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Der Charme der langen Wege

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.07.2021

Abbildungen

8, mit Illustrationen des Autors

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,8/12,5/2,2 cm

Gewicht

282 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-057-8

Beschreibung

Rezension

»trotz der vielen Verfallsprozesse [klingt der Roman] nicht nach Klagelied, sondern eher nach festlicher Abschiedssymphonie« – Judith Hoffmann/Ö1 Mittagsjournal (im Gespräch mit Hanno Millesi)
»2017 wurde Millesi mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis ausgezeichnet. Er sei ein ›Meister darin, mit einer sorgfältig gebauten, Eigenarten und Obsessionen sehr genau zelebrierenden Sprache ausweglos erscheinende, groteske Lebenssituationen plastisch und vor allem mit viel Witz und Ironie zu schildern und bis in die absurdesten Konsequenzen auszuleuchten‹, begründete die Jury damals ihre Wahl. ›Er unterhält mit einem hochartifiziellen Sinn für absonderliche, unsere Gegenwart ungewohnt treffend charakterisierende Figuren und Geschichten.‹ Treffender lässt sich auch kaum sein neues Buch charakterisieren.« – APA
»eine sehr ungewöhnliche Geschichte, die auch sehr tief geht, mal zum Lachen, mal zum Weinen ist und viel mehr.« – Daniella Baumeister, hr2-kultur (im Gespräch mit Hanno Millesi)
»›Der Charme der langen Wege‹ erzählt durchaus schwärmerisch von der analogen Ära in der Musik-und Unterhaltungsbranche – wissend, dass es keinen Weg zurück gibt.« – Sebastian Fasthuber, Falter
»Mit Liebe zum technischen sowie zum sprachlichen Detail widmet sich Millesi in ›Der Charme der langen Wege‹ einer Zunft, die zu weiten Teilen bereits von moderner Technologie ersetzt wurde.« – Sophie Weiland, ORF
»Die Wirklichkeit abzubilden und neue Welten zu erschaffen, gehört auch zu den Eigenschaften der Literatur. Wenn etwa Millesi in Der Charme der langen Wege mit Hilfe von Worten Töne nachzubilden sucht, ist dies letztlich auch eine (gelungene) Täuschung. Ein Roman, der nachdenklich stimmt und dabei sehr viel Charme versprüht.« – Barbara Seidl, Litrobona
»Der Wiener Schriftsteller Hanno Millesi ist eine singuläre Erscheinung in der österreichischen Gegenwartsliteratur – mit Preisen dekoriert, dabei ein ewiger Geheimtipp. Was sein literarisches Schaffen auszeichnet, ist die Fähigkeit zu einer präzisen Beobachtung von Details, die jeden noch so faden Raum vital und angefüllt mit einem Möglichkeitsgewimmel erscheinen lassen – als würde man sich etwas unter dem Mikroskop anschauen und allerhand Lebensformen entdecken, die dem gewöhnlichen Blick verborgen bleiben.« – Jana Volkmann, Tagebuch
»Das ist einmal etwas ganz anderes – wobei es auch hier um Verlust und Abschied und um Täuschungen geht, aber sie drängen nicht in den Vordergrund.« – Peter Pisa, Kurier
»Fragen über Fragen. Lambert in Hanno Millesis unerhört amüsanten und melancholischen Buch ›Der Charme der langen Wege‹ kann sie beantworten. Töne sind sein Beruf. Und dieses Werk eine Schule des Hörens.« – Barbara Weitzel, Welt am Sonntag
»ein tragikomischer Abgesang auf jene Menschen und Dinge, die unwillkürlich aus der Zeit fallen.« – Erwin Uhrmann, Die Presse

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.07.2021

Abbildungen

8, mit Illustrationen des Autors

Verlag

Edition Atelier

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,8/12,5/2,2 cm

Gewicht

282 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99065-057-8

Herstelleradresse

Literaturverlag Poll GmbH
Nußdorfer Straße 62/2|1090|Wien|AT
office@editionatelier.at

