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Verfluchte Neuzeit Eine Geschichte des reaktionären Denkens

3

27,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,5/14,8/3,8 cm

Gewicht

605 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27097-8

Beschreibung

Rezension

„Lange hat mich kein Buch so umgetrieben (…) Ein Buch zum klüger werden.“ Denis Scheck, SWR TV lesenswert, 28.04.22
“Es ist eine mitunter flapsig dahinformulierte Tour de Force, eine Art hochalpine Wanderung in Sneakers. Man fragt sich immer wieder, ob das auch wirklich die richtigen Schuhe für diesen Ausflug sind, genießt dann aber die stilistische Leichtigkeit und den geistesgeschichtlichen Ausblick.“ Jan Küveler, Welt am Sonntag, 13.03.22
"Ott illustriert ein Panoptikum der Neuzeitkritik, das auch ohne vorheriges Grundstudium der Philosophie zugänglich ist. Sein Buch analysiert die assoziativen Nährbrühen, auf denen die Autokraten und Diktatoren der Gegenwart gewachsen sind und immer noch gedeihen. Otts Analyse dringt bis in die feinstoffliche Ebene vor, sie ist eloquent und unterhaltsam geschrieben, so dass man hungrig Kapitel um Kapitel verschlingt, weil die Zusammenhänge zwischen Autoren, Epochen und Denkmustern immer deutlicher werden.“ Katharina Bracher, NZZ Bücher am Sonntag, 27.03.22
"Karl-Heinz Ott ist ein kritischer Beobachter des Zeitgeschehens, der schreibt und spricht, wie er denkt: atemlos, schnell, pointiert und fast jedes Wort ein Treffer.“ Anne Aschenbrenner, Buchkultur (A), 2 2022

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Erscheinungsdatum

14.03.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,5/14,8/3,8 cm

Gewicht

605 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27097-8

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    21.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jede Aufklärung hat ihre Antiaufklärung,...

    Jede Aufklärung hat ihre Antiaufklärung, das wusste schon Galilei. In Zeiten, in denen "woke" und progressive Pronomina-Wahl, wie auch wissenschaftliche Expertisen nicht nur angezweifelt sondern im Wortsinn verteufelt werden, ist ein essayistisches Buch wie dieses Balsam.

  • Bewertung

    4/5

    20.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Spur reaktionärer Denker

    “Das Problem ist nicht Don Quichotte, es ist die Welt um ihn herum” - so heißt es an einer Stelle dieses Buches. Womöglich kein Zufall, dass Don Quichotte als der erste Roman der Neuzeit gilt. Gleichzeitig beschreibt dieser Satz auch das Empfinden reaktionärer Vordenker. Fast episodenhaft führt Ott durch Denkmuster eines Carl Schmitt, Leo Strauss oder Martin Heidegger, die nicht nur gegen große Namen wie Luther, Descartes und Thomas Hobbes wetterten und sich nach absolutistischen Systemen zurücksehnten, sondern auch den Nährboden für heutige Demokratieverächter und politisch-religiöser Fundamentalisten bereitet haben... Ein interessantes Buch, das ein paar Vorkenntnisse über die großen Philosophen voraussetzt, um Otts Schlüssen und Ansichten besser folgen zu können. Wer diese (noch) nicht besitzt, wird aber dennoch mit vielen Zusammenhängen belohnt, die neu sind, Aha-Effekte hervorrufen und den Leser um einige Gedankengänge reicher macht.

