Im Lesesaal der Zürcher Museumsgesellschaft sitzt ein verwahrloster Mann auf einem der roten Ledersessel, mit einem Blutfleck auf der Brust und einem Brieföffner im Herzen. Sechs Verdächtige befinden sich im Haus, jeder scheint einen dunklen Punkt in der Vergangenheit zu haben. Doch keiner will es gewesen sein, alle beschuldigen sich gegenseitig und mit Unterstützung durch die Polizei ist vorerst nicht zu rechnen. Wird es der Krimi-Autorin Cressida Kandel gelingen, den Täter zu entlarven, bevor weitere Morde geschehen?
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Jeanette Lube
aus Magdeburg
5/5
10.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Das Lesen in einem Lesesaal scheint lebensgefährlich zu sein!
Dieses Buch erschien 2021 in der Gmeiner Verlag GmbH und beinhaltet 281 Seiten.
„Dolchstoss ins Herz“
Ein verwahrloster Mann sitzt im Lesesaal der Zürcher Museumsgesellschaft auf einem der roten Ledersessel, mit einem Blutfleck auf der Brust und einem Brieföffner im Herzen. Im Haus befinden sich sechs Verdächtige. Ein jeder scheint einen dunklen Punkt in der Vergangenheit zu haben. Doch es will keiner gewesen sein, alle beschuldigen sich gegenseitig. Mit Unterstützung durch die Polizei ist vorerst nicht zu rechnen. Ob es der Krimi-Autorin Cressida Kandel gelingen wird, den Täter zu entlarven, bevor weitere Morde geschehen?
Der Schreibstil der Autorin Susanne Mathies ist so toll, dass er mich sofort in die Handlung der Geschichte hineinkatapultiert hat. Und, was soll ich sagen, ich habe diese Geschichte an einem Tag nahezu verschlungen. Es ist ein amüsanter Krimi, der mich oft zum Schmunzeln brachte, aber auch echt spannend, aufregend, fesselnd und packend ist. Allein die Tatsache, dass es echt lange dauert, bis endlich die Polizei eintrifft, ist schon witzig. Und alle ermitteln irgendwie, keiner traut dem anderen und auch als Leser versuchte ich mitzuermitteln. Es kam dann ein Ende, mit dem ich echt nicht gerechnet habe. Da ich auch selbst schon in Zürich war, konnte ich mir alles noch ein wenig besser vorstellen. Hach, ich hätte schon mal wieder Lust, dahin zu fahren. Aber, wenn es da doch so gefährlich ist, und man nicht einmal in einem Lesesaal sicher ist, muss ich mir das überlegen, lach. Warum musste denn nur der alte Herr sterben? Und dann auch noch durch einen Brieföffner? Das Leben kann echt grausam sein! Ihr werdet es erfahren, wenn ihr das Buch selbst lest! Ich hatte wunderbare Lesestunden und kann euch diesen Zürich-Krimi wärmstens ans Herz legen! Ihr werdet humorvolle Lesestunden mit außergewöhnlichen Protagonisten erleben, ein wahres Lesevergnügen erwartet euch! Mich hat die Autorin Susanne Mathies begeistert, fasziniert und überzeugt!
bärin
4/5
01.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Krimi-Autorin Cressida ermitttelt in Zürich!
Ein ziemlich heruntergekommener alter Mann sitzt in Zürich im Lesesaal und scheint zu schlafen - doch der Schein trügt, denn er hat einen Dolch im Herzen stecken und das Blut tropft auf den Teppichboden. Es gibt sechs Verdächtige, gegen die er etwas in der Hand hatte und die er zu erpressen versuchte. Ist einer von ihnen der Täter? Die Krimi-Autorin Cressida reißt die Ermittlungen an sich, weil die Polizei verhindert ist und erst in ein paar Stunden kommen kann.
