April ist nett, lustig, charmant und relativ normal. Und Single, obwohl sie das gar nicht sein will. Manchmal wünschte April, sie wäre ein Gretchen. Ein Gretchen ist die Art Frau, die Männer vergöttert – die perfekte Traumfrau von nebenan zum Pferdestehlen, ohne Probleme und Vergangenheitsballast. Als April anfängt, so zu tun, als wäre sie ein Gretchen, scheint alles plötzlich viel einfacher. Sogar das Daten macht Spaß und zum ersten Mal hat sie die Kontrolle über ihr Leben und die Männer, die sie trifft. Doch dann begegnet sie Joshua, der keine Ahnung hat, wer sie wirklich ist, als er sich in sie verliebt. Wie lange kann April die Fakeshow aufrechterhalten? Und will sie das überhaupt?
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Super Buch
Aui <3 aus Freiburg am 07.01.2023
Bewertungsnummer: 1855731
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das Buch is Super für alle die was neues und verkorkstes lesen wollen.Falls man auf eine un komplizierte romantische liebes Geschichte hofft ist das das falsche.
Ein wichtiges Buch für jedes Geschlecht
Lowin1000 aus Heide am 24.06.2022
Bewertungsnummer: 1735582
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Rezension
Ich habe,, Fake (Warum real, wenn Frau auch perfekt sein kann?) ",von Holly Bourne beendet!
Mein Herz ist berührt, von dieser Geschichte die irgendwo auf jede Frau zutrifft. Auch, wenn es eher hier primär die Beziehung zwischen Heterosexullen geht. ABER, Gewalt, Enttäuschungen erlebt jeder Mensch unabhängig der Sexualität, deshalb dieses Buch ist für jeden Menschen!
Zuallererst die Handlung ist sehr direkt und kann Trigger auslösen. Es gibt hier keine Triggerwarnung, was ich schade finde. Dieses Buch bräuchte unbedingt eine Triggerwarnung!
Während des Lesens hab ich sehr viel nachdenken müssen, warum unsere Welt so toxisch ist und warum es so schwierig ist miteinander Achtungsvoll, Respektvoll umzugehen und warum manche männliche Individuum meinen Frauen verletzen zu dürfen.
Ich hab viel geweint beim Lesen, da die Texte einfach aus der Seele sprechen. Kein Wunder viele Dinge sind Erfahrungen aus dem Leben der Autorin, die sie auf der Beratungsstelle gemacht hatte.
Das tut einfach weh zu lesen, wie die Frauen die Schuld an sich selbst suchen, obwohl sie nicht schuld waren. Es tat auch weh zu lesen, wie die Hoffnungen kaputt gingen bei April, sobald sie einfach nur sie selbst war.
Warum kann man nicht, ehrlich sein und sagen, wie man fühlt?! Warum reagiert man auf Ablehnung, wenn man nicht immer fröhlich ist und ein Traums erlebt hat?
Ich denke zu 1000% das sich jeder in April Situation irgendwo wiederfindet, sogar ich, obwohl ich verheiratet bin. Denn das Buch dreht sich nicht nur um das Single dasein, sondern um den Sinn der Liebe, was bedeutet es, den Schritt zu wagen. Zu wagen das man immer wieder verletzt werden könnte.
Und dennoch, zeigt dieses Buch das nicht alle gleich sind auch wenn wir es vielleicht denken, wenn wir die Schnauze voll haben von Männern die meinen über uns Frauen zu stehen! Der Weg vom gebrochen Herz bis zum Wagnis wird hier geschildert. Auch finde ich es gut das Buch nicht mit einem klassischen Happy ever after endet sondern das es immer wieder ein Kampf ist.
Die Figuren sind einfach stark, tiefgründig, gnadenlos ausgearbeitet! Wie ich April liebe diese verrückte, liebenswerte Nudel, auch Megs! Auch Joshua der für die Männer steht, die aus dem Teufelskreis raus wollen, die Aufrichtig sind. Jeder braucht ein Joshua. Beim Lesen hat mich Joshua sehr an meinen Mann erinnert. Der sich für mich interessiert und immer da ist auch, wenn ich sehr oft nicht einfach bin und dafür bin ich dankbar. I love you
Trotz der großen Emotionalen Ebene ist die Lektüre gleichzeitig auch amüsant. Ihr glaubt nicht, wie sehr ich mir gefühlt ins Höschen gemacht hab vor lauter Lachen. Ich liebe sarkastischen Humor!
