Der Exoplanet Deuteragäa - zweite Erde. Hier haben die Menschen eine Zivilisation aufgebaut, die von mächtigen Konzernen geleitet wird und auf dem Prinzip des Wettbewerbs basiert.
Nach einem Angriff der Mantis, wolfsgroßer Rieseninsekten, strandet die Journalistin Moira mit dem Konzernsoldaten Rho in der Wüste. Zunächst ist ihr Ziel nur, zu überleben, doch dann wirft das, was sie in der Wüste findet, viele Fragen auf.
Wozu trainiert ein Konzern Soldaten? Wieso haben die Mantis begonnen, die Menschen anzugreifen? Und ist die Gemeinschaft der kollektiv agierenden Insekten womöglich die überlegene?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
04.04.2026
eBook (ePUB 3)
Mehr als nur Science-Fiction: Ein Plädoyer für die Menschlichkeit
Die Geschichte spielt auf einem fernen, erdähnlichen Planeten mit einer roten Sonne und fehlendem Tag-Nacht-Wechsel. Eine neue Gesellschaft von Menschen hat sich etabliert - ohne Regierung, aber mit mächtigen Konzernen. Der Wohnraum in der gemäßigten Zone ist rar. In der Wüste leben die Mantis, große, insektenartige Wesen in unterirdischen Bauten und ameisenähnlichen Kolonien. Nach Jahrzehnten des gegenseitigen, friedlichen Desinteresses kommt es seit einiger Zeit zu mörderischen Konfrontationen.
Nach einem Angriff bilden Moira und Rho eine Schicksalsgemeinschaft auf der Flucht. Sie, ehemalige Ärztin und jetzt Journalistin, er ein Soldat mit einem Geheimnis. Sie entkommen in die Wüste, finden Zuflucht in einem überfallenen und fast entvölkerten Bau der Mantis und sind schon bald einer schrecklichen Ausbeutung auf der Spur.
Von Anfang an hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen. Neben dem überaus spannenden Handlungsverlauf werden etliche ethische Fragestellungen thematisiert: Was bedeutet Menschsein, was Freiheit, was Selbstbestimmung? Wer erdreistet sich, das Hoheitsrecht über die Moral zu beanspruchen? Welche Daseinsberechtigung haben außerirdische Lebensformen? Geht es um radikalen Darwinismus oder Kooperation?
So stürzen wir uns mit den beiden Protagonisten in ein außergewöhnliches Abenteuer, das schon bald Genre-Grenzen einreißt und einfach geniales Lesevergnügen bereitet.
Der Stil der Autorin ist durchweg gut zu lesen und sehr bildhaft.
Fazit: Für mich eine sehr schöne Entdeckung auf der Buchmesse in Stockstadt – eine absolute Leseempfehlung.
Rajets Fantastische Leseseite
aus Grünberg
5/5
28.09.2024
eBook (ePUB 3)
Eine neue Welt, alte Fehler und mittendrin eine Journalistin und Soldat!
Der Schreibstil ist flüssig, gut zu lesen und spannend – wenigsten empfand ich dies so..
Das Cover zeigt eine wüstenartige Landschaft in dem eigenartigen Gebilde wie Termitenhügel zu sehen sind, davor zwei Personen (Moira und Rho). In großer Schrift lesen wir den Namen des Romans – für mich passt es wunderbar zum Roman und seinem Inhalt.
Fazit:
Der Roman führt uns auf den Exoplanet Deuteragäa eine Art zweite Erde und hier haben sich die Menschen eine Zivilisation aufgebaut, die von mächtigen Konzernen geleitet wird und auf dem Prinzip des Wettbewerbs basiert.
Dort treffen wir auf die Journalistin Moira die dort nach einem Angriff der Mantis (wolfsgroße Rieseninsekten) mit dem Konzernsoldaten Rho in der Wüste gelandet ist. Das Hauptziel heißt erstmal zu überleben, doch dann stößt sie dort auf Dinge, die viele Fragen in ihr aufwerfen.
Moira, ist immer unterwegs, eine feste Beziehung und Kinder gehören nicht in ihre Lebensplanung. Auch hier war sie auf dem Weg, um eine wissenschaftliche Story im Krankenhaus zu filmen, das ihr Ex-Partner der Arzt ist eher Zufall. Nach dem Erlebnis mit dem Angriff und der Wüste fällt ihr einiges auf und sie will ihrem aufkeimenden Verdacht nachgehen.
