"Eindringlich und berührend. Absolut fantastisch!" Brigitte
Als die Gleesons und die Stanhopes in dieselbe Nachbarschaft ziehen, scheinen die Weichen für ein freundschaftliches Miteinander gestellt, sind die beiden Familienväter zudem Kollegen bei der New Yorker Polizei.
Lena Gleeson fühlt sich in der neuen Gegend ein wenig einsam und versucht mit Anne Stanhope Freundschaft zu schließen. Doch deren kühle, distanzierte Art verhindert jeden Kontakt.
Erst ihre Kinder bringen die Gleesons und die Stanhopes wieder miteinander in Verbindung. Lenas jüngste Tochter Kate und Annes einziger Sohn Peter sind von Anfang an unzertrennlich.
Aber ihre aufkeimende Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als eine Tragödie beide Familien für lange Zeit auseinanderreißt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
8 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Tolle Geschichte, anstrengend erzählt
KittyCatina am 20.05.2021
Bewertungsnummer: 1496047
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
So sehr mir auch die Beschreibung dieses Buches gefallen hat und so sehr ich es unbedingt lesen wollte, so enttäuscht bin ich auch leider im Endeffekt ein Stück weit davon. Denn obwohl die Geschichte wirklich toll und interessant war, konnte sie mich dennoch nicht so richtig packen.
Das liegt vor allem am anstrengenden Schreibstil der Autorin. Dieser ist teilweise sehr ausschweifend und viele Sätze vor allem sehr verschachtelt, so dass ein flüssiges Lesen beinahe unmöglich war. Deshalb bin ich auch nur sehr langsam mit dem Lesen voran gekommen und war schon beinahe verzweifelt, dass es einfach nicht voran ging.
Die Geschichte selbst erstreckt sich über rund vierzig Jahre, beginnend, bevor die Gleesons als erstes nach Gillam ziehen, kurz, bevor auch die Stanhopes im Nachbarhaus ankommen. Dabei ist sie, meiner Meinung nach, nur wenig mit Romeo und Julia zu vergleichen, wenn man mal davon absieht, dass sich die beiden Familien nicht besonders grün sind. Krieg in dem Sinne gibt es aber nicht, sondern eher eine Abneigung aus verschiedenen Gründen. Und dennoch verbindet sie von Anfang an etwas, angefangen mit dem Job der Familienväter. Immer wieder kommen sie sich näher und letztendlich verlieben sich die beiden Kinder der Familien. Doch dann kommt es zu einem tragischen Ereignis, welches die beiden für lange Zeit trennt, in welcher man sie aber dennoch, jeden für sich, weiterhin begleitet. Und auch auf die anderen Charaktere wird immer wieder ein Blick geworfen. Auch ihre Schicksale werden über weite Strecken beleuchtet, so dass man niemanden von ihnen lange aus dem Auge verliert. Bis auf eine Figur, welche irgendwann einfach so verschwindet und bis zum Schluss nicht wieder auftaucht. Dabei geht es um ganz viele verschiedene Themen, wovon die Entwicklung der beiden Familien auf sehr menschlicher Weise im Vordergrund steht. Immer wieder merkt man, dass es in wohl jeder Familie, egal wie glücklich oder zerrüttet sie auch scheinen mag, Probleme aber auch schöne Dinge gibt, was sowohl die Gleesons als auch die Stanhopes sehr gut zeigen. Und auch psychische Probleme, Sucht und Liebe bekommen in dieser Geschichte sehr viel Bedeutung, genauso wie Vergebung. Soweit, so gut, würde sich die Geschichte passend zum anstrengenden Schreibstil nicht so sehr ziehen, denn an sich ist sie wirklich toll und wie aus dem wahren Leben gegriffen.
Sehr gut gefallen haben mir aber die vielen verschiedenen und total einzigartigen, lebendig und realistisch geschriebenen Charaktere mit all ihren Stärken und Schwächen, mit ihren teils tragischen Schicksalen und ihren Kämpfen innen und außen. Hier hat die Autorin wirklich etwas großartiges geleistet und ich habe jede einzelne Figur in diesem Buch wirklich gern ein Stück weit durch ihr Leben begleitet. Das liegt auch daran, dass jeder einzelne Charakter sehr vielschichtig ist. Es gibt kein Gut und kein Böse, sondern viele verschiedene Facetten, bedingt durch Erfahrungen und charakterliche Eigenheiten.
Insgesamt mochte ich das Buch, war aber, wie schon erwähnt, dennoch ein Stück weit enttäuscht, weil mir an einigen Stellen die Spannung gefehlt hat und mich trotz der Tiefgründigkeit dieser Roman emotional nicht so richtig packen konnte. Dennoch denke ich aber auch, dass einige Leser sicher mehr Freude an diesem Buch haben werden als ich.
Ganz anders als vermutet, aber so richtig überzeugend!
Bewertung am 28.11.2020
Bewertungsnummer: 488437
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Dass mich die Bücher aus dem Julia Eisele Verlag zumeist begeistern, habe ich an dieser Stelle ja bereits mehrmals kundgetan. Dass mich nicht alle begeistern, rührt wahrscheinlich daher, dass ich es einfach nicht schaffe, alle zu lesen. Ich darf schließlich nicht zu einseitig sein.
