Dornröschens großer Tag ist gekommen. Sie wird den Prinzen, der sie wachgeküsst hat, heiraten. Einziges Problem: Sie will nicht. Erstens hatten sie kaum Zeit, einander kennenzulernen, und zweitens will sie nach hundert Jahren Schlaf erst einmal ihre Jugend auskosten. Deshalb flieht sie aus dem Schloss und in ein abenteuerliches Leben hinein. Aber Prinz Gregor hat sie aus Liebe von ihrem Fluch erlöst. Deshalb schwingt er sich auf sein Ross und folgt ihr, um sie erneut zu retten. Diesmal vor den Folgen ihrer eigenen verrückten Einfälle. Ein heiter-beschwingtes Märchen für alle die Romantik lieben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
13.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Die Märchenhochzeit fällt aus
Isabell von Rosenthal ist im ganzen Land bekannt, denn sie ist die jenige, die den 100 jährigen Schlaf überstanden hat und vom Kusse des Prinzen Gregor erweckt wird. Sie wird folglich nur Dornröschen genannt, aber den Namen kann sie so gar nicht leiden. Es soll die Märchenhochzeit folgen, aber kurz davor läuft sie einfach davon. Viellieber will Isabell die neue Welt kennenlernen, etwas erleben und durch das Land reisen. Prinz Gregor- voller Liebe zu Isabell- folgt ihr, will sie finden und von der Liebe überzeugen.
Tasächlich treffen sie sich und auf einer aufregender Reise quer durch das Land, erleben sie so einiges und lernen sich dabei besser kennen.
Mir hat diese Märchenadaption sehr gut gefallen. Sie ist heiter, lustig und aufregend.
Die Charaktere passen gut und ihre Abenteuer passen zu der Geschichte.
Jedoch- beim lesen kam es mir so vor, als ob ich in zwei Welten wäre. Einmal in einer alten Welten, die voller Magie und Märchenfiguren steckt und dann in einer völlig modernen. Irgendwie ist beides hier vermischt und so einiges passt so gar nicht hinein.
Die letzten beiden Abschnitte fand ich auch kürzer als die ersten und beim letzten Abschnitt kam es mir auch so vor, als ob man endlich einfach nur noch zu Ende kommen wollte. Das ging mir teilweise viel zu schnell und zu einfach. Man hätte durchaus einiges mehr draus machen können.
so wie sie ist, ist sie dennoch sehr toll und das lesen war angenehm und schön.
UG
5/5
01.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Dornröschen mischt die Märchenwelt auf
Dornröschen erwacht und soll doch tatsächlich den unverschämten Küsser direkt heiraten. Aber nicht mit der renitenten Prinzessin und überhaupt was ist das nur für eine Welt, in der sie da wach geworden ist. Wieso hat ihr Volk beschlossen, dass eine Demokratie besser ist als eine Monarchie und was ist überhaupt sonst noch so in der Welt da draußen außerhalb der Schlossmauern los.
In Die Märchenhochzeit fällt aus geschieht genau das. Isabell, wie das Dornröschen eigentlich heißt, erwacht durch Prinz Georgs Kuss und soll diesen zum Dank ihrer Erweckung doch glatt heiraten. Nur möchte sie das eigentlich auch oder möchte sie lieber für sich selbst entscheiden und sich auch den Mann selbst aussuchen. Mit diesen Fragen beginnt Isabells Abenteuer in der Welt vor den Schlossmauern und sorgt sogar für einen wilden Spaß quer durch mehrere Märchen.
Welche Mähr und Mythen von dem lieben Autor da in welcher Form in diese so schöne und lustige Geschichte verwoben sind und was am Ende wie mit Isabell und Georg geschieht, dass verrate ich euch nicht. Will ja nicht spoilern, denn ihr solltet es lieber selbst lesen.
Mir hat der Mix der Märchen, der humorige Stil und die riesige Portion Romantik in diesem Buch unheimlich gut gefallen, so dass ich es sehr gerne mit 5 Sternen bewerte und allen Märchenliebhaber_innen deshalb auch ans Herz lege.
LaNasBuchclub
5/5
19.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein emanzipiertes Dornröschen zieht aus um die Welt zu entdecken
Nach einem ausgiebigen (100 Jahre langen) Nickerchen erwacht Prinzessin Isabell von Rosenthal in einer neuen Welt. Nicht nur hat man ihr einen total bescheuerten Spitznamen verpasst (Jeder nennt sie jetzt "Dornröschen") und ihr Reich wird jetzt von einem sogenannten "Senat" regiert, ohne danach gefragt worden zu sein, hat man ihr auch einen Ehemann vor die Nase gesetzt. Zugegeben, es war sehr edelmütig von Prinz Gregor gewesen, sie selbst und das ganze Schloss aus dem Dornröschenschlaf zu befreien, aber war das gleich ein Grund zu heiraten?
