Produktbild: Der Tod der dreckigen Anna

Der Tod der dreckigen Anna Kriminalroman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.03.2022

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,1/13,3/2,6 cm

Gewicht

406 g

Farbe

Mokka / Beige

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7408-1403-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.03.2022

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,1/13,3/2,6 cm

Gewicht

406 g

Farbe

Mokka / Beige

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7408-1403-8

Herstelleradresse

Emons Verlag
Cäcilienstraße 48
50667 Köln
DE

Email: info@emons-verlag.de

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  • Igelmanu66

    aus Mülheim

    5/5

    06.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Nach einem wahren Fall, brutal aber fesselnd

    »Es musste ein Monster gewesen sein, da war man sich einig. Nicht von dieser Welt. Nicht aus diesem Dorf und schon gar nicht aus der Krittergasse.« Heiligabend 1974. Friede auf Erden ist für die Bewohner des kleinen Dorfes Gödelsheim in der Südpfalz an diesem Abend kein naheliegender Gedanke. Zu sehr beschäftigt jeden die grausame Tat, die praktisch mitten unter ihnen geschah. Die zweiundsiebzigjährige Anna Hager, von Geburt an geistig verwirrt, wurde in ihrem Haus ermordet. Die Tat war ein einziges Massaker. »In Kontakt gestanden? Die hat doch mit niemandem in Kontakt gestanden, die Arme. Das war ein verwirrter, armseliger Geist. Die hat doch niemandem was gemacht.« Die Polizei schließt schnell aus, dass ein Fremder den Mord verübt hat. Aber jemand aus ihrem kleinen Dorf? Einer von ihnen? Wo jeder jeden kennt? Undenkbar! Und beängstigend zugleich, denn welches Opfer wird sich das Monster als nächstes suchen? Das erste, was mich an diesem Buch reizte, war die Tatsache, dass die Handlung auf einem wahren Fall beruht. Die Autorin hat zwar alle Namen (auch den des Ortes) verändert und in eine Romanhandlung eingebettet, aber Zeitpunkt, Opfer, Täter und Aufklärung sind „true crime“. In einem sehr interessanten Nachwort führt Tina Seel präzise aus, was alles wirklich geschah und auch, wie sie selbst in die Handlung passt, denn die Tat geschah in ihrer direkten Nachbarschaft, sie war damals neun Jahre alt. Vermutlich, weil sie selbst in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist, kann sie so authentisch wiedergeben, wie sich die Menschen dort benommen und gefühlt haben. Die Atmosphäre ist immens dicht, man steht beim Lesen gefühlt mitten in der Handlung. Ich war schwer fasziniert und mochte das Buch nicht aus der Hand legen. In verschiedenen Zeitlinien erlebt man sowohl die Tat mit als auch die Vergangenheit und Entwicklung einiger wichtiger Charaktere. Dadurch weiß man als Leser zwar recht früh, wer hinter der Tat steckt, die Spannung leidet darunter aber nicht, denn man spürt deutlich, welches Gefahrenpotential weiter in dem Täter liegt. Interessant ist zudem, die Dynamik einer solchen Dorfgemeinschaft zu beobachten. Da gibt es viel Gutes, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung, aber auch reichlich Schlechtes, wie beispielsweise Heimlichtuerei, Verlogenheit und hemmungsloses Lästern. Und wenn man erkennt, wie das Monster erstand, wird wieder einmal deutlich, dass es meist mehr als ein Opfer gibt. Fazit: Nichts ist grausiger als die Realität. Auch dieser wahre Kriminalfall hat es in sich und wird auf packende Art in eine Romanhandlung eingearbeitet.

  • Igelmanu

    aus Mülheim

    5/5

    06.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    »Es musste ein Monster…

    »Es musste ein Monster gewesen sein, da war man sich einig. Nicht von dieser Welt. Nicht aus diesem Dorf und schon gar nicht aus der Krittergasse.« Heiligabend 1974. Friede auf Erden ist für die Bewohner des kleinen Dorfes Gödelsheim in der Südpfalz an diesem Abend kein naheliegender Gedanke. Zu sehr beschäftigt jeden die grausame Tat, die praktisch mitten unter ihnen geschah. Die zweiundsiebzigjährige Anna Hager, von Geburt an geistig verwirrt, wurde in ihrem Haus ermordet. Die Tat war ein einziges Massaker. »In Kontakt gestanden? Die hat doch mit niemandem in Kontakt gestanden, die Arme. Das war ein verwirrter, armseliger Geist. Die hat doch niemandem was gemacht.« Die Polizei schließt schnell aus, dass ein Fremder den Mord verübt hat. Aber jemand aus ihrem kleinen Dorf? Einer von ihnen? Wo jeder jeden kennt? Undenkbar! Und beängstigend zugleich, denn welches Opfer wird sich das Monster als nächstes suchen? Das erste, was mich an diesem Buch reizte, war die Tatsache, dass die Handlung auf einem wahren Fall beruht. Die Autorin hat zwar alle Namen (auch den des Ortes) verändert und in eine Romanhandlung eingebettet, aber Zeitpunkt, Opfer, Täter und Aufklärung sind „true crime“. In einem sehr interessanten Nachwort führt Tina Seel präzise aus, was alles wirklich geschah und auch, wie sie selbst in die Handlung passt, denn die Tat geschah in ihrer direkten Nachbarschaft, sie war damals neun Jahre alt. Vermutlich, weil sie selbst in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist, kann sie so authentisch wiedergeben, wie sich die Menschen dort benommen und gefühlt haben. Die Atmosphäre ist immens dicht, man steht beim Lesen gefühlt mitten in der Handlung. Ich war schwer fasziniert und mochte das Buch nicht aus der Hand legen. In verschiedenen Zeitlinien erlebt man sowohl die Tat mit als auch die Vergangenheit und Entwicklung einiger wichtiger Charaktere. Dadurch weiß man als Leser zwar recht früh, wer hinter der Tat steckt, die Spannung leidet darunter aber nicht, denn man spürt deutlich, welches Gefahrenpotential weiter in dem Täter liegt. Interessant ist zudem, die Dynamik einer solchen Dorfgemeinschaft zu beobachten. Da gibt es viel Gutes, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung, aber auch reichlich Schlechtes, wie beispielsweise Heimlichtuerei, Verlogenheit und hemmungsloses Lästern. Und wenn man erkennt, wie das Monster erstand, wird wieder einmal deutlich, dass es meist mehr als ein Opfer gibt. Fazit: Nichts ist grausiger als die Realität. Auch dieser wahre Kriminalfall hat es in sich und wird auf packende Art in eine Romanhandlung eingearbeitet.

