Britisch-Kolumbien 1862: Arabella Lawrence ist mit dem Brautschiff nach Kanada gekommen, um einen Neuanfang zu wagen. Obwohl sie aus einer wohlhabenden Familie stammt, hatte sie gute Gründe, ihre Heimat zu verlassen – ihre Narben erinnern sie jeden Tag daran.
Als eine der wenigen noch unverheirateten Frauen in der Kolonie hat sie gleich zwei Verehrer, die nicht unterschiedlicher sein könnten: der eine ein angesehener Leutnant, der andere ein einfacher Bäcker. Allerdings gehen ihre Ansichten zum Umgang mit den Ureinwohnern während der Pockenepidemie weit auseinander. Als Arabella schließlich ein Mädchen findet, das von seinem Stamm zurückgelassen wurde, gerät sie in eine äußerst schwierige Lage …
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
annislesewelt
aus Wülfrath
5/5
13.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Arabella geht ihren Weg
Arabella, eine wunderschöne junge Frau die in Britisch-Kolumbien einen Neuanfang wagen möchte, kommt aus einer wohlhabenden Familie und begibt sich doch auf ein Brautschiff.
Sie hat Narben an Körper und Seele und bemüht sich zu gefallen, ganz Dame zu sein, untadelig, angesehen und elegant.
In Kanada angekommen hat sie schnell zwei Verehrer. Diese beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Der Leutnant hat eine hohe Stellung, Macht, ist elegant und kommt aus der Oberschicht der Gesellschaft und dann ist da noch Pete, ein Mann mit einem Herzen aus Gold. Er ist warmherzig, freundlich, aber eher arm und betreibt eine Bäckerei.
Die Situation, der Kampf um Arabella Aufmerksamkeit spitzt sich zu. Es wird gemein, gefährlich und unschön.
Und Arabella? Sie muss sich zwischen diese beiden Menschen entscheiden.
Doch um eine Entscheidung zu treffen muss man erst mal wissen was man wirklich will.
Dieser Roman ist mitreißend und spannend, warm und schmeichelnd, immer wieder überraschend und so gut.
Ich wurde hineingerissen in die Fragen und Sehnsüchte einer jungen Frau, habe sie begleitet auf ihrem Weg, habe zugesehen wie sie Entscheidungen traf, wie sie voller Nächstenliebe für ihren Nächsten eintritt.
Arabella muss ihren Weg und ihren Platz finden und ich war so gefesselt und mochte das Buch nicht aus der Hand legen Gleichzeitig hatte ich aber auch regelrecht Angst weiterzulesen. Ich war angespannt und hatte immer das Gefühl das ihre Sorgen meine eigenen wären.
Jody Hedlund hat hier einen wunderbaren Roman geschrieben der die Kraft des Gebets aufzeigt. Diese Geschichte beschreibt dass das Leben manchmal unerträglich sein kann das Gott aber doch da ist.
"Bevor ich mein Herz in deine Hände lege" ist ein Roman der sehr eindrücklich davon erzählt das wir Mut brauchen um schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. Das wir Kraft brauchen zu diesen Entscheidungen zu stehen und das wir bereit sein sollen unseren Mitmenschen mit einem großen liebevollen Herzen zu begegnen. Und das ohne Vorurteile, ohne Herablassung, ohne Stolz - denn vor Gott sind alle Menschen gleich.
Bewertung
5/5
24.05.2022
Buch (Taschenbuch)
sehr berührend
Bei „ Bevor ich mich an dich verliere“ von Jody Hedlund handelt es sich um den dritten Teil der Brautschiff – Saga.
Man kann dieses Buch unabhängig von den anderen Bänden lesen, ich empfehle aber mit Band eins zu beginnen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr zugesagt. Einmal angefangen, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist so interessant, abwechslungsreich und spannend, dass ich unbedingt wissen „musste“ , wie es mit den Protagonisten weitergeht.
Die bildhaften Beschreibungen der Handlungsorte, der gute und authentischen Einblick in das Leben der Protagonisten, Tiefgang, Hoffnung und Rückschläge usw. Es ist einfach schön, die Protagonisten ein Stückchen auf ihrem Weg zu begleiten.
Während dem Lesen fühlte ich mich, als ob ich in Britisch-Kolumbien im Jahre 1863 sei.
