Produktbild: Sensibel

Sensibel Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

20.10.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3602 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608116632

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

20.10.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3602 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783608116632

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  • Juti

    aus HD

    5/5

    05.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eine Stimme unserer Zeit Ist…

    eine Stimme unserer Zeit Ist ein Zitat des N-Wortes noch legitim? Und wie soll ich mich zum gendern verhalten? Diese und viele weitere Fragen wie zu Me Too behandelt die Autorin aus philosophischer Sicht. Denn die zweite Frage ist, wie verhalte ich mich, wenn Randgruppe diskriminiert werden. Bin ich dafür sensibel oder dagegen resilient. Boykott oder gar Kündigungen soll es schon gegeben haben. Diese Zeitfragen setzt die Philosophin in Beziehung zu ihren Vorgängern. Während Nietzsche Widerstandsfähigkeit fordert, setzt sich Rosseau wie sein Vorgänger Richardson für mehr Empathie ein, die er vor allem in Frauenbildern findet. Dies war im 18. Jh. schon ein wesentlicher Fortschritt zum Mittelalter, das aus heutiger Sicht nur gewalttätig erscheint. Im 4. Kapitel folgt der Sprung ins 20. Jahrhundert, zu Freud und Jünger. Freud war der erste, der die Triebe untersuchte, die hinter einer guten Handlung stehen. Ernst Jünger beschreibt den Krieg als inneres Erlebnis. Dabei entsteht ein Exkurs, dass Strafen sich vom körperlichen Schmerz entkoppelt. Opfer ist nicht mehr nur der Gefallene im Krieg, sondern auch wer von den Traumas des Krieges erzählen kann. Da liegt es schon quasi auf der Hand, den Traumabegriff unabhängig vom Krieg zu sehen. Den Höhepunkt des Buches bildet das 6. Kapitel, das die Sprachsensibilität behandelt. Sehr gut gefallen hat mir, dass diskriminierende Wörter wie „schwul“ sich zu emanzipatorischen Wörtern entwickelt haben. Und so stellt sich auch beim N-Wort die Frage wer es in welchem Zusammenhang benutzt. Die Frage ist, wie weit man die Zensur von Wörtern zulassen will. Auch auf die Gefahr der kulturellen Aneignung weist die Autorin hin. Schwierig wird es, wenn Amanda Gormans Gedicht „The Hill We Climbed“ nur von schwarzen jungen Frauen übersetzt werden darf, weil andere sich nicht in ihre Lage einfühlen können. Betroffenenperspektive und Standpunkttheorie stehen sich gegenüber. Empathie bedeutet auch den Wechsel von der „ich-“ zur „du-zentrierten-Perspektive“. Im letzten Kapitel widmet sich die Philosophin sich Corona und der wachsenden Distanz in zivilisierten Gesellschaften, die sich beispielsweise in der zunehmenden Wohnfläche äußert. Berührungen sind immer seltener erlaubt. Immer mehr wird Takt- oder Fingerspitzengefühl verlangt. Die Autorin schließt mit dem Tocqueville-Paradox, dass je gleichberechtigter eine Gesellschaft wird desto sensibler wird sie auch für noch bestehende Ungerechtigkeiten (204). Angesichts der Vielzahl kluger Zitat und dem differenzierten Meinungsbild komme ich nicht umhin, 5 Sterne zu vergeben.

  • Bewertung

    5/5

    19.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unglaublich wertvoll

    In Svenja Flaßpöhlers Hörbuch zur Sensibilität wird das Zusammenspiel von Sensibilität und Resilienz von der Vergangenheit bis zur Gegenwart durchleuchtet. Es veranschaulicht auf eine unterhaltsame und durchweg informative Art und Weise wie wir, in einer derzeit herausfordernden Zeit, das Zumutbare neu justieren. Rousseaus Gedanken, dass Schwachheit die Boshaftigkeit eines Menschen hervorruft, Adorno, Nietzsche, Liebsch,... und weitere philosophische Darstellungen werden detailliert und eingänglich dargestellt und diskutiert. Die Positionierung von Frau Flaßpöhler ist meines Erachtens unglaublich gut gelungen und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Ein sehr wertvolles Hörbuch, welches die Wahrnehmung schärft, verdeutlicht das Resilienz die Grundlage jeglicher Autonomie darstellt. Sensibilität und Resilienz sind somit unweigerlich miteinander verbunden. Für mich ein sehr wertvolles Hörbuch, das mich sehr zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt hat. Vielen Dank dafür. "Ich frage mich oft, ob es den festen Grund und Boden, den wir so lange suchen, überhaupt gibt, oder ob es nicht eher unser Schicksal ist, ewig auf offenem Meer zu treiben.“ Alexis de Tocqueville

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