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Die dritte Quelle Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.02.2022

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/3,5 cm

Gewicht

548 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00114-3

Beschreibung

Rezension

»Das packende Psychogramm eines Menschen, der sich in seinem Alleinsein eingerichtet hat und, wenn er diese Schutzzone verlässt, erlebt, was das auslöst. Im Guten wie im Bösen.« ("General-Anzeiger Bonn")
»[Werner Köhler] verfügt über eine bestechende Sprache, mit der er detailgenau das unbarmherzige Leben auf dem abgelegenen Eiland schildert. Der zauberhafte Abenteuerroman unserer Zeit nimmt etliche unvermutete Wendungen und beglückt sogar mit einem zarten Happy End. Was will man mehr!« ("Gießener Allgemeine")
»Ein raffinierter Roman über den Mythos der eigenen Erinnerung und zugleich eine moderne Abenteuergeschichte, inszeniert vor magischer Kulisse.« ("Buch-Magazin")
»Liest sich wahnsinnig spannend, als Abenteuergeschichte, als Geschichtsreport mit einer kleinen Liebesgeschichte.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Therapeutische Literatur, die aber exemplarisch gelesenwerden kann.« ("WDR 3 Gutenbergs Welt")
»Köhler hat seinen Helden wunderbar vielschichtig gestaltet. Aktiv und ängstlich, naiv und gut informiert, linkisch und humorvoll, unsicher und mutig. [...] Die dritte Quelle ist kein Krimi. Sondern das beängstigend packende ›Psychogramm eines Menschen, der sich in seinem Alleinsein eingerichtet hat‹. Und der, wenn er diese Schutzzone verlässt, erlebt, was das auslöst. Im Guten wie im Bösen.« ("Kölnische Rundschau")
»[E]in moderner Abenteuerroman, der in den Bann zieht.« ("Kölner Stadtanzeiger")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.02.2022

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/3,5 cm

Gewicht

548 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00114-3

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • sleepwalker

    5/5

    02.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hand aufs Herz: wer kennt die…