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Ungewöhnlich

Jashrin aus Baesweiler am 17.08.2021

Bewertungsnummer: 1551399

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich durch die Buchbeschreibung keine richtige Vorstellung davon, was mich erwarten würde, aber da ich ja neugierig bin, habe ich beschlossen herauszufinden, worin „Der Charme der langen Wege“ liegt. Nun, knapp 200 Seiten später, bin ich nicht wesentlich schlauer. Wobei – im Grunde stimmt das nicht. Ich weiß, was ich gelesen habe, aber es fällt mir schwer, die passenden Worte zu finden, um das Buch und mein Leseerlebnis zu beschreiben. Es geht um Lambert, für den die Welt stets aus den unterschiedlichsten Lauten bestand und der sich als Geräuschemacher vituos auzudrücken wusste. Bevor die Computertechnik auch in seinem Metier Einzug hielt, war er gemeinsam mit seinem Partner stets auf der Suche nach dem perfekten Geräusch für ein Bild, eine Szene, einen Radiobeitrag – je nachdem, wie der Auftrag lautete. Sindy & Bert, wie sie sich nannten, haben keine Mühe gescheut, bis sie mit ihrem Werk zufrieden waren. Doch inzwischen ist aus Bert wieder Lambert geworden und von Sindy hat er seit vielen Jahren nichts mehr gehört. Er fristet seine Tage in einem Vorort einer Stadt, die langsam zerfällt, und füllt seine Tage mit Spaziergängen. Die Geräusche, die ihm immer wichtig waren, lassen ihn langsam im Stich, sein Gehör lässt nach. Einer seiner Wege führt ihn zunächst in seinen eigenen Keller, aus dem er eine alte, analoge Bandmaschine holt, seine DX-8. Dieses antike Gerät hat ihm lange Zeit gute Dienste geleistet, doch so wie er sich von seiner Vergangenheit lösen muss, scheint es auch an der Zeit zu sein, ein neues Zuhause für die DX-8 zu finden. Während wir Bert bzw. Lambert begleiten, erfahren wir einiges aus seinem Leben. Wir sind dabei, als er zum ersten Mal auf die DX-8 trifft, als er Sindy kennenlernt und als er verwirrt mit der Maschine auf der Schubkarre durch eine einstmals vertraute Gegend irrt. Es ist eine teils tragische Geschichte, auch wenn sie in einigen Szenen eine gewisse Skurrilität und auch Komik offenbahrt. Der Schreibstil ist eher ungewöhnlich, es gibt keine Dialoge, alles wird nur beschrieben. Die Sätze sind manches Mal fast poetisch, manchmal metaphorisch, zuweilen sperrig und oft verschachtelt. „Während es ihm, der jene Unzertrennlichkeit bei seinem unangekündigtem Erscheinen in der elterlichen Wohnung ebenfalls gleich wiedererkannt zu haben meinte, in der Folge gar nicht so leicht fiel, die letzten Reste dessen, womit er doch angeblich schon die längste Zeit über abgeschlossen hatte, hinter sich zu lassen, schien es Sandip gar nicht abwarten zu können, endlich ausreichend Ballast abgeworfen zu haben, um – einer Raumkapsel vergleichbar, die sich Stufe um Stufe der für den Start unverzichtbaren Trägerrakete entledigt – die auf ihm lastende Atmosphäre zu verlassen.“ (Seite 126) Diese Schreibweise ist der Hauptgrund, weshalb ich trotz der eher geringen Seitenanzahl relativ lange gebraucht habe, bis ich den Roman beendet hatte. Dies lag aber keineswegs daran, dass mir das Buch nicht gefallen hat oder es langweilig gewesen wäre. Vielmehr hat der Schreibstil es trotz seiner langen Wege geschafft, eine Art Sog für mich zu entwickeln und ich habe mich stets gefragt, wohin der Weg Lambert führen wird. Insgesamt für mich ein Roman, der in keine Schublade passt, auf den man sich einlassen muss und der einem ab und zu auch ein wenig Durchhaltevermögen abverlangt. Doch genau aus diesem Grund ist „Der Charme der langen Wege“ ein Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Ungewöhnlich