Rho der Krieger, der so seine ganz eigene Geschichte hat und uns im Laufe der Handlung genauso in Erstaunen versetzen wir wie seine „Brüder“.
Ich fand die Idee hinter der Geschichte super, denn uns Leser/innen wird diese zu denken geben. Auch auf einem neuen Planeten scheinen wir Menschen nichts Besseres zu tun zu haben als in alte Lebensmuster zu fallen. Selbst das wir uns mehr einschränken müssen (in gewissen Zyklen, jeweils 8 Stunden, grün, gelb und rot) Betten und mehr zu teilen, hält uns nicht davon ab. Ausbeutung und Rücksichtlosigkeit an den Tag zu legen, Leben, das vor uns da war, rücksichtlos zu töten und für unsere Zwecke zu missbrauchen. Lerne wir Menschen denn nie!
Für mich waren die Mantis, ihre Lebensweise und wie sie agieren und kommunizieren untereinander erstaunlich und faszinierend, ich glaube ihre Angriffe lassen sich auch recht bald erklären erst recht nachdem Moira und Rho einen angeblich „zerstörten und verlassen“ Mantis Bau finden.
Für mich ein überaus gelungener und nachdenklich machender Science-Fiction Roman. In dem die Journalistin Moira und der Soldat Rho sich unheimlich entwickeln und mit ihrem Verhalten und dem was Entdecken nicht nur ihr Leben nachhaltig beeinflusst haben. Das sich daraus eine kleine Liebesgeschichte entwickelt die Grenzen überbrückt – warum nicht. Von mir 5 Sterne für diesen Roman.
Bewertung
4/5
20.03.2026
eBook (ePUB 3)
Ein Blick in die Zukunft, der sich wie Gegenwart anfühlt
E. S. Schmid erzählt in Rho eine Science-Fiction-Geschichte, die sich überraschend nah an der Realität anfühlt. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Strukturen, die von Konsum, wirtschaftlichen Interessen und territorialen Konflikten geprägt sind. Die Handlung ist dabei zugänglich aufgebaut und entwickelt sich in einem Tempo, das es leicht macht, der Geschichte zu folgen.
Was mich besonders abgeholt hat, ist die starke Übertragbarkeit auf unsere heutige Zeit. Obwohl das Setting futuristisch ist, wirken die zentralen Themen sehr vertraut. Fragen rund um Geld, Macht und Besitz ziehen sich durch die Geschichte und haben bei mir immer wieder Parallelen zur Realität ausgelöst. Genau das macht das Buch für mich so interessant und auch ein Stück weit nachdenklich stimmend.
Der Schreibstil trägt zusätzlich zum positiven Eindruck bei: Rho liest sich flüssig und ohne unnötige Hürden, sodass man schnell in einen angenehmen Lesefluss kommt. Auch aus anderen Lesermeinungen wird häufig hervorgehoben, dass gerade diese Mischung aus Zugänglichkeit und thematischer Tiefe gut funktioniert.
Insgesamt ist Rho für mich ein gelungenes Werk, das Science Fiction mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbindet. Besonders empfehlenswert ist es für Leserinnen und Leser, die nicht nur unterhalten werden möchten, sondern auch Bezüge zur eigenen Lebensrealität schätzen.
Bewertung
5/5
10.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein starker Roman mit posthumanem Touch
Der Science-Fiction-Roman spielt auf Deuteragäa, einem Planeten, der sich zwar um seine Sonne, aber nicht um sich selbst dreht. Deswegen ist Leben nur in der Dämmerungszone zwischen der vereisten Nacht- und der glühend heißen Tagseite möglich. Dort haben sich vor nicht allzu langer Zeit Menschen von der Erde angesiedelt. Sie leben sehr dicht aufeinander, da der Platz beschränkt ist. In der Wüste nah dieser von Menschen bewohnten Zone leben doggengroße „Insekten“, die Mantis, die von den Menschen kaum erforscht sind. Die Bezeichnung der Tiere als Insekten hat mich als Biologin zunächst gestört, denn wegen ihres Exoskeletts und der Tracheenatmung können Insekten nicht so groß werden. Doch ich habe mich damit getröstet, dass die Protagonistin Moira diesen Begriff nur deshalb wählt, da die Tiere äußerlich den Insekten der Erde ähneln. Und tatsächlich stellt sich im Lauf des Romans heraus: Mantis sind keine Insekten!
