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Eine andere Zeit Roman

16

23,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.03.2022

Verlag

Insel

Seitenzahl

250

Maße (L/B/H)

3/13,4/21,4 cm

Gewicht

398 g

Farbe

Elfenbein / Tanne

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-64285-5

Beschreibung

Rezension

»Eine berührende Geschichte über das Weggehen und Wiederkommen.« ("KDFB Engagiert")
»Helga Bürster hat einen geheimnisvollen und spannenden Familienroman geschrieben, der das Leben in dem hintersten Winkel der DDR beschreibt.« ("egotrip")
»Eine andere Zeit ist ein stiller, berührender Roman über Verluste, über das Weggehen und Wiederkommen.« ("NDR")
»Helga Bürsters neuer Roman ... greift aktuelle Themen auf. Letztlich stellt sich jede der starken Frauen in diesem wohltuend unspektakulären Buch die Frage: gehen oder bleiben ?« ("Schwäbische Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.03.2022

Verlag

Insel

Seitenzahl

250

Maße (L/B/H)

3/13,4/21,4 cm

Gewicht

398 g

Farbe

Elfenbein / Tanne

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-64285-5

Herstelleradresse

Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@insel-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    09.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unaufgeregte Familiengeschichte in Ost und West mit authentischem Heimatgefühl

    Helga Bürster erzählt in ihrem neuen Roman "Eine andere Zeit" die Geschichte dreier Frauen, angefangen noch zu Mauerzeiten bis in die Gegenwart hinein. Im Mittelpunkt stehen Christina, Enne und Suse, wobei Enne und Suse, zwei Schwestern in Vorpommern leben,ihre Cousine Christina mit ihrer alleinerziehenden Mutter in einer grauen trüben Großstadt im Westen des geteilten Deutschlands. Obwohl es etliche Menschen in der DDR in den Westen zieht, treiben Christina genau umgekehrte Gefühle um, sie ist nur wirklich glücklich, wenn die ihren Urlaub bei den Cousinen an der Ostsee verbringen darf. Vermissen tut sie dort nichts, hat alles, was sie braucht und vor allem ihre Ruhe. Auch wenn diese Wünsche und Sehnsüchte für einige nicht nachvollziehbar schienen, konnte ich mich sehr gut in Christina hinein versetzen, da die Autorin die Atmosphäre dermaßen gut skizziert hat, dass alles komplett überzeugend wirkte. Kurz vor der Grenzöffnung macht Suse noch über Ungarn in den Westen rüber, verschwindet wie vom Erdboden verschluckt und stößt damit ihre Familie komplett vor den Kopf. Christina hingegen zieht bald nach dem Mauerfall endlich in den Osten und erfüllt sich so ihren Traum. Wie sich dann alles entwickelt, möchte ich gar nicht verraten, um nichts vorwegzunehmen. Helga Bürster hat mich mit ihrem ruhigen Schreibstil und ihrer sehr guten Recherche absolut überzeugt. Sie vermittelt ein unvergleichliches Bild von Heimat, beweist, dass in der ehemaligen DDR nicht alles nur schlecht war. Mich hat dieses Buch stellenweise sehr bewegt, vor allem aber sehr gut unterhalten, eine Geschichte, die auch ohne wirkliche Spannung zu fesseln versteht. Deshalb eine absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    24.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Verschwinden und vom Bleiben

    30 Jahre nach der Wende taucht in Kamp, einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern, eine mysteriöse Frau auf. Kann es sich um Ennes Schwester Suse handeln, die beim paneuropäischen Picknick an der ungarischen Grenze verschwunden ist? Helga Bürster, Jahrgang 1961, studierte Theaterwissenschaften, Literaturgeschichte und Geschichte in Erlangen. Sie veröffentlichte Sachbücher und Regionalkrimis, ihr literarisches Debüt „Luzies Erbe“ erschien 2019. In einem schnörkellosen, dennoch poetischen Stil erzählt Helga Bürster die Geschichte von Enne, Suse und ihrer Cousine Christina. Enne und Suse wachsen in Mecklenburg-Vorpommern auf, während Christina mit ihrer Mutter im Westen wohnt. Sie beginnt im Jahre 1974, erzählt chronologisch, immer wieder unterbrochen von den Ereignissen im Jahre 2019, nachdem die Fremde in Kamp auftaucht. Denn mit eben dieser Frau kommen alle Erinnerungen in Enne hoch, die sich fragt, was gewesen wäre, wenn ihre Schwester Suse sich gemeldet hätte. Helga Bürster beschreibt das ruhige Leben in dem kleinen Dorf authentisch. Über vieles durfte nicht gesprochen werden. Das wird sehr deutlich, als Enne nach einer unüberlegten Aktion in die Fänge der Polizei gerät und ihr Vater ihr etwas aus seinem Leben erzählt, über das er schweigen muss. Aber auch das Leben am Rande einer westdeutschen Großstadt ist nicht immer leicht, besonders für eine alleinerziehende Mutter mit wenig Geld. Christina hat keine Pläne für ihre Zukunft, sie sehnt sich nach Kamp und kann ihren Wunsch nach der Wende erfüllen. Sprachlich und atmosphärisch hat dieser Roman mir sehr gefallen. Vieles bleibt offen, nicht alles ist nachvollziehbar. Deutlich wird, dass eine Entscheidung (oder ein Ereignis, das bleibt ebenfalls offen) nicht nur das Leben eines einzelnen verändert, sondern auch das der ihm Nahestehenden. Das Cover mit dem Pflaumenzweig passt mit dem angenagten Blatt und den drei Früchten sehr gut zum Inhalt. Fazit: ein sehr lesenswerter Roman