Dieser Zürich-Krimi ist spannend geschrieben und lässt sich leicht lesen. Es gibt viele Verstrickungen, wie am Anfang jedes Kapitels nach der Überschrift zu lesen geschrieben steht und auch leider ein ziemliches Durcheinander. Manche Details sind zudem recht unrealistisch - aber es ist schließlich ein Roman und nicht das wahre Leben. Erzählt wird aus der Sicht der verschiedenen Tatverdächtigen, die mir alle nicht sehr sympathisch waren. Das Tempo bei Cressidas Nachforschungen war recht hoch und actionreich, auch wenn mir ihre Aktionen nicht alle einleuchtend vorkamen oder zu einem besonderen Erfolg geführt haben.
Bewertung
aus Schöppenstedt
4/5
27.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Unrealistische Suche nach dem Mörder
Ich verweise zunächst auf die Inhaltsbeschreibung im Klappentext.
Ohne zunächst den Klappentext zu beachten, begann ich den Krimi zu lesen. Leider verstand ich erst gar nichts. In einem Lesesaal, in dem sich mehrere Leute aufhielten, wurde von der Leseaufsicht ein Toter entdeckt. Vorher wurden diese Personen ausgiebig beschrieben, was mich schon ziemlich verwirrte. Nachdem die Polizei angerufen wurde, diese aber sagte, sie hätte wegen einer Schlägerei keine Zeit zu kommen, entschied sich eine anwesende Krimiautorin, auf die Suche nach dem Mörder zu gehen, denn der Tote wurde offensichtlich erstochen. Alle nachfolgenden Kapitel blieben für mich nicht verständlich und vor allem nicht nachvollziehbar.
Das Merkwürdige war, dass der Roman schon fesselnd und spannend geschrieben wurde. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen und war gespannt auf das Weiterlesen. Vielleicht hoffte ich immer, den Sinn noch zu verstehen. Am Schluss wurde auch viel aufgeklärt, trotzdem wurde ich nicht schlau daraus bzw. hat mich nichts überzeugt. Am meisten enttäuscht hatten mich die unrealistischen Geschichten.
Zwischendurch las ich mir den Klappentext durch und erfuhr, dass es sich um eine Ermittlung mit Charme und Witz handelt. Leider habe ich nichts davon gemerkt. Ich habe keine humorvollen Stellen bemerkt, es sei denn, dass diese totalen kuriosen Beschreibungen den Humor darstellen sollten.
Ich habe lange überlegt, wie ich den Roman bewerten kann. Mich hat er nicht überzeugt, da ich durch die Erzählung nicht durchgestiegen bin.
Es mag aber bestimmt Leser geben, die sich damit besser anfreunden können und mehr Leseerfahrung haben.
Ilses Lesetipps
aus Wien
3/5
26.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Ermittlerin hat leider nicht das Format von Miss Marple
„Mord im Lesesaal“ von Susanne Mathies hat leider meine Erwartungen nicht erfüllt.
Der Klappentext assoziiert eine Protagonistin wie Agatha Christie’s Miss Marple und automatisch hat man dabei die legendäre Margaret Rutherford und ihre von Beobachtungsgabe geprägte Art vor Augen sowie ihre klugen, so en passant im Plauderton gestellten Fragen. Aber abgesehen vom Äußerlichen kommt die wesentlich jüngere Cressida Kandel mit ihren pfauenblauen Haaren auch ermittlungstechnisch bei weitem nicht an die pfiffig-schlaue Art von Miss Marple heran. Auch Schreibstil und Handlungsaufbau sollte man nicht mit Agatha Christie vergleichen.
Worum geht es?
Im Lesesaal der Zürcher Museumsgesellschaft wird ein alter Mann erstochen aufgefunden. Nur wenige Personen, darunter die Krimiautorin Cressida Kandel, befinden sich zu diesem Zeitpunkt im Haus, wodurch sich der Kreis der Verdächtigen eingrenzt. Die Kriminalbeamten sind kurzfristig nicht verfügbar, daher beginnt nicht nur Cressida sondern die gesamte Gruppe auf eigene Faust zu ermitteln.
