Produktbild: Die Kakerlake

Die Kakerlake

Aus der Reihe detebe
19

12,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2022

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

17,9/11,1/1,7 cm

Gewicht

142 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

2

Originaltitel

The Cockroach

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24581-3

Beschreibung

Rezension

»Ein so hochliterarischer wie engagierter Zeitdiagnostiker.«
»Ian McEwan gilt als einer der besten britischen Autoren der Gegenwart.«
»Ian McEwan ist einer der abenteuerlustigsten und hinterlistigsten englischen Schriftsteller.«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2022

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

17,9/11,1/1,7 cm

Gewicht

142 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

2

Originaltitel

The Cockroach

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24581-3

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    aus Dübendorf

    4/5

    28.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Als wäre der Roman gestern geschrieben worden - und nicht schon 2019

    Das Erscheinungsdatum des englischen Originals ist der 27.09.2019. Und man hat das Gefühl, Ian McEwan hätte es heute geschrieben. Wie die Machtspiele rund um den englischen Premier ablaufen, wie der amerikanische Präsident porträtiert wird (er lässt sich bei Wildwest-Filmen ungern stören), wie unliebsame und kritische Politiker kaltgestellt werden, in dieser Erzählung lässt sich alles nachlesen. Natürlich ist die Referenz an Franz Kafka offensichtlich und gegenüber anderen Romanen von Ian McEwan kommt das Geschichtenerzählen etwas zu kurz. Man merkt dem Buch an, dass es aufgrund der Aktualität des Brexit geschrieben wurde, wenn auch die Mechanismen der Macht (und der Manipulation) unabhängig von historischen Ereignissen ziemlich allgemeingültig sein dürften. Eine unterhaltsame und erhellende Lektüre gleichwohl.

  • AchiM

    aus Deutschland

    3/5

    30.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Zuallererst: Nicht überall,…

    Zuallererst: Nicht überall, wo Ian McEwan drauf steht, ist auch Ian McEwan drin. Wer als Leser also das übliche, flüssig-harmonische Gleiten einer bisweilen pointierten, aber immer eingängigen Handlung wie in „Honig“ oder „Solar“ erwartet, sei vorgewarnt. Surrealistische Trends wie in „Der Tagträumer“ haben bereits aufblitzen lassen, dass der Autor auch anders kann, wenn er will. „Die Kakerlake“ ist definitiv anders. McEwan hat sich offensichtlich von der politischen Gegenwart in Großbritannien und Europa so ultimativ unter Druck gesetzt gefühlt, dass er mit heißer, fast schon zorniger Nadel ein Sperrfeuer politischer Satire zu Papier gebracht hat, um seinen ganzen Unmut über die Ereignisse rund um den Brexit kundzutun. Hat man sich durch das relativ kurze Buch gelesen, kann man dem Autor zubilligen, dass seine Botschaft angekommen ist. Er ist ohne den geringsten Zweifel kein Brexit-Befürworter. Bis zum Ende der Parabel tut man sich jedoch manchmal etwas schwer, wenn man nicht so der Anhänger von kafkaesker Verfremdung oder Fantasy-artiger Aufhebung jeglicher Logik ist. Die Anleihe an Kafka’s Verwandlung wird von McEwan bereits in der Einleitung proaktiv thematisiert. Also besser keine Sinn-Fragen stellen und die Message auf sich wirken lassen. Kurzzeitig schafft es McEwan sogar, den ein oder anderen Leser zu verunsichern, wenn er durch die Person des Premierministers seine Wirtschaftstheorie des Reversalismus als neues, heilsbringendes Konzept für das vor sich hin darbende Königreich ausführt. Unweigerlich fragt man sich, ob Reversalismus (eine Wortschöpfung von McEwan für diese Geschichte; David Foster Wallace lässt grüßen) nicht tatsächlich klappen könnte. Aber letztendlich erweist sich alles als Machenschaften böser (sechsbeiniger) Mächte. Ian McEwan hat sich mit „Die Kakerlake“ eine Wut- und Brandrede gegönnt, in der er seinen ganzen Frust über die Politik und die Politiker im allgemeinen und den Brexit im Besonderen von der Seele geschrieben hat. Parallelen zu lebenden Protagonisten unserer Zeit wie Donald Trump und Boris Johnson sind nicht rein zufällig, sondern ganz offensichtlich beabsichtigt. Betrachtet man die aktuellen Ereignisse im Vereinigten Königreich mit dem possenhaften Wechselspiel der Premierminister ist McEwans Persiflage zeitlos aktuell, aber ohne Zweifel auch nicht geografisch gebunden.

