Acht Passagiere werden in ihren selbstfahrenden Autos eingeschlossen. Ihre Route wird neu berechnet. Ihr Ziel: der Tod
"Guten Morgen, Claire. Dir dürfte aufgefallen sein, dass du deinen Wagen nicht mehr unter Kontrolle hast. In zwei Stunden wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit tot sein." Als die hochschwangere Claire diese Worte aus dem Lautsprecher ihres selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es für einen schlechten Scherz. Doch sie ist nicht die Einzige, die in ihrem Wagen gefangen ist: Die Systeme sieben weiterer Autos wurden gehackt, und nun befinden sie sich auf einem fatalen Kollisionskurs. Der Hacker streamt alles live im Internet, und die Zuschauer entscheiden über Leben und Tod der acht Passagiere …
Ungekürzte Lesung mit Charles Rettinghaus
ca. 13h 4min
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
NiWa
4/5
30.12.2021
Hörbuch-Download (MP3)
Wenn die Gesellschaft auf Kollisionskurs ist
Claire Arden ist hochschwanger und nimmt in ihrem selbstfahrenden Auto Platz. Nach der typischen Begrüßungsfloskel wird ihr vom fahrerlosen Fahrzeug mitgeteilt, dass es die letzte Fahrt ihres Lebens ist und in ca. 2 ½ Stunden ihre Zeit zum Sterben gekommen ist.
„The Passengers“ ist ein gesellschaftskritischer, dystopischer Roman, der dem Leser mit charmant-beißendem Unterton die Gefahr von selbstfahrenden Fahrzeugen vor Augen führt.
Ich habe von John Marrs zuvor „The One“ gelesen, das die moderne Gangart der Partnerwahl unter die Lupe nimmt. Diesmal war eine weitere hochaktuelle Entwicklung dran. Autor konzentriert sich auf eine Technik, die unser aller Alltag verändert.
Selbstfahrende Fahrzeuge sind ein zweischneidiges Schwert. Ich fände es praktisch, wenn mein Auto nicht mehr bedient werden müsste. Es ist eindeutig kostensparend, weil für einen Haushalt nur mehr ein Wagen notwendig wäre. Es spielt den ganzen Tag über Taxi und fährt nacheinander alle Bewohner zur Arbeit, holt sie vom Bahnhof ab oder kutschiert sie in der Gegend herum.
Bei „The Passengers“ erörtert John Marrs Vor- und Nachteile dieser denkbaren Innovation auf eine amüsante Weise. Er diskutiert anhand eines spannungsreichen Romans, welche Gefahren mit dem selbstlenkenden Mobil einhergehen und woran es von vornherein zu denken gilt.
Dazu setzt er 8 Personen in solche Fahrzeuge und sie verlieren jede Kontrolle über ihre Fahrt. Die Wagen wurden gehackt. Sie steuern unaufhaltsam aufeinander zu und die Insassen haben den sicheren Tod im Blick. Die Pointe dieser Hinterlist ist, dass das Geschehen live auf diversen Social-Media-Kanälen gezeigt wird und zu einer Reality-TV-Show im Stil von Big Brother verkommt. Denn der Hacker räumt einem Fahrer das Überleben ein und das Publikum entscheidet, wer die Kollision unbeschadet übersteht.
Allein die Idee ist ausgezeichnet, bissig und bitterböse. Marrs nimmt die grundlegenden Bedenken zu selbstfahrenden Autos, setzt hochinteressante Personen rein, bringt alles live im TV auf Kurs und wickelt ein zynisches Social-Media-Ranking wie eine Schleife darum. Dieses Päckchen überreicht er dem Leser mit einem Augenzwinkern und einem schelmischen Grinsen, weil man damit die Mechanismen unserer modernen Gesellschaft in den Händen hält.
Mir hat es vortrefflich gefallen. Ich fand es recht dramatisch, mit der Situation konfrontiert zu werden und mich in die Figuren zu versetzen. Die Geschichten der beteiligten Charaktere sind perfekt in die Rahmenhandlung eingebunden und jede für sich wäre schon fast einen eigenen Roman wert. Es gibt zahlreiche Schockmomente, gesellschaftskritische Seitenhiebe und Situationen, bei denen vor Unglauben ein Lachen entfährt. Sobald sich die Geschichte etwas einpendelt, folgt der nächste Schlag, der dem Ganzen eines drauf setzt und den man kopfschüttelnd und bitterböse lachend zur Kenntnis nimmt. Marrs schenkt unserer Gesellschaft ordentlich ein, indem er mittels einer genial durchdachten Handlung einen Spiegel vor die Nase hält.