    Hand aufs Herz: wer kennt die Galapagos-Affäre? Ich schätze, die wenigsten. Denn so ging es mir auch, bevor ich Werner Köhlers Roman „Die dritte Quelle“ gelesen habe. Denn der Autor lässt seinen Protagonisten Harald Steen eine reale Geschichte aus den 1930er Jahren nachspüren. Der etwas schrullige Hamburger sucht auf Floreana, einer der Inseln der Inselgruppe, nämlich nichts Geringeres als seine Wurzeln. Und damit nimmt er die Leserschaft mit auf ein wildes Abenteuer, das mich beim Lesen mit seiner Spannung überrascht hat. Aber von vorn. Am 31. August 1999 beginnt der Hamburger Harald Steen auf der Suche nach seinen Wurzeln eine Reise in seine Vergangenheit. Der 64jährige Frührentner ist bei Pflegeeltern aufgewachsen, ist sich aber sicher, dass seine leiblichen Eltern einen Teil ihres Lebens auf Floreana verbracht haben. Diese Insel hatte in den 1930er Jahren überwiegend deutschen Aussteiger angelockt, die sich dort niedergelassen haben. Steen setzt alles daran, eine ähnliche Reise wie seine vermeintlichen Eltern zu machen. Er reist mit Frachtschiffen, wie die Auswanderer, die in den 1930er Jahren auf die Galapagos-Insel gekommen waren, um sich dort anzusiedeln. Er trifft auf Floreana auf Einheimische, Nachfahren der damaligen Siedler und mit der inzwischen 96-jährige Margret Wittmer die letzte Überlebende der „Galapagos Affäre“. Was genau 1934/35 passiert ist, ist bis heute ungeklärt, Fakt ist nur, dass sechs Menschen starben oder verschwanden. Steen erkundet die Insel, die Geschichte und die Menschen, lebt in der Einöde und findet nach und nach sich selbst. Mit Mitte 40 hatte ich ja gedacht, ich sei aus Abenteuerromanen rausgewachsen. Weit gefehlt, allerdings hätte ich nie gedacht, dass mich ein ebensolcher so dermaßen fesseln könnte. Aber die Charaktere des Buchs haben mich ebenso in ihren Bann gezogen, wie die Insellandschaft, in der es spielt. Den Aufbau des Romans fand ich interessant. Harald Steen, Freund der klassischen Musik, besucht ein Konzert eines Jugendorchesters. Mahlers Fünfte begeistert ihn und der Roman erinnert mich in seinem Konzept an eine Sinfonie. Er besteht ebenfalls aus vier Teilen, die unterschiedlich schnell erzählt werden. Auch das Buch beginnt mit einem eher schnellen Teil mit sehr vielen neuen Eindrücken für den anfangs eher naiven Eigenbrötler, dann folgen seine Ankunft und Akklimatisierung auf der Insel und mit seinem Treffen auf Mayra und der Suche nach der dritten Quelle steuert die Geschichte auf ein rasantes Ende zu. Sind es anfangs noch wunderschöne Naturbetrachtungen, wird der Roman gegen Ende immer schneller und undurchsichtiger und die Handlungen des Protagonisten irrationaler. Bei diesem Buch passte für mich eigentlich alles. Die Sprache ist eine wilde und doch stimmige Mischung aus Distanziertheit und Offenheit, dazu gleichermaßen hölzern und bildhaft. Anfangs tat ich mich allerdings damit schwer, dass der Autor gänzlich auf Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede verzichtet. Die Charaktere sind gut und detailreich ausgearbeitet. Vor allem der Protagonist ist sehr ambivalent und vereint alle möglichen Merkmale allein in sich: der ehemalige Bankangestellte ist anfangs sehr konservativ, ängstlich, unbeholfen, naiv, eigenbrötlerisch und braucht einige Zeit, um offener zu werden. Die größte Offenheit zeigt er robinson-artig seinem „Freitag“, seinem Hund „Herr Hund“. Damit gibt es im Buch auch wenig inneren Monolog, da Steen überwiegend sein Seelenleben mit Herrn Hund „bespricht“. Das Buch vereint Spannung, Landschaftsbeschreibung, psychologische Komponenten und Abenteuer. Der Schluss bleibt weitgehend offen und die Leserschaft kann die eigenen Schlussfolgerungen ziehen – oder auch nicht. Denn was tatsächlich in den 1930ern auf Galapagos passiert ist, ist bis heute ungeklärt. Für Harald Steen scheint es allerdings am Ende auch nicht mehr so wichtig, denn er findet etwas viel Wichtigeres als seine Wurzeln, er findet sich selbst. Von mir für dieses überraschende Buch fünf Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    06.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Ende der Welt

    Ich habe ein bisschen gegoogelt und dabei festgestellt, dass der Autor einer der besten Freunde vom großartigen Roger Willemsen war. Vielleicht lässt er deshalb seinen Helden (ist eigentlich kein Held) im Roman einen Roman über das Ende der Welt, das Ende aller Dinge schreiben. Und so wie Die Enden der Welt von Roger Willemsen mein liebstes Reisebuch ist, so hat Die dritte Quelle das Potential, mein allerliebster Roman zu werden. Einfach nur großartig! Danke für diese intensiven Stunden.

  • Bewertung

    5/5

    04.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein moderner Abenteuerroman – einfach großartig!

    Ich gebe zu, ich bin ein Fan von Werner Köhlers Büchern. Mein absolutes Lieblingsbuch bislang war Drei Tage im Paradies (unbedingte Leseempfehlung!) Nun war ich sehr gespannt, was es dieses Mal sein würde. Wieder eine Insel als Schauplatz, abermals in Südamerika spielend und dann noch die Zahl drei. Ich wurde nicht enttäuscht. Mehr noch, ich habe gestern Abend zu Ende gelesen und bin seitdem wie paralysiert. Großartig und unglaublich vielschichtig. Ein superspannender, intelligent konstruierter Roman, der vergangene, wahre Ereignisse höchst geschickt mit einer fiktiven Handlung in der Gegenwart (spielt um die Jahrtausendwende) verknüpft. Beim Nachdenken über die vielen Facetten musste ich an den großen Joseph Conrad denken. Auch bei Köhler reist der Held mitten hinein ins Herz der Finsternis. Harald Steen, die Hauptfigur, folgt den Spuren seiner eigenen Vergangenheit, verliert sich dabei aber immer mehr in der Gegenwart, in der Wildnis der Insel. Realität und Wahn verschwimmen zusehends. Und dann dieses Ende – happy end oder absoluter Wahnsinn? Sehr krass! Lesen!!