Zurück zur Handlung: Während die Mantis sich in der ersten Zeit der menschlichen Besiedlung friedlich verhielten, führen sie nun Angriffe durch, die zahlreiche Todesopfer fordern. Die Protagonistin Moira, eine Ärztin und Journalistin, entgeht bei einem dieser Überfälle nur knapp dem Tod. Ein Soldat rettet ihr das Leben und flieht mit ihr vor den Mantis in die Wüste. Dort entdeckt Moira, dass der Soldat kein gewöhnlicher Mann ist – mehr will ich von der Handlung nicht verraten.
Schmidts Schreibstil ist locker und flüssig. In den ersten zehn Seiten ist zwar viel Information verpackt, so dass ich diese tatsächlich zwei Mal gelesen habe, aber dann wurde der Roman zum Pageturner. Die Geschichte wird aus der Sicht von Moira, von Keith und von Rho erzählt, die Figurensprachen sind herrlich verschieden und jede auf ihre Art sympathisch. Mir gefiel besonders, dass selbst die „großen“ Gefühle wie Schmerz, Trauer, Angst und Liebe so wunderbar unpathetisch beschrieben sind, aber dennoch stark und präsent wirken. Der Antagonist Keith ist zwar kein sympathischer Kerl, doch die Autorin versteht es, ihn als facettenreichen Menschen zu schildern, der in mir eher Mitleid als Abneigung weckt.
Die Romanwelt ist weder distropisch noch utopisch. Offenbar leben die Menschen auf Deuteragäa relativ gleichberechtigt miteinander, Sexismus und Rassismus sind kein Thema im Roman, und auch die Klassenunterschiede scheinen gering zu sein. Dadurch konzentriert sich die Spannung nur auf die Geschichte selbst, auf die Story. Und diese ist meisterhaft gesponnen. Die Handlungsstränge verweben sich reibungslos, die Wendungen kommen genau zum richtigen Zeitpunkt und werden plausibel eingeführt. So bleibt die Spannung durch den ganzen Roman erhalten. Ich habe ihn fast in einem Rutsch gelesen und empfehle ihn nicht nur Science-Fiction-Fans, sondern allen Leser*innen, die spannende Romane mit aktiv handelnden Heldinnen mögen.
MeenzerBuuchMeedsche
5/5
25.04.2022
eBook (PDF)
tolle Science Fiction
Ich kenne die Autorin E.S. Schmidt von ihrer Fantasy Dilogie Welt der Schwerter und da mir diese richtig gut gefiel und ich auch ganz gerne Science Fiction lese, war ich super neugierig auf dieses Buch.
Ohne Probleme fand ich schnell in die Geschichte hinein und mich auf Anhieb zurecht. Das Erzähltempo ist sehr angenehm, so dass mir alles schlüssig erklärt wurde ohne langatmig zu sein. Durch eine bildhafte Beschreibung konnte ich mir alles gut vorstellen.
Durch einen flüssigen Schreibstil kam ich schnell voran und da der Spannungsbogen meines Erachtens konstant hoch ist, war ich schnell durch.
Die Geschichte wird aus Moiras und Rhos Perspektive in der personalen Form erzählt und da sie uns an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben lassen, besitzen sie ausreichend Tiefe und so fiel es mir nicht schwer, mich auf sie einzulassen.
Ich konnte mit beiden fiebern und wurde von der Handlung gepackt und mitgerissen.
Besonders Rho machte es mir einfach, ihn zu mögen. Die Entwicklung, die der Soldat und dadurch Moiras Beschützer, mitmacht, finde ich authentisch und äußerst gelungen.
Das Cover finde ich äußerst ansprechend, mein Interesse konnte es zumindest wecken. Ebenso sprach mit der Klappentext sehr an.
Mich konnte dieses Science Fiction Abenteuer überzeugen. Es geht auch mal ohne große Weltraumgeschichten, denn Raumschiffe sucht man hier vergebens. Für Action und Spannung ist gesorgt und somit hatte ich ein tolles Leseerlebnis und empfehle das Buch gerne weiter. Von mir gibt es fünf Sterne.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.