„The Passengers“ ist meiner Ansicht nach Thriller-Satire auf höchstem Niveau, die sich mit aktuellen Entwicklungen unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Ich fand es packend, originell und raffiniert eingefädelt. Einzig, was mich von der vollen Bewertung abhält, ist, dass es mir zu glatt, zu durchdacht und zu berechnend erzählt ist. Ich habe das Gefühl, als ob ich perfekte Designerware bekommen hätte, die makellos, glänzend und wohlduftend über den überteuerten Ladentisch geht.
Alles in allem ist „The Passengers“ ein großartiger, beeindruckender Roman, der zum bösen Schmunzeln genauso wie zum Nachdenken anregt und den Leser mit verblüffenden Wendungen bei der Stange hält. Ich mag John Marrs’ Art, über aktuelle Entwicklungen nachzudenken, und freue mich, dass es weitere Bücher des Autors gibt.
Bewertung
5/5
12.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Krasser Page Turner
Ich hab’s verschlungen und fand es wirklich maximal spannend.
Der Anfang zieht sich ein wenig, aber man kommt dann gut durch.
Die ganzen Geheimnisse lassen einen richtig mitfiebern und man erwischt sich schnell bei der Frage „wen würde ich wählen?“
Bewertung
5/5
27.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Sehr gutes Buch
Haben über den Sommer eine Lektüre gesucht, welche sich auch als Nichtleser gut lesen lässt und bin auf dieses Buch durch den themenaktuellen Inhalt gestoßen. Kann es jedem sehr empfehlen ist wirklich gut gelungen. Sehr spannend und hat viele Wendungen welche alles noch spannender machen.
darkiis_buechertipps
aus Berlin
5/5
12.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Eine gelungene, tiefgründige Geschichte
Mich hat das Cover, sowie der Titel sehr angesprochen. Ich war sehr gespannt auf mein erstes John Marrs Buch und wurde nicht enttäuscht.
Es liest sich sehr gut. Anfangs wurden erst einmal die Charaktere vorgestellt. Das war noch nicht so spannend, aber sehr brauchbar für den Rest der Geschichte. Und dann ging es richtig los.
Es geht darum, dass ein Hacker mehrere autonome (selbstfahrende) Autos entführt. Und was dann passiert ist unfassbar. Wie würde man selbst reagieren? Welche Entscheidungen würde man selbst in diesen Situationen machen?
Es sind definitiv krasse Diskussionsthemen die John Marrs aufzeigt. Worüber ich mich mit meiner Buddyread-Partnerin auch intensiv ausgetauscht habe. John Marrs zeigt Themen auf, von denen wir gar nicht mal so weit entfernt sind.
Die Protagonisten waren stimmig in ihrer Rolle. Das Ende hatte noch so einige Überraschungen offen.
Für mich war es rundum ein sehr gelungenes Buch mit sehr tiefgründigen Themen.
Bewertung
5/5
27.12.2022
Buch (Taschenbuch)
Unfassbar spannend
The Passengers ist super spannend.
Es ist schockierend, was die Menschen alles für Geheimnisse haben. Stellenweise ist die Handlung etwas vorhersehbar, was eigentlich meist schlecht ist. Hier passt es aber total zum Inhalt. Denn man weiß was passiert und will es verhindern, aber es ist zwecklos, weil es letzten Endes trotzdem geschieht.
Es regt auch stark zum nachdenken an. Wie nutzt man KI und autonomes Fahren. Und was passiert, wenn es die falschen Leute in die Hände bekommen.
Es ist ganz klar das beste Buch, welches ich dieses Jahr gelesen habe.
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5/5
21.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch packt einen von der...
Dieses Buch packt einen von der ersten Seite an und lässt einen bis zum Ende auch nicht mehr los! Eine spannende Handlung, die den Nerv der heutigen Zeit perfekt trifft. Wie weit können wir der "Künstlichen Intelligenz" wirklich vertrauen ohne dabei in Gefahr zu geraten?
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