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Alphabet

Aus der Reihe Quartbuch
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2021

Verlag

Wagenbach, K

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/3,3 cm

Gewicht

497 g

Farbe

Messing / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Beatrice Fassbender

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8031-3337-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2021

Verlag

Wagenbach, K

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/3,3 cm

Gewicht

497 g

Farbe

Messing / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Beatrice Fassbender

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8031-3337-3

Herstelleradresse

Wagenbach, Klaus, GmbH, Verlag
Emser Str. 40/41
10719 Berlin
Deutschland
Email: vertrieb@wagenbach.de
Url: www.wagenbach.de
Telephone: +49 30 2351510
Fax: +49 30 2116140

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In der Welt eines verurteilten Mörders

Xirxe aus Hannover am 07.10.2021

Bewertungsnummer: 1584598

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seit acht Jahren ist der 29jährige Simon in Haft, verurteilt zu lebenslänglich wegen Mordes an seiner damaligen Freundin. Im Gefängnis lernt er Lesen und Schreiben, das er bis dahin nur bruchstückhaft beherrscht und holt den mittleren Schulabschluss nach. Er beginnt Brieffreundschaften mit Frauen, wobei er nicht weiß, dass eine davon erst 14 Jahre alt ist. Als deren Vater erfährt, dass seine minderjährige Tochter mit einem Mörder korrespondiert, wird ihm das Schreiben untersagt und den Brief, in dem er erstmalig seine Tat schildert, erhält seine neue Betreuerin Bernadette. Diese sieht Weiterentwicklungsmöglichkeiten bei dem jungen Mann und vermittelt ihm einen Platz in einem Therapie-Programm einer Sondereinrichtung für Gewaltstraftäter in Wentham. Dort herrschen andere, bessere Bedingungen. Während im Gefängnis untereinander das Recht des Stärkeren dominiert und die Vollzugsbeamten unter widrigen Bedingungen und häufig voller Geringschätzigkeit für die Inhaftierten diese 'beaufsichtigen', gelten in Wentham Respekt und Wertschätzung für den einzelnen Menschen, egal welchen Verbrechens sie sich schuldig gemacht haben. Bei Simon machen sich Veränderungen bemerkbar, nicht nur in Form von aufkommendem Bildungshunger, sondern auch in puncto Selbstreflexion in Bezug auf seine Tat, die er bisher erfolgreich verdrängt hat. Kathy Page hat diese Entwicklung Simons so überzeugend dargestellt, dass man seinen Gedankengängen, seinen Versuchen, seine Aggressionen in den Griff zu bekommen oder Vertrauen zu fassen, ohne Zweifel nachvollziehen kann. Auch ihre Darstellung des Gefängnisalltags macht ersichtlich, ohne dass sie dies ausdrücklich kommentiert, wie destruktiv sich Haftstrafen ohne Resozialisierungsmaßnahmen auf die Gefangenen auswirken. Auch wenn Simons Geschichte in den 1980ern Jahren spielt, ist das Thema aktuell, da immer wieder über die Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen diskutiert wird. Ebenfalls deutlich erkennbar werden die An- und Überforderungen an das Gefängnis- und Therapiepersonal. Insbesondere in den Gefängnissen ist ein Mangel an Allem zu verzeichnen; Gefangene werden ausschließlich verwaltet und das zu den möglichst niedrigsten Kosten. Schlechtes Essen, mangelhafte Unterbringung, unzureichende Versorgung mit allem Anderen führen zu einer ständig gespannten Atmosphäre, mit der die schlecht bezahlten Vollzugsangestellten tagtäglich zurecht kommen müssen. Während das Therapiepersonal über solche Defizite nicht klagen kann, obliegt ihnen jedoch die Verantwortung, eine Prognose abzugeben, ob ein Mensch künftig in die Freiheit entlassen werden kann, ohne eine Gefahr für Andere darzustellen. Es ist ein sehr vielschichtiger Roman mit einem Einblick in eine Welt, von der die Meisten von uns nur in den Nachrichten hören, lesen oder sehen. Kathy Page hat uns diese Welt aufgrund ihrer einjährigen Erfahrung als Writer in Residence im Her Majesty's Prison Nottingham nahe gebracht.