  • Bewertung

    5/5

    06.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    True Crime aus der Pfalz

    Der Debütroman von Tina Seel konnte überzeugen, auch wenn ich bei True Crime immer so ein Gefühl von Voyeurismus habe. Doch dieser Fall aus den Siebzigern, der sich in einem kleinen pfälzischen Dorf abspielte war so interessant, das ich das schnell vergessen habe. Die Figuren wirkten manchmal überzeichnet, aber da die Autorin dieses Verbrechen als Kind mitbekommen hatte, verschiebt sich Realität und Dichtung natürlich. (Ich denke hierbei natürlich an Goethe's Autobiographie "Dichtung und Wahrheit". Das Psychogramm des Täters überzeugt und die Hilflosigkeit der Polizei ob dieses Verbrechens wird gut dargestellt. Doch kann der Täter überführt werden?

  • Martin Schult

    aus Borken

    5/5

    22.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Besuch in der Nacht

    Das Leben in einem kleinen Dorf in der Provinz wird von einem grausamen Verbechen überschattet. Die verwahrloste und einsam lebende Anna Hager wurde brutal ermordet. Ein Verbrechen, welches so gar nicht in die heile Welt des kleinen Dorfes passen will. Umso verstörender ist es, als es sich immer deutlicher herausstellt, dass der Täter wohl aus dem direkten Umfeld stammt. Ein Mörder in der Dorfgemeinschaft? Wer kann hierfür in Frage kommen? Wird es weitere Taten geben? Das Leben ist plötzlich ein anderes und die Angst herrscht nun im Dorf, wenn es dunkel wird... Die Autorin Tina Seel hat mit "Der Tod der dreckigen Anna" einen bemerkenswerten Kriminalroman veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht in einem intensiven und gut zu lesenden Schreibstil. Dabei taucht sie immer mehr in die Psyche und die Gefühle der Protagonisten ein und verdeutlicht, wie ein junger Mann zum bestialischen Mörder werden kann. Das Psychogramm hat mich in den Bann gezogen, und es war wirklich schwer, das Buch zur Seite zu legen. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der "dreckigen Anna" gut aufgebaut und über zeitliche Rückblenden sowie dem wachsenden Mißtrauen im Ort auf einem hohen Niveau gehalten. Die Situation spitzt sich immer weiter zu und droht noch deutlich weiter zu eskalieren, bis das gut nachvollziehbare und schlüssige Finale die Geschichte gelungen abrundet. Insgesamt hat mir "Der Tod der dreckigen Anna" sehr gut gefallen. Es ist weniger ein Kriminalroman im klassischen Sinne, als mehr das Psychogramm eines Mörders. Genau dies konnte mich bis zum Ende fesseln und der reale Hintergrund sorgte für einen enormen Schub an Authentizität und somit für Gänsehautfeeling. Ein toller Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

  • Bewertung

    aus Borken

    5/5

    22.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Besuch in der Nacht Das Leben…

    Besuch in der Nacht Das Leben in einem kleinen Dorf in der Provinz wird von einem grausamen Verbechen überschattet. Die verwahrloste und einsam lebende Anna Hager wurde brutal ermordet. Ein Verbrechen, welches so gar nicht in die heile Welt des kleinen Dorfes passen will. Umso verstörender ist es, als es sich immer deutlicher herausstellt, dass der Täter wohl aus dem direkten Umfeld stammt. Ein Mörder in der Dorfgemeinschaft? Wer kann hierfür in Frage kommen? Wird es weitere Taten geben? Das Leben ist plötzlich ein anderes und die Angst herrscht nun im Dorf, wenn es dunkel wird... Die Autorin Tina Seel hat mit "Der Tod der dreckigen Anna" einen bemerkenswerten Kriminalroman veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht in einem intensiven und gut zu lesenden Schreibstil. Dabei taucht sie immer mehr in die Psyche und die Gefühle der Protagonisten ein und verdeutlicht, wie ein junger Mann zum bestialischen Mörder werden kann. Das Psychogramm hat mich in den Bann gezogen, und es war wirklich schwer, das Buch zur Seite zu legen. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der "dreckigen Anna" gut aufgebaut und über zeitliche Rückblenden sowie dem wachsenden Mißtrauen im Ort auf einem hohen Niveau gehalten. Die Situation spitzt sich immer weiter zu und droht noch deutlich weiter zu eskalieren, bis das gut nachvollziehbare und schlüssige Finale die Geschichte gelungen abrundet. Insgesamt hat mir "Der Tod der dreckigen Anna" sehr gut gefallen. Es ist weniger ein Kriminalroman im klassischen Sinne, als mehr das Psychogramm eines Mörders. Genau dies konnte mich bis zum Ende fesseln und der reale Hintergrund sorgte für einen enormen Schub an Authentizität und somit für Gänsehautfeeling. Ein toller Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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