Ich empfehle dieses Buch weiter.
Dreamworx
aus Berlin
5/5
23.01.2022
Buch (Taschenbuch)
In der Nächstenliebe gibt es kein Übermaß. (Francis Bacon)
1862 BC, Kanada. Gemeinsam mit ihrer Haushälterin Hayward reist Arabella Lawrence per Brautschiff die kanadische Provinz Britisch Columbia, wo sie sich einen Neustart für ihr Leben erhofft, nachdem sie aus Angst vor einer Zwangsheirat alle Sicherheiten aufgegeben hat und geflüchtet ist. Wohlbehütet und mit Dienstpersonal aufgewachsen, muss Arabella sich nun daran gewöhnen, auf eigenen Beinen zu stehen. Ihr außergewöhnliches Erscheinungsbild lässt schnell zwei Verehrer das Interesse an ihr bekunden. Der arrogante Leutnant Drummond wäre zwar standesgemäß, macht allerdings keinen Hehl daraus, dass er Arabella als Trophäe sieht. Bäcker Pete Kelly dagegen weiht Arabella mit seiner Warmherzigkeit und seiner Tatkraft in die Kunst des Backens ein, mit der diese bald schon erste Erfolge feiert. In Kanada angekommen, findet Arabella ein einsames krankes Indianerkind, das ihrer Hilfe bedarf. Pete unterstützt sie bei der Betreuung der Kleinen, wobei die beiden sich immer näher kommen…
Jody Hedlung hat mit „Bevor ich mein Herz in deine Hände lege“ den zweiten Teil ihrer Brautschiff-Saga vorgelegt, der dem ersten Teil an Romantik gepaart mit Spannung in nichts nachsteht. Der flüssige, bildhafte und gefühlvolle Erzählstil der Autorin katapultiert den Leser zurück ins 19. Jahrhundert, wo er sich an Bord des Brautschiffes an Arabellas Seite befindet und ihr bei ihren Erlebnisses über die Schulter sehen kann und so alles hautnah miterlebt. Arabella, die aus einer wohlbetuchten, höheren Gesellschaftsschicht stammt, hat gute Gründe für ihre Flucht, denn sie widersetzt sich damit den Wünschen ihres Vaters, einen Mann zu heiraten, der sie bereits gequält und misshandelt hat. Sie reist mit wenigen Mitteln in eine ungewisse Zukunft und steht mit ihrer Begleiterin praktisch vor dem Nichts. Auch wenn sie auf der Suche nach einem geeigneten Heiratskandidaten ist, um ihr das Leben zu erleichtern, nimmt sie nicht den Weg des geringsten Widerstandes, sondern lässt sich Zeit damit. Während zwei Männer um Arabellas Gunst buhlen, stellt diese ihr Herz immer wieder in Frage und achtet auf Dinge und Eigenschaften, die ihr wichtig sind. Die Autorin verwebt den historischen Hintergrund wunderbar mit ihrer Handlung und gibt dem Leser einen guten Einblick in die herrschenden Gepflogenheiten, Standesunterschiede und das Leben der Native Canadians. Durch unerwartete Ereignisse und Überraschungsmomente bleibt die Geschichte durchgängig spannend und lässt den Leser regelrecht an den Seiten kleben. Auch der christliche Aspekt ist wunderbar in die Handlung integriert, denn es geht um Selbstlosigkeit, Hilfsbereitschaft und vor allem um Nächstenliebe.
Die Charaktere sind lebhaft in Szene gesetzt und sprühen vor Lebendigkeit. Mit ihren glaubwürdigen Eigenschaften gewinnen sie schnell das Herz des Lesers, der sich nur zu gern an ihre Fersen heftet, um keinen Moment zu versäumen. Arabella ist eine liebenswerte junge Frau, die zu Beginn noch etwas unsicher und naiv wirkt, jedoch ist sie mutig und stark. Im Verlauf der Geschichte gewinnt sie immer mehr an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein, zudem korrigiert sie ihr eigenes Wertesystem. Mrs. Moresby ist eine wunderbare Frau, die das Beste aus den Menschen zum Vorschein bringt und diesen ihre Hilfe großzügig angedeihen lässt. Drummond ist ein selbstverliebter, arroganter und eiskalter Mann, dem es nur um sich selbst geht. Pete ist ehrlich und offen, besitzt Humor, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft.