  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    2/5

    31.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Satire auf den Brexit

    Die Kakerlake Jim Sams wacht in menschlicher Gestalt im Westminster- Palast als britischer Premierminister auf. Nach einer kurzen Phase der Gewöhnung merkt Sams, dass sich im Kabinett weitere verwandelte Kakerlaken befinden. Nur der Außenminister Benedict St John ist keine Kakerlake. Das Problem muss später gelöst werden. Die Kakerlaken favorisieren eine als Reversalismus bezeichnete unsinnige Politik der ökonomischen Umkehrung. Für Arbeit muss am Monatsende bezahlt werden und für Einkäufe bekommt man nicht nur die Ware sondern auch noch zusätzlich Geld. Der amerikanische Präsident Archie Tupper ist von dieser neuen Politik begeistert. McEwan hat mit dieser Novelle eine Satire auf den Brexit geschrieben. Die Politik ist verrückt, Kritiker werden beseitigt und das Volk ist begeistert. Parallelen zur realen Politik sind beabsichtigt und erkennbar. Dennoch taucht man als Leser nicht wirklich in die Geschichte ein. Der absurden Satire fehlen intelligente Dialoge und der notwendige Biss.

  • Connie Ruoff

    5/5

    16.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ob Kafka das gefallen hätte?

    „Die Kakerlake“ von Ian McEwan (Rezension) Der britische Schriftsteller Ian McEwan hat sich nun, ein halbes Jahr nach „Maschinen wie ich“, mit „Die Kakerlake“ eine Antwort auf den Brexit-Ausstieg einfallen lassen. In Form einer dystopischen Novelle bediente er sich bei Franz Kafka und schrieb die „Verwandlung“, diese Metamorphose neu. Während Kafka die Geschichte in drei Kapiteln geschehen lässt, nimmt sich McEwan vier Kapitel lang Zeit. Schon die ersten Worte zeigen die Richtung an. „Diese Novelle ist ein Werk der Fiktion; Namen und Figuren entspringen der Phantasie des Autors, und jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Kakerlaken wäre rein zufällig.“ Die Kakerlake, Seite 7. Aber erinnern wir uns zuerst nochmal an die „Metamorphose“ von Kafka. Gregor Samsa wacht eines morgens auf und stellt fest, dass er sich in einen Käfer verwandelt hat. Seine Familie zieht sich immer weiter von ihm zurück. Nur seine Schwester Grete kümmert sich noch um ihn. Aber auch Grete wendet sich von ihm ab und Gregor stirbt einsam und wird wie Müll entsorgt. Zurück zu „Die Kakerlake“ „Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.“ (Franz Kafka) Genau wie Gregor Samsa setzt sich Jim Sams im ersten Kapitel damit auseinander, dass er in anderer Gestalt erwacht. Während Gregor ein Mensch war und zum Käfer wurde, ist Jim eine Kakerlake, die als Mensch aufwacht. „Und er fand heraus, dass es bequemer war, die Zunge im trieffeuchten Mundkerker zu verwahren, statt sie einfach über die Lippen hängen zu lassen, so dass es hin und wieder auf seine Brust tropfte. Grässlich. Allmählich bekam er ein Gefühl dafür, wie sich seine neue Gestalt steuern ließ.“ (Ian McEwan S. 14) Der geneigte Leser hat natürlich sofort die Namensähnlichkeit zwischen Gregor Samsa und Jim Sams entdeckt. Der britische Premier wird sozusagen von einer Kakerlake unterwandert. Aber schnell erfährt der Leser, dass ganz Groß-Britannien von Kakerlaken regiert wird. Es könnte sogar sein, dass Amerikas Präsident der gleichen Spezies angehört. Ian McEwan ändert das Wirtschaftssystem in den „Reversalismus“. Ein Gedankenspiel, das „Schrödingers Katze“ vor Neid erblassen lässt. Wie sehe mein Alltag im System des Reversalismus aus? Ich gehe zuerst in den Bioladen und „kaufe“ mir Lebensmittel und was ich noch so benötige ein. An der Kasse bezahlt mich die Verkäuferin für meine Waren. Dann gehe ich zur Arbeit und gebe meinem Chef erst einmal Geld dafür, dass ich arbeiten darf. Und wenn ich kein Geld für Arbeit ausgeben möchte? Ja, dann fangen die Probleme an, weil ich kein Geld sparen oder sammeln darf. Das ist bei Strafe verboten. Jeden Monat bezahlt mir mein Vermieter die „Miete“. Damit der Vermieter genügend Geld verdient, um meine Miete zu bezahlen, kann er z. B. die Wohnung hochwertig einrichten und renovieren, denn dafür erhält er von den Handwerkern Geld, wenn er sie beauftragt. Den Rest dürft ihr euch zusammenreimen und den Wirtschaftskreislauf darstellen, ich habe jetzt Kopfweh! „Die Kakerlake“, eine böse Satire, Blödsinn oder Beleidigung? Das muss der Leser selbst entscheiden, wie viel künstlerische Freiheit und moralisches Fingerspitzengefühl er dem Autor zugesteht. Ich finde es sprachlich gut gelungen. Jim Sams der fiktive britische Premier bricht Verträge. Ein Politiker bricht Verträge oder Vereinbarungen? Fiktion oder trauriges Zeitgeschehen? McEwan zeigt uns ein fiktives Groß-Britannien, das in zwei Lager gespalten ist. Die Brexit-Gegner und -Anhänger. Bei McEwan haben die Brexit Gegner, die Vor-Dreher, keine Stimmen mehr. Und wir, das Volk, lassen uns von den Reversalisten einlullen. Auch hier frage ich, „Ein Land, das in zwei Lager gespalten ist?“, ist das Phantasie oder ein Abbild der Wirklichkeit? Letztendlich gibt es nur einen Gewinner: die Kakerlaken. Ohne Moral, Skrupel oder Rechtsempfinden haben sie erkannt: „In schwierigen Zeiten wie diesen brauchte das Volk einen verlässlichen Feind.“ „Die Kakerlake“ ist ein McEwan, den der Leser noch nicht kennt. Aber ich finde das Buch lesenswert, amüsant und böse. Man muss nicht lange darüber nachdenken, ob McEwan ein Brexit-Gegner ist. Ich finde es sehr mutig, Kafkas „Verwandlung“ als Bühne zu benutzen. Der Autor hat Kafkas Stil faszinierend umgesetzt. Respekt! Der Text ist wirklich kafkaesk. Die Novelle ist hoch aktuell und es macht ein wenig betroffen, dass manche „Kakerlake“ uns bekannt vorkommt, bzw. dass es Menschen gibt, deren Verhalten unmoralisch, böse, hetzerisch und kriminell ist. Erinnern wir uns daran, dass wir in einer Demokratie die Wahl haben! @Diogenes Verlag Herzlichen Dank für die Bereitstellung dieses erbaulichen Rezensionsexemplars. Die Kakerlake Ian McEwan Aus dem Englischen von Bernhard Robben „Die Kakerlake“ als Hörbuch gelesen von Burghart Klaußner Burghart Klaußner hat in Berlin Germanistik und Theaterwissenschaft studiert und eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhard-Schule absolviert. Ende März 2019 war er in der ARD im zweiteiligen Dokudrama „Brecht“ von Heinrich Breloer zu sehen. Viele kennen ihn vielleicht aus Filmen wie „Rossini“, „Good Bye Lenin“ und „Das weiße Band“, oder aus Serien wie „Solo für Schwarz“ und „Adelheid und ihre Mörder“. Und er spielte die Titelrolle in „Der Staat gegen Fritz Bauer“, wofür er mehrfach ausgezeichnet wurde. Burghard Klaußner spielt Theater. „Kaufmann von Venedig“. Auch mit folgenden Stücken „Der Gott des Gemetzels“, „Das weite Land“, „Iphigenie“ und „Don Carlos“ stand er schon auf der Bühne. Am 8.8.2019 liest er auf den Salzburger Festspielen „Ulyssys“. Burghart Klaußner singt. Im Repertoire hat er Lieder von Charles Trenet, Cole Porter, Tom Waits, den Stones, Karl Valentin und Johnny Cash. Burghard Klaußner hat einige Hörbücher gesprochen: „Warte nicht auf bessere Zeiten“ von Wolf Biermann, „Solar“ von Ian McEwan, „F“ von Daniel Kehlmann, „Stoner“ von John Williams, mehrere Bücher von Ferdinand von Schirach und natürlich von Paul Auster. Also du siehst, Burghart Klaußner ist ein sehr begabter und vielseitiger Künstler. Ich empfehle einen Besuch seiner Website. Besonders das Video „Ein Koffer für Berlin“ lohnt sich nicht nur musikalisch, sondern auch der Text ist eine Bereicherung. Ein Besuch auf seiner offziellen Seite lohnt sich. Die Kakerlake Hörbuch Ian McEwan, gelesen von Burghart Klaußner

