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Janowitz Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2021

Verlag

Osburg Verlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/3,2 cm

Gewicht

431 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95510-256-2

Beschreibung

Rezension

"Ein Autor, der mit vielen Wassern gewaschen und mit vielen Zungen begabt ist." Mitteldeutsche Zeitung zum 90. Geburtstag Rolf Schneiders am 17.04.2022
"Klassische, makellose Prosa (...). Konversationen knapp vor dem ersten Kriegsbeginn erinnern mich an solche im Zauberberg." Prof. Dr. Hans Haider

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2021

Verlag

Osburg Verlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/3,2 cm

Gewicht

431 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95510-256-2

Herstelleradresse

Osburg Verlag GmbH
Heimhuder Str. 81
20148 Hamburg
Deutschland
Email: w.osburg@osburgverlag.de
Url: www.osburgverlag.de
Telephone: +49 40 414688210
Fax: +49 40 414688229

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Kraus gegen Rilke Es geht um…

TochterAlice aus Köln am 13.02.2022

Bewertungsnummer: 2762174

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kraus gegen Rilke Es geht um die schöne Sidonie, Herrin auf Schloss Janowitz. Im Sommer 1914 treffen sich dort Karl Kraus und Rainer Maria Rilke, beide nicht zum ersten Mal dort. Beiden geht es um die Gunst der Dame, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Und beiden gewährt sie sie gewissermaßen, wenn auch auf völlig unterschiedliche Art und Weise. Eine Art Showdown und zwar ausgerechnet in Mittelböhmen, das vom in Kürze ausbrechenden Großen Krieg alles andere als unberührt bleiben wird. Die Zeichen des Untergangs deuten sich schon an, da wirbt Kraus unverdrossen um Sidonie, die er gern ehelichen würde. Rilke will bewundert werden und erwartet ein anderes Zeichen der Gunst - nämlich schnöden Mammon. Und bekommt ihn auch, solange es noch welchen gibt. Der Autor Rolf Schneider zeichnet eine Welt im Untergang und er zeichnet sie eindringlich. Ab und zu bleibt für mich der ein oder andere relevante Aspekt auf der Strecke, doch sowohl die Atmosphäre der herrschatlichen Gesellschaft vor dem Abgrund als auch deren Absurdität ist messerscharf getroffen. Ein unterhaltsamer Lesespaß auf sehr hohem Niveau für Histo-Fans.

Kraus gegen Rilke Es geht um…

TochterAlice aus Köln am 13.02.2022
Bewertungsnummer: 2762174
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kraus gegen Rilke Es geht um die schöne Sidonie, Herrin auf Schloss Janowitz. Im Sommer 1914 treffen sich dort Karl Kraus und Rainer Maria Rilke, beide nicht zum ersten Mal dort. Beiden geht es um die Gunst der Dame, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Und beiden gewährt sie sie gewissermaßen, wenn auch auf völlig unterschiedliche Art und Weise. Eine Art Showdown und zwar ausgerechnet in Mittelböhmen, das vom in Kürze ausbrechenden Großen Krieg alles andere als unberührt bleiben wird. Die Zeichen des Untergangs deuten sich schon an, da wirbt Kraus unverdrossen um Sidonie, die er gern ehelichen würde. Rilke will bewundert werden und erwartet ein anderes Zeichen der Gunst - nämlich schnöden Mammon. Und bekommt ihn auch, solange es noch welchen gibt. Der Autor Rolf Schneider zeichnet eine Welt im Untergang und er zeichnet sie eindringlich. Ab und zu bleibt für mich der ein oder andere relevante Aspekt auf der Strecke, doch sowohl die Atmosphäre der herrschatlichen Gesellschaft vor dem Abgrund als auch deren Absurdität ist messerscharf getroffen. Ein unterhaltsamer Lesespaß auf sehr hohem Niveau für Histo-Fans.

