Produktbild: Als die Giraffe noch Liebhaber hatte
Band 3

Als die Giraffe noch Liebhaber hatte Wie vier Forscher in ihre Entdeckungen stolperten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.03.2022

Verlag

S. Hirzel Verlag

Seitenzahl

204

Maße (L/B/H)

19,1/13,5/2,2 cm

Gewicht

324 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7776-3082-3

Beschreibung

Rezension

"So macht Wissenschaft Spaß! Der Autor hat's drauf, weiß, wovon er spricht und bekam wohl nicht umsonst zahlreiche renommierte Preise für seine erzählenden Sachbücher." Alexandra Regner DIE PTA 20220921

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.03.2022

Verlag

S. Hirzel Verlag

Seitenzahl

204

Maße (L/B/H)

19,1/13,5/2,2 cm

Gewicht

324 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7776-3082-3

Herstelleradresse

Hirzel S. Verlag
Maybachstraße 8
70469 Stuttgart
DE

Email: service@dav-medien.de

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  • Jashrin

    aus Baesweiler

    4/5

    28.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarische Naturwissenschaft

    Étienne Geoffrey Saint-Hilaire, Antoine de Lavoisier, Claude Bernard und Louis Pasteur – vier Forscher und Wissenschaftler und vier Geschichten. Jedem der vier widmet der Autor Michael Lichtwarck-Aschoff eine Erzählung. Jeder von ihnen hat in seinem Bereich zum Fortschritt beigetragen und neue Erkenntnisse gewonnen. Waren sie immer so zielgerichtet und beabsichtigt, wie viele Entdeckungen im Nachhinein erscheinen? Die erste der vier Geschichten ist Étienne Geoffrey Saint-Hilaire gewidmet. Doch – ebenso wie die anderen Erzählungen – wird sie nicht aus der Sicht des Forschers erzählt. Vielmehr ist es ein Tierpfleger im Jardin du roi der über den bekannten Zoologen und Entwicklungsbiologen und seine Ideen bezüglich der menschlichen Anatomie berichtet. Es ist auch die Erzählung, der das Buch seinen Namen verdankt. Besagte Giraffe war einmal der Liebling im Jardin du roi. „An dem schmutzigen, kleinen Paket hing ein Zettel. »Zurück an die Witwe Lavoisier. Er wurde zu Unrecht verurteilt«, stand darauf.“ (S.49) Die zweite Erzählung beginnt 1794, als der Chemiker Antoine de Lavoisier von der Guillotine geköpft wurde. Unter anderem verfasste er mit Kollegen eine neue, chemische Nomenklatur. Doch diese Erzählung beschäftigt sich in erster Linie mit seiner Erforschung des Stoffwechsels. Lavoisiers Laborgehilfe Jean-Marie ist in diesem Fall derjenige, der uns berichtet und durch den wir erfahren, welche Rolle Madame Lavoisier und ein Fasan dabei spielten. Joseph Meister ist eine zentrale Figur im dritten Teil, denn er ist der erste Mensch, der vollständig gegen Tollwut geimpft wurde – und zwar von niemand geringerem als Louis Pasteur. In dieser Erzählung – der längsten – geht es um die ersten Schritte im Bereich der Impfforschung, um Zeitgeschichte, aber auch um Macht und Verrat. Eine spannende Erzählung. Claude Bernard ist die Hauptfigur der letzten Erzählung und der einzige im Bunde, mit dessen Namen ich auf Anhieb nichts verbinden konnte. Der Arzt und Physiologe war davon überzeugt, dass alle Theorien durch Fakten belegt werden müssten, wofür Experimente, auch Tierversuche, nötig seien. Auch beschrieb er die Bedeutung des „inneren Milieus eines Lebewesens“. Der Erzähltondes Buches ist einerseits eher nüchtern, doch es gibt immer wieder Abschnitte, die schon beinahe poetisch zu nennen sind. Auffällig sind auch die teils sehr präzisen Beschreibungen, die sicherlich dem medizinischen Hintergrund des Autors geschuldet sind. Michael Lichtwarck-Aschoff ist ehemaliger Intensivmediziner und außerplanmäßiger Professor für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Mir hat es sehr gefallen, dass er eher unbeachtete Personen die Geschichten der vier Berühmtheiten erzählen lässt. Mal ist der Ton eher traurig, mal komisch aber immer voller Respekt für die beschriebenen Personen. Insgesamt ein Buch, das sicher nicht jeden gleichermaßen in seinen Bann schlagen wird, doch gerade für naturwissenschaftlich oder medizinisch interessierte Leser ist es ein wunderbares Buch.

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