Produktbild: Die tristen Tage von Coney Island

Die tristen Tage von Coney Island Geschichten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.09.2021

Herausgeber

Wolfgang Hochbruck

Verlag

Pendragon

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/13,9/3 cm

Gewicht

436 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Bernd Gockel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86532-762-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.09.2021

Herausgeber

Wolfgang Hochbruck

Verlag

Pendragon

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/13,9/3 cm

Gewicht

436 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Bernd Gockel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86532-762-8

Herstelleradresse

Pendragon Verlag
Stapenhorststraße 15
33615 Bielefeld
DE

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  • PMelittaM

    aus Köln

    5/5

    10.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anspruchsvolle und sehr lesenswerte Anthologie

    Stephen Crane wurde 1871 geboren und starb bereits 1900 mit nur 28 Jahren, dennoch hat er ein gewaltiges literarisches Werk hinterlassen: Romane, Kurzgeschichten, Gedichte, Essays … Der Pendragon-Verlag hat einige Werke des hier noch unbekannten Schriftstellers neu aufgelegt. „Die tristen Tage von Coney Island“ ist eine Kurzgeschichtensammlung, in der neben der titelgebenden weitere zwölf Erzählungen enthalten sind. Es sind keine Geschichten, die man nebenbei lesen kann, man sollte es mit Muße und Aufmerksamkeit tun, denn es wäre schade, wenn man Cranes Werk nicht ausreichend würdigen könnte. Er hat den Menschen seiner Zeit genau zugeschaut, die Geschichten sind plastisch, beschäftigen sich mit bestimmten Situationen, sind manchmal urkomisch, aber auch traurig, spannend, und nachdenkenswert. Viele der Geschichten spielen im Krieg, und auch ein selbsterlebtes Abenteuer gibt es zu entdecken. Mir hat „Seefahrer wider Willen“ gut gefallen, sehr skurril und mit herrlichen Sätzen wie „Das Schiff schien ängstlich und wusste nicht so recht, wie es auf so seltsame Wesen reagieren sollte, … „ (Pos. 360). Auch sehr gelungen in meinen Augen ist „Das Feuer“, eigentlich passiert hier wenig, es brennt, und die Feuerwehr kommt, doch dies ist brillant beobachtet und erzählt. Meine Lieblingsgeschichte aber ist „Männer im Sturm“, sehr eindringlich und plastisch geschrieben, man meint direkter Zuschauer zu sein. Das umfangreiche Nachwort von Wolfgang Hochbruck, der sich schon als Student für Crane interessierte, und heute Professor in Freiburg ist, ist sehr lesenswert, man lernt Stephen Crane besser kennen und erfährt einiges über ihn und seine Werke – unbedingt lesen! Ich finde es immer sehr interessant, neue Autoren kennenzulernen, vor allem auch unter den Klassikern. Von Stephen Crane hatte ich vorher noch nie gehört, und bin nun froh, ihn und einen Teil seines Werkes kennengelernt zu haben. Ich hoffe, dass es gelingt, ihn hier bekannter zu machen.

  • Bewertung

    5/5

    24.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichten, die nachhallen

    Stephen Crane war mir tatsächlich bis zu dieser Kurzgeschichtensammlung kein Begriff. Leider. Denn seine Sprache und sein Stil ziehen einen schnell in den Bann und man merkt schon nach der ersten Geschichte, dass das nicht das letzte sein kann, was man von diesem Autor gelesen hat. Die in diesem Buch versammelten Geschichten zeigen alle das Können eines viel zu früh verstorbenen Autors, der eine unglaubliche Anzahl von Texten verfasst hat. Sie spiegeln das Leben des Autors wieder, der sein Talent zur Perfektion geführt hat. Dabei kann ich nicht behaupten, dass mir alle Geschichten in dem Buch gefallen haben, denn Krieg mit Euphorie zu verbinden ist nichts, was sich in mein Herz schleichen wird, da kann der Schreibstil noch so gut und ausgetüftelt sein. Aber das betrifft nur wenige in der Sammlung, alle anderen sind echte Perlen, die ich jedem ans Herz legen kann und die die gewonnene Skepsis bei den Kriegsberichten wieder verwehen. Ich vergebe an Die tristen Tage von Coney Island 5 Sterne.

