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Deutschland Geschichte einer Nation

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

04.10.2021

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

667 (Printausgabe)

Dateigröße

44770 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Andreas Wirthensohn

Sprache

Deutsch

EAN

9783406774171

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Erscheinungsdatum

04.10.2021

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

667 (Printausgabe)

Dateigröße

44770 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Andreas Wirthensohn

Sprache

Deutsch

EAN

9783406774171

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  • ws

    aus Markdorf

    5/5

    08.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie wurde 'Deutschland' zu…

    Wie wurde 'Deutschland' zu dem, was es heute ist? Beginnend mit den rein geographischen und politischen Grenzen, die einerseits von der Natur gegeben sind (Rhein, Alpen etc.), andererseits willkürlich gezogene Linien auf der Landkarte sind (ehemalige DDR, Polen, Österreich, Grenze zu Dänemark, Benelux-Staaten etc.) schildert Helmut Walser Smith die verschiedenen Entwicklungsschritte, das 'Werden' Deutschlands. Er berücksichtigt dabei die rein kulturellen Auswirkungen (Literatur, Denkmäler als Beispiele) ebenso wie die zahlreichen Kriege, die in der Mitte Europas geführt wurden. Wobei deren mittelbaren Auswirkungen wie Hungersnöte, Veränderungen der Arbeitswelt durch das Nichtmehr-Vorhandensein von maskulinen Arbeitskräften (die (Ehe-) Männer waren in den Kriegen getötet worden). Die psychische Prägungen der Jugend durch das von der geschichtlichen Vergangenheit beeinflussten Schulsystem und dessen Lerninhalten. Die Reproduktion zahlreicher historischer Karten, teilweise mit zusätzlichen Informationen versehen, Diagramme, Schwarz-Weiß-Fotos untermauern die Feststellungen des Autoren. Wer seine auf Fakten beruhenden Feststellungen anzweifelt, der kann im 89 Seiten umfassenden Quellen-Verzeichnis nachlesen, wo diese Fakten zu finden sind. In diesem Anhang ist auch je ein ausführliches Personen- und Ortsregister zu finden. Der Autor schreibt in einem hervorragenden, gut lesbaren und nicht mit Fremdworten durchsetzten Stil. Dabei nimmt er erfreulicherweise keine Rücksicht auf Fakten, die so gerne unter den Teppich gekehrt werden. Ein Beispiel von vielen möglichen. Es geht um die Zeit des Überganges von der Nazi-Diktatur zur jungen Bundesrepublik, die 68er-Bewegung. Hierzu die Namen Rudi Dutschke, Fritz Teufel, Rainer Langhans, Beate Klarsfeld als Anhaltspunkte. Zitat Seite 511: "Vielmehr waren es die konservativen Politiker mit einer [aus der Nazi-Diktatur; Anm. WS] befleckten Vergangenheit, die den öffentlichen Zorn auf sich zogen - Leute wie Hans Globke, Chef des Bundeskanzleramtes unter Adenauer, der Kommentare zu den Nürnberger Gesetzen verfasst hatte, und Theodor Oberländer, Minister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, der früher auf die Vertreibung der Juden aus Polen und die Enteignung ihres Eigentums gedrängt hatte und dessen Einheit am Massaker von Lwów im Sommer 1941 beteiligt waren. Auch der zweite Bundespräsident, Heinrich Lübke, hatte eine nationalsozialistische Vergangenheit, ebenso wie der dritte Bundeskanzler, Kurt Georg Kiesinger, dem die junge Bate Klarsfeld eine Ohrfeige verpasste, denn er stehe für «das abstoßende Gesicht der zehn Millionen Nazis»." H.W. Smith geht auch ausführlich auf die völlig unterschiedliche Be- und Verarbeitung des 'Nazi-Erbes' in der BRD und der DDR ein. In Kenntnis dieser Unterschiede lässt sich auch erkennen, weswegen die vom Verfassungsschutz wegen rechtsradikaler Strömungen zumindest unter Beobachtung stehende AfD besonders in einigen der 'neuen' Bundesländer derart viel Zuspruch hat. Fazit: Lesen!

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    5/5

    01.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein perfektes Buch!