  • Bewertung

    4/5

    30.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige Familiengeschichte zwischen den 1970er Jahren und dem Mauerfall

    Zwei unterschiedliche Schwestern, Enne und Suse, wachsen in einem kleinen Dorf in Vorpommern auf. Ihr Verhältnis ist nicht ganz einfach. Suse kränkelt und hat Träume, Enne muss zurückstecken. Nach dem Mauerfall verschwindet Suse und lässt nie wieder etwas von sich hören. Diese Ungewissheit legt sich wie einen Schatten über die ganze Familie, die Mutter zerbricht daran und stirbt. Dann fasst Enne einen Entschluß.

  • Bewertung

    4/5

    17.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Damals in dieser anderen Zeit

    Enne und ihre Schwester Suse leben in der DDR und führen ein ganz anderes Leben als ihre Cousine Christina. Jede von ihnen hat ihr eigenes Päckchen zu tragen und sie müssen ihren Platz im Leben erst noch finden. Der Leser wird in das Leben der drei Frauen mitgenommen. Suse verschwindet wie es scheint in den Westen und keiner hört wieder von ihr. Doch warum ist das passiert und was steckt dahinter? Die Autorin hat es nicht geschafft, dies aufzulösen. Dennoch ist der Roman lesenswert, da er den Leser mit in dieser andere Zeit nimmt und die Autorin darüber sehr detailliert erzählt. Man hat das Gefühl, dabei zu sein und versteht, dass der Alltag in Ost und West sehr verschieden war. Durch den Klappentext habe ich mehr erwartet, es ist jedoch ein Roman ohne Spannung und eher eine Erzählung dieser damaligen Zeit. Aufgrund der guten Schreibweise vergebe ich vier Sterne.

  • @landlycka

    aus Hatten

    4/5

    26.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wendewunden

    Was ist aus Suse geworden? Auch nach 30 Jahren kann ihre Schwester Enne nicht mit dem ungewissen Schicksal abschließen, dass Suse bei der Grenzöffnung in Ungarn 1989 im Gewühl der Menge verschwunden ist. Suse ist fort und Enne ist geblieben, in dem winzigen Ort an der Ostsee, in den auch die Cousine aus dem Ruhrpott gezogen ist. Christina hat schon als Kind ihre Ferien im Osten verbracht und fühlte sich dort wohler als im Westen. Als im Haus gegenüber von Enne eine gewisse Frau Pohl einzieht, die sich sehr geheimnisvoll gibt, brechen bei allen alte Gefühle auf. In ruhigem Ton, fast schon nüchtern, erzählt Helga Bürster in ihrem neuen Roman von der "Kriegsenkel"-Generation. Anhand einer Familie wird ein Netz von Schicksalen aufgezeigt. Da ist die Elterngeneration, die als Kinder und Jugendliche den Krieg erlebt haben, vieles verdrängt und totgeschwiegen haben. Die nächste Generation wiederum (Suse, Enne und Christina) wächst im geteilten Deutschland auf. Während Enne fest an den Arbeiter- und Bauernstaat glaubt, ist Christina mit ihrem Leben im kapitalistischen Westen unzufrieden und blüht nur auf, wenn sie nach Vorpommern an die Küste reisen kann. Helga Bürster wertet nicht, sie schildert Ost und West facettenreich. Weder ist hier alles gut, noch dort alles schlecht. Die Menschen stehen im Mittelpunkt und was sie aus ihrem Leben gemacht haben, welche Chancen sie hatten und welche sie davon genutzt haben oder auch nicht. Durch Rückblicke wird die Vergangenheit seit den 1970er Jahren herangeholt an die Gegenwart, als Frau Pohl auftaucht. Der Roman lebt von der spröden, direkten Sprache. Den kurzen Sätzen und klaren Ansagen, oft mit Humor gewürzt. Typisch Norddeutsch möchte man sagen. Wie bei "Luzies Erbe" liest sich dies wirklich wunderbar. Geschickt werden historische Fakten eingebaut, so der unglaubliche Lehrerüberhang in den 1980er Jahren, die Schneekatastrophe 1978/79. Gefallen haben mir auch die kleinen Dinge, denen die Autorin Aufmerksamkeit geschenkt hat: ein angebrannter Topf (noch gute Vorkriegsware) oder die RAF-Fahndungsplakate in den Postämtern. So wird nicht nur die Stimmung an der vorpommerschen Küste eingefangen, sondern auch die Atmosphäre in der kleinen Küche der Familie Jendrich. Wer eintauchen möchte, in eine ruhig erzählte Familiengeschichte, ist hier genau richtig. Es handelt sich nicht um einen Spannungsroman, wie vielleicht durch das Verschwinden von Suse und das plötzliche Auftauchen von Frau Pohl vermutet werden kann. Am Ende bleibt einiges offen, wie im richtigen Leben: Es gibt nicht auf alles eine Antwort. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es hätte durchaus etwas länger sein können.

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