  • LichtundSchatten

    1/5

    01.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch in Schlag-Zeilen-Form…

    Ein Buch in Schlag-Zeilen-Form In der Stuttgarter Zeitung wurde dieses Buch vom Ressortleiter Kultur so angekündigt: „Zum Schlauerwerden so was wie das hier: Karl-Heinz Ott entfaltet in seinem Sachbuch eine Geschichte des reaktionären Denkens - und wirklich, sie hängen uns ja gerade im Nacken, die Trumps und Orbans, die Putins, Weidels und Wagenknechts dieser Welt.“ Mehr muss man den geneigten, vor sich hin dösenden Lesern im heißesten Sommer der Neuzeit wohl nicht mehr sagen. Namen als Schlagworte und die Hoffnung, dass Leser darauf einsteigen, Angst haben und so erschrecken wie der Redakteur Schleider. Leider aber ist das nicht die ganze Wahrheit. Reaktionäre waren Leute, die Zustände vor der Aufklärung/franz. Revolution wieder herstellen wollten und heute wird dieser Kampfbegriff mit abwertender Zielrichtung benutzt. Anhänger des Fortschritts beschreiben sie als die „Gesamtheit der fortschritts-feindlichen Kräfte im Staat, seien dies Klassen, Schichten, Parteien, Personen oder Bewegungen. Man kommt hiermit zum Begriff des Fortschritts. Wer könnte etwas gegen Fortschritt haben? Ich kenne niemand. Wir streiten lediglich um Dinge wie Marktwirtschaft (von Reaktionären als Kapitalismus diffamiert), Wohlstand, Gerechtigkeit, Natur und weltweite Ideen für ein gedeihliches Zusammenleben. Dabei spielen unterschiedliche Kulturen und Moralverständnisse eine Rolle. Die neuen Fortschrittsgläubigen rot-grüner Natur glauben, dass es keine Unterschiede der Kulturen gibt und alle mit allen überall zusammenleben können und wollen. Im Kern geht es bei diesem Konflikt um diese Sichtweise, die die Natur des Menschen völlig verkennt, ebenso basale Grundlagen der Energieerzeugung. Wir erfassen in grünem-sozialistischen Denken ein rückwärts-gewandtes, idyllisches Naturverständnis, gerichtet letzten Endes gegen jeglichen Fortschritt. Orban und sein Ungarn war in osmanischer Zeit ein Grenzland und wurde permanent z.B. mit der sog. Knabenlese überzogen. Auch mit Österreich, dem gemeinsamen Herrscher, war man permanent über Kreuz. Herr Schleider könnte die Geschichte Ungarns bzw. der Sklavennahme nachlesen und verstehen lernen, warum Ungarn immer noch ein kulturelles Gedächtnis daran hat und seine Politik so gestaltet wie sie aktuell vollzogen wird. Es hat nichts mit reaktionär zu tun, sondern mit den Erfahrungen aus dem Mittelalter und jenen der Neuzeit, als ein sozialistisches System für weitere Verwerfungen sorgte. Orban ist kein Reaktionär, sondern ein vernünftiger Realist, der seine Kultur bewahren und nicht der Dekadenz des Westens öffnen möchte. Im Übrigen ähnlich wie Putin, dessen Vordenker Iwan Iljin ganz Wesentliches dazu gesagt hat. Aktuell wird in der Ukraine von den USA eine neue Mauer hochgezogen mit dem Ziel der Schwächung eines Russland, das nicht mit Deutschland zusammenarbeiten soll. Dies nachdem man vorher in Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien für erhebliche Verwirrung und Flucht nach Deutschland sorgte. Wer aktuell in Urlaub fährt, z.B. in die Schweiz, merkt, wie der Euro verfällt und der Dollar gestärkt wird. Nur Blinde können das nicht wahrnehmen. Amerika ist reaktionär auf Amerika first eingestellt, auch wenn der Präsident jetzt Biden heißt. Trump hat keine Kriege angezettelt und für das Normalste der Welt gesorgt, sein eigenes Land zu stärken. Einziges Land der Welt, das sich selbst dekonstruiert, seinen Erfolg rückgängig macht und die ganze Welt retten will, ist Deutschland. Diese Ideologie wird scheitern, und zwar schmerzlicher als jene, die 1945 zu Ende ging. Der Grund für das deutsche Verhalten ist relativ simpel: Franz Werfel schrieb in seinem 1946 veröffentlichten Roman „Stern des Ungeborenen" folgendes: „„Zwischen Weltkrieg II und Weltkrieg III drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte. Und sie nahmen das, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Und Humanität schien ihnen jetzt der besser

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