Jashrin aus Baesweiler am 17.08.2021
Bewertungsnummer: 1551399
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich durch die Buchbeschreibung keine richtige Vorstellung davon, was mich erwarten würde, aber da ich ja neugierig bin, habe ich beschlossen herauszufinden, worin „Der Charme der langen Wege“ liegt. Nun, knapp 200 Seiten später, bin ich nicht wesentlich schlauer. Wobei – im Grunde stimmt das nicht. Ich weiß, was ich gelesen habe, aber es fällt mir schwer, die passenden Worte zu finden, um das Buch und mein Leseerlebnis zu beschreiben. Es geht um Lambert, für den die Welt stets aus den unterschiedlichsten Lauten bestand und der sich als Geräuschemacher vituos auzudrücken wusste. Bevor die Computertechnik auch in seinem Metier Einzug hielt, war er gemeinsam mit seinem Partner stets auf der Suche nach dem perfekten Geräusch für ein Bild, eine Szene, einen Radiobeitrag – je nachdem, wie der Auftrag lautete. Sindy & Bert, wie sie sich nannten, haben keine Mühe gescheut, bis sie mit ihrem Werk zufrieden waren. Doch inzwischen ist aus Bert wieder Lambert geworden und von Sindy hat er seit vielen Jahren nichts mehr gehört. Er fristet seine Tage in einem Vorort einer Stadt, die langsam zerfällt, und füllt seine Tage mit Spaziergängen. Die Geräusche, die ihm immer wichtig waren, lassen ihn langsam im Stich, sein Gehör lässt nach. Einer seiner Wege führt ihn zunächst in seinen eigenen Keller, aus dem er eine alte, analoge Bandmaschine holt, seine DX-8. Dieses antike Gerät hat ihm lange Zeit gute Dienste geleistet, doch so wie er sich von seiner Vergangenheit lösen muss, scheint es auch an der Zeit zu sein, ein neues Zuhause für die DX-8 zu finden. Während wir Bert bzw. Lambert begleiten, erfahren wir einiges aus seinem Leben. Wir sind dabei, als er zum ersten Mal auf die DX-8 trifft, als er Sindy kennenlernt und als er verwirrt mit der Maschine auf der Schubkarre durch eine einstmals vertraute Gegend irrt. Es ist eine teils tragische Geschichte, auch wenn sie in einigen Szenen eine gewisse Skurrilität und auch Komik offenbahrt. Der Schreibstil ist eher ungewöhnlich, es gibt keine Dialoge, alles wird nur beschrieben. Die Sätze sind manches Mal fast poetisch, manchmal metaphorisch, zuweilen sperrig und oft verschachtelt. „Während es ihm, der jene Unzertrennlichkeit bei seinem unangekündigtem Erscheinen in der elterlichen Wohnung ebenfalls gleich wiedererkannt zu haben meinte, in der Folge gar nicht so leicht fiel, die letzten Reste dessen, womit er doch angeblich schon die längste Zeit über abgeschlossen hatte, hinter sich zu lassen, schien es Sandip gar nicht abwarten zu können, endlich ausreichend Ballast abgeworfen zu haben, um – einer Raumkapsel vergleichbar, die sich Stufe um Stufe der für den Start unverzichtbaren Trägerrakete entledigt – die auf ihm lastende Atmosphäre zu verlassen.“ (Seite 126) Diese Schreibweise ist der Hauptgrund, weshalb ich trotz der eher geringen Seitenanzahl relativ lange gebraucht habe, bis ich den Roman beendet hatte. Dies lag aber keineswegs daran, dass mir das Buch nicht gefallen hat oder es langweilig gewesen wäre. Vielmehr hat der Schreibstil es trotz seiner langen Wege geschafft, eine Art Sog für mich zu entwickeln und ich habe mich stets gefragt, wohin der Weg Lambert führen wird. Insgesamt für mich ein Roman, der in keine Schublade passt, auf den man sich einlassen muss und der einem ab und zu auch ein wenig Durchhaltevermögen abverlangt. Doch genau aus diesem Grund ist „Der Charme der langen Wege“ ein Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Die Welt der Geräusche

yellowdog am 11.09.2021

Bewertungsnummer: 1564995

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Wiener Schriftsteller Hanno Millesi gestaltet am Beispiel seines Protagonisten Lambert eine Hommage an einen Beruf, den es so nicht mehr gibt: Dem Geräuschemacher für Filme. Lambert war zusammen mit seinem Partner Sindy eine Zeit lang erfolgreich in dieser Tätigkeit, die ihm viel bedeutet. Doch inzwischen ist das Geräuschemachen in seiner analogen Art vollkommen durch Computer verdrängt, die eine größere Palette an Geräuschen jederzeit produzieren kann, wenn auch seelenloser. Lambert, der also inzwischen im Ruhestand ist, leidet nach einem Unfall zudem an einen Hörverlust. Eine persönliche Katastrophe für ihn und er unternimmt einen Anlauf, sich zurück an alte Orte und Erinnerungen zu bringen. Es ist ein starkes Bild des flanierenden Lambert mit seiner Schubkarre, in der seine alte, analoge Soundmaschine steht. Es ist aber auch der Weg zu verschwundenen Tonstudios und geschlossenen Kinos. Mit dem Motiv des Verschwindens erinnert er leicht an den Schweizer Arno Camendisch. Hanno Millesi erzeugt einige originelle, melancholische wie komische Bilder. Das Buch enthält auch tatsächlich ein paar Illustrationen. Der Charme der langen Wege ist ein ungewöhnliches und originelles Buch.

Die Welt der Geräusche

yellowdog am 11.09.2021
Bewertungsnummer: 1564995
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der Wiener Schriftsteller Hanno Millesi gestaltet am Beispiel seines Protagonisten Lambert eine Hommage an einen Beruf, den es so nicht mehr gibt: Dem Geräuschemacher für Filme. Lambert war zusammen mit seinem Partner Sindy eine Zeit lang erfolgreich in dieser Tätigkeit, die ihm viel bedeutet. Doch inzwischen ist das Geräuschemachen in seiner analogen Art vollkommen durch Computer verdrängt, die eine größere Palette an Geräuschen jederzeit produzieren kann, wenn auch seelenloser. Lambert, der also inzwischen im Ruhestand ist, leidet nach einem Unfall zudem an einen Hörverlust. Eine persönliche Katastrophe für ihn und er unternimmt einen Anlauf, sich zurück an alte Orte und Erinnerungen zu bringen. Es ist ein starkes Bild des flanierenden Lambert mit seiner Schubkarre, in der seine alte, analoge Soundmaschine steht. Es ist aber auch der Weg zu verschwundenen Tonstudios und geschlossenen Kinos. Mit dem Motiv des Verschwindens erinnert er leicht an den Schweizer Arno Camendisch. Hanno Millesi erzeugt einige originelle, melancholische wie komische Bilder. Das Buch enthält auch tatsächlich ein paar Illustrationen. Der Charme der langen Wege ist ein ungewöhnliches und originelles Buch.

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