Produktbild: Sehnsucht nach Shanghai

Sehnsucht nach Shanghai Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2021

Verlag

Ebersbach & Simon

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/3 cm

Gewicht

435 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86915-247-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2021

Verlag

Ebersbach & Simon

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/3 cm

Gewicht

435 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86915-247-9

Herstelleradresse

ebersbach & simon
Mozartstraße 2
12247 Berlin
DE

Email: info@ebersbach-simon.de

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  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    17.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine große Liebe im "Paris des Ostens"

    Journalistin, Weltreisende, Abenteurerin, Autorin und erste Bergbauingenieurin der USA - das 92 Jahre währende Leben der 1905 geborenen Emily Hahn war Vieles, nur mit Sicherheit nicht langweilig. Reichlich Stoff für einen Roman also, und natürlich gibt es nicht nur Hahns eigene Bücher zu entdecken (mehr als 50 an der Zahl), sondern auch zahlreiche Veröffentlichungen über diese großartige Schriftstellerin. Und dennoch möchte ich "Sehnsucht nach Shanghai" aus dieser Fülle hervorheben und besonders empfehlen. Ich kann dazu etliche Gründe anführen, nenne hier aber nur die beiden wichtigsten: Autorin Luo Lingyuan hat sich in ihrem biografischen Roman auf die sieben Jahre beschränkt, die Emily Hahn in China, und davon vor allem in Shanghai, verbracht hat. Und doch ist die Geschichte extrem dicht, die Ereignisse folgen so schnell aufeinander, dass einen beim Lesen schier schwindelt und man sich fragt, wie die junge Emily nach all den erlebten Schicksalsschlägen immer weiter machen, sich immer neu erfinden konnte. Besonders erwähnen möchte ich, dass Lingyuan ausschließlich historisch belegte Personen auftreten lässt. Die oftmals überstrapazierte "dichterische Freiheit" fehlt - diese Autorin hat sie schlichtweg nicht nötig, Emilys Leben ist spannend genug, Lingyuan muss nichts dazu erfinden, um eine fesselnde Lektüre zu schreiben. Was allerdings nötig ist, ist umfangreiche Recherche und akribische Auswertung der im Überfluss vorhandenen Originaldokumente. Und hier hat Lingyuan Großartiges geleistet. Sie nutzte ihre familiären Kontakte in die alte Heimat und konnte so nicht nur auf englische und deutsche, sondern auch auf chinesische Originalveröffentlichungen zurückgreifen, sozusagen Informationen "aus erster Hand" nutzen. Herausgekommen ist ein faszinierendes Porträt einer unkonventionellen jungen Frau, die sich durch nichts und niemanden aufhalten ließ. Es ist ebenso die Geschichte einer großen Liebe und deren plötzlichem Ende. Und fast im Vorbeigehen gewinnt man kurze, aber intensive Einblicke in die chinesische Upper Class, das Schicksal der in Shanghai gestrandeten Juden, die vor den deutschen Nazis geflohen waren sowie den zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg. Ein klein wenig zu kurz kommt für meinen Geschmack die Beziehung zwischen Emily und der Ehefrau ihres chinesischem Geliebten Zau Sinmay, die wohl mehr als ambivalent war und zwischen Freundschaft und Eifersuchtsdramen changierte. Aber das wäre vermutlich Stoff für einen weiteren spannenden Roman ...

  • Hoelzchen

    aus Bad Oldesloe

    5/5

    01.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Romanbiographie über eine interessante Frau

