"Medea. Stimmen" von Christa Wolf. Anwendung von Theorien zum Sündenbock-Phänomen auf das Werk
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
11.10.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
1027 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346510709
In Zeiten gesellschaftlichen Umbruchs und krisenhafter Zustände, wenn Angst und Unsicherheit zu einem Verlust von Normalität und Kontrolle führen, sind Menschen geneigt, Personen bzw. Personengruppen für ihre Situation verantwortlich zu machen, diese zum Sündenbock zu erklären. Ähnliches widerfährt der Protagonistin in Christa Wolfs Roman "Medea. Stimmen.". Die kolchische Königstochter Medea lebt nach der Flucht mit Jason, dem Schiffsführer der "Argo", in Korinth. Während Jason sich nach und nach mehr am Königshof einfindet, scheint die moderne und selbstbewusste Medea immer mehr die Ablehnung und den Hass der Korinther auf sich zu ziehen. Ausgelöst durch die immer schlechter werdenden Umstände in Korinth wird Medea zum Sündenbock für alle negativen Ereignisse. So kommt es, dass sie schließlich verurteilt und aus der Stadt gejagt wird. Als Medea einige Jahre später erfährt, dass sie nicht nur für jegliche Naturereignisse und die Pest, sondern auch für den von der Bevölkerung begangenen Mord an ihren Kindern verantwortlich gemacht wird, verflucht sie die Stadt und alle verräterischen Korinther.
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