"Nicht mit mir" denkt sich die junge Prinzessin und beschließt kurzerhand das Weite zu suchen. Im Wahrsten Sinne, denn nach 100 Jahren Schlaf will Isabell endlich was erleben, etwas von der Welt, ihre Jugend genießen, sich selbst finden!
Leider entwickelt sich ihr Abenteuer nicht ganz so märchenhaft einfach, wie sie es sich vorgestellt hat. Was für ein Glück, dass der schwerverliebte Prinz nicht gewillt ist, seine Braut einfach so aufzugeben...
Mit viel Witz und Charme führt uns Autor David Pawn durch diese moderne Fortsetzung des allseits beliebten Märchenklassikers. Wir erleben die Erzählung aus wechselnder Sicht von Prinzessin Isabell einerseits und Prinz Gregor andererseits. Der locker-leichte Schreibstil hat es mir leicht gemacht, schnell in die Geschichte hineinzufinden, wobei ich einen Moment gebraucht habe, um mich auf den modernen Einschlag einzulassen. Vermutlich weil die übliche Erzählweise dieses Märchens gerne außenvor lässt, dass die Welt, während das Schloss im hundertjährigem Schlaf lag, keineswegs stehengeblieben ist. Mit einer Büger-geleiteten Regierung, die König und Hofstaat quasi überflüssig machen und futuristischen Entwicklungen wie "Tourismus" und "Schnellportraits" ist es keine Überraschung, dass die junge Prinzessin erst ihren Platz in dieser neuen Welt finden möchte.
Isabell ist zunächst sehr blauäugig und naiv hinsichtlich der Hürden, die sie als mittellose Ausreißerin zu nehmen hat, aber es war schön zu lesen, wie sie sich unerschütterlich optimistisch auf jede Herausforderung eingelassen hat. Mit ihrer Charakterentwicklung war ich am Ende sehr glücklich.
Gregor hat es anfangs auch wirklich nicht leicht mit seiner Herzensdame, denn er ist aufrichtig verliebt in Isabell und schwer getroffen, als diese vor der Hochzeit flüchtet. Gregor hat mir als Figur auch sehr gefallen. Obwohl er die berüchtigten Hindernisse auf dem Weg zur schlafenden Prinzessin als einziger je hat überwinden können, wirkt er, gerade wenn es um sie geht, sehr verunsichert und schüchtern. Und auch wenn er nie was anderes kannte, als das gutversorge Leben als Prinz, ist er sich nicht zu schade dafür, sich für Isabell zum Narren zu machen (Im Wahrsten Sinne!).
Eine tolle Bereicherung für die Geschichte waren auch die Nebencharaktere, die Isabell und ihren nicht-Ehemann auf ihren Abenteuern begleitet haben.
Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Die Rahmenhandlung war gut durchdacht, aber für mich war es das "Drumherum", was das Leseerlebnis für mich so unterhaltsam gemacht hat. Etwa hat der Autor raffiniert andere Märchen und ihre Figuren in die Erzählung miteingebunden, auf eine Art, die mich nicht selten schmunzeln ließ. Der moderne Einschlag der ganzen Geschichte, hat dann noch für das gewisse Extra gesorgt. Eben weil man diesen in einer solch humoristischen Erzählweise üblicherweise nicht mit Märchen in Verbindung setzt, war gerade das beim Lesen eine besondere Freude.
Ich durfte "Die Märchenhochzeit fällt aus" im Rahmen einer Leserunde kennenlernen und bin durch den Klappentext erst auf das Buch aufmerksam geworden. Ohne wirklich zu wissen, was genau mich da erwartet, war diese facettenreiche, ausgefallene Neuinterpretation des Dornröschens eine absolut positive Überraschung. Das Buch ist (in Ermangelung eines passenderen Wortes) unerwartet, es ist lustig und überzeugt zudem durch eine gut konzipierte Geschichte und liebevoll ausgestaltete Charaktere.
Wer ein Buch zur leichten Unterhaltung sucht, um ein Paar schöne Lesestunden zu verbringen, wird hiermit goldrichtig sein. Von mir gibt es für "Die Märchenhochzeit fällt aus" 4 Sternchen und eine ganz klare Leseempfehlung.
Bewertung
aus Glauchau
5/5
17.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Was wäre, wenn Dornröschen den Prinz nicht will?
„...Man braucht eine starke Hand, einen offenen Blick, ein mutiges Herz und einen festen Willen, um in den Stürmen des Lebens den Kurs zu halten!...“
Diese Worte hört Gregor von einem alten Fischer. Zuvor aber war eine Menge geschehen. Dornröschen war vom Prinz Gregor wach geküsst worden. Damit ist das Märchen fast zu Ende. Doch unsere Geschichte fängt hier erst richtig an.