    Die in China geborene Autorin Luo Lingyuan, hat diese Romanbiographie über die amerikanische Schriftstellering Emily Hahn geschrieben. Emily Hahn (sie ist Ende zwanzig) und ihre Schwester Hellen verlassen 1935 die USA um in Shanghai ihr Glück zu versuchen. Helen kehrt nach kurzer Zeit in die Heimat zurück, Emily bleibt. Sie hat sich verliebt, in den gleichaltrigen, chinesischen Schriftsteller und Verleger Zau Sinmay. Jedoch ist dieser verheiratet, aber die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und können nicht voneinander lassen. Aber Emily ist kein Kind von Traurigkeit, sie hat diverse Liebschaften und Affären. Shanghai ist in den 1930er Jahren das sogenannte Paris des Ostens und viele Nationalitäten treffen dort aufeinander. Durch ihre Kontakte trifft Emily auf viele bekannte Persönlichkeiten, die ihr auch immer wieder zur Seite stehen und unterstützen. Von Shanghai aus, übt sie weiterhin ihren Beruf als Journalistin aus. Emily Wunsch nach einem Kind wird immer größer, doch es stellt sich keine Schwangerschaft ein. Möglicherweise ist diese auf ihrem Opiumkonsum zurückzuführen. Die Zeiten werden dunkler, die Japaner kommen und für die chinesische Bevölkerung wird das Leben zunehmend schwieriger. Aber Emily schafft es immer wieder auf die Füße zu fallen und durch die richtigen Beziehungen gelingt ihr der größte, berufliche Coup ihres Lebens. Sie entfernt sich immer mehr von ihrer großen Liebe Zaum Sinmay, sie wird schließlich schwanger von einem Engländer. Ihre Tochter kommt zur Welt, doch das Leben in China wird immer härter. Nach acht Jahren Aufenthalt kehrt sie in die USA zurück. Was für ein toller Roman. Luo Lingyuan hat es sofort geschafft und mich in die 1930er Jahre Shanghais geführt. Der Schreibstil flüssig und ohne Schnörkel. Die Länge der Kapitel angemessen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen und war fasziniert von Emily Hahn. Was für eine mutige Frau, was für ein Leben. Ich hatte vorher noch nie von ihr gehört und dieses Buch hat mich neugierig gemacht und ich fing an zu „googeln“, um mehr zu erfahren. Auch ihr weiteres Leben war demnach eher unkonventionell, sie ist sich treu geblieben. Aber das Buch hat mich auch über die Konflikte und Verknüpfungen des fernen Ostens aufgeklärt. All das war mir völlig unbekannt und es hilft nun, bestimmte Hintergründe besser zu verstehen. Das Buch bietet für meinen Geschmack genau die richtige Mischung und bin sehr froh, dass ich die Gelegenheit hatte es zu lesen. Für mich ganz klar eine Leseempfehlung, wenn man diese Art von Romanen mag.

  • yellowdog

    5/5

    19.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Abenteurerin Von Luo…

    Die Abenteurerin Von Luo Lingyuan sind schon mehrere Bücher erschienen. Ich habe sie erst jetzt entdeckt und es genossen, ihren Roman Sehnsucht nach Shanghai zu lesen. Das Buch ist eine Romanbiografie und hat Atmosphäre. 1935 ist Shanghai für die Amerikaner und andere Ausländer durchaus ein reizvoller Ort, an dem die höhergestellte reiche Gesellschaft es sich gut gehen lässt. Auch die Amerikanische Journalistin Emily Hahn fügt sich da zusammen mit ihrer Schwester schnell ein. Sie verliebt sich in den Chinesen Shao Sinmay, der Verleger ist. Interessant an dem Buch ist, dass es Emily Hahn wirklich gab. Sie lebte von 1905 bis1997, schrieb für das Magazin The New Yorker und war wirklich von 1935 bis 1943 in Shanghai. Mit ihren Biografien und Reportagen über China wurde sie berühmt. Sie war auch z.B. mit Vicky Baum bekannt. Auch andere Figuren wie Shao Sinmay und den Millionär Sir Victor Saasson gab es wirklich. Ich glaube, dass Luo Lingyuan dem Leben in dieser Zeit wirklichkeitsnah folgte und damit ein Porträt von einem Teil von Shanghai dieser Zeit schuf. Shanghai war damals eine Weltstadt, die auch viele jüdische Flüchtlinge aufnahm. Aber die Lage in China brodelte und 1937 griff die Japanische Armee Shanghai an. Luo Lingyuan schreibt detailliert und mitreißend über die Ereignisse.