In der Welt eines verurteilten Mörders

Xirxe aus Hannover am 07.10.2021
Bewertungsnummer: 1584598
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seit acht Jahren ist der 29jährige Simon in Haft, verurteilt zu lebenslänglich wegen Mordes an seiner damaligen Freundin. Im Gefängnis lernt er Lesen und Schreiben, das er bis dahin nur bruchstückhaft beherrscht und holt den mittleren Schulabschluss nach. Er beginnt Brieffreundschaften mit Frauen, wobei er nicht weiß, dass eine davon erst 14 Jahre alt ist. Als deren Vater erfährt, dass seine minderjährige Tochter mit einem Mörder korrespondiert, wird ihm das Schreiben untersagt und den Brief, in dem er erstmalig seine Tat schildert, erhält seine neue Betreuerin Bernadette. Diese sieht Weiterentwicklungsmöglichkeiten bei dem jungen Mann und vermittelt ihm einen Platz in einem Therapie-Programm einer Sondereinrichtung für Gewaltstraftäter in Wentham. Dort herrschen andere, bessere Bedingungen. Während im Gefängnis untereinander das Recht des Stärkeren dominiert und die Vollzugsbeamten unter widrigen Bedingungen und häufig voller Geringschätzigkeit für die Inhaftierten diese 'beaufsichtigen', gelten in Wentham Respekt und Wertschätzung für den einzelnen Menschen, egal welchen Verbrechens sie sich schuldig gemacht haben. Bei Simon machen sich Veränderungen bemerkbar, nicht nur in Form von aufkommendem Bildungshunger, sondern auch in puncto Selbstreflexion in Bezug auf seine Tat, die er bisher erfolgreich verdrängt hat. Kathy Page hat diese Entwicklung Simons so überzeugend dargestellt, dass man seinen Gedankengängen, seinen Versuchen, seine Aggressionen in den Griff zu bekommen oder Vertrauen zu fassen, ohne Zweifel nachvollziehen kann. Auch ihre Darstellung des Gefängnisalltags macht ersichtlich, ohne dass sie dies ausdrücklich kommentiert, wie destruktiv sich Haftstrafen ohne Resozialisierungsmaßnahmen auf die Gefangenen auswirken. Auch wenn Simons Geschichte in den 1980ern Jahren spielt, ist das Thema aktuell, da immer wieder über die Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen diskutiert wird. Ebenfalls deutlich erkennbar werden die An- und Überforderungen an das Gefängnis- und Therapiepersonal. Insbesondere in den Gefängnissen ist ein Mangel an Allem zu verzeichnen; Gefangene werden ausschließlich verwaltet und das zu den möglichst niedrigsten Kosten. Schlechtes Essen, mangelhafte Unterbringung, unzureichende Versorgung mit allem Anderen führen zu einer ständig gespannten Atmosphäre, mit der die schlecht bezahlten Vollzugsangestellten tagtäglich zurecht kommen müssen. Während das Therapiepersonal über solche Defizite nicht klagen kann, obliegt ihnen jedoch die Verantwortung, eine Prognose abzugeben, ob ein Mensch künftig in die Freiheit entlassen werden kann, ohne eine Gefahr für Andere darzustellen. Es ist ein sehr vielschichtiger Roman mit einem Einblick in eine Welt, von der die Meisten von uns nur in den Nachrichten hören, lesen oder sehen. Kathy Page hat uns diese Welt aufgrund ihrer einjährigen Erfahrung als Writer in Residence im Her Majesty's Prison Nottingham nahe gebracht.

Seit acht Jahren ist der…

Xirxe aus Hannover am 07.10.2021

Bewertungsnummer: 2752448

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seit acht Jahren ist der 29jährige Simon in Haft, verurteilt zu lebenslänglich wegen Mordes an seiner damaligen Freundin. Im Gefängnis lernt er Lesen und Schreiben, das er bis dahin nur bruchstückhaft beherrscht und holt den mittleren Schulabschluss nach. Er beginnt Brieffreundschaften mit Frauen, wobei er nicht weiß, dass eine davon erst 14 Jahre alt ist. Als deren Vater erfährt, dass seine minderjährige Tochter mit einem Mörder korrespondiert, wird ihm das Schreiben untersagt und den Brief, in dem er erstmalig seine Tat schildert, erhält seine neue Betreuerin Bernadette. Diese sieht Weiterentwicklungsmöglichkeiten bei dem jungen Mann und vermittelt ihm einen Platz in einem Therapie-Programm einer Sondereinrichtung für Gewaltstraftäter in Wentham. Dort herrschen andere, bessere Bedingungen. Während im Gefängnis untereinander das Recht des Stärkeren dominiert und die Vollzugsbeamten unter widrigen Bedingungen und häufig voller Geringschätzigkeit für die Inhaftierten diese 'beaufsichtigen', gelten in Wentham Respekt und Wertschätzung für den einzelnen Menschen, egal welchen Verbrechens sie sich schuldig gemacht haben. Bei Simon machen sich Veränderungen bemerkbar, nicht nur in Form von aufkommendem Bildungshunger, sondern auch in puncto Selbstreflexion in Bezug auf seine Tat, die er bisher erfolgreich verdrängt hat. Kathy Page hat diese Entwicklung Simons so überzeugend dargestellt, dass man seinen Gedankengängen, seinen Versuchen, seine Aggressionen in den Griff zu bekommen oder Vertrauen zu fassen, ohne Zweifel nachvollziehen kann. Auch ihre Darstellung des Gefängnisalltags macht ersichtlich, ohne dass sie dies ausdrücklich kommentiert, wie destruktiv sich Haftstrafen ohne Resozialisierungsmaßnahmen auf die Gefangenen auswirken. Auch wenn Simons Geschichte in den 1980ern Jahren spielt, ist das Thema aktuell, da immer wieder über die Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen diskutiert wird. Ebenfalls deutlich erkennbar werden die An- und Überforderungen an das Gefängnis- und Therapiepersonal. Insbesondere in den Gefängnissen ist ein Mangel an Allem zu verzeichnen; Gefangene werden ausschließlich verwaltet und das zu den möglichst niedrigsten Kosten. Schlechtes Essen, mangelhafte Unterbringung, unzureichende Versorgung mit allem Anderen führen zu einer ständig gespannten Atmosphäre, mit der die schlecht bezahlten Vollzugsangestellten tagtäglich zurecht kommen müssen. Während das Therapiepersonal über solche Defizite nicht klagen kann, obliegt ihnen jedoch die Verantwortung, eine Prognose abzugeben, ob ein Mensch künftig in die Freiheit entlassen werden kann, ohne eine Gefahr für Andere darzustellen. Es ist ein sehr vielschichtiger Roman mit einem Einblick in eine Welt, von der die Meisten von uns nur in den Nachrichten hören, lesen oder sehen. Kathy Page hat uns diese Welt aufgrund ihrer einjährigen Erfahrung als Writer in Residence im Her Majesty's Prison Nottingham nahe gebracht.