  • ElliP

    aus Hessen

    5/5

    09.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Und immer wieder begegnen uns…

    Und immer wieder begegnen uns der Tod, das unaussprechliche Grauen, die Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit im Angesicht der Bedrohung - zeitlich einzuordnen vor über 120 Jahren - und trotz dieser großen zeitlichen Spanne haben die Geschichten sowohl etwas Aktuelles als auch Existenzielles, das uns heute noch aufrütteln und berühren kann. Themen der Kurzgeschichten sind der Krieg, der Kampf des Menschen gegen die Natur oder auch gegen seinen Widersacher, den Fremden. Männliche Hauptfiguren, die ihren Mann stehen müssen, befinden sich im Zentrum - haben sie eine Chance? Von Zweifeln und Ängsten durchdrungen ringen sie mit sich selbst und der Gefahr von außen; Selbstaufgabe, Überwinden der Herausforderung, Sieg und Niederlage. Immer geht es um das große Ganze, das Überleben in einer extremen Situation. Neben der äußeren Darstellung hat der Leser Einblick in die Psyche der (Anti-)Helden, was einen großen Reiz ausmacht, die veränderte Gefühlslage, die schleichende Entwicklung, die Erlösung oder Zerstörung am Ende. Der große amerikanische Autor des Naturalismus‘, der immer noch als Schullektüre in seiner Heimat gelesen wird, ist hierzulande eher unbekannt. Und gerade deshalb ist eine neue Übersetzung in deutscher Sprache begrüßenswert - diese Ausgabe zeigt, wie zeitlos die Geschichten sind, welches sprachliche Meisterwerk Stephen Crane geschaffen hat und wie sehr sein Werk es verdient, auch heute noch gelesen zu werden.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    02.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wertvolle Erinnerungen an einen Klassiker der amerikanischen Literatur

    Der "Pendragon Verlag", der in diesem Jahr selbst sein 40-jähriges Bestehen feiert, gratuliert kurz vor dessen 150. Geburtstag einem Autoren, der in letzter Zeit wohl so etwas wie das Lieblingskind des Verlags geworden ist: Stephen Crane, dem "James Dean der amerikanischen Literatur", wie es im Klappentext heißt. Das Geschenk: "Die tristen Tage von Coney Island", ein Buch, das 13 der wichtigsten Erzählungen Cranes und ein informatives und lehrreiches Nachwort enthält. Ich gratuliere ebenfalls - zu einem wunderbaren Band, der dazu beiträgt, Crane unvergessen zu machen... Cranes Roman "Die rote Tapferkeitsmedaille" und Andreas Kollenders literarische Verbeugung "Mr. Crane" sind letztes Jahr im Verlag mit dem liebenswerten kleinen Drachen bereits erschienen, nun hat Herausgeber Wolfgang Hochbruck 13 Geschichten des mit 28 Jahren viel zu früh verstorbenen Schriftstellers zusammengestellt. Es ist eine bemerkenswerte Sammlung geworden. Insbesondere sprachlich brilliert Crane. In oftmals lakonischen Sätzen schafft er es dennoch, eine ganz eigene und besondere Atmosphäre heraufzubeschwören. Sehr oft arbeitet er mit Lichtern und Farben, mit Naturschauspielen und persönlichen Schicksalen und entfachte bei mir dadurch wohlige Schauder der Melancholie. Verlassene Jahrmarktattraktionen in der Titelgeschichte, die auch auf dem Buchcover sehr schön festgehalten werden, vom Mond beleuchtete unruhige Wellen, die schwer wogten "wie ein längst in der Erinnerung entschwundener Busen, in dem das junge, unschuldige Herz noch vor Wonne rast" (aus "Seefahrer wider Willen", S. 31) - solche eindringlichen und wunderbaren Sätze bekommt man heute leider nur noch selten zu lesen. Zudem entpuppt sich Crane als ironischer Gesellschaftsbeobachter mit spitzer Zunge, der sich auch einmal über seine Figuren lustig macht. Menschen, die sich "selbst im Angesicht des unerwarteten Todes" an das klammern, "was ihnen besonders wichtig war" - dem Programmheft des brennenden Theaters im kurzen unkonventionellen "Gefesselt" (S. 56) sind genauso Opfer seines feinen Spotts wie ein frisch verheiratetes Paar in "Die Braut kommt nach Yellow Sky", das am Ende genau wegen seines zuvor belächelten Verhaltens zum großen Gewinner der Geschichte wird. Wenn die Menschen sich nicht selbst richten und bedrohen, sind es vor allem die Elemente, die ihnen bei Crane zu schaffen machen. Insbesondere Feuer und Wasser entpuppen sich als schwer besiegbare Gegner, doch auch eiskalte Blizzards machen es den Figuren des Buches nicht leicht. Dabei hat man das Gefühl, dass Crane selbst immer auf der Seite der Schwachen und Kranken steht - was wohl auch auf dessen eigene Biografie zurückzuführen ist. Crane lebte zeitweise "auf der Straße unter Bettlern und Kriegsveteranen", erfahren wir vom Verlag. Mit den oftmals überraschenden Schlusspointen hält Crane den Leser:innen nicht selten den Spiegel vor. Ich fühlte mich ertappt, das Opfer einer Geschichte selbst vorschnell verurteilt zu haben, bevor das Finale eine ganz neue Sichtweise auf den Mann hervorbringt. In der Titelgeschichte schmunzelte ich am Ende über mich selbst, da Crane hier nicht nur den Protagonisten, sondern auch die Leser:innen ein wenig vorführt. Und auch wenn das Buch mit drei Kriegserzählungen endet, die an die Zeit Cranes als Kriegsberichterstatter erinnern und vielleicht nicht die stärksten des Bandes sind, bleibt unter dem Strich ein wunderbares Denkmal an einen Autoren, der nicht in Vergessenheit geraten darf. Crane und den Literaturliebhaber:innen ist zu wünschen, dass der "Pendragon Verlag" seine ehrenwerte Arbeit daran in den nächsten Jahren fortführt. Meine persönlichen Favoriten eines insgesamt beeindruckenden Buches: "Die tristen Tage von Coney Island", "Männer im Sturm", "Das blaue Hotel" und "Das offene Boot".