  • Bibliomarie

    aus Düsseldorf

    4/5

    30.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die chinesischen Jahre der Emily Hahn

    „Wann immer sich mir die Gelegenheit bot, habe ich unbewusst den Weg eingeschlagen, der ins Ungewisse führte.“ Dieses Zitat der amerikanischen Journalistin Emily Hahn beschreibt ihr Lebensmotto. Eine selbstbewusste, Abenteuer liebende Frau, neugierig auf fremde Kulturen und Menschen ist. Das Shanghai der 30ger Jahre ist das Ziel einer Reise, die sie mit ihrer Schwester Helen unternimmt. Shanghai hatte zu dieser Zeit den Beinamen „Paris des Ostens“ trägt. Luxuriöse Einkaufsmeilen und Hotels locken die Reichen aus dem Westen an. Eine Landmarke ist das Cathay Hotel, in dem die beiden Damen die erste Zeit logieren und Emily mit dem Besitzer Victor Sassoon eine besondere Verbindung haben wird. Aber schon bald möchte Emily das wahre Shanghai kennenlernen und sucht sich eine Wohnung inmitten der Stadt. Sie hat inzwischen den chinesischen Verleger und Schriftsteller Zau Sinmay kennengelernt und sich in den verheirateten Mann verliebt. Als Helen in die Staaten zurückkehrt, bleibt Emily in Shanghai und beginnt ihre Reportagenreihe für das amerikanische Magazin „The New Yorker“. Sie wird eine Institution in der Stadt, immer mit ihren kleinen Gibbons unterwegs, sieht man sie auf den angesagten Festen. Ihre Affäre mit Zau Sinmay verleiht ihr einen verruchten Nimbus. Ihr Wunsch nach einem gemeinsamen Kind bleibt unerfüllt. Selbst als die Situation in Shanghai durch den Überfall der Japaner bedrohlich wird, harrt sie dort aus und steht der Familie Sinmays zur Seite. Die Romanbiografie der Schriftstellerin Luo Lingyuan hat mich mit dieser außergewöhnlichen Frau bekannt gemacht. Das wird von der Autorin sehr bildhaft in inszeniert. Obwohl ich anfangs nicht viel Sympathie für Emily Hahn entwickelt habe, fand ich diesen Roman eines Lebens spannend und mitreißend erzählt. Shanghai ist eine prächtige Kulisse und die Beschreibungen der Stadt sind großartig. Sehr informativ waren die Beschreibungen der unterschiedlichen Kulturen, die in der Stadt aufeinander prallen. Die Denkweise der Chinesen die sich komplett von den westlichen, meist amerikanischen Bewohnern unterscheiden und Emily als Grenzgängerin mittendrin. Eine farbige und lebhafte Schilderung, bei der ich viel über den chinesisch-japanischen Konflikt erfahren habe und den Beginn der chinesischen Revolution. Da hätte ich sogar gerne noch mehr erfahren. Ein fundiertes Nachwort hat mich angeregt mehr über Emily Hahn und ihre Zeit zu erfahren.

  • Bewertung

    4/5

    24.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben fern der Heimat

    Eine junge Frau in Shanghai Emily Hahn wagt es, zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts China zu erkunden - zunächst in Begleitung ihrer Schwester, später auch allein, lebt und arbeitet sie für das amerikanische Magazin „New Yorker“, das sich noch heute mit seinen Reportagen einen Namen macht.Emily lernt den Glamour der Stadt Shanghai kennen, trifft Exzentriker wie den Millionär Sassoon - und verliebt sich in einen chinesischen Zeitungsverleger, der seinerseits bereits verheiratet ist. Die Verhältnisse im Shanghai der dreißiger Jahre, das als pulsierende Metropole mit großer Wirtschaftskraft jahrelang eine Sonderrolle gegenüber dem von politischen Wirren heimgesuchten Festland China bewahren konnte, spielen ebenso eine Rolle, wie Emily’s Privatleben. Das Buch hat meine Sicht auf die neuere Geschichte Chinas bereichert und ein lebendiges Porträt einer Frau gezeichnet, die den Mut besaß, fern der Heimat ihre ganz eigenen Wege zu gehen.

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