An diesem Buch hat mich zuallererst das Cover angesprochen. Es ist einfach schön und es vermittelt sofort, dass es sich um eine weiße, amerikanische Geschichte handeln muss. Es hat so etwas Thomas Hilfiger-mäßiges – es sieht so sauber und ordentlich aus. Aber entspricht das der Geschichte? Ist das vielleicht nur der äußere Schein, der gewahrt werden muss?
Die Autorin Mary Beth Keane sagte mir gar nichts. Dies ist zwar bereits ihr dritter Roman, aber der erste, der ins Deutsche übersetzt wurde. Mich haben der Klappentext und das Zitat von Meg Wolitzer „Mitreißend und bewegend – Die Leser werden dieses Buch lieben, so wie ich es liebe.“ angesprochen, so dass ich es einfach lesen musste. Und ich wurde überrascht, aber nicht enttäuscht.
Der Klappentext macht neugierig auf das Buch, führt aber durch die Überschrift „Eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte“ ein wenig in die Irre. Es ist nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Kate und Peter, sondern es ist eine sehr vielschichtige Familiengeschichte, bei der besonders auch Kates Vater Francis und Peters Mutter Anne eine ganz entscheidende Rolle spielen! Wenn Sie sich die Inhaltsangabe im Buch anschauen, bekommen Sie noch einen etwas genaueren Einblick, in das, was Sie erwartet. Aber was dann passiert, habe auch ich nicht kommen sehen!
Das Buch beginnt damit, dass Francis Gleeson in der Bronx auf seinen Kollegen Brian Stanhope wartet. Beide sind Neulinge bei dem New Yorker Police Department und gehen zusammen auf Streife. Francis ist gebürtiger Ire und erst vor kurzem aus Irland gekommen. Brians Vorfahren stammen ebenfalls aus Irland, aber er ist in den USA geboren. Seine Freundin Anne ist allerdings ebenfalls frisch aus Irland und fühlt sich noch ein wenig einsam. So freunden sich die drei an. Dann macht die Geschichte einen kleinen Sprung. Inzwischen sind wir im Jahr 1974. Francis ist mit Lena Teobaldo verlobt und schaut sich mit ihr einen kleinen Ort vor den Toren New Yorks an – Gillam. Kurze Zeit nach der Hochzeit ziehen sie in ein eignes kleines Häuschen in diesen Ort und Lena wird zum ersten Mal Mutter einer Tochter. Sie wird noch zwei weitere Töchter bekommen. Ein Jahr später ziehen die Stanhopes direkt nebenan ein – Brian und Anne haben inzwischen geheiratet, sind aber noch kinderlos, da Anne leider eine Fehlgeburt hatte. Brian und Francis arbeiten inzwischen in verschiedenen Bezirken. Lena versucht sich mit Anne anzufreunden, wird aber ziemlich schroff abgewiesen. Erst als die dritte Tochter – Kate – und Annes einziger Sohn – Peter – geboren werden, ändert sich die Situation etwas. Die beiden Kinder freunden sich nämlich schnell an und sind fortan unzertrennlich.
Bei der Familie Gleeson ist alles in feinster Ordnung – ein liebevolle und ein wenig chaotische Familie. Aber bei den Nachbarn scheint es anders zu sein. Anne ist extrem zurückhaltend und ein wenig auffällig. Und sie scheint eifersüchtig auf die Freundschaft zwischen Peter und Kate zu sein. Als Kate und Peter um die 15 Jahre alt sind, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall, der die ganze Geschichte kippt. Diesen Zwischenfall habe ich so nicht kommen gesehen. Und um Ihnen nicht die Spannung zu nehmen, sage ich nur noch so viel, dass der Roman noch bis 2017 weitergeht.
Ich war von dem Roman begeistert. Er hat mich an die Familienromane von John Updike und Marilyn French erinnert. Familiengeschichten, die nach Außen hin in Ordnung erscheinen, aber bei denen im Hintergrund durchaus einiges im Argen liegt. Es geht in diesem Roman u.a. um psychische Probleme, die zu spät erkannt werden. Und dabei geht es nicht nur unmittelbar um die Person, die krank ist, sondern auch um die Familienmitglieder und andere Menschen, die davon mittelbar oder unmittelbar betroffen sind. Es geht um das Thema Alkohol. Wieviel ist normal, ab wann ist es Alkoholismus. Und es geht um das Thema Aufarbeitung der Vergangenheit und Vergebung. Wie tief kann eine Verletzung gehen? Und kann man trotzdem irgendwann verzeihen? Und letztendlich geht es um die Liebe und die Ehe.
Die Autorin wechselt in ihrer Geschichte zwischen den einzelnen Protagonisten hin und her. Dies sind die bereits oben erwähnten Kate und Peter, als auch Francis und Anne. Nicht unwesentliche Nebenrollen spielen Lena, Francis Frau, Brian, Annes Mann und George, Brians Bruder. Dadurch kann man die einzelnen Personen viel besser verstehen. Die Handlung geht dadurch in die Tiefe.
Ein wirklich toller, psychologisch dichter Roman, der mich begeistert hat! Ein Roman, der mir zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, zusammenzuhalten und an einer Ehe zu arbeiten.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.