Die Handlungsidee – nur wenige Personen befinden sich am Tatort und eine davon muss praktisch der Mörder sein – ist nicht neu und bildet stets eine gute Basis, vor allem, wenn aus zwingenden Gründen keine Polizei zugezogen werden kann. Leider hakt es hier bei der Umsetzung der Idee. Das beginnt schon mit der unrealistischen Begründung, warum die Kriminalpolizei unabkömmlich ist. Weiters irritierte mich, dass die involvierten Personen nicht vor Ort bleiben, sondern paar- bzw. gruppenweise außer Haus Nachforschungen anstellen. Dadurch kristallisiert sich auch keine Person als zentrale Ermittlerfigur heraus. Kapitelweise tritt die sog. Zürcher Miss Marple gar nicht in Erscheinung. Cressida agiert aktiv, sucht Beweismittel, aber sie versucht nicht à la Miss Marple im scheinbar harmlosen Gespräch die Menschen auszuhorchen. Im Gegensatz zu Miss Marple, die stets als neutrale Person in die Mordfälle involviert ist, muss Cressida neben den Ermittlungen auch noch private Probleme aufarbeiten.
Die oftmaligen Szenen- bzw. Perspektivenwechsel forcieren zwar die Spannung, ich verirrte mich aber immer wieder in den zusammenhanglosen Geschichten, in einem für mich schwer durchschaubaren Durcheinander, empfand vieles unrealistisch bis absurd.
Obwohl die Protagonisten in einige gefährliche Situationen geraten, mehrmals Kapitel geschickt mit einem Cliffhanger endeten, ergab sich für mich die Spannung des Buches primär aus dem Wunsch zu erfahren, wer nun den alten Mann ermordet hat und warum. Es ist ziemlich rasch klar, dass alle Personen irgendetwas zu verbergen haben und dass der Tote ein Erpresser war. Doch da anfangs nur spärlich Informationen über den verdächtigen Personenkreis preisgegeben werden, erhält man wenig Chancen, selbst Vermutungen anzustellen, wodurch mir ein wenig der Lesespaß genommen wurde.
Die Charaktere blieben für mich, obwohl so nach und nach alle Vorgeschichten ans Tageslicht kamen, eher zweidimensional, nicht wirklich lebendig und letztlich konnte ich mich mit keiner Person wirklich anfreunden, echte Sympathie empfinden.
Den Schreibstil fand ich satz- und sprachtechnisch gut und flüssig zu lesen, die Kapitellänge war angenehm kurz, der Sinn der jedem Kapitel vorgesetzten Sprüche eröffnete sich mir nicht immer, ich fand sie entbehrlich. Dass der Krimi in Zürich spielt, ist nicht wirklich präsent, wenn man von einigen Ortsangaben absieht. Mir fehlte eine sprachliche Komponente – es hätte doch die eine oder andere Person Schwiizerdütsch sprechen können, z.B. der Hausmeister, einer der Heimbewohner.
Laut Klappentext ermittelt Cressida Kandel mit Charme und Witz. Mag sein, dass der Schweizer Humor nicht meiner ist.
Nichtsdestotrotz: Spannung war vorhanden und sogar etwas Action – und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
Bewertung
aus Bielefeld
3/5
25.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Solider Krimi
Die Story hat bereits sehr schnell an Fahrt aufgenommen und auch die Figuren wurden gut eingeführt. Die Spannung konnte über das gesamte Buch aufrechterhalten werden, was auch am teils sehr hohen Erzähltempo liegen mag.
Der Klappentext des Buches hat jedoch eigentlich ganz andere Erwartungen bei mir geweckt. Wenn dort steht: „Die Agatha Christie von Zürich“ dann weckt das gewisse Assoziationen – und die wurden meiner Meinung nach nicht erfüllt. Zudem steht dort, dass Krimi-Autorin Cressida Kandel ermittelt – auch das stimmt so eigentlich nicht. Denn, wenn man es genau nimmt, haben wir in diesem Buch nicht DIE EINE Ermittlerin, sondern so gut wie alle Protagonisten versuchen, an neue Informationen zu gelangen, um den Fall zu lösen.
Auch ist es für mich kein überzeugender „Zürich-Krimi“, da die Story auch fast in jeder anderen Stadt hätte spielen können.
Insgesamt hat mir das Buch aber durchaus gefallen. Ich habe stellenweise sehr geschmunzelt, da einige Szenen recht humorvoll erzählt wurden. Und auch die Spannung hat sich auf einem guten Level befunden.
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