    Klappentext: „Um 1500 werden in den Karten der frühen Kartographen und Berichten von Abenteurern und Reisenden erstmals die Spuren einer Nation erkennbar, die Jahrhunderte später Goethe und Schiller hervorbringen wird, aber auch den größten Massenmord der Weltgeschichte zu verantworten hat. Ist dieses "Deutschland" eine Nation mit einer festen Identität und einem angestammten "Volk", oder ist es weit eher ein historischer Raum, in dem sich konkurrierende Vorstellungen davon, was Deutschland ist oder werden soll, permanent ablösen? Helmut Walser Smith geht in seinem elegant geschriebenen Werk der "longue durée" der deutschen Geschichte nach und hält die Idee der Nation und die Ideologie des Nationalismus so hellsichtig auseinander, wie es wohl nur einem Beobachter von außen möglich ist. Imaginationen von Deutschland und deutsche Wirklichkeiten stoßen in seinem geradezu anti-essentialistischen Buch hart aufeinander und entladen sich im 20. Jahrhundert in nationalistischen Exzessen, die Walser Smith ebenso eindringlich wie schonungslos schildert. Bis hin zur Bundestagsrede von Navid Kermani und den aktuellen Versuchen der AfD, sich der deutschen Geschichte zu bemächtigen, reicht diese kluge Meditation über Deutschland und das Erbe seiner Vergangenheit.“ Die Geschichte uns Landes ist nicht nur höchst interessant, man muss verschiedene Zusammenhänge auch einfach mal gehört haben, um zu verstehen, warum-wieso-weshalb alles und vieles so gekommen ist wie es gekommen ist und warum wir Deutsche so sind wie wir sind. Helmut Walser Smith macht uns genau diesen Standpunkt in seinem aktuellen Werk deutlich. Unsere Nation ist geprägt von schlauen Köpfen und Erfindern, politischen Wegbereitern, Grauen und Schrecken und auch dem Guten, sie ist angereichert mit einer hohen Zahl an Schriftstellern und Dichtern, an Musikern…Was das mit Deutschland zu tun hat? Eine ganz Menge und man mag es fast nicht glauben wie viele Faktoren jeder dieser einzelnen Bausteine dieses Land geformt hat. Walser Smith weiß genau wovon er uns hier erzählt. Er ist gebürtiger Amerikaner und lehrte einst u.a. Geschichte. Ein Amerikaner will uns unsere Landesgeschichte erläutern? Und wie er das tut! Er hat einen feinen und selbstbewussten Ton dabei und erklärt fachmännisch und verständlich. So einen Geschichtslehrer hätte ich mir früher auch gewünscht! Er geht dabei zwar typisch mit roten Faden bzw. Fäden der jeweiligen Situation vor (Kriegsentwicklung, Herrscherentwicklung, politische Entwicklungen…), verbindet aber viele Fakten mit dem gewissen Etwas und dadurch wird es wahrlich spannend! Er erklärt einfach perfekt! Mit so manchem Kartenmaterial untermalt er seine Texte und Erläuterungen - besser könnte es nicht sein! Fazit: Ein Muss in jeder Bibliothek welches gelesen werden sollte und welches nie altmodisch oder gar langweilig wird. Das spannende daran, wir leben genau mittendrin und erleben am eigenen Leib die weitere Entwicklung unseres Landes. Jeder wird nach dieser Lektüre „schlauer“ sein in vielen Bereichen und einiges besser verstehen können….Wer weiß was da alles noch auf uns zu kommt? 5 von 5 Sterne!

