Produktbild: Das Archiv der Gefühle

Das Archiv der Gefühle Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

25.08.2021

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

5727 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104909257

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

25.08.2021

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

5727 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104909257

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  • yellowdog

    5/5

    03.10.2021

    eBook (ePUB 3)

    Die inneren Monologe

    Ein neuer Roman des Schweizer Schriftsteller Peter Stamm weckte natürlich mein Interesse. Peter Stamms ruhiger Stil, sein lakonischer Tonfall und sein Erzählgeschick lassen Das Archiv der Gefühle zu einem besonderen, wenn auch ungewöhnlichen Roman werden. Eigentlich ist es wie ein Ein-Mann-Stück. Der Archivar ist halbfreiwillig ein Einsiedler, der sich in der Stille seines einsamen Hauses dem Sammeln und Ordnen widmet und sich seinen Erinnerungen hingibt. Dabei ist die melancholische Stimmung, die vom Protagonisten ausgeht, spürbar. Diese Erinnerungen umfassen schließlich auch sein Kindheit und Jugend und vor allen seine Liebe zur Jugendfreundin Franziska. Mit ihr, die ein bekannte Sängerin wurde, steht er fast durchgängig im inneren Monolog, obwohl sie sich seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gesehen haben. Es gibt einige bemerkenswert ausformulierte Sätze im Roman, die Peter Stamm gut gestaltet hat. Es wird ein Roman, den man nicht so schnell vergessen wird. Vielleicht sein bestes Buch!

  • Bewertung

    5/5

    24.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Peter Stamm in Hochform

    Für mich seit langem der beste "Stamm": Ein Archivar klammert sich nach dem Verlust seiner Arbeit an seine Tätigkeit, indem er die wegzuwerfenden Akten (nun digitalisiert) kurzum in seinem Keller lagert und akribisch jede Information sammelt, die mit seiner Jugendliebe Franziska, nun eine bekannte Sängerin, zu tun haben. Eine schrullige Hauptfigur, die in seiner Eigenheit faszinierend authentisch bleibt. Das kann keiner besser als Peter Stamm.

  • Klara

    5/5

    29.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sammeln und ordnen als Lebensaufgabe

    In Peter Stamms neuem Roman geht es um einen sehr skurrilen Charakter. Der namenlose Protagonist war früher Archivar, wurde aber arbeitslos, als man Dokumente nicht mehr in Papierform speicherte. Er lebt allein in dem von der Mutter geerbten Haus, wo er das von seinem Arbeitgeber übernommene Archiv täglich viele Stunden lang ergänzt. Er beachtet strenge Regeln, ohne die geringsten Veränderungen zuzulassen, weil er in einer ewigen Gegenwart leben möchte. Das Chaos der Welt macht ihm Angst. Er sieht seine Aufgabe darin, es zu ordnen und nicht darin, etwas Neues, Eigenes zu schaffen. So hat er auch fast 40 Jahre lang an der Liebe seines Lebens festgehalten, ohne dass daraus jemals eine Beziehung wurde. Es ist die Mitschülerin Franziska, die unter dem Namen Fabienne als Sängerin Karriere machte. Er nahm aus der Ferne an ihrem Leben Anteil und las die Artikel über ihre Beziehungen in der Boulevardpresse. In all den Jahren hatte er Kontakt zu zwei Frauen, einer ehemaligen Arbeitskollegin und einer Mitschülerin 25 Jahre nach dem Schulabschluss, als er eigentlich hoffte, Franziska zu treffen. Er liebte diese Frauen nicht, ließ die Dinge einfach geschehen, ohne jemals die Initiative zu ergreifen. Seine einzige Liebe war und ist Franziska, die ihm immer wieder in den Fantasien seiner Parallelwelt erscheint, die für ihn realer ist als die Wirklichkeit. Mit Mitte 50 wird ihm jedoch bewusst, dass das wirkliche Leben mehr zu bieten hat als das passive Abwarten, das er praktiziert, und er nimmt Kontakt zu Franziska auf. Nach mehreren Anläufen steht er ihr endlich gegenüber und erfährt, dass es in der Vergangenheit zwei Situationen gab, wo er auf sie hätte zugehen müssen, und ihr Leben wäre anders verlaufen. Er beschließt, sich von seinem Archiv zu trennen, weil es ihn unwiderruflich an die Vergangenheit bindet und jegliche Neuorientierung unmöglich macht. Am Ende wagt er tatsächlich einen Neuanfang. Er kann zwar die verflossene Zeit nicht zurückholen, aber für die ihm verbleibende Lebensspanne ein anderer werden. Mir hat dieser ruhig erzählte, sprachlich anspruchsvolle und zum Nachdenken über die eigene Lebensplanung anregende Roman gut gefallen. Er vermittelt die Botschaft, dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern. Besonders beeindruckt hat mich, wie gekonnt der Autor reales Geschehen und Fantasien ineinander übergehen lässt. Ein empfehlenswertes Buch.