„Bevor ich mein Herz in deine Hände lege“ ist ein wunderbarer historischer Roman, bei dem die Mischung aus Romantik und dramatischer Spannung sehr gelungen ist. Die einfühlsame und warmherzige Geschichte lässt den Leser das Buch nicht aus der Hand legen. Absolute Leseempfehlung!
Bewertung
aus Brienz BE
5/5
19.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Toller zweiter Teil der "Brautschiffsaga"
"ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an" S. 225
Inhalt:
Um ihre Vergangenheit für immer hinter sich zu lassen, hat es Arabella Lawrence tatsächlich gewagt: Sie ist mit dem Brautschiff über 100 Tage nach Kanada gereist. Obwohl Arabella aus einer wohlhabenden Familie stammt, hatte sie dafür triftige Gründe - ihre Narben erzählen dazu ihre ganz eigene Geschichte. Schon kurz nach der Ankunft, darf sie zwei Männer zu ihren Verehrern zählen. Den angesehenen Leutnant Drummond und den charmanten Bäcker Pete. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein, nicht nur in ihrer Stellung, nein vorallem in ihrem Verhalten. Welcher der beiden wird Arabella's verletztes Herz erobern können?
Meine Eindrücke:
Obwohl ich den ersten Band dieser Reihe noch nicht kannte, hatte ich nie das Gefühl etwas Wichtiges verpasst zu haben. Gerade durch die kursiv gedruckten Einschübe, aus Arabella's Vergangenheit, wurde ich schnell in die Handlung hineingezogen und war gespannt zu erfahren, wie es weiter geht.
Jody Hedlund hat einen herrlich lockeren, leicht verständlichen Schreibstil. Sie schreibt äusserst humorvoll und hat die historischen Gegebenheiten, perfekt in die Geschichte integriert. Auch die Charaktere sind ihr grossartig gelungen. Sie beschreibt authentische, liebenswürdige Menschen mit Träumen und Schwächen. Der christliche Aspekt konnte mich ebenfalls überzeugen. Er war wunderschön und tiefgründig in die Geschichte hinein gepackt worden. Einfach grandios!
Hier möchte ich gerne noch mein Lieblingszitat von Pete's Vater wiedergeben: "Denn es ist besser, wenn es Gottes Wille ist, dass ihr um guter Taten willen leidet als um böser Taten willen." S. 311
Mein Fazit:
Äusserst gelungener christlicher Liebesroman für herrlich gemütliche Lesestunden! Eine wundervolle Geschichte mit viel Witz und Charme, aber auch mit Tiefgang!
Gerne vergebe ich verdiente 5 Sterne und freue mich auf die Fortsetzung im Frühjar 2022!
Bewertung
aus Aldenhoven
5/5
09.01.2022
Buch (Taschenbuch)
fiktive Geschichte mit realen historischen Hintergründen
Arabella Lawrence ist mit dem Brautschiff nach Kanada gekommen, um einer ungewollten arrangierten Ehe zu entkommen. Dort hat sie sofort zwei sehr unterschiedliche Verehrer aus gegensätzlichen Gesellschaftsschichten . Mit der Zeit erkennt sie deren wahren Charaktere und trifft eine Entscheidung.
Jody Hedlung hat auch in diesem Roman eine fiktive Geschichte sehr gekonnt in reale historische Hintergründe eingearbeitet. So wurden die Ureinwohner Kanadas auch in der Realität gezielt ausgerottet, um ihr Land besser vermarkten zu können. In dieser Geschichte hier wird ihnen eine Pockenimpfung verweigert und infizierte Indianer werden fortgeschickt, um die Krankheit zu verbreiten, die für die Ureinwohner tödlich war. Auch die damalige Stellung der Frau in der Gesellschaft, die erwarteten allgemeinen Verhaltensregeln und die sehr großen Standesunterschiede werden gut dargestellt. Stück für Stück erfährt der LEser mehr über die Vergangenheit der Hauptpersonen bei deren Charakterentwicklung der christliche Glaube sehr wichtig ist. Zu Beginn ist der Spannungsbogen und die Handlungsdichte eher gering, während Beides mit Fortlauf der Erzählung zunimmt. Das Ende hat mich sehr überzeugt. Der Schreibstil ist flüssig und der jeweiligen Handlungsintensität angepaßt.
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