den gesellschaftlichen Mittelstand, der zwischen Selbstverwirklichung und Selbsttäuschungen schwankt.« ("Britta Heidemann / Westdeutsche Allgemeine Zeitung")
»In ihrer klaren, schnörkellosen, sparsam mit Naturimpressionen geschmückten Sprache schildert die Autorin den Einzug des Misstrauens in die Provinz.« ("Gunda Bartels / Der Tagesspiegel")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2022

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/3 cm

Gewicht

475 g

Farbe

Silbergrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87519-4

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • Susanne Poehls

    5/5

    18.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nachbarschaft

    Ich mag die Bücher von Kristine Bilkau sehr gerne lesen. Sie erzählt Geschichten in einem ruhigen Schreibstil mit einer feinen Beobachtungsgabe und immer genau auf den Punkt beschrieben. Und so ist es auch in "Nebenan". Die Menschen leben in einem kleinen Ort nebeneinander, sie haben sehr unterschiedliche Wünschen und Sorgen. Manchmal geben sie auf einander acht, manchmal leben sie achtlos nebeneinander her. Spannend auch, wenn Dinge passieren, die dazu führen, dass sich an der Distanz zwischen den Menschen etwas ändert. Diese Geschichten zu verfolgen ist bei Kristine Bilkau ganz großes Lesevergnügen und von mir eine absolute Leseempfehlung.

  • Bewertung

    aus Stäfa

    5/5

    18.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    5 Sterne

    Eine Geschichte, die geprägt ist durch die Landschaft und die Leute. Man hört förmlich die Schiffe durch den Kanal gleiten und wenn man die Gegend kennt kommt Heimweh auf. Gelungen

  • BücherBummler

    5/5

    09.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kristine Bilkau - Nebenan

    Gut ein halbes Jahr ist es her, dass Julia mit ihrem Partner aus der Stadt in einen kleinen Ort gezogen ist, wo sie in der langsam sterbenden Innenstadt einen Keramikladen betreibt. Anschluss hat sie noch nicht in dem Maße gefunden, wie sie sich vorgestellt hatte, aber viel mehr belastet sie ihre Sehnsucht nach einem eigenen Kind. Zu lange, so scheint es, hat sie diesen Wunsch hinter ihrem Berufsleben zurückgestellt, und jetzt fressen die Kosten für Injektionen und künstliche Befruchtung die finanziellen Rücklagen auf, nagt jeder Misserfolg an der Hoffnung. Und dann ist da noch das Haus nebenan, dessen Briefkasten überquillt und dessen Bewohner spurlos verschwunden zu sein scheinen. Astrid befindet sich an einem ganz anderen Punkt ihres Lebens. Die Kinder sind schon lange aus dem Haus, und jetzt, mit Anfang 60, denkt Astrid langsam darüber nach, ihre Arztpraxis abzugeben und in den Ruhestand zu gehen. Seit einiger Zeit erhält sie beunruhigende anonyme Briefe, in denen sie beschimpft und bedroht wird. Sorgen macht sie sich auch um ihre Tante Elsa, die altersbedingt immer mehr abbaut. Und dann ist da noch das Haus auf der anderen Straßenseite, dessen Briefkasten überquillt und dessen Bewohner spurlos verschwunden zu sein scheinen. „Nebenan“ ist mein erster Roman von Kristine Bilkau und hat mich gleich zu ihrem Fan gemacht. Sie schafft es, wie es scheint ohne Mühe, eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen, die mich an nichts, was ich bisher gelesen habe, erinnert. Eine Atmosphäre, die so vielschichtig ist, dass man noch lange nach Beendigung der Lektüre die einzelnen Ebenen durchwandern und erforschen kann. Dieses Buch ist wie ein sorgfältig komponiertes Gemälde, in dem jedes Detail perfekt eingefügt ist. Besonders fasziniert hat mich, wie Julias und Astrids Leben sich jenseits der Wahrnehmung der beiden Frauen immer weiter verweben. Wie ein Netz entsteht, stabil und fragil zugleich. Was mich anfangs etwas gestört hat, ist, dass Bilkau die einschneidenden Ereignisse oft ausspart. Als Leser erfahren wir vorher, was bald ansteht, aber dann überspringen wir Tage, Wochen oder Monate. Zuerst hat mich diese Vorgehensweise verwundert und frustriert, aber dann wurde mir klar, dass gerade dadurch die ruhige, etwas zerbrechliche Stimmung des Buches erschaffen und aufrechterhalten wird. Was wir als Leser mitbekommen, ist das, was bleibt, wenn sich die Emotionen kristallisiert haben. Das, was das Leben letztendlich wirklich ausmacht und gestaltet. Ich habe, wie wohl jeder, gewisse Lesevorlieben. Werden diese nicht erfüllt, hat das betreffende Buch im Prinzip bei mir schon verloren. Anders hier. Wo ich lange geglaubt habe, dass diese oder jene Entwicklung über mein Wohlwollen und mein Endurteil entscheiden würde, habe ich im Verlauf der Geschichte festgestellt, dass ich bereit war, der Autorin und ihren Protagonistinnen zu folgen, wohin auch immer es gehen sollte. Ein weiteres Indiz dafür, wie überzeugend Handlung und Figuren sind, ohne aber dem Leser den Raum für eine eigene Beziehung zu dem Roman abzuschneiden. „Nebenan“ hat seinen Platz auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022 eindeutig verdient. Dieser Roman hat es geschafft, mich für Themen zu sensibilisieren und zu interessieren, die ich eher nicht auf meiner Liste habe. Ein kleiner, nur auf den ersten Blick unscheinbarer Juwel und ein Kandidat für meine Top Ten 2022. Eindeutige Leseempfehlung!

