Produktbild: Hannerl und ihr zu klein geratener Prinz

Hannerl und ihr zu klein geratener Prinz

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

23.09.2021

Verlag

Verlag Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

3043 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783218010887

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

23.09.2021

Verlag

Verlag Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

3043 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783218010887

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  • rewareni

    aus wien

    5/5

    04.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wo ist der Prinz?

    ,,Hannerl und ihr zu klein geratener Prinz“ ist die berührende und spannende Familiengeschichte, erzählt von der österreichischen Schauspielerin und Kabarettistin Dolores Schmidinger. Wer sie kennt weiß, dass man auf eine spitze Zunge und auch auf zynische Bemerkungen gefasst sein muss. In ihrer biografischen Erzählung wird der Leser Zeuge, wie ihre Großmutter Barbara und ihre Mutter Johanna, genannt Hannerl, in einer Zeit aufgewachsen sind, in der die Frauen nicht nur einmal um ihre Rechte und Anerkennungen kämpfen mussten. Man liest die Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil Dolores Schmidinger er wunderbar versteht selbst in tragischen und berührenden Szenen einen Anflug von Humor aufblitzen zu lassen. Es ist eine Familiengeschichte wo man nicht nur von Vergewaltigung oder glühenden Nationalsozialisten liest, sondern auch von starken Frauen, die ihr Leben selbst bestimmen möchten. Das damalige Rollenbild der Frau, dem Mann zu dienen und für die Familie da zu sein wird sowohl von Barbara als auch von Hannerl, nicht wirklich akzeptiert. Auch wenn sie nicht immer glücklich waren in ihrem Leben, so haben sie stets versucht ihre eigenen Weg zu gehen, selbst wenn es einige Stolpersteine gegeben hat. Auch Dolores Vater, der konservative Erzkatholik Josef Schmidinger, der alles andere als ein Traummann für ihre Mutter war, nimmt in der Erzählung einen wichtigen Part ihrer Familiengeschichte ein, die dabei alles andere als rühmlich war. Besonders gut haben mir dabei auch die schon fast in Vergessenheit geratenen alten österreichischen Ausdrücke gefallen, die wunderbar zu den Geschichten dazu gepasst haben. Aber auch tatsächliche Ereignisse wie Hitlers Rede 1935 auf dem Parteitag oder bekannte Wegbegleiter wie Adelheid Popp, Frauenrechtlerin und Sozialistin, finden sich in der Geschichte wieder. Der Erzählstil ist eher nüchtern und manchmal vielleicht auch etwas zu direkt, wo man als Leser erschüttert ist, wenn man es liest, aber gerade diese Art macht die Geschichte interessant und es ist eine mutige Aufarbeitung von Dolores Schmidinger, die ungeschönt ihre Familiengeschichte erzählt.

  • Gabriela

    aus Leopoldshöhe

    5/5

    21.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn man das Buch in die Hand…

    Wenn man das Buch in die Hand nimmt und den Klappentext liest, denkt man an eine lustige, unterhaltsame Geschichte! Doch es ist nicht so. 1913 Ist Barbara, eine etwas naive und unattraktive Frau die zu sexuellen Handlungen benutzt und schwanger wird. Sie heiratet und bringt 1914 Johanna genannt Hannerl zur Welt. Diese wächst von der Mutter lieblos behandelt auf und entwickelt eine überdurchschnittliche Intelligenz. Doch in einer Zeit, wo Frauen nichts zu sagen hatten, hat sie es schwer, beruflich Fuß zu fassen. Dieses Buch handelt auch von Kindesmisshandlungen, die damals zum guten Ton gehörten und erwünscht waren. Denn nur ein gebrochenes Kind wird ein guter Mensch. Auch das Thema sexueller Missbrauch wird nicht verschwiegen. Dies ist ein Buch, was sich in allen Bereichen von der Norm abhebt, ohne jedoch voyeuristisch zu wirken. Es ist mal eine ganz andere Autobiografie, als die man sonst kennt. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung

  • Bewertung

    4/5

    21.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Prinzen zum Ekel

    Betroffen und traurig bleibt man als Leser nach dieser Lektüre zurück. Es ist der Bericht einer Frau, die als Kind im häuslichen Umfeld missbraucht wurde. Immer wieder ein so furchtbares Thema, an Widerlichkeit kaum zu überbieten. Es macht wütend und zugleich sprachlos, wie derlei Verbrechen von der Familie geduldet werden und wurden. Welche Mutter kann ertragen, dass ihrem Kind solche Wunden an Körper und Seele zugefügt werden? Ein Bericht, der noch sensibler für das Thema Kindesmissbrauch machen und aufrütteln sollte. Ein lesenswerter historischer Roman mit einem bitteren Beigeschmack.

  • TochterAlice

    aus Köln

    4/5

    21.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hannerls Jugendjahre verlaufen…

    Hannerls Jugendjahre verlaufen eigentlich gar nicht so schlecht. Die Mutter ist zwar lieblos und hat oft kein Verständnis für die Pläne der Tochter, aber es gibt ja noch den Stiefvater, einen gestandenen Sozialisten, der Hannerl fördert und ihr zeigt, dass Frauen auch was wert sind und dass ihnen Wege offenstehen, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Dieser Glaubenssatz wird ihr aber vom Schmiedinger Josef, den sie heiratet und der ihr trotz ihrer guten Ausbildung nicht erlaubt, weiter zu arbeiten, schnell ausgetrieben. Das kleine Männlein ist der Ansicht, dass eine Frau zu Hause zu sein hat - und seine Meinung zählt, auch in den Augen des Staates Österreich. Doch es kommt noch schlimmer: als sie nach langen Jahren endlich Mutter wird, beginnt er sie zu erniedrigen und der Tochter noch auf eine ganz andere Art und Weise zuzusetzen. Denn er mag Frauen nur, wenn es noch keine sind - noch lange nicht. Ein Familienleben, wie es nicht sein sollte - widerlich und abstoßend ist, was Dolores Schmidinger mit einer Menge Sarkasmus und nach längeren Ausführungen zu Ahnen und Urahnen äußerst knapp darlegt -anders wäre es wahrscheinlich für sie nicht zu ertragen gewesen. Der zu klein geratene Prinz war nicht einmal ein Knallfrosch, sondern allenfalls ein Molch, aber das hielt den Möchtegern-Heldentenor und Nazifreund nicht davon ab, sich an den Frauen seiner Familie schadlos zu halten - auf die ein oder andere Art. Ein eindringlicher, aber auch sehr trauriger und ernüchternder Lesestoff.

  • Sikal

    4/5

    30.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einblick in eine Familie

    Die Autorin Dolores Schmidinger polarisiert mit ihren Aussagen oftmals und gilt als erfolgreiche Schauspielerin und Kabarettistin. Mit diesem Buch lässt sie uns in das Jahr 1938 schwenken und erzählt mit entwaffnender Ehrlichkeit die Geschichte ihrer Mutter Johanna Deweis. Während Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wird, frönt Johanna weiterhin der Sozialdemokratie. Selbst als uneheliches Kind geboren und bei den Großeltern aufgewachsen, beginnt sie sich nach und nach zu emanzipieren und arbeitet immer weiter an ihrer Karriere. Als sie auf einer Versammlung Josef Schmidinger kennenlernt, muss sie erfahren, dass nicht alles ein Happy End hat. Mit spitzer Feder zeigt die Autorin ihre Familiengeschichte anhand ihrer Großeltern und Eltern auf. Über so manchen Zwischenton schmunzelt man, ihren einzigartigen Humor genießt man während man der Entwicklung des Naziregimes folgt und so manchen Mitläufer enttarnt. Ein aufschlussreicher Einblick in eine Familie. Gerne vergebe ich 4 Sterne und werde in dem Buch sicherlich noch öfters blättern.

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