  • Bewertung

    5/5

    27.12.2019

    eBook (ePUB 3)

    Politroman mit Niveau und Humor

    Wortgewandt und mit herrlich unterschwelligem Sarkasmus nimmt Ian McEwan in seinem neuesten Buch den Brexit unter die Lupe (und auf die Schippe). Jim lebte ein normales, ruhiges Leben als Kakerlake in den Räumlichkeiten der englischen Royals, bis er eines Morgens in der Downing Street im Körper des Premierministers aufwacht und nur noch ein Ziel hat: Den Willen des Volkes durchsetzen. Ein hochaktueller und gut durchdachter Roman, der die politischen Wirren rund um den Brexit aufgreift und mitunter das Gefühl vermittelt, dass es wirklich so gelaufen sein könnte. Vielleicht hat sich ja eines Morgens tatsächlich der Geist des englischen Premiers in den einer Kakerlake verwandelt... Eine große Empfehlung; spannend, genial und mit einem besonderen Twist am Ende!

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Bewertungen (19)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Anneliese Weiß

    Anneliese Weiß

    Thalia Bad Ischl

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    4/5

    21.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bitterböse Satire über den Brexit....

    Bitterböse Satire über den Brexit. Genial, frech, sehr "schwarz-humorig". Was würde wohl passieren, wenn Kakerlaken die Weltherrschaft an sich reißen? Würde sich was ändern? Wem die Verwandlung gefallen hat, wird dieses Buch lieben!

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Bewertungen (1)

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