  • Kristall86

    aus an der Nordsee

    5/5

    01.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klappentext: „Um 1500 werden…

    Klappentext: „Um 1500 werden in den Karten der frühen Kartographen und Berichten von Abenteurern und Reisenden erstmals die Spuren einer Nation erkennbar, die Jahrhunderte später Goethe und Schiller hervorbringen wird, aber auch den größten Massenmord der Weltgeschichte zu verantworten hat. Ist dieses "Deutschland" eine Nation mit einer festen Identität und einem angestammten "Volk", oder ist es weit eher ein historischer Raum, in dem sich konkurrierende Vorstellungen davon, was Deutschland ist oder werden soll, permanent ablösen? Helmut Walser Smith geht in seinem elegant geschriebenen Werk der "longue durée" der deutschen Geschichte nach und hält die Idee der Nation und die Ideologie des Nationalismus so hellsichtig auseinander, wie es wohl nur einem Beobachter von außen möglich ist. Imaginationen von Deutschland und deutsche Wirklichkeiten stoßen in seinem geradezu anti-essentialistischen Buch hart aufeinander und entladen sich im 20. Jahrhundert in nationalistischen Exzessen, die Walser Smith ebenso eindringlich wie schonungslos schildert. Bis hin zur Bundestagsrede von Navid Kermani und den aktuellen Versuchen der AfD, sich der deutschen Geschichte zu bemächtigen, reicht diese kluge Meditation über Deutschland und das Erbe seiner Vergangenheit.“ Die Geschichte uns Landes ist nicht nur höchst interessant, man muss verschiedene Zusammenhänge auch einfach mal gehört haben, um zu verstehen, warum-wieso-weshalb alles und vieles so gekommen ist wie es gekommen ist und warum wir Deutsche so sind wie wir sind. Helmut Walser Smith macht uns genau diesen Standpunkt in seinem aktuellen Werk deutlich. Unsere Nation ist geprägt von schlauen Köpfen und Erfindern, politischen Wegbereitern, Grauen und Schrecken und auch dem Guten, sie ist angereichert mit einer hohen Zahl an Schriftstellern und Dichtern, an Musikern…Was das mit Deutschland zu tun hat? Eine ganz Menge und man mag es fast nicht glauben wie viele Faktoren jeder dieser einzelnen Bausteine dieses Land geformt hat. Walser Smith weiß genau wovon er uns hier erzählt. Er ist gebürtiger Amerikaner und lehrte einst u.a. Geschichte. Ein Amerikaner will uns unsere Landesgeschichte erläutern? Und wie er das tut! Er hat einen feinen und selbstbewussten Ton dabei und erklärt fachmännisch und verständlich. So einen Geschichtslehrer hätte ich mir früher auch gewünscht! Er geht dabei zwar typisch mit roten Faden bzw. Fäden der jeweiligen Situation vor (Kriegsentwicklung, Herrscherentwicklung, politische Entwicklungen…), verbindet aber viele Fakten mit dem gewissen Etwas und dadurch wird es wahrlich spannend! Er erklärt einfach perfekt! Mit so manchem Kartenmaterial untermalt er seine Texte und Erläuterungen - besser könnte es nicht sein! Fazit: Ein Muss in jeder Bibliothek welches gelesen werden sollte und welches nie altmodisch oder gar langweilig wird. Das spannende daran, wir leben genau mittendrin und erleben am eigenen Leib die weitere Entwicklung unseres Landes. Jeder wird nach dieser Lektüre „schlauer“ sein in vielen Bereichen und einiges besser verstehen können….Wer weiß was da alles noch auf uns zu kommt? 5 von 5 Sterne!

  • Hyperion272

    aus München

    5/5

    31.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    DEUTSCHLAND - Geschichte…

    DEUTSCHLAND - Geschichte einer Nation Helmut Walser Smith Auf meiner Suche nach einem Geschichtsbuch über Deutschland bin ich eher zufällig im Internet auf dieses Buch gestoßen. Ich erwartete eine detaillierte Beschreibung der vielen geschichtlichen Ereignisse im Laufe der Deutschen Geschichte, jedoch setzt das Buch ein gewisses Vorwissen voraus. Während ich schon Bücher über den Ersten und Zweiten Weltkrieg gelesen habe, war ich über die Zeit vor 1914 eher jungfräulich, bis auf die Napoleonische Zeit vielleicht. So musste ich auch öfters bei WIKI um Hilfe ersuchen, der 30-jährige Krieg, die Revolution 1848, das deutsche Kaiserreich? Trotzdem taten die Lücken dem Lesevergnügen keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Das was an politischen und allgemein bekannten (nur halt nicht mir) Ereignissen fehlt, ist wiederum gefüllt mit kulturell und gesellschaftlich relevanten Bezügen, die mich dazu brachten meinen Horizont tatsächlich zu erweitern. Die Einbindung vieler Deutscher Künstler (z.B. Goethe oder Heinrich Heine) in den Verlauf der Geschichte, den sie selbst miterlebt und mitgestaltet haben, war am Ende lesenswerter. Zudem versteht es Walser Smith sehr mitreißend zu schreiben, so dass ich auch öfters emotional berührt wurde. Alles in allem ein fantastisches Buch, schade das es schon zu Ende ist…

