Produktbild: Geschlossene Gesellschaft

Geschlossene Gesellschaft Aufzeichnungen eines Ausnahmezustandes | »Ein Buch voller subtiler und stiller Schönheit« (Buchkultur)

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2021

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,9/13,2/1,9 cm

Gewicht

280 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00292-3

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2021

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,9/13,2/1,9 cm

Gewicht

280 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00292-3

Herstelleradresse

Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
Arndtstraße 11
60325 Frankfurt am Main
DE
literatur@fva.de

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Pandemiehorror pur in lterarischer Form

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 07.02.2022

Bewertungsnummer: 1652590

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ganz offensichtlich ist für Verena Stauffer die "Geschlossene Gesellschaft" die Pandemie in Österreich Ende 2020/Anfang 2021 gemeint. Gleichzeitig ist es aber ihr Wunsch Zutritt zu einer Geschlossene Gesellschaft zu gelangen. Worin liegt nun das Paradoxon einer „Geschlossenen Gesellschaft“? Sieht man im Surrealen die Pandemie besser? Keine Matratze? Dann helfen Kaffee und Hühnerkrallen. Die bestellte Matratze kommt nicht, Lieferschwierigkeiten wegen Corona. Verena Stauffer tritt in „Geschlossene Gesellschaft“ als Ich-Erzählerin auf. Sie würde so gern in der neuen Wohnung schlafen. Sie kauft deshalb Unmengen von Kaffeebohnen. Denn sie will – die Jutesäcke. Und die füllt sie – mit Schlachtabfällen aus einem Mistcontainer. Schweinefüße, Hühnerkrallen. Die Säcke überzieht sie mit Leintüchern. Ihr Lager stinkt. Blut rinnt aus. Gute Nacht. Wenn dann ein weißer Esel die Matratze liefert, schwappt die Schilderung von tatsächlichen Erlebten ins Imaginäre. Eigentlich ist Stauffers Erzählung ihr Tagebuch zwischen November 2020 und Februar 2021 während des Lockdowns in Wien. Noch lebt sie in einer Übergangswohnung. Mit dem zuvorkommenden Vermieter F, der nach Kolumbien ausgewandert ist, entwickelt sich eine E-Mail-Freundschaft. Diese Unterhaltungen sind für sie das Fenster in die nicht geschlossene Welt. In Wien streift sie mit ihrem Freund H bei Nacht durch die leere Stadt. Doch auch er flieht auf eine Insel, um dem Lockdown zu entkommen und schiebt seine Rückkehr ständig hinaus. Wird er überhaupt zurückkehren? Mit fortschreitender Zeit werden die Zustände beklemmender und die existenziellen Ängste immer dramatischer. Sie schaukelt in ihrer Barke auf der Donau dem Horizont entgegen, der kein Horizont ist, sondern ein Raum aus Licht (S. 156). Das Cover ist der skelettierte Stadtplan des Zentrums der Stadt Wien. Verena Stauffer geboren 1978 in Kirchdorf an der Krems/Oberösterreich, Studium der Philosophie an der Universität Wien, Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur und der Lyrikkritikakademie Berlin. Veröffentlichte 2018 ihren Debütroman Orchis, der für den Literaturpreis Alpha, die Hotlist der Independents und den Blogger-Debütpreis nominiert war. Zuletzt erschien ihr Gedichtband Ousia bei Kookbooks, der für den Österreichischen Buchpreis nominiert wurde. Verena Stauffer lebt in Wien und Moskau.

Pandemiehorror pur in lterarischer Form

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 07.02.2022
Bewertungsnummer: 1652590
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ganz offensichtlich ist für Verena Stauffer die "Geschlossene Gesellschaft" die Pandemie in Österreich Ende 2020/Anfang 2021 gemeint. Gleichzeitig ist es aber ihr Wunsch Zutritt zu einer Geschlossene Gesellschaft zu gelangen. Worin liegt nun das Paradoxon einer „Geschlossenen Gesellschaft“? Sieht man im Surrealen die Pandemie besser? Keine Matratze? Dann helfen Kaffee und Hühnerkrallen. Die bestellte Matratze kommt nicht, Lieferschwierigkeiten wegen Corona. Verena Stauffer tritt in „Geschlossene Gesellschaft“ als Ich-Erzählerin auf. Sie würde so gern in der neuen Wohnung schlafen. Sie kauft deshalb Unmengen von Kaffeebohnen. Denn sie will – die Jutesäcke. Und die füllt sie – mit Schlachtabfällen aus einem Mistcontainer. Schweinefüße, Hühnerkrallen. Die Säcke überzieht sie mit Leintüchern. Ihr Lager stinkt. Blut rinnt aus. Gute Nacht. Wenn dann ein weißer Esel die Matratze liefert, schwappt die Schilderung von tatsächlichen Erlebten ins Imaginäre. Eigentlich ist Stauffers Erzählung ihr Tagebuch zwischen November 2020 und Februar 2021 während des Lockdowns in Wien. Noch lebt sie in einer Übergangswohnung. Mit dem zuvorkommenden Vermieter F, der nach Kolumbien ausgewandert ist, entwickelt sich eine E-Mail-Freundschaft. Diese Unterhaltungen sind für sie das Fenster in die nicht geschlossene Welt. In Wien streift sie mit ihrem Freund H bei Nacht durch die leere Stadt. Doch auch er flieht auf eine Insel, um dem Lockdown zu entkommen und schiebt seine Rückkehr ständig hinaus. Wird er überhaupt zurückkehren? Mit fortschreitender Zeit werden die Zustände beklemmender und die existenziellen Ängste immer dramatischer. Sie schaukelt in ihrer Barke auf der Donau dem Horizont entgegen, der kein Horizont ist, sondern ein Raum aus Licht (S. 156). Das Cover ist der skelettierte Stadtplan des Zentrums der Stadt Wien. Verena Stauffer geboren 1978 in Kirchdorf an der Krems/Oberösterreich, Studium der Philosophie an der Universität Wien, Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur und der Lyrikkritikakademie Berlin. Veröffentlichte 2018 ihren Debütroman Orchis, der für den Literaturpreis Alpha, die Hotlist der Independents und den Blogger-Debütpreis nominiert war. Zuletzt erschien ihr Gedichtband Ousia bei Kookbooks, der für den Österreichischen Buchpreis nominiert wurde. Verena Stauffer lebt in Wien und Moskau.

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Geschlossene Gesellschaft

von Verena Stauffer

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