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Menschliche Dinge Roman | Ein kluger und provokativer Kommentar zu unserer Zeit | »Ein packendes Stück Literatur.« Peter Henning, Spiegel Online

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

11807

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.11.2021

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

317 g

Farbe

Messing / Schwarz

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Les Choses humaines

Übersetzt von

Maja Ueberle-Pfaff

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06528-1

Beschreibung

Rezension

„Gerade mittels ihrer Perspektivwechsel vermag Karine Tuil, das Denken und Handeln ihrer Figuren minuziös auszuleuchten. Auf diese Weise handelt sie das heikle Thema der sexualisierten Gewalt gegenüber Frauen eben nicht stereotyp ab, sondern blättert Hintergründe auf.“ ("SWR2 Lesenswert")
„Karine Tuil liefert mit »Menschliche Dinge« den Roman zur MeToo-Debatte“ ("Der Freitag")
„Hochspannend und toll geschrieben ist dieser Roman vor dem Hintergrund der #MeToo-Debatte.“ ("Zeit für Kultur")
„Karine Tuil hat einen spannenden und facettenreichen Roman geschrieben, den man als schonungslose Bestandsaufnahme zur Beziehung der Geschlechter und den sozialen Machtverhältnissen lesen kann.“ ("Fränkische Nachrichten")
„Brilliant, atemlos und beklemmend.“ ("Freie Presse")
„Karine Tuil schreibt einen Gesellschaftsroman, der so aktuell ist, dass der Leser die Schlagzeilen der Medien fast automatisch vor Augen hat.“ ("MDR Thüringen")
„Für ihren bewegenden Roman wurde Karin Tuil zu recht für den Prix Goncourt nominiert.“ ("RBB24 Inforadio Quergelesen")
„Tuil […] umkreist in ihren mitreißenden Gesellschaftspanoramen […] unberbittlich soziale, politische, juristische und ehtische Fragestellungen.
„So entsteht in diesem Roman ein komplexes Bild der französischen Gesellschaft. Genau recherchiert, literarisch geschickt konzipiert und […] spannend erzählt wie ein Krimi.“ ("SR Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

11807

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.11.2021

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

317 g

Farbe

Messing / Schwarz

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Les Choses humaines

Übersetzt von

Maja Ueberle-Pfaff

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06528-1

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

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  • Daniela Heinen

    aus Sankt Augustin

    5/5

    20.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein vielschichtiger Roman

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil ich es sehr vielschichtig fand. Es um Alexandre, einen jungen, gebildeten Mann aus der französischen Oberschicht und um Mila, eine junge Frau aus der Mittelschicht. Eines Tages wird Alexandre vorgeworfen, Mila vergewaltigt zu haben, und damit wird eine Lawine losgetreten. Zuerst lässt und das Buch Alexandres Umfeld kennenlernen, seine getrennt lebenden Eltern und ihre neuen Partner:innen, wir erfahren eine Menge über Alexandre selbst und lesen, was an diesem einen Abend zwischen Mila und Alexandre geschah. Und dann werden wir mit mitgerissen von der Lawine. Wir verfolgen den Prozess und erleben, welche Auswirkung das Geschehen nicht nur auf Alexandre und Mila, sondern auch auf ihr Umfeld haben. Es geht um die Unschuldsfrage, um die #metoo Debatte, um Eltern von Opfern und Tätern. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Und weil ich selbst sowohl Söhne als auch Töchter habe, konnte ich die Gefühle und Gedanken beider Eltern nachvollziehen. Ich fand es wirklich gut!

  • Bewertung

    4/5

    18.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein

    "Man könnte den Glauben an die Menschen verlieren." oder "Nichts Menschliches ist uns fremd!" ? "Moralischer Niedergang einer Gesellschaft" oder "Die neue Freiheit des Individuums"? Die Autorin beschreibt anhand einer Familie die Verflechtungen von Sex und Macht, von Eitelkeit und Loyalität und von großer Einsamkeit. Ich hätte gern auf die ausschweifenden Beschreibungen der Gerichtsverhandlungen verzichtet; es war ermüdend, die gleichen Sachverhalte immer wieder zu lesen. Trotzdem war die Autorin Karine Tuil für mich eine Entdeckung, sodass ich gern zu weiteren Büchern von ihr greifen werde.

  • Katharina2405

    5/5

    03.08.2020

    eBook (ePUB 3)

