Rezension
»Die große Überraschung des Herbstes kommt von Andreas Pavlic.« – Robert Renk, Wagner Buchmagazin
»Der historische Debütroman ›Die Erinnerten‹ (Edition Atelier) von Andreas Pavlic setzt sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Doch könnte der Text nicht aktueller sein, denn der gebürtige Innsbrucker, mittlerweile wohnhaft in Wien, wirft einen Blick auf gesellschaftspolitische Entwicklungen, die auch vor dem Individuum nicht Halt machen. Keine der dargestellten Figuren wurde mit Etiketten wie ›gut‹ oder ›böse‹ versehen. Sichtbar wird nur wie schnell sich alles ändern kann …« – Christina Vettorazzi, goodnight.at
»Andreas Pavlic beschäftigt sich in seinem Roman mit Erinnerung und Verdrängung und verwebt die globale und lokale Geschichte im Wechselspiel. Er fragt danach fragt, wie Menschen handeln, wenn sich alles um sie verändert, und erzählt über die Freiheit, Entscheidungen zu treffen. Ergebnis ist ein ergreifender, exzellent recherchierter Roman mit wachem Blick in die hinteren Ecken der Geschichte.« – stadtbekannt
»Bemerkenswert ist die Empathie, die Pavlic den handelnden Personen entgegenbringt. Er nimmt sie ernst, erweist sich als nachsichtig gegenüber ihren Fehlern und Halbheiten, korrigiert oder kommentiert ihr Verhalten nicht besserwisserisch, sondern gesteht ihnen das Vermögen zu, ihre lange Zeit ziellosen und widersprüchlichen Träume mit den Möglichkeiten, die ihnen zu Verfügung stehen, in Einklang zu bringen. Im Gegensatz zu fast allen Schriftstellerkollegen, die sich am gleichen Thema versucht haben, kommt ihm nicht in den Sinn, ihr Leben durch die Misslichkeiten zu entwerten, unter denen es sich entfalten musste.« – Erich Hackl, Tagebuch
»In ›Die Erinnerten‹ vereinen sich schriftstellerisches Geschick und historische Forschungsarbeit zu einem äußerst empfehlenswerten Werk – vor allem für jene, für die es nicht immer das politische Sachbuch sein muss.« – Gabriel Kuhn, Analyse und Kritik
»Pavlic zeigt nicht ohne bitteren Humor die Wendigkeit, mit der sich Tiroler Geschichts- und Traditionsbewusstsein für eine völkisch-rassistische Ideologie missbrauchen ließ, und wie man am Ende mit ein paar raschen, geistesgegenwärtigen Entscheidungen zum Widerstandskämpfer werden konnte. … Und so erinnert Andreas Pavlic in „Die Erinnerten“ an beides: Dass es durchaus schwierig sein kann, sich selbst treu zu bleiben; und dass es wichtig ist, danach über sein Tun ehrlich Rechenschaft abzulegen.« – Wolfgang Huber-Lang, APA
»Das Romandebut ›Die Erinnerten‹ von Andreas Pavlic ist ein präzises Portrait der Zerrissenheit einer jungen Frau zwischen Ablehnung und Anerkennung. … Dass das Romandebüt nicht von einer unumstößlichen Wahrheit der zeitgeschichtlichen Ereignisse der 1. Republik und des NS-Regimes erzählt, macht es zu einer idealen Schullektüre.« – Ursula Ebel, Literaturhaus Magazin