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Produktbild: Identitti

Identitti

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Cynthia Micas

Spieldauer

11 Stunden und 1 Minute

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.05.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

45

Verlag

Speak Low

Sprache

Deutsch

EAN

9783948674588

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Cynthia Micas

Spieldauer

11 Stunden und 1 Minute

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.05.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

45

Verlag

Speak Low

Sprache

Deutsch

EAN

9783948674588

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  • Bewertung

    5/5

    06.09.2024

    eBook (ePUB)

    Beeindruckend vielschichtig

    “Identitti” ist eines der Bücher, die nach dem Lesen noch nachklingen. Denn in der handlungsübergreifenden Debatte um Identität findet sich die perfekte Zusammensetzung aus Impulsen, Argumenten, Verweisen und unbeantwortet bleibenden Fragen, um Leser*innen nachhaltig zu beschäftigen. In der Rezeption von Sanyals Buch geht man dabei auf eindrucksvolle Weise vom Konkreten zum Abstrakten. Die Frage, inwieweit die Täuschung der Dozentin für Postkolonialismus Saraswati, die sich als Inderin ausgibt, als kulturelle Aneignung, Betrug oder doch als Wertschätzung aufzufassen ist, wird nicht beantwortet. Im Gesamtbild, das auch die Biografie der Protagonistin Nivedita umfasst, wird ein Konzept von kultureller sowie ethnischer Identität plötzlich greifbar und offenbart dabei sowohl die Notwendigkeit als auch die Problematik seiner Existenz. Wie es Sanyal gelingt, durch einen Roman ein Gefühl zu so einem komplexen Thema zu vermitteln, ist nicht weniger als ein Loblied auf die Möglichkeiten der Literatur selbst. Dass sich diese Wirkung so entfalten kann, liegt auch an der Erzählweise des Romans, in der auch Social-Media-Posts oder Pressemeldungen in die Handlung aufgenommen werden. Die Entwicklung des Diskurses wird so nicht nur greifbarer, sondern nur so kann eine Erzählung ihm in seiner Multimodalität gerecht werden. Mithu Sanyals erster Roman ist wie zu erwarten beeindruckend und macht gespannt auf jeden weiteren ihrer Titel!

  • Miss.mesmerized

    5/5

    02.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mithu Sanyal - Identitti

    Für Nivedita ist ihre Professorin Dr. Saraswati die Erleuchtung. Endlich jemand, der sie versteht, der ihr die Augen öffnet und zu der Identität verhilft, die sie schon so lange gesucht hat. Mit einem indischen Vater und einer polnischen Mutter war sie nie richtige Deutsche und nie die typische Ausländerin. In ihrem Studium der Postcolonial Studies nun werden Rassismus, Othering und auch Identität greifbar für sie. Doch dann der Schock: Professor Saraswati ist weiß. Sie hat sich ihre Rasse nur konstruiert, sie identifiziert sich selbst als Person of Colour, dabei ist sie nichts dergleichen. Der Internet Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, aber Nivedita ist noch nicht so schnell fertig mit ihr. Mithu M. Sanyals Roman greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen. Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde. Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber? Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis.

  • Bewertung

    aus Mainz

    5/5

    02.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für Nivedita ist ihre…

    Für Nivedita ist ihre Professorin Dr. Saraswati die Erleuchtung. Endlich jemand, der sie versteht, der ihr die Augen öffnet und zu der Identität verhilft, die sie schon so lange gesucht hat. Mit einem indischen Vater und einer polnischen Mutter war sie nie richtige Deutsche und nie die typische Ausländerin. In ihrem Studium der Postcolonial Studies nun werden Rassismus, Othering und auch Identität greifbar für sie. Doch dann der Schock: Professor Saraswati ist weiß. Sie hat sich ihre Rasse nur konstruiert, sie identifiziert sich selbst als Person of Colour, dabei ist sie nichts dergleichen. Der Internet Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, aber Nivedita ist noch nicht so schnell fertig mit ihr. Mithu M. Sanyals Roman greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen. Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde. Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber? Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis.

  • J. Kaiser

    5/5

    19.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sensationelles Buch

    Klapptext: Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour. Fazit: Das Cover fand ich sehr gelungen für den Titel dieses Buches. Als ursprünglich weisse Frau und als Deutsche geoutete wird die indische Starprofessorin Saraswati. Sie hat sich umgemodelt. Das Buch behandelt die race Identität und Gender Personen. Es werden hier viele Nuancen und aktuelle Diskussionen eingebettet. Es ist ein Thema in diesem Buch gut verarbeitet, welches aktueller denn je ist. Das Lesen und Gedankengänge regen den Leser sehr zum Nachdenken an. Was für dieses Buch spricht. Vielmehr Gedankenexperimente währen nicht gut gewesen. So wie es vorliegt, wird der Leser nicht überfordert. Ich finde, dass dieses Buch nicht trocken oder sogar staubig ist. Sondern eher humorvoll. Die Leseempfehlung von mir bleibt nicht aus.

  • Bewertung

    5/5

    15.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sensationell. Nicht nur, dass...

    Sensationell. Nicht nur, dass dieses Buch ehrlich witzig ist. Man sieht, dass die Themen PoC und pc gelebt werden und nicht nur aus wütenden Diskussionen bestehen muss, sondern modern keinen ausgrenzend wertevermittelt richtig fierce vorgelebt werden kann. Ja, es ist derbst cool.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (24)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Melanie Künzl

    Melanie Künzl

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    4/5

    23.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schweres Thema - lockere Sprache

    Obwohl dieser Roman an Zitatlast und philosophischen Gedanken mit so manchem Sachbuch mithalten kann, lädt einen die angenehm lockere Sprachqualität ein, mit Bloggerin Nivedita, alias Identitti, auf die Suche nach ebendieser zu gehen. Als ihre angebetete Professorin Saraswati als weiß geoutet wird, schließt sich Nivedita nicht dem Shitstorm in den sozialen Medien an, sondern geht direkt zu Saraswati, um Antworten darauf zu bekommen, warum sie sich als PoC ausgegeben hat. Wo ich mich bisher für liberal und aufgeschlossen gehalten habe, musste ich mit fortschreitender Lektüre bestürzt feststellen, dass selbst ich mich nach Identittis Definition schon ab und zu des Rassismus schuldig gemacht habe ... Ein augenöffnendes Buch!

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

  • Produktbild: Identitti