Seit acht Jahren ist der…

Xirxe aus Hannover am 07.10.2021
Bewertungsnummer: 2752448
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seit acht Jahren ist der 29jährige Simon in Haft, verurteilt zu lebenslänglich wegen Mordes an seiner damaligen Freundin. Im Gefängnis lernt er Lesen und Schreiben, das er bis dahin nur bruchstückhaft beherrscht und holt den mittleren Schulabschluss nach. Er beginnt Brieffreundschaften mit Frauen, wobei er nicht weiß, dass eine davon erst 14 Jahre alt ist. Als deren Vater erfährt, dass seine minderjährige Tochter mit einem Mörder korrespondiert, wird ihm das Schreiben untersagt und den Brief, in dem er erstmalig seine Tat schildert, erhält seine neue Betreuerin Bernadette. Diese sieht Weiterentwicklungsmöglichkeiten bei dem jungen Mann und vermittelt ihm einen Platz in einem Therapie-Programm einer Sondereinrichtung für Gewaltstraftäter in Wentham. Dort herrschen andere, bessere Bedingungen. Während im Gefängnis untereinander das Recht des Stärkeren dominiert und die Vollzugsbeamten unter widrigen Bedingungen und häufig voller Geringschätzigkeit für die Inhaftierten diese 'beaufsichtigen', gelten in Wentham Respekt und Wertschätzung für den einzelnen Menschen, egal welchen Verbrechens sie sich schuldig gemacht haben. Bei Simon machen sich Veränderungen bemerkbar, nicht nur in Form von aufkommendem Bildungshunger, sondern auch in puncto Selbstreflexion in Bezug auf seine Tat, die er bisher erfolgreich verdrängt hat. Kathy Page hat diese Entwicklung Simons so überzeugend dargestellt, dass man seinen Gedankengängen, seinen Versuchen, seine Aggressionen in den Griff zu bekommen oder Vertrauen zu fassen, ohne Zweifel nachvollziehen kann. Auch ihre Darstellung des Gefängnisalltags macht ersichtlich, ohne dass sie dies ausdrücklich kommentiert, wie destruktiv sich Haftstrafen ohne Resozialisierungsmaßnahmen auf die Gefangenen auswirken. Auch wenn Simons Geschichte in den 1980ern Jahren spielt, ist das Thema aktuell, da immer wieder über die Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen diskutiert wird. Ebenfalls deutlich erkennbar werden die An- und Überforderungen an das Gefängnis- und Therapiepersonal. Insbesondere in den Gefängnissen ist ein Mangel an Allem zu verzeichnen; Gefangene werden ausschließlich verwaltet und das zu den möglichst niedrigsten Kosten. Schlechtes Essen, mangelhafte Unterbringung, unzureichende Versorgung mit allem Anderen führen zu einer ständig gespannten Atmosphäre, mit der die schlecht bezahlten Vollzugsangestellten tagtäglich zurecht kommen müssen. Während das Therapiepersonal über solche Defizite nicht klagen kann, obliegt ihnen jedoch die Verantwortung, eine Prognose abzugeben, ob ein Mensch künftig in die Freiheit entlassen werden kann, ohne eine Gefahr für Andere darzustellen. Es ist ein sehr vielschichtiger Roman mit einem Einblick in eine Welt, von der die Meisten von uns nur in den Nachrichten hören, lesen oder sehen. Kathy Page hat uns diese Welt aufgrund ihrer einjährigen Erfahrung als Writer in Residence im Her Majesty's Prison Nottingham nahe gebracht.

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