Den Namen Dornröschen kann Isabell von Rosenthal nicht mehr hören. Und warum soll sie einen Prinz heiraten, nur weil er sie geküsst hat? Sie weiß so gut wie gar nichts von ihm. Kurzerhand verschwindet sie vor der Hochzeit aus dem Schloss. Sie kleidet sich dazu wie ein Wachsoldat. Am nächsten Morgen ist das Königspaar wie vor den Kopf geschlagen. Was soll nun werden? Gregor, der die Prinzessin wirklich liebt, macht sich auf die Suche nach ihr.
Der Autor hat nicht nur ein bekanntes Märchen weiter erzählt, sondern eine besondere Liebesgeschichte damit geschrieben.
Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Während die Hofgesellschaft einhundert Jahre geschlafen hat, ist im Königreich das Leben weitergegangen. Die Bürger mussten nun ihr Geschick in die eigenen Hände nehmen. Das hat natürlich Folgen.
Isabell, wohlbehütet aufgewachsen, findet sich plötzlich ohne Geld auf dem Markt des Ortes wieder. Sie braucht dringend etwas zu essen. Ihr bleiben nur zwei Optionen. Sie kann reumütig zu ihren Eltern zurückkehren oder sich durchbeißen. Sie entscheidet sich für Letzteres und lernt dabei eine Menge für das Leben. Ich mag ihren trockenen Humor. Die Erinnerung an die böse Fee kommentiert sie so:
„...Frauen können so heimtückisch sein. Ein Mann hätte an der Stelle der Alten meinen Vater in die Schranke gefordert und mit einer Lanze vom Pferd gestoßen. Danach hätten sich die beiden bis zum Umfallen betrunken...“
Auch in Märchen sind Nachrichten Geld wert. So flieht Isabell nach dem Diebstahl eines Brotes. Über die ihr folgenden Menschen denkt sie:
„...Wahrscheinlich hofften sie, einen Bänkelsänger oder einen Nachrichtenschreiber von den Ereignissen zu berichten und ein paar Silberstücke verdienen zu können...“
Isabell lernt die Schattenseiten des Lebens kennen. Sie hört gut zu und erkennt bald, wozu Ungerechtigkeiten führen. Allerdings muss sie sich auch sagen lassen, dass sie sich als Marke „Dornröschen“ exzellent vermarkten lässt. Sie bringt dem Reich viel Geld.
Gregor schätzt seine Ahnen so ein:
„..Meine Vorfahren waren ein kriegerischer Haufen, ehe sich die Unart in den letzten vierzig Jahren verlor...“
Gregor findet Isabell. Ihre gemeinsamen Erlebnisse lehren sie nicht nur, sich gegenseitig zu schätzen. Sie unterhalten sich auch darüber, wie sie handeln werden, wenn das Reich in ihre Hände kommt.
Besonders gut gefallen hat mir, dass in das Geschehen eine Reihe weiterer Märchen eingewoben wurden. Außerdem erweist sich Gregor als Erfinder oder begnadeter Erzähler romantischer Märchen.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.
Bewertung
aus Remscheid
5/5
13.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Dornröschen möchte sich selber finden
Isabell von Rosenthal ist die Prinzessin, die weithin als Dornröschen bekannt ist. Diesen Spitznamen mag sie aber so gar nicht und außerdem ist sie sich auch gar nicht sicher, ob sie ihren Retter, den Prinzen Gregor von Aquimera, wirklich heiraten möchte. Schließlich hatten sie nur einen Monat Zeit, sich kennenzulernen und das auch nicht alleine, sondern immer mit jemandem aus der Familie oder dem Schloss. So ist sie sehr unsicher und einen Tag vor der Hochzeit haut sie einfach ab. Der Prinz, der sein Dornröschen wirklich liebt, beschließt sofort, dass er auch aufbrechen und Isabell zurückholen möchte.
Die beiden treffen sich tatsächlich und erleben auch gemeinsam einige Abenteuer, bei denen sie die Möglichkeit bekommen, sich besser kennenzulernen.
Das Buch ist sehr amüsant geschrieben und das Lesen macht sehr viel Spaß. Die Gedanken habe ich mir noch nicht gemacht, ob Dornröschen den Kerl, der sie wachgeküsst hat, auch tatsächlich heiraten möchte. Es ist richtig toll geschrieben und auch andere Märchen werden nebenbei erwähnt. Es ist gleichzeitig die Fortsetzung eines Märchens und wie ein solches geschrieben und die Geschichte eines Kennenlernens. Politik und nötige Reformen in den Königreichen werden ebenso thematisiert wie die eigenen Träume.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Wenn man Märchen und amüsante Geschichten mag, ist man bei diesem Buch genau richtig.
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