Das aufsehenerregende Debüt vom Autor der NEVERNIGHT-Bestsellersaga! Eine ungewöhnliche neue Heldin in einer dystopischer Steampunk-Welt, die dem feudalen Japan gleicht. Nachdem die Sturmtänzerin Yukiko dem Leben des wahnsinnigen Shōgun Yoritomo ein Ende gesetzt hat, droht dem Inselreich Shima ein Bürgerkrieg. Die Lotusgilde schmiedet ein Komplott, um die unterbrochene Dynastie zu retten und gleichzeitig die aufflackernde Rebellion zu unterdrücken: Sie unterstützt einen Nachfolger des Shōgun, der sich nichts sehnlicher wünscht als Yukikos Tod.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
17.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine epische Fortsetzung
Nachdem Band 1 für mich bereits ein Highlight war, war ich sehr gespannt ob Band 2 daran anschließen kann. Ich wurde definitiv nicht enttäuscht.
Nach dem Tod des Shogun schließt Yukiko sich den Rebellen an und verbreitet ihre Nachricht im ganzen Land und stichelt es so gegen das Shogunat und und Lotusgilde auf. Somit ist sie der Gilde ein Dorn im Augen und sie setzen alles daran Yukiko zu töten.
Yukiko und Buruu bilden wieder den Kern der Geschichte. Die Ereignisse aus dem 1. Band sind nicht spurlos an ihnen vorbeigezogen und Yukiko droht in in ein Loch zu stürzen und zu versinken. Doch nicht nur Yukikos Geschichte wird in diesem Buch beleuchtet. Im Gegensatz zum 1. Band kommen hier bekannte und unbekannte Figuren eine Stimme und können ihre Geschichte erzählen. Dadurch bekommt die Geschichte mehr Komplexität und der Leser bekommt ein Gesamtbild über das Chaos im Land. Mir selber haben alles Perspektiven sehr gut gefallen und ich konnte mit allen mitfiebern.
Der Schreibstil war wieder grandios. Von der ersten Seite an war ich wieder in der Geschichte drin und hätte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt. Die Handlungen passieren Schlag auf Schlag, sodass die Spannungsbogen immer oben bleibt.
Alles in allem ein tolles Buch, das ich jedem empfehlen kann.
CW
5/5
31.01.2022
Buch (Taschenbuch)
sehr atmosphärisch und ausgeklügelt
Bereits der erste Band der Reihe - "Stormdancer" - hat mich begeistert und so war ich hier vielleicht etwas voreingenommen;) Ich habe sehr schnell wieder in die Welt um Yukiko und Co. hineingefunden auch dank der Übersicht am Anfang. Yukikos Gabe wächst und so begiebt sie sich auf eine Reise um mehr herauszufinden. Leider ist sie in diesem Band daher nicht so präsent und die Nebenfiguren (auch ein paar Neue) nehmen mehr Raum ein. Diese neuen Figuren fand ich sehr spannend und auch die bekannten Personen entwickeln sich weiter. Dabei sorgt der Autor natürlich für ein paar überraschende Wendungen. Bei über 700 Seiten hat bei mir im Mittelteil leider etwas die Euphorie nachgelassen, das ist aber Jammern auf hohen Niveau - denn selten habe ich ein derart atmosphärisches Buch gelesen. Ich mag eigentlich keine ausschweifende Fantasy und mit Japan habe ich auch nix am Hut, aber ich liebe diese Reihe. Ich konnte richtig versinken und am Ende wird es richtig spannend und auch etwas brutal. Eine klare Empfehlung für Fantasy Fans, die sich auf eine japanische, sehr ausgeklügelte Welt einlassen können. Einige Fragen sind noch nicht abschließend geklärt und daher warte ich gespannt auf den letzten Band. Yukiko und Buruu sind mir nämlich sehr ans Herz gewachsen und für mich zählt die Reihe jetzt schon zu meinen Highlights.
margaret k.
