Die Geschichten rund um James Bonds Autos sind noch nicht auserzählt. Nach dem Erfolg des ersten Bandes legt Filmjournalist Siegfried Tesche nach: Der fliegende AMC Matador aus »Der Mann mit dem Goldenen Colt« und der zersägte BMW Z8 aus »Die Welt ist nicht genug« treffen auf weitere berühmte Fahrzeuge von 007. Erstmals werden auch die Motorräder des Doppel-Null-Agenten in einem Buch gewürdigt. Daneben widmet sich der Autor weiteren heißen Film-Verfolgungsjagden und beleuchtet den Wandel der Frauenrolle in den Bond-Filmen, die nicht nur vom Talent ihrer Darstellerinnen lebt.
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Die tollen Fotos alleine sind…
ws aus Markdorf am 10.11.2021
Bewertungsnummer: 2754131
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die tollen Fotos alleine sind es nicht... ... die den Reiz dieses zweiten Bandes mit dem Thema James Bond und seine Fahrzeuge ausmachen. Es sind die Hintergrundgeschichten, die Story-Boards, wie diese oder jene Szene in Szene gesetzt wurde, die Aufnahmen wie die zahlreichen Effekte, die in den Filmen zu sehen sind, realisiert wurden. Sehr informativ und aufschlussreich. Keine Frage, auch die Fahrzeuge als solche werden präsentiert. Sei es mit ihren Um- oder Anbauten, sei es mit ihren technischen Daten und Fakten. Motorleistung, Höchstgeschwindigkeit, verkaufte Stückzahlen. Nicht an 007, sondern an das normale Publikum, die sich solch ein Auto leisten wollten/konnten. Und was diese hinzublättern hatten, um genau solch ein Fahrzeug ihr Eigen nennen zu können. Hier ist von 'Fahrzeugen' die Rede. Denn bekanntlich war Bond ja mehrfach auf zwei Rädern unterwegs. Um genau diese geht es dann im Kapitel 2. Angefangen mit der BSA 650 Lightning samt der in der Vollverkleidung integrierten vier Raketen. Die Yamaha XJ 650 Turbo aus 'Sag niemals nie' und natürlich die BMW R 1200 C aus 'Der Morgen stirbt nie, kommt ebenso zu Ehren wie die Honda CRF 250R ('Skyfall') und die beiden Triumphs. Zum einen die Scrambler 122 XE und zum Zweiten die Tiger 900 aus dem Film 'Keine Zeit zu sterben'. Bei allen Fahrzeugen wird auch die Screen Time angegeben. Für die Leser, die sich auch für die jeweilige weibliche Begleitung von 007 interessieren: im relativ kurz gehaltenen Kapitel 4 'Bond und die Frauen' werden einige von ihnen vorgestellt. Allerdings ohne weitere Datenangaben...
Ganz starker Hauptteil
Bewertung aus Trittau am 11.10.2021
Bewertungsnummer: 1586781
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Bond-Fan Siegfried Tesche hat mit den „Motorlegenden James Bond – Ein Bond ist nicht genug“ die Lücken geschlossen, die im ersten Buch offengeblieben sind. So werden jetzt weitere Bond-Autos ausführlich vorgestellt, geradezu genüsslich seziert. Wie sie aufgerüstet wurden, was sie von den Serienmodellen noch unterscheidet, wie die Promotion dafür lief, welche neuen Farben kreiert wurden und was letztendlich aus diesen Fahrzeugen wurde.
Da gibt es viel zu Staunen und noch viel mehr zum Schmunzeln. Wenn z.B. Ford sich bereit erklärt hatte, „kostenlos“ ihre Fahrzeuge für den Film Diamantenfieber zur Verfügung zu stellen, dann aber am Ende aber feststellen mussten, dass sie nur noch zu Schrott gefahrene Fahrzeuge zurückerhielten. Da wurde dann doch eine fünfstellige Summe eingefordert. Oder wie sich betuchte Menschen gefakte Wagen andrehen ließen und sich wunderten, dass sie diese nicht mit hohem Gewinn weiterverkaufen konnten. Die erstmalige Zusammenarbeit mit BMW, was ja damals in Großbritannien zu einem Aufschrei der Empörung führte, wird sehr plastisch beschrieben und insbesondere der kommerzielle Erfolg für den Autobauer vorgerechnet.
Viele Wagen werden hier vorgestellt, wer hier nicht vorkommt, ist bestimmt schon in Band 1 ausführlich besprochen worden. Ausführlich werden Stunts beschrieben, wie sie gemacht wurden, wer sie machte, was dabei schwer war. Zum Ende des Buches hin werden dann noch diverse Motorräder aus Bond-Filmen vorgestellt, hier gibt es sogar ein paar Einblicke in den neuesten Film, Drehorte und Teile der Stunts werden hier schon einmal mehr als nur angerissen.
Das ist wirklich ein starker Hauptteil, den Bond-Fans bestimmt lieben werden. Egal wieviel du weißt, hier erfährst du mehr. Doch warum wurde nach den Motorrädern nicht Schluss gemacht? Was sollen diese beiden kurzen Schlusskapitel? 6 reichlich bebilderte Seiten über drei Drehorte, zwei davon waren schon vorher im Hauptteil vorgekommen sind ehrlich gesagt einfach nur überflüssig. Den Schluss machen dann 9 Seiten über „Bond und die Frauen“. Hier wird kurz und knapp der sexistische Teil der Bond-Filme und das noch drastischere Frauenbild in den Romanen thematisiert, der kurze Ruhm, den viele Models als Bond-Girls genießen konnten, wird in Gagen, die sie danach verdienen konnten, verdeutlicht. Die Plakate für die Bondfilme mit den halbnackten Frauen, die sie zu Gespielinnen des Helden machen, werden beschrieben. Erst die Filme mit Daniel Craig beendeten diese Unsitte. Und bei der Produktion, Regie oder dem Drehbuch hatten Frauen so gut wie nichts zu sagen. So ein wichtiges Thema und dann nur 10 bebilderte Seiten, von denen zwei nur ein Foto zeigen? Hier wurde eine Chance verschenkt.
Fazit: ein wirklich gutes Buch, dem am Ende leider die Luft ausgeht.
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