Produktbild: Zebra im Krieg

Zebra im Krieg Roman nach einer wahren Begebenheit

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2022

Verlag

Residenz Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,7/13/2,9 cm

Gewicht

426 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7017-1752-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.02.2022

Verlag

Residenz Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,7/13/2,9 cm

Gewicht

426 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7017-1752-1

Herstelleradresse

Residenz Verlag
Lange Gasse 76/12
1080 Wien
AT

Email: info@residenzverlag.at

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  • Bewertung

    5/5

    16.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zebra im Krieg

    Ein aktueller Roman. Vladimir Vertlib versteht es meisterhaft mit politischem Scharfblick, Ironie und Ernst das Leben von Paul, der in einer vom Bürgerkrieg heruntergewirtschafteten osteuropäischen Stadt lebt, darzustellen. Paul beteiligt sich frustriert an der in den sozialen Medien tobenden Debatten. Er geht soweit, darin einen Rebellenführer zu bedrohen. Dieser lässt ihn verhaften und stellt Paul im Verhör vor laufender Kamera bloss. Er verhöhnt und demütigt ihn, veröffentlicht das Video, das millionenfach gesehen wird. Wie mit dieser Schande weiterleben? Wie wird seine Familie reagieren? Verunsichert und tiefst beschämt stellt er sich die Frage, ob es ihm jemals noch gelingen wird, einmal das Richtige zu tun. Korruption, Männlichkeitswahn, Nationalismus - aktueller geht es nicht mehr. Lesenswert.

  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    01.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Pisser Mit dem Zusatz…

    Der Pisser Mit dem Zusatz «Nach einer wahren Begebenheit» hat der österreichische Schriftsteller Vladimir Vertlib für seinen neuen Roman «Zebra im Krieg» auf einen realen Bezug hingewiesen. Durch die offizielle Bagatellisierung der aggressiven Kämpfe im Roman als «erweiterte Polizeiaktion gegen Terroristen» wird überdeutlich auch auf den Ukrainekonflikt verwiesen. Es geht in diesem Roman um politischen Totalitarismus, dem heute mit seiner digitalen Variante im Internet eine nicht minder gefährliche, mediale Spielart als weiteres Lügenbabel zur Seite steht. In einem quasi rechtsfreien Raum toben sich Hassprediger aller Couleur aus, so auch der arbeitslose Flugzeug-Ingenieur Paul Sarianidis. Der weiß mit seiner vielen Freizeit nichts Besseres anzufangen, als sich in einschlägigen Internet-Foren herumzutreiben und als Blogger seine Meinung in die Welt hinaus zu posten. In seiner nicht benannten balkanischen Hafenstadt tobt ein Bürgerkrieg, die multiethnische Einwohnerschaft sitzt in der Falle, man kann die umzingelte Stadt nicht mehr verlassen, die Rebellen haben sie vorübergehend in ihre Gewalt gebracht. Und ausgerechnet gegen den charismatischen Führer dieser Aufständischen hat Paul einen Hass-Kommentar geschrieben, in dem er ihn auf das Übelste beschimpft. Prompt stehen plötzlich Milizionäre vor der Tür des Mitte-Dreißigjährigen, die ihn zum Verhör mitnehmen. Dort trifft er auf sein verbales Opfer, den Rebellenführer Boris Lupowitsch, der ihn nun seinerseits beschimpft und derart bedroht, dass Paul sich vor Angst in die Hosen macht. All das wird mit zwei Kameras akribisch gefilmt und anschließend ins Netz gestellt. Paul erntet Hohn, Spott und eine traurige Berühmtheit als «Der Pisser». Dieses Begebnis ist nach Aussage des Autors übrigens authentisch. Der mit einer Ärztin verheiratete, mit Tochter und der eigenen Mutter zusammenlebende Paul wird nun auch zu Hause gescholten. Er hat die ganze Familie blamiert, was ihm besonders seine über alles geliebte, zwölfjährige Tochter Lena sehr übel nimmt. Dieser dystopische Roman ist als Persiflage auf die Vorgänge in der Ost-Ukraine angelegt. Das Augenmerk des Autors liegt allerdings nicht auf dem politischen Machtpoker, sondern auf den dämonischen Kräften in den Köpfen der Bevölkerung, die sich im Internet eine Bühne suchen, um dort ihre vorgefassten Meinungen weiter anzuheizen, statt an einem Konsens mitzuwirken, um die Gegensätze zum Wohle aller zu überwinden. Als stadtbekannte Figur wird «Der Pisser» bei einem seiner ruhelosen Streifzüge durch die zerschossenen Straßen von einem grölenden Mob, zusammen mit der Intendantin des Theaters, symbolisch in einer vor Deck starrenden Bio-Mülltonne ‹entsorgt›. Pauls Versuche, sich mit Hilfe zweier PR-Spezialsten von seinem peinlichen Image zu befreien, scheitern kläglich, er wird nur finanziell ausgenommen von ihnen. «Ich will einmal im Leben das Richtige tun», beschießt der Antiheld und kümmert sich fortan um die alten jüdischen Hausnachbarn, die abgeholt worden sind. Es gelingt ihm tatsächlich, das Paar frei zu bekommen. Sie vertrauen ihm daraufhin ihren bescheidenen Schatz an, neben persönlichen Erinnerungsstücken vor allem 3000 Dollar, die er nach ihrem Tod der in den USA lebenden Tochter zukommen lassen soll, ehe sie der korrupte Staat kassiert. Pauls multikulturelle Heimatstadt, ein Schmelztiegel aus griechischen, ukrainischen und koptischen Vorfahren sowie Russen, Armeniern, Türken, Juden und anderen Ethnien mehr, hat seinen Status als kosmopolitischer Sehnsuchtsort längst verloren. Nachdem in den Kämpfen auch der Zoo zerstört wurde, laufen plötzlich exotische Tiere durch die Stadt, so das titelgebende Zebra als Symbol für Friedfertigkeit. Die vom Autor als geharnischte Kritik an der Enthemmung in den sozialen Medien samt ihren Folgen angelegte Geschichte bleibt in der Form leider fragwürdig. Sie ist weder als Satire noch als Gesellschaftskritik wirklich überzeugend und wirkt in ihrer Slapstickartigkeit oft einfach nur albe

  • Bewertung

    4/5

    20.04.2022

    eBook (ePUB 3)

    Social Media am Schwarzen Meer

    Sehr aktuell erscheint die Handlung in der fiktiven Stadt dieses Buchs. Es ist eine Stadt mit Hafen, eine Stadt in der Ukraine am schwarzen Meer. Es könnte beispielsweise Mariupol sein. Es gibt Beschuss. Es gibt die Eroberung durch Rebellen. So wenigstens der Rahmen der Geschichte. Verfolgt wird das Leben des arbeitslos gewordenen Flughafenmitarbeiters Paul Sarianidis, griechischstämmiger Stadtbewohner, und seiner Familie. Paul tritt gerne ins Fettnäppchen, indem er im Internet mitdiskutiert und dabei u.a. den Rebellenführer persönlich angreift. Das hat für ihn unschöne Konsequenzen, als die Rebellen die Stadt einnehmen. Unterhaltsam geschrieben, auch humorvoll, manchmal aber langfädig.

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