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    16.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    13 anspruchsvolle Kurzgeschichten...

    13 von ­Stephen Cranes wichtigsten Erzählungen sind in ­diesem Band versammelt. Hier entfaltet er seine ganze Schaffensfreude, beschreibt spannende, ­tragische, teils auch absurde Situationen wie in ‘Seefahrer wider Willen’. Stephen Crane gilt als einer der Wegbereiter der modernen amerikanischen Literatur. Seine Geschichten sind gerade ­deshalb so authentisch und mitreißend, weil er als ­Abenteurer und Reporter vieles davon selbst erlebt hat. Die ­großartige Darstellung eines Schiffbruchs in ‘Das ­offene Boot’ und die in Nebraska angesiedelte Geschichte ‘Das blaue Hotel’ ­zählen zu den Meisterwerken der Weltliteratur.  Stepehn Crane wurde nur 28 Jahre alt (1871 bis 1900), schuf aber eine erstaunliche Anzahl an Texten - von Romanen über Gedichtbände, Essays und Berichte bis hin zu Kurzgeschichten. Die Gesamtausgabe füllt fast einen Meter Bücherregalfläche, wie das aufschlussreiche Nachwort verrät. In diesem anlässlich seines 150. Geburtstags erschienenen Bandes sind nun 13 von Cranes wichtigsten Shortstories versammelt. Ich muss gestehen, dass dies meine erste Berührung mit dem Autor ist, den der Pendragon Verlag als James Dean der amerikanischen Literatur bezeichnet. Er galt als ein Enfant Terrible und zeigte sich als sehr experimentierfreudig beim Schreiben. Dies spiegelt sich auch in den hier versammelten Kurzgeschichten wider. Die Themen dieser Shorstories variieren dabei sehr - aber vielen ist gemein, dass Stephen Cranes eigene Erlebnisse darin einfließen. So gibt es Kriegsgeschichten, die seine Erfahrungen als Kriegesreporter wiedergeben, Erzählungen vom Schiffbruch, den er selbst erlebt hat usw. Stets stehen Männer im Mittelpunkt, die sich in merkwürdigen, unvertrauten, absurden oder gar surrealen Situationen wiederfinden, die sie irgendwie zu meistern suchen. Die Erzählungen sind oftmals recht melancholisch gehalten, voller Bilder und immer wieder auch mit detaillierten Beschreibungen von Naturphänomenen und Farbnuancen (“Die Lampen der Straßenbeleuchtung tauchten das glänzende Pflaster in ein dunkles Blau, akzentuiert nur durch fahlgelbe, plfaumengroße Lichtreflexe.”). Crane bedient sich auch zahlloser, oftmals eigenwilliger Metaphern. (“Das ganze Gebäude wummerte und wackelte, als sei es eine idyllische Waldwiese, die unter einem donnernden Wasserfall aus den Bergen begraben wird.”). Selbstironisch, satirisch, parodistisch - diese Haltungen tauchen oftmals in Cranes Erzählungen auf. Aber auch gesellschaftskritische Anklänge fehlen hier nicht - gerade in seinen Kriegsgeschichten hinterfragt der Autor durch die lakonische Schilderung absurder Szenen den tatsächlichen Sinn der Kriegstreiberei. Vieles seht zwischen den Zeilen, was die Shortstories vielschichtig macht, die Lektüre aber auch anpruchsvoll gestaltet. Wie in fast jedem Band mit Kurzgeschichten haben mich auch in diesem nicht alle Erzählungen gleichermaßen angesprochen. Das oftmals Düstere und Melancholische übertrug sich mit der Zeit auf mich beim Lesen, weshalb ich hier zu einer wohldosierten Lektüre rate. Allerdings wird nicht zuletzt auch durch das ausführliche und informative Nachwort deutlich, dass es sich lohnt, das Werk des so jung vestorbenen Autors zu bewahren und auch heutigen Leser:innen zugänglich zu machen. Etwas Besonderes…   © Parden

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