Ohne Ornament

JoBerlin aus Berlin am 01.08.2022

Bewertungsnummer: 1758615

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Dieses Buch hat mich von Seite zu Seite mehr gefesselt. Das liegt an Rolf Schneiders wunderbarem Stil, mit nüchterner Sprache und effektvoll gesetzten Wiederholungen. Doch erzeugt genau das einen melancholischen, oft aber auch amüsanten Ton. Nichts ornamenthaft Geschöntes stört den Lesefluss, der Autor bewertet seine Protagonisten nicht. Und das ist so gut und macht den Roman dadurch umso eindrücklicher. Janowitz, das ist das Schloss der Nádherný von Borutin in Böhmen. Die Schlossherrin, Sidonie von Borutin, hat häufig illustre Gäste zu Gast – Musiker, Intellektuelle, Literaten Auch Rainer Maria Rilke und der Herausgeber der „Fackel“, Karl Kraus, sind oft zu Gast. Sie buhlen beide um die schöne Sidonie – und sind sie nicht beide geeignete Heiratskandidaten? Doch der unstete Rilke ist noch mit Clara Westphal verheiratet und steht mit vielen Frauen in Kontakt. Finanzielle Unterstützung bekommt er hauptsächlich durch wohlsituierte, meist adlige Damen. Ob das so bliebe, würde er sich neu verheiraten? Sidonie fühlt sich mehr Karl Kraus verbunden, doch er ist Jude und ist für die von Borutins kein standesgemäßer Ehekandidat. Zwar erscheint Sidonie durchaus als freidenkend-handelnde Frau, sie will unabhängig und selbstbestimmt leben, doch bleibt sie unentschlossen und letztendlich in Konventionen gefangen. Dann bricht der erste Weltkrieg aus und verändert alles. Ausgehend von dieser Dreieckskonstellation in Zeiten diverser politischer Umbrüche erzählt Rolf Schneider die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner und Gäste im Zeitraum von 1913 – 1948. Mir gefällt insbesondere die Darstellung des Umfelds von Karl Kraus, mit Caféhauskultur, den Freunden Adolf Loos, Peter Altenberger und anderen Künstlern und Intellektuellen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es allen an Geschichte und Literatur Interessierten ganz unbedingt empfehlen.

Ohne Ornament

JoBerlin aus Berlin am 01.08.2022
Bewertungsnummer: 1758615
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Dieses Buch hat mich von Seite zu Seite mehr gefesselt. Das liegt an Rolf Schneiders wunderbarem Stil, mit nüchterner Sprache und effektvoll gesetzten Wiederholungen. Doch erzeugt genau das einen melancholischen, oft aber auch amüsanten Ton. Nichts ornamenthaft Geschöntes stört den Lesefluss, der Autor bewertet seine Protagonisten nicht. Und das ist so gut und macht den Roman dadurch umso eindrücklicher. Janowitz, das ist das Schloss der Nádherný von Borutin in Böhmen. Die Schlossherrin, Sidonie von Borutin, hat häufig illustre Gäste zu Gast – Musiker, Intellektuelle, Literaten Auch Rainer Maria Rilke und der Herausgeber der „Fackel“, Karl Kraus, sind oft zu Gast. Sie buhlen beide um die schöne Sidonie – und sind sie nicht beide geeignete Heiratskandidaten? Doch der unstete Rilke ist noch mit Clara Westphal verheiratet und steht mit vielen Frauen in Kontakt. Finanzielle Unterstützung bekommt er hauptsächlich durch wohlsituierte, meist adlige Damen. Ob das so bliebe, würde er sich neu verheiraten? Sidonie fühlt sich mehr Karl Kraus verbunden, doch er ist Jude und ist für die von Borutins kein standesgemäßer Ehekandidat. Zwar erscheint Sidonie durchaus als freidenkend-handelnde Frau, sie will unabhängig und selbstbestimmt leben, doch bleibt sie unentschlossen und letztendlich in Konventionen gefangen. Dann bricht der erste Weltkrieg aus und verändert alles. Ausgehend von dieser Dreieckskonstellation in Zeiten diverser politischer Umbrüche erzählt Rolf Schneider die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner und Gäste im Zeitraum von 1913 – 1948. Mir gefällt insbesondere die Darstellung des Umfelds von Karl Kraus, mit Caféhauskultur, den Freunden Adolf Loos, Peter Altenberger und anderen Künstlern und Intellektuellen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es allen an Geschichte und Literatur Interessierten ganz unbedingt empfehlen.

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