Der Schreibstil ist locker, unterhaltsam, emotional! Alles wird aus der Sicht von April wiedergeben.
Dieses Buch hat kein besonders Cover, kein Buchschnitt oder Klappe. Es hat einer der schönsten Inhalte .
Ps: Dank diesem Buch muss ich mir Dawson Creek anschauen! April und Megs sind süchtig nach dieser Serie und ich muss wissen warum!
Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an den Verlag, danke Johanna !
Alles Gute eure Jassy!
Meinung aus der Buchhandlung
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Ja, was soll denn eine Frau tun, um beim Online-Dating aufzufallen, die perfekte Wahl zu sein? Was tun, wenn man dauernd sich selbst präsentiert, wie man ist, und Zurückweisung erfährt? April wählt den Weg, mit Gretel die perfekte Fake-Version einer Frau bzw. ihrer selbst zu erstellen und geht auf Männerfang, mit der festen Intention den Spieß nun umzudrehen. Soweit so cool, das ist allerdings nur ein Bruchteil der Handlung und das könnte ja auch spaßig sein und zu einer Komödie reichen – hier ist das aber ein wenig anders gelagert.
Holly Bourne schreibt über Frauen, die sexuelle Gewalt erlebt haben und ihr Leben weiter leben mit diesem Trauma. Die genauso nach Liebe suchen, Lust empfinden, aber eine Last aufgebürdet bekommen haben, um die sie garantiert nie gebeten haben. Es geht aber auch um Männer, die Grenzüberschreitungen herunterspielen, klassifizieren oder schlichtweg einfach nichts davon wissen wollen.
Ein Buch, das aufzeigt, dass Gewalt an Frauen nicht bloß hie und da passiert („Die Grenzüberschreitung ist die Gewalt […]. Und alles, was außerdem noch passiert, kommt nur obendrauf.“) und dass das Leben als Frau sich in vielen Dingen von einem Leben als Mann unterscheidet (Stichwort: nachts nach Hause gehen).
Dadurch, dass wir alles durch die Augen der Protagonistin erfahren, bekommen wir Einblick in ihren seelischen Zustand, hören wir ihre Meinungen und ihre Weltsicht. Das ist zu Anfang oft sehr anstrengend, weil sie eine sehr eingeschränkte Sicht auf Dating und Beziehungen zu Männern hat. Ihre richtiggehend männerfeindliche Einstellung fußt auf ihrer Erfahrung und ist daher auch verständlich. (Zu Beginn war ich zugegebenermaßen aber noch der Meinung ich lese hier ein Feel-Good-Komödien-Buch.) Je mehr April sich mit sich selbst auseinandersetzt und als sie einen Mann kennenlernt, der kein Abbild toxischer Männlichkeit ist, verändert sich langsam ihre Sichtweise und man bekommt einen differenzierteren Blick präsentiert.
Mit dem sprachlichen Stil und der erzähltechnischen Einbindung von Facts oder inneren Monologen, die sich zu Tiraden auswachsen, bin ich nicht immer ganz zufrieden gewesen – das ist aber Geschmackssache. Recht nett habe ich die Idee gefunden, Chats und E-Mailverläufe einzubinden sowie den (bissig-humorigen) Dating-Guide der Fake-Figur Gretel.
Was mir trotz allem zu einseitig war – und auch ein wenig unlogisch, bei einer Hauptfigur, die in einer Beratungsstelle arbeitet –, ist, dass hier nur heterosexuelle Beziehungen (da männlicher Partner) als anfällig für Ghosting, schiefgehende Dates, toxisches Verhalten oder Gewalt gesehen werden. Man nehme nur die Stelle: „Wenn Männer Frauen lieben könnten, wie Frauen einander lieben, dann wäre alles so unendlich einfacher. ‚Ich leide unter meiner Heterosexualität‘.“ Selbst Frauen, die Frauen lieben, können in toxischen Beziehungen sein, werden nach Dates geghostet oder erfahren auch Gewalt in Beziehungen. Solche Erfahrungen sind nicht notwendigerweise auf heterosexuelle Konstellationen beschränkt.
Insgesamt ist „Sexy, lustig, charmant, cool, FAKE“ jedenfalls ein lesenswertes Buch, das sich mit einem wichtigen Thema auseinandersetzt, dabei gut und flüssig lesbar ist und einen am Ende nicht total verstört zurücklässt.
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