Produktbild: Landleben

Landleben

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.03.2025

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,4 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Silbergrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Buitenleven

Übersetzt von

Stefanie Ochel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-690-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.03.2025

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,4 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Silbergrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Buitenleven

Übersetzt von

Stefanie Ochel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-690-4

Herstelleradresse

mareverlag GmbH
Pickhuben 2
20457 Hamburg
DE

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  • buecherboy

    4/5

    04.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufbruch, Selbstsuche und trügerische Verheißung

    Landleben von Nina Polak ist ein interessanter Roman über Aufbruch, Selbstsuche und die trügerische Verheißung des einfachen, ländlichen Lebens. Im Mittelpunkt stehen Rivka und Esse, die Amsterdam verlassen, um im Dorf Onderweer neu zu beginnen. Rivka, einst gefeierte Jungautorin, ringt mit einer Schreibblockade, während Esse zwischen Basketballtraining, künstlerischen Sehnsüchten und depressiven Episoden schwankt. Was als entschleunigter Neuanfang gedacht ist, entpuppt sich schnell als Geflecht aus Abhängigkeiten, unausgesprochenen Konflikten und wachsender Verunsicherung. Polak verhandelt Themen wie Homophobie, Frauenfeindlichkeit, mentale Gesundheit und die Dynamiken manipulativer Selbsthilfeversprechen – insbesondere in der schillernden Figur der Therapeutin Eva, die sich zunehmend ins Leben des Paares drängt. Der Roman zeichnet ein Dorf, das weder idyllisch noch entschleunigt ist, sondern von subtiler Kontrolle und sozialen Spannungen geprägt wird. Gerade durch die realistische, unaufgeregte Art, diese Themen darzustellen, entfaltet sich ihre Vielschichtigkeit besonders eindrücklich. Stilistisch bleibt Polak ruhig und beobachtend. Auch wenn die Fülle an Themen und die sperrigen Figuren Distanz schaffen können, entwickelt Landleben eine eigentümliche Sogwirkung – ein ernstes, aber durchaus nachwirkendes Buch über Liebe, Abhängigkeit und die Illusion vom besseren Ort.

  • Marielle_liest

    4/5

    04.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Idylle pur - oder nicht?

    Rivka und Esse ziehen aufs Land. Am Rand des Maisfelds liegt ihr neues Heim. Es gibt einen Garten mit einer schattenspendenden Platane und mit einem Gartenhaus. Während sich Rivka das Gartenhaus zum Schreiben einrichtet, fühlt sich Esse bei der Gartenarbeit so wohl, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Schon bald wird die Idylle getrübt. Anfeindungen, ein Wanderweg, die unüberwindbare Schreibblockade, eine Psychaterin, die sich in die Beziehung drängt. Der Roman hat sich wunderbar in meine zappelige Gedankenwelt eingefügt. Völlig unerwartet ergaben sich neue Schauplätze, skurrile Charaktere tauchten auf. Situationen erforderten schnelles Handeln, wurden anschließend überdacht, neu beleuchtet, hinterfragt. Damit konnte ich mich super identifizieren. Ein bisschen wuselig ist die Handlung also und super spontan. Und alles ist ausgekleidet mit Sarkasmus und ein bisschen Genugtuung - eben absolut menschlich. Auch ernste Themen werden auf diese Weise enttabuisiert, was mir sehr gut gefallen hat. Die mentale Gesundheit spielt bei vielen verschiedenen Figuren eine Rolle, in völlig unterschiedlichen Ausprägungen. Die Autorin zeigt, wie wichtig es ist, sich damit zu beschäftigen und einen ganz individuellen Weg zu finden. Vor dieser Herausforderung stehen auch die beiden Hauptcharaktere. Sowohl Rivka als auch Esse sind auf der Suche nach sich selbst, nach ihrem Glück und überaus sympathisch, ich habe beide sehr gemocht - gerade weil sie so gegensätzlich handeln, lieben, leiden. Ich empfehle „Landleben“ sehr gerne, vor allem weil die Handlung so unvorhersehbar war. Viele Romane handeln von der Flucht aus der Stadt in die Natur - dieser gibt dem Thema mal eine völlig neue Facette. Wir dürfen miterleben, dass nicht jeder Mensch dafür geschaffen ist und dass es okay ist, zu scheitern. Wer nach hübscher Landidylle sucht, ist mit diesem Roman vielleicht nicht ganz glücklich. Wer aber nach schonungsloser Ehrlichkeit und ganz viel Authentizität sucht, umso mehr. Ich fand‘s klasse!