    Unterschiedliche Wahrnehmung

    Der Roman „Menschliche Dinge“ von Karine Tuil zeigt uns zwei unterschiedliche persönliche Wahrnehmungen auf eine sexuelle Begegnung. War es womöglich eine Vergewaltigung? Familie Farel ist vermögend und gehört zur Oberschicht von Paris. Jean Farel ist ein berühmter TV-Journalist und moderiert beliebte und quotenstarke Politiksendungen im Fernsehen. Claire Farel ist eine bekannte Feministin, sie kämpft für die Rechte der Frauen, tritt zu diesem Thema ebenfalls im Fernsehen auf und schreibt darüber hinaus Artikel und Bücher dazu. Ihr Sohn Alexandre studiert an der Elite Universität Stanford und hat Aussichten auf eine glänzende Zukunft. Eine perfekte Familie, bis eines Tages die Polizei vor der Tür steht. Jemand hat eine Anzeige wegen Vergewaltigung gestellt. Plötzlich gerät alles aus den Fugen. Meinung: Dieser Roman ist einfach klasse und beleuchtet ein aktuelles und durch das Aufkommen der #MeToo-Debatte kontrovers diskutiertes Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, ohne erhobenen Zeigefinger oder die Moralkeule zu schwingen, das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Roman wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so bekommt man ein komplexes Bild von der Geschichte. Die Autorin lässt sich Zeit die Geschichte zu erzählen. Wir lernen die Familie Farel besser kennen. Erfahren etwas über ihre Vergangenheit, aber auch, wie sich ihr aktuelles Leben gestaltet. Dabei wird schnell klar, dass sie extrem hart gearbeitet haben um dort anzukommen wo sie heute sind. Die Protagonisten gewinnen im Verlauf der Geschichte an Komplexität und man kann ihr Handeln gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist gerade zu Anfang nicht immer so flüssig. Manchmal sind doch arg lange und verschachtelte Sätze vorhanden, die meinen Lesefluss gelegentlich gestört haben. Das legt sich aber mit der Zeit, wenn man mit dem Schreibstil der Autorin warm geworden ist und sich eingelesen hat. Nach einer Weile konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Das Thema Vergewaltigung ist das zentrale Thema in diesem Roman. Die Autorin geht sehr spannend damit um. Sie zeigt es uns in einer Grauzone. Wir lernen einen Mann kennen, den man nicht unbedingt als Täter sieht und den man daher verabscheut. Und wir erleben eine Frau in der Opferrolle, mit der man nicht unbedingt auf Anhieb solidarisch mitfühlt. Diese Sicht der Dinge fand ich richtig klasse. Ich konnte beide Seiten nachvollziehen, obwohl es doch eine Seite gab, zu der ich mehr tendiert habe. Die Story zeigt, wie schnell ein Mann den Stempel „Vergewaltiger“ aufgedrückt bekommen kann, obwohl eigentlich die Unschuldsvermutung gelten sollte. Sie zeigt wie tief im Privatleben des Opfers gewühlt wird, und sie zeigt auch wie schlimm die Auswirkungen auf die restlichen Familienmitglieder sind. Gerade für Claire, die eigentlich für die Rechte der Frauen kämpft und nun einen vermeintlichen Vergewaltiger in der Familie hat. Wenn es persönlich wird, drehen sich ganz häufig die Ansichten. Die Autorin geht sachlich aber intensiv mit dem Thema um, ohne den Leser zu belehren. Fazit: Ein spannender Roman, der einen sehr schnell nicht mehr loslässt. Eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    01.08.2020

    eBook (ePUB 3)

    Menschliche Dinge

    Ein messerscharfer, absolut brillant geschriebener Gesellschaftsroman, das Porträt einer hochangesehenen Familie, die vollständig auseinanderbricht... Mich hat diese Geschichte nicht mehr losgelassen, Katherine Tuil schreibt großartig, das Buch entwickelt eine fast thrillerhafte Spannung.

  • Newspaper

    aus Wachtendonk

    5/5

    23.06.2020

    eBook (ePUB 3)

    „Zwei verschiedene Wahrnehmungen derselben Szene.“

    Inhalt: „Die Farels sind schön und reich, haben Einfluss und Macht: Jean Farel ist ein prominenter Fernsehjournalist, seine Frau Claire eine Intellektuelle, bekannt für ihr feministisches Engagement. Ihr Sohn Alexandre, gutaussehend, sportlich, eloquent, studiert an einer Elite-Uni. Eine Familie wie aus dem Bilderbuch, könnte man meinen. Doch eines Morgens steht die Polizei bei den Farels vor der Tür, eine junge Frau hat Anzeige wegen Vergewaltigung erstattet. Die glanzvolle gesellschaftliche Fassade zeigt gefährliche Risse.
 Inspiriert vom "Fall Stanford" und vor dem Hintergrund der MeToo-Debatte, erzählt Karine Tuil in Menschliche Dinge von den Auswüchsen einer Gesellschaft, die auf Leistung und Selbstdarstellung getrimmt ist, in der sich jeder nimmt, was er haben will.“ Schreibstil/Art: Ein Roman der völlig aus dem Leben gerissen ist. Alle Beteiligten sind so authentisch und greifbar beschrieben, dass ich durchgehend das Gefühl hatte, dass Karine Tuil eine wahre Begebenheit nacherzählt. Realistisch wirkt es unter anderem aber auch deswegen, da aktuelle Geschehnisse wie; der Weinstein-Skandal, die #MeToo-Bewegung oder die Strauss-Kahn-Affäre, mit eingebunden sind. Der Stil ist behutsam, intensiv und modern. Die Perspektive switcht zwischen den drei Betroffenen. Spannend wird es erst so richtig zu Mitte des Buches, denn erst dann erfährt man, wem die Vergewaltigung vorgeworfen wird. Vorher konzentriert sich die Autorin auf die Darstellung der Familie und deren Stand in der Öffentlichkeit. Diesen Part fand ich etwas zu langatmig und ziehe deswegen einen Stern bei der Beurteilung ab. 
 Fazit: Dieses Meisterstück ist breitgefächert da ich festgestellt habe, wie einfach es die Frauen heutzutage haben, Männer (die in der Öffentlichkeit stehen) einer Vergewaltigung zu bezichtigen. Aber auch die Sicht eines Mannes, der mit viel Geld und seiner Selbstdarstellung beeinflussend ist. 
 Das Buch regt zum Nachdenken an, spiegelt ruinierte Schicksale und die Zerstörung der Beziehung zwischen Männern und Frauen wieder. Ein Buch dessen Tiefe, Vielfalt und das Ausmaß einer Aussage mich völlig in seine Bann gezogen hat. Das Thema könnte aktueller nicht sein. Es ist spannend und erschreckend zugleich zu beobachten und zu erfahren welchen Prozess sowohl der Täter als auch das Opfer durchmachen müssen. Vor allem wie sich beide Ansichten auf eine (mögliche) Beziehung auswirken und wie vorsichtig beide Geschlechter mit ihrem Gegenüber umgehen.

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