  • Circlestonesbooks.blog

    5/5

    16.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klug, leise, lesenswert „Sie…

    Klug, leise, lesenswert „Sie dreht sich um, betrachtet den Garten und fühlt sich auf einmal wieder beobachtet. Doch niemand ist zu sehen, das ist nur ihr schlechtes Gewissen, weil sie sich hier an dieser Türe zu schaffen macht.“ (Zitat Seite 119) Inhalt Viele haben das Dorf am Nord-Ostsee-Kanal längst verlassen, auch die fünf Kilometer entfernte Kreisstadt zeigt zahlreiche Leerstände. Doch Julia fühlt sich sofort zu der Stadt mit ihren leeren Lokalen und Hinterhöfen hingezogen. Im Vorjahr hatten ihr Freund Chris und sie das alte Backsteinhaus in dem Dorf entdeckt, hergerichtet und sind aus der Großstadt hierhergezogen. Vor drei Monaten hat Julia ihren Keramikladen in der Kreisstadt eröffnet. Eines Tages kauft dort Astrid dort eine blaue Schale, für Marli, ihre Jugendfreundin. Astrid ist Ärztin, sie hofft, innerhalb dieses Jahres die Nachfolge für ihre Praxis lösen zu können, ihr Mann Andreas ist schon im Ruhestand. Astrids Tante Elsa, Mitte Achtzig, wohnt im Dorf im Haus neben Julia und so ist auch Astrid oft im Dorf. Anfang Januar fällt es Julia auf, dass sie die Familie Winter, die mit drei Kindern im Haus gegenüber wohnt, schon längere Zeit nicht mehr gesehen hat, sind sie noch nicht aus den Ferien zurück oder einfach ausgezogen? Astrid will einen Brief für Mona Winter abgeben, auch sie wundert sich. Doch außer Julia, Astrid, Elsa und einem Kind, das Julia im Garten des Hauses trifft, scheint sich niemand Gedanken über die verschwundene Familie zu machen. Thema und Genre In diesem Roman geht es um das Leben in ländlichen Gegenden und vor allem um Dinge, die fehlen, verschwundene Nachbarn, fehlende Nachfolger, ein unerfüllter Kinderwunsch, Lücken in der eigenen Familiengeschichte, Alltagsprobleme, Konflikte und die Suche nach Antworten. Charaktere Julia mit ihrer Sehnsucht nach einem eigenen Kind, Astrid mit ihrem Wunsch nach einer Nachfolge für ihre Praxis und Elsa, die dabei ist, die Dinge ihres Lebens zu ordnen: es sind diese drei unterschiedlichen Frauen mit ihren Wünschen und Sorgen, die im Zentrum dieser Geschichte stehen. Handlung und Schreibstil Die Handlung beginnt im Winter, zu Beginn eines neuen Jahres und endet im Sommer. Sie wird ergänzt durch Erinnerungen und Gespräche, die Ereignisse aus der Vergangenheit erzählen. Abwechselnd steht entweder Julia oder Astrid im Mittelpunkt eines Kapitels. Zunächst begegnen sie einander, ohne sich zu kennen, Astrid kauft eine Schale, die Julia angefertigt hat, ohne zu wissen, dass Julia auch die Nachbarin von Elsa ist. Diese und weitere Begegnungen im Dorf und in der Kreisstadt verbindet die Autorin gekonnt zu einer gemeinsamen Geschichte, der Geschichte der Menschen, die schon immer hier gelebt haben und jener, die neu zugezogen sind. Die Sprache erzählt einfühlsam, lässt den Figuren Raum, ist nicht bemüht, auf jede Frage auch eine Antwort zu finden. Großartig sind die Schilderungen des Umfeldes, der Landschaft am Kanal, der das Dorf in einen Nord- und Südteil trennt, der alten Häuser und teilweise verwilderten Gärten, der Kreisstadt, der unterschiedlichen Stimmungen der Natur. Fazit Eine leise, einfühlsam und lebendig erzählte Geschichte über das Leben, über Lücken, Wünsche, Abschiede und Neubeginn. Ein Roman über den Alltag und die Themen unserer Gegenwart, der den Mut hat, Fragen für die eigenen Gedanken der Lesenden offen zu lassen, statt einfach Lösungen zu präsentieren, und dennoch positiv bleibt.