  • S.A.W

    5/5

    22.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Meisterwerk

    Ein Meisterwerk Dieser Amerikaner aus Tennessee hat einen erfrischenden Zugang zur deutschen Geschichte. Was man selten findet und mir besonders gut gefällt: Der Mann kann schreiben und macht Historie spannend, da er in roten Faden denkt und das Ganze der letzten 500 Jahre in Deutschland überblickt. Er verbindet die übliche Militär- und Kriegshistorie mit der deutschen Geistesgeschichte und vertritt die These, dass sich die Machtspiele der Könige nach dem geistigen Blick der jeweiligen Epochen richteten. Und der war eben in jedem Jahrhundert anders, weil die Europäer immer Neues entdeckten und sich ihr Weltbild dramatisch veränderte. Damit dekonstruiert Walser-Smith den Nationalismus des 19. und 20. Jhdt. als späte Radikalisierung eines erst allmählich entstehenden Nationalgefühls. Vor 500 Jahren gab es noch keine deutsche Nation. Die Menschen dachten in Begriffen der Christenheit, die einfachen Landkarten des Mittelalters verzeichneten vor allem Kirchen und Stationen der Heiligen. Das Spätmittelalter war die hohe Zeit der freien Städte mit ihrer ausgefeilten Handwerkskunst. Nürnberg, Augsburg, Köln und Wien waren die reichsten Städte, brachten Albrecht Dürer, Henlein (Taschenuhr) und die reichen Fugger hervor. Alles änderte sich 1467 mit dem Buchdruck. Nun wurden die ersten geographischen Karten vervielfältigt, die Reichen kauften sich reich bebilderte Bücher als teure Wertgegenstände. Di Humanisten entwickelten ein neues Menschenbild, Luther protestierte gegen die Macht der Kirche. Trotzdem blieb Deutschland lange friedlich, nach dem Gesetz des „cuius regio, eius religio“. 1618 versuchten die Prager Stände einen protestantischen König durchzusetzen, der wohl auch Kaiser geworden wäre, hätten die Habsburger mit ihrem Feldherrn Tilly nicht brutal zurückgeschlagen und versucht, Norddeutschland gewaltsam zu rekatholisieren. Der Schwedenkönig zog eine Spur der Gewalt bis nach Baden-Württemberg, wurde aber zurückgeschlagen und fiel bei Lützen. Der französische Kardinal Richelieu unterstützte die Protestanten, um die Vorherrschaft der Habsburger zu brechen, was ihm auch gelang. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erstarkten die Fürsten, Brandenburg militarisierte sich und forderte ab 1740 Österreich heraus, das sich in der Folge ebenfalls militarisierte. Unter Josef II. hätten sich die beiden Mächte Deutschland fast aufgeteilt, doch der Plan, Bayern gegen Belgien zu tauschen, scheiterte. Bis zur französischen Revolution dachten die Deutschen eher regional, sie fühlten sich als Bayern, Hessen, Sachsen oder Österreicher. Erst die Niederlage gegen Napoleon und die lange Besetzung durch die Franzosen führten zu einem gesamtdeutschen Nationalismus, der schließlich 1871 in der Gründung des deutschen Kaiserreiches gipfelte. Dieser größere Blick wurde durch die fortschreitende Kartographie begünstigt, nun sah man Deutschland als Teil des ganzen Globus, entsprechend forderte Wilhelm II. einen kolonialen Platz an der Sonne. Als dieser Anspruch zweimal scheiterte, schwor die Bundesrepublik dem Nationalismus ab und definierte sich vor allem über das Wirtschaftswachstum. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Heiles Deutschland? Geschichte, Lösungen, Zukunft“

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