  • Susanne Poehls

    4/5

    13.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein besonderer Roman

    Es gibt aktuell einige Romane, in denen es darum geht, dass jemand seinen Lebensmittelpunkt aus der Stadt aufs Land verlegt. Das sorgt für Veränderungen im Leben, die einigen Menschen gut tun, anderen weniger. Und auf dem Land ist es halt tatsächlich ein ganz anderes Leben. In diesem Buch kommt noch hinzu, dass es sich um eine gleichgeschlechtliche Beziehung handelt, wo beide Frauen auch noch Probleme mit düsteren Stimmungen, z.T. Depressionen, haben. Das sind der viele aktuelle Themen, die allerdings manchmal dafür sorgen, dass das Buch ziemlich ernst und manchmal etwas spröde wirkt. Trotzdem hat mir der ruhige Schreibstil der Autorin gut gefallen, sie hat für mich eine feine Beobachtungsgabe, mit der sie interessante Bilder bei der Leserin erzeugt. Auch zeigt es sich, dass manche Probleme auftauchen, egal in welcher Beziehung man lebt. Auf jeden Fall ein besonderer Roman, den man so schnell nicht vergisst.

  • MarieOn

    3/5

    04.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für meinen geschmack zu viele Klischees

    Rivka ist fünfunddreißig und eine alleinstehende Frau. Sie weiß, dass sie bedauernswert ist. Ihr Vater Dr. Jacob Shaab muss in der Eckkneipe zur Toilette gehen, weil seine Tochter ihn per Gegensprechanlage an der Haustüre abweist. Es passe gerade nicht so gut. Ihr schlechtes Gewissen und die Traurigkeit lassen sie ihre Zähne in die Fingergelenke schlagen. Sie geht dazu über die Wohnung zu putzen, entschuldigt sich telefonisch bei Eltern und Freunden und ruft den Anwalt an, dessen Nummer sie sich notiert hatte und zeigt Gesprächsbereitschaft. Die Hausbesichtigung mit Esse war zu schön, um wahr zu sein. Nachdem der Makler sie durch die Räume geführt und Snibbe sich unter der alten Platane gewälzt hatte, saßen sie im Auto und ließen, jede für sich, die Eindrücke auf sich wirken. Es war perfekt, aber beide hatten genug Lebenserfahrung gesammelt, um zu wissen, dass es immer einen Haken gab und es einfach nur auf dessen Größe ankam. Nach einem kurzen Blick hielt Esse an und machte dem Makler telefonisch ein Angebot. Der Abschied aus Amsterdam verlief schnell und unsentimental. Die Stadt weckte Bedürfnisse, die laufend Befriedigung suchten. In den Cafés und Kneipen grassierte die alles entscheidende Frage, ob dies eine Welt sei, in die man noch Kinder setzen sollte. Die Leute stressten sich. Rivka brauchte dringend Inspiration für ihre Bücher, die ihr die Stadt nicht lieferte und Esse suchte einen Ort, der sie zur Ruhe kommen ließ. Und vielleicht wäre Onderweer so ein Ort geworden, wenn ihnen die Autorin Eva Alta nicht begegnet wäre. Fazit: Nina Polak hat eine Geschichte geschrieben, die zwei Frauen zeigt, die sich aus guten Gründen für das Leben auf dem Land begeistern. Esse findet ihr Glück in der Gartenarbeit und im Fotografieren, während Rivka nach Worten sucht. Die Autorin verhandelt die Themen Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Depression, Liebe, Selbstfindung, Eifersucht und Manipulation und ich fand das ganz schön viel für ein Buch. Es dauerte etwa die Hälfte der Geschichte, bis ich mich angenehm unterhalten fühlte. Neben den vielen Klischees und den Charakteren, von denen mir keine einzige sympathisch war, störte mich das infantile Agieren aller Beteiligten. Die Sprache fand ich nicht außergewöhnlich und die Themen auch nicht. Auch wenn es mir nicht gefallen hat, wird das Buch sicher seine Leserinnen finden.

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