  • bookslove1511

    5/5

    10.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trotzt offenes Ende, ein empfehlenswerter Roman.

    Eine namenlose Kleinstadt am Nord-Ostsee-Kanal... Hier ist Julia mit ihrem Biologe-Freund Chris vor kurzem aus Hamburg eingezogen. Julia ist Ende dreißig, Töpferin, stolze Besitzerin von einer alten Hündin und noch älteres Backsteinhauses. Sie hat sich in diesem „Sterbens bedrohten“ Stadt selbständig gemacht, betreibt einen Keramikladen, in dem sie eigene Kreationen verkaufen möchte, doch die meisten vermarktet sie eher übers Internet, wo sie sowieso fast den ganzen Tag unterwegs ist. Denn sie beschäftigt sich mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch, liest viel Online-Berichte darüber, lässt sich von verschönerten Familienleben auf Instagram-Accounts suggerieren. Bis sie eines Tages einen Jungen begegnet und dabei bemerkt, dass die direkte Nachbarfamilie spurlos verschwunden ist... Astrid, Anfang sechzig, Ärztin, Mutter von erwachsenen drei Kinder. Sie ist die Einheimische, kennt auch andere Zeiten von der Stadt, betreibt schon seit Jahrzehnten die einzige Hausarztpraxis des Örtchens. Ihr Mann Andreas war Geschichtslehrer, jetzt ist er Rentner und vertriebt die Zeit mit den politischen Nachrichten. Astrid, die gerade sich nicht mit Achtlosigkeit der Menschen beschäftigt, führt eigentlich ein ganz normales Leben, bis sie bei einer Nachtschicht vor einem Acker steht, das voll mit Privat-Briefen bedeckt war... In diesem Roman passiert nicht viel, kann ich es sogar als Handlungsarm bezeichnen. Doch mit ihrer haargenauen Menschen Beobachtungen, realistischen Beschreibungen der Gedanken von den Charakteren, ihre präzise, klare Sprache und mit ihrem ruhigen Erzählton nimmt Bilkau einem sehr bildhaft auf ein norddeutsches Örtchen mit. Es ist ein ruhiger, dennoch kraftvoller und kluger Roman, welches ich gern gelesen hab. Allerdings muss ich eins erwähnen, und zwar: Das Buch hat ein extrem offenes Ende! Dies hat mich überhaupt nicht gestört, im Gegenteil! Ich war froh, dass ich mit meinen Gedanken allein gelassen wurde. Aber nun gibt es Menschen, die unbedingt wissen wollen, wie es zu Ende geht und meiner Meinung nach, ist dieses Buch für diese Leser*innen nicht geeignet. Denn ich kann mir ganz gut vorstellen, wie sehr man sich darüber ärgern kann. Ansonsten ist es ein gutes Buch, das ich weiterempfehlen kann.

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