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Zwischen Aufbruch und Randale Der wilde Osten in den Wirren der Nachwendezeit

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.06.2021

Abbildungen

mit 414 Abbildungen

Verlag

Hirnkost

Seitenzahl

312

Maße (L/B/H)

21,5/21,2/2,5 cm

Gewicht

740 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948675-99-8

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.06.2021

Abbildungen

mit 414 Abbildungen

Verlag

Hirnkost

Seitenzahl

312

Maße (L/B/H)

21,5/21,2/2,5 cm

Gewicht

740 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948675-99-8

Herstelleradresse

Hirnkost KG
Lahnstraße 25
12055 Berlin
DE

Email: shop@hirnkost.de

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Die DDR ist weg - Geralf is back!

Bewertung am 02.10.2022

Bewertungsnummer: 1798041

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die DDR ist weg und Geralf is back! Zurück in Halle, zurück im Osten. Dabei war er doch gerade erst abgehauen – siehe „Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression“ Geralf Pochops erstes Buch. Zurück, weil die scheiß Wessi-Punks nicht das Bier teilen wollten? Das war der Grund? Nein, so erfahren wir bald, nicht das Unmögliche in West, sondern das potenziell Mögliche im Osten Anfang der 90er, das zog ihn zurück, ließ ihn zurückziehen. Das totalitäre System DDR ging total in die Hose. Wie viele Liegestütze kann Chuck Norris? Na …? Alle! Wie viele Möglichkeiten taten sich für Geralf im Osten auf? Na …? Alle! Erstmal: Einen Laden gefunden aber was für einen, mit fließendem Wasser quer durch alle Räume. Den Laden eröffnen und Musik verkaufen. Band gründen und selbst Musik machen: „Gleichlaufschwankung“ der Name der Band. Und wie viele Konzerte und Festivals besucht er mit und ohne Band im Laufe der Jahre? Auch genauso viele wie Chuck Norris Liegestütze kann: alle … Und was er dort erlebt, beschreibt er größtenteils aus lustiges und kreatives Treiben. Es ist ein Aufatmen und Einatmen, das nach der engen und grauen DDR plötzlich lebendige Bewegung ermöglicht. Einerseits. Denn andererseits zeigt er auch die Gewalt dieser Zeit auf, die er als „Wende“ und „Nachwende“ bezeichnet. Orte wie Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen usw. werden als Schandflecke der Gewalt beschrieben. Gewalt in den Straßen gegeneinander, auch untereinander … Auch in diesen Beschreibungen wird deutlich, dass es sich vielleicht nicht um eine „Wende“ – so die Spracherfindung eines Egon Krenz – gehandelt hat, die in der DDR oder im Großteil des damaligen „Ostblock“ stattgefunden hat, sondern doch eher um eine Revolution. Und diese Revolution am Ende gar nicht so „friedlich“ war, so wie sie oft bezeichnet wurde und wird. Diese Gewalt der „Baseballschläger-Jahre“ als Nachwehen der revolutionären Umbrüche? So habe ich das jedenfalls herausgelesen. Die von Geralf erlebte Gewalt hat ihn offensichtlich so angewidert. Weg hier und eine Zeit lang nach Asien abgesetzt, um von dort interessante Geschichten über Punk und Oi-Punk mitzubringen. Am Ende seines Buches „Zwischen Aufbruch und Randale – Der wilde Osten in den Wirren der Nachwendezeit“ zieht er in das bunte Torgau und findet dort seine Punk-Heimat. Und es ist gut, dass es dort die „Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau“ gibt, dass Geralf Pochop ihn beschreibt und er dem Leiden der jungen Menschen einen eindrücklichen Ort des Gedenkens auch in seinem Buch gibt. Auch andere Menschen aus der Szene, die seinen Weg in dieser Zeit kreuzten, kommen hier zu Wort. Insgesamt eine schöne und umfassende Sammlung von Punk- und Oi-Punk-Geschichte/n vom Wilden Osten bis fast heute.

Die DDR ist weg - Geralf is back!

Bewertung am 02.10.2022
Bewertungsnummer: 1798041
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die DDR ist weg und Geralf is back! Zurück in Halle, zurück im Osten. Dabei war er doch gerade erst abgehauen – siehe „Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression“ Geralf Pochops erstes Buch. Zurück, weil die scheiß Wessi-Punks nicht das Bier teilen wollten? Das war der Grund? Nein, so erfahren wir bald, nicht das Unmögliche in West, sondern das potenziell Mögliche im Osten Anfang der 90er, das zog ihn zurück, ließ ihn zurückziehen. Das totalitäre System DDR ging total in die Hose. Wie viele Liegestütze kann Chuck Norris? Na …? Alle! Wie viele Möglichkeiten taten sich für Geralf im Osten auf? Na …? Alle! Erstmal: Einen Laden gefunden aber was für einen, mit fließendem Wasser quer durch alle Räume. Den Laden eröffnen und Musik verkaufen. Band gründen und selbst Musik machen: „Gleichlaufschwankung“ der Name der Band. Und wie viele Konzerte und Festivals besucht er mit und ohne Band im Laufe der Jahre? Auch genauso viele wie Chuck Norris Liegestütze kann: alle … Und was er dort erlebt, beschreibt er größtenteils aus lustiges und kreatives Treiben. Es ist ein Aufatmen und Einatmen, das nach der engen und grauen DDR plötzlich lebendige Bewegung ermöglicht. Einerseits. Denn andererseits zeigt er auch die Gewalt dieser Zeit auf, die er als „Wende“ und „Nachwende“ bezeichnet. Orte wie Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen usw. werden als Schandflecke der Gewalt beschrieben. Gewalt in den Straßen gegeneinander, auch untereinander … Auch in diesen Beschreibungen wird deutlich, dass es sich vielleicht nicht um eine „Wende“ – so die Spracherfindung eines Egon Krenz – gehandelt hat, die in der DDR oder im Großteil des damaligen „Ostblock“ stattgefunden hat, sondern doch eher um eine Revolution. Und diese Revolution am Ende gar nicht so „friedlich“ war, so wie sie oft bezeichnet wurde und wird. Diese Gewalt der „Baseballschläger-Jahre“ als Nachwehen der revolutionären Umbrüche? So habe ich das jedenfalls herausgelesen. Die von Geralf erlebte Gewalt hat ihn offensichtlich so angewidert. Weg hier und eine Zeit lang nach Asien abgesetzt, um von dort interessante Geschichten über Punk und Oi-Punk mitzubringen. Am Ende seines Buches „Zwischen Aufbruch und Randale – Der wilde Osten in den Wirren der Nachwendezeit“ zieht er in das bunte Torgau und findet dort seine Punk-Heimat. Und es ist gut, dass es dort die „Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau“ gibt, dass Geralf Pochop ihn beschreibt und er dem Leiden der jungen Menschen einen eindrücklichen Ort des Gedenkens auch in seinem Buch gibt. Auch andere Menschen aus der Szene, die seinen Weg in dieser Zeit kreuzten, kommen hier zu Wort. Insgesamt eine schöne und umfassende Sammlung von Punk- und Oi-Punk-Geschichte/n vom Wilden Osten bis fast heute.

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Zwischen Aufbruch und Randale

von Geralf Pochop

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