  • Bewertung

    aus Nettersheim

    5/5

    28.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feinsinnig

    Der neue Roman von Peter Stamm „Das Archiv der Gefühle“ ist kein Roman, den man einfach runterliest. Man muss sich Zeit nehmen, vielmehr noch, man gönnt sich die Zeit. Denn Peter Stamm ist ein sprachlich beeindruckendes Kunstwerk gelungen, dabei berührend, feinsinnig, philosophisch und die Hauptfigur psychologisch aufmerksam beobachtet. Im Mittelpunkt steht der namenlose Archivar, der zurückgezogen im Haus seiner Mutter lebt und seit 5 Jahren arbeitslos ist, nachdem er im Zuge der Digitalisierung aus dem Pressehaus entlassen worden ist. Doch ohne Arbeit ist er nicht, denn er hat sich das Archiv mitgenommen nach Hause, wo er es mit viel Akribie weiterführt. Für ihn ist es ein Abbild der Welt, das in eine Ordnung gebracht wird, er will das Chaos der Welt ordnen. Das wird zu seinem Lebensinhalt. Immer mehr schottet er sich von anderen Menschen ab, einsam fühlt er sich deswegen nicht. Seine Tage sind gleichförmig, er hat seine Rituale, damit fühlt er sich sicher. Wobei wir erfahren, dass es auch ganz andere Zeiten gab, seine Zeit als Student in Paris etwa, wo er unbeschwert in den Tag lebte und auch viele Kontakte hatte. Sein eigenes Leben findet er eher ungeordnet, zufällig hinterlassenes Spuren. Wir lernen immer mehr von ihm kennen, auch von den Frauenbeziehungen, im Mittelpunkt aber immer Franziska, seine Jugendliebe, an die er sich erinnert. Wobei ihm selber nicht immer klar ist, was ist wirklich geschehen, was hat er sich erträumt. Und wie haben seine Gedanken darüber, was Franziska hätte denken oder meinen können, dazu geführt, dass alles so verlaufen ist, wie es gelaufen ist. Eine spannende Reise ins Bewusstsein! Und dann nimmt er nach 30 Jahren Kontakt zu Franziska auf, die als Fabienne Karriere als Sängerin gemacht hat. Und es beginnt sich etwas zu verändern, ganz langsam, aber durchgreifend. Er geht wieder mehr nach draußen, entdeckt neue Wege, vernachlässigt das Archivieren, will sogar den Ballast loswerden, Franziska kommt näher. Es bahnt sich ein Neuanfang in seinem Leben an, vielleicht auch mit Franziska? Ein wunderbares, leises und feinsinniges Buch über einen außergewöhnlichen Menschen und eine ganz besondere Liebe.

  • Daniel Raetsch

    5/5

    25.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ruhig erzählt, aber mit einer Tiefe die die Seitenzahl nicht vermuten lässt.

    Ein Buch wie ein Makrokosmus im Mikrokosmus, auch wenn es nur knapp 190 Seiten sind, schafft Peter Stamm es in seinem neuen Buch „Das Archiv der Gefühle“, die Welt auf einem Stecknadelkopf abzubilden, auf dem man sich emotional verliert. Gerade die Überschneidungen, bei dem man sich als Leser nicht ganz sicher ist, ist wo man sich gerade befindet, Realität oder Fiktion und das genau Beobachten von Gefühlen machen auch dieses Buch wieder zu einem wahren Lesegenuss. Der Protagonist verliert seinen Job, schafft es in den kommenden Jahren nicht mehr auf die Beine, verliert sich in seinen Erinnerungen und versucht diese zu Katalogisieren und zu Archivieren. Er geht in dieser Welt völlig auf von außen wirkt er hoffnungslos, aber seine Fantasie und Erinnerung ist ihm Genug. Was ein Gefühl, ein Kuss alles bewirken kann. Der Versuch eines Neuanfangs und das zum Scheitern verurteilte Unterfangen, seine eigene Akte, die Akte des Lebens, umzuschreiben. Das Buch ist kein Reißer, kein wendiges Drama, sondern die genaue Beobachtung dessen was das Leben ausmacht. Mit einer sprachlichen Brillanz erzählt, die es heute nur noch selten gibt. Eine klare Empfehlung für Leser, die dem banalen Mainstream entfliehen wollen.

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