Die Künstlergruppen Brücke und Blauer Reiter wollten die Welt mit ihren Bildern verändern. Wer waren diese Revolutionäre der Kunst und wie sahen sie sich selbst? Der Band zeigt Selbstbildnisse der Malerinnen und Maler sowie Porträts und Fotos, die sie gegenseitig von sich fertigten, und spürt so der Entwicklung eines radikal neuen Künstlerselbstverständnisses nach.Indem Malerinnen und Maler der Avantgarde den Bruch mit dem traditionellen Kunstbegriff provozierten, mussten sie sich selbst neu erfinden. Dieses neue, zunehmend individualisierte Selbstverständnis, das sich in den Porträts niederschlägt, spiegelt sich auch in Tagebüchern, Briefen, Programmen und Streitschriften. Die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Bildnisse zeigt den spannenden Prozess der Selbstinszenierung, das Ringen mit Traditionen, das Gemeinsame der Künstlerfreunde, aber auch ihr Bedürfnis nach Abgrenzung.
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MaWiOr
aus Halle
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11.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Künstlerbildnis kann auf…
Das Künstlerbildnis kann auf eine lange Tradition zurückblicken, die Anfänge reichen bis in die italienische Renaissance zurück. An diese Tradition schließt auch das Künstlerbildnis des 20. Jahrhunderts an und grenzt sich gleichzeitig von ihr ab. Das Franz Marc Museum in Kochel am See widmet sich in der Ausstellung „Ich bin mein Stil“ den Künstlerbildnissen im Kreis von Brücke und Blauem Reiter (20. Juni bis 3. Okt.2021). Die Ausstellung zeigt Selbstbildnisse der Malerinnen und Maler sowie Porträts und Fotos, die sie gegenseitig von sich fertigten. Im Hirmer Verlag ist der reich illustrierte Begleitkatalog zu dieser bemerkenswerten Ausstellung erschienen. Neben den Abbildungen der ausgestellten Werke (Beckmann, Campendonk, Corinth, Gramatté, Heckel, Kandinsky, Kirchner, Klee, Lasker-Schüler, Jawlensky, Macke, Meidner, Mueller, Münter, Nolde, Pechstein, Rohlfs, Schmidt- Rottluff, Werefkin) illustrieren auch weitere Gemäldeabbildungen und historische Abbildungen die Neuerscheinung. Renommierte KunstwissenschaftlerInnen widmen sich außerdem in neun Essays der Thematik. So beleuchtet die Herausgeberin Cathrin Klingsöhr-Leroy die „Einsamkeit des Künstlers zwischen Höhenflug und Absturz“. Häufig verzweifeln sie an den Bedingungen ihrer Existenz und am Scheitern der mit ihr verbundenen utopischen Hoffnungen. Während sich Jean Starobinski sich dem „Porträt des Künstlers als Gaukler“ widmet, setzt sich Cornelia Blume mit dem Doppelselbstporträt „Max Beckmann und Minna Beckmann-Tube“ auseinander. Weitere Texte beschäftigen sich u.a. mit dem Künstlerpaar Gabriele Münter und Wassily Kandinsky oder mit den Selbstbildnissen des Expressionismus.
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