  • Romantiker

    aus Aachen

    5/5

    04.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein moderner Abenteuerroman –…

    Ein moderner Abenteuerroman – einfach großartig! Ich gebe zu, ich bin ein Fan von Werner Köhlers Büchern. Mein absolutes Lieblingsbuch bislang war Drei Tage im Paradies (unbedingte Leseempfehlung!) Nun war ich sehr gespannt, was es dieses Mal sein würde. Wieder eine Insel als Schauplatz, abermals in Südamerika spielend und dann noch die Zahl drei. Ich wurde nicht enttäuscht. Mehr noch, ich habe gestern Abend zu Ende gelesen und bin seitdem wie paralysiert. Großartig und unglaublich vielschichtig. Ein superspannender, intelligent konstruierter Roman, der vergangene, wahre Ereignisse höchst geschickt mit einer fiktiven Handlung in der Gegenwart (spielt um die Jahrtausendwende) verknüpft. Beim Nachdenken über die vielen Facetten musste ich an den großen Joseph Conrad denken. Auch bei Köhler reist der Held mitten hinein ins Herz der Finsternis. Harald Steen, die Hauptfigur, folgt den Spuren seiner eigenen Vergangenheit, verliert sich dabei aber immer mehr in der Gegenwart, in der Wildnis der Insel. Realität und Wahn verschwimmen zusehends. Und dann dieses Ende – happy end oder absoluter Wahnsinn? Sehr krass! Lesen!!

  • Tany Bee

    4/5

    01.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abenteuerroman

    Harald Steen aus Hamburg ist gerade in den Ruhestand gegangen und erfüllt sich jetzt seinen großen Traum: Nach Ecuador reisen. Genauer gesagt: nach Floreana, einer rauen Insel des Galapagos Archipels. Die Insel war lange unbewohnt, bis in den 1930er Jahren einige deutsche Auswanderer versucht haben, sich dort anzusiedeln. Auf deren Spuren möchte er die Insel erkunden. Und er trifft sogar Margret Wittmer, eine der ursprünglichen Siedler, inzwischen 96 Jahre alt. Dieser Roman hat einen wahren Kern: die Galapagos Affäre. Ich hatte vorher noch nie davon gehört, dabei ist es wirklich eine spektakuläre Geschichte! Ich will gar nicht zu viel verraten, aber es sind insegesamt 3 Familien (im weitesten Sinne), die nach Floreana auswandern, und am Ende sind nicht mehr alle am Leben. Als ich zu diesem Buch griff, war ich auf der Suche nach einer Abenteuergeschichte. Und die habe ich auch bekommen! Die abenteuerliche Anreise, die kleine Insel mit den wirklich rauen Lebensbedingungen, das Dschungelfeeling, als Harald versucht, in der Wildnis zu überleben. Das Leben auf Floreana ist so unglaublich weit von unserem Alltag entfernt. Auch die Vorstellung, dass vor fast 100 Jahre Leute auf die Idee gekommen sind hier zu Leben und sich selbst zu versorgen! Unglaublich. Nach und nach erfährt man auch mehr über die Galapagos Affäre. Ich glaube, es ist ganz gut, wenn man die Geschichte vorher noch nicht kennt, dann ist die Lektüre spannender. Also erst hinterher googeln. Einen Kritikpunkt habe ich aber: Leider ist die ursprüngliche, wahre Geschichte, so viel spannender und spektakulärer als die fiktive Handlung rund um Harald Steen, dass sie den Roman etwas überschattet. Als ich danach den Wikipedia Artikel darüber gelesen habe, wollte ich viel lieber noch mehr darüber erfahren! Auf jeden Fall ist es aber ein guter Roman, der mich auf diese interessante Geschichte aufmerksam gemacht hat. Ich kann es jedem empfehlen, der gerade ein bisschen Abenteuer von der Couch aus erleben will.

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