5/5
27.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Konnte mich total umhauen
Durch die kurzen Charakterbeschreibungen am Anfang, bin ich schnell wieder in dir Geschichte reingekommen. Da ist es nicht schlimm, wenn der erste Teil etwas her ist oder man Probleme mit dem Namen der Personen hat. Und wie ich dann wieder in der Geschichte drin war! Das Buch reißt einen förmlich mit und der zweite Teil überragt den ersten Teil bei weitem. Es passieren so viele unerwartete Dinge, sodass ich ständig wissen wollte wie es weiter geht. Dazu wird es immer brutaler und dramatischer und man merkt, der Autor hat hier keine seichte Geschichte geschrieben, sondern taucht richtig in diese Steampunkwelt ein. In diesem Teil merkt man erst wie durchdacht und detailliert diese Welt wirklich ist. Und ich finde es großartig! Aber nicht nur die Technik, die Kulturen und andere Dinge, die in dieser Welt passieren sind faszinierend, sondern auch die Charaktere. Es gibt mittlerweile so viele verschiedene und doch ist es total einfach den Überblick zu bewahren, weil einfach jeder so besonders ist und auch wenn man vielleicht nicht jede Person gleich mögen wird, so konnte ich mit jedem mitfiebern und jede Person konnte mich an einem gewissen Punkt überraschen. Einige habe ich sogar richtig ins Herz geschlossen und finde auch die Beziehungen untereinander einfach toll, weil alles eine gewisse Tiefe besitzt und lebendig wird.
Ich muss echt sagen, dass mich das Buch richtig umgehauen konnte. Es hat auf jeden Fall Potential meine neue Lieblingsreihe zu werden, deshalb bin ich jetzt unglaublich gespannt auf den finalen Teil und kann es nur weiterempfehlen. Lest es! Es ist wirklich gut!
BiblioJess
4/5
08.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Wieder etwas trocken, aber episch!
Nach Yukikos mörderischer Aktion droht Shima ein Bürgerkrieg. Aber so leicht lässt sich die Lotusgilde nicht stürzen. Sie feilt schon bald an einem Plan, der einen neuen Shogun vorsieht - einen, der nichts sehnlicher will als Yukikos Tod.
Band 1 hat mich mit einem gewaltigen Ende zurückgelassen und entsprechend konnte ich mich darauf verlassen, dass es hier so weitergeht. Yukiko hat sich gemeinsam mit Buru mehr oder weniger freiwillig der Kage angeschlossen und wankt nun immer mehr in ihren Überzeugungen. Die Welt geht zugrunde und das muss auch sie einsehen. Dieses hin und her und der schleichende Prozess sind ziemlich gut und glaubwürdig dargestellt. Allerdings hat Yukiko nicht lange Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, denn ihre Gabe plagt sie immer mehr und das nimmt einen großen Raum ein. Sie kann sie nicht mehr kontrollieren, weshalb sie sich mit Buru auf den Weg macht, um Antworten zu finden - und dabei entdeckt sie noch ganz andere Dinge. Das fand ich zum einen mega interessant, denn dadurch konnten wir mal über den Tellerrand blicken und noch etwas neues kennenlernen und erfahren. Aber andererseits waren diese Entdeckungen, diese Episode in Yukikos Leben auch etwas dürftig und allgemein konnten wir sie hier dann nur wenig begleiten.
Das Buch ist nämlich in mehrere SIchtweisen aufgeteilt, wir haben also auch u.a. aus der Sicht von Kin oder einer Dienerin aus dem Palast gelesen, was auch mega spannend war, aber Yukiko fehlte mir schon. Dafür fand ich aber, obwohl alles wieder in Erzählperspektive war, dass man wirklich gut da durchfindet. Ich hatte nie Probleme, die Sichten auseinanderzuhalten und es war auch nicht zu wirr oder komplex für mich.
Aber Stichwort komplex - das war es an sich natürlich wieder schon sehr, die Welt und alles andere ist einfach sehr genau, sehr detailreich ausgeführt. Also nicht komplex im Sinne von, dass ich es nicht verstanden hab, sondern es war einfach sehr viel. Auch das hatte wieder zwei Seiten: Zum einen konnte ich ein richtig gutes Gefühl für die Umgebung, die Situation, die Atmosphäre etc. bekommen. Zum anderen zog es sich dadurch leider, ähnlich wie in Band 1, oft. Ich hab einfach teilweise das Gefühl, dass die vielen Beschreibungen die Spannung hemmen. Gerade wenn dieses ganze technische Maschinen-Erklären kommt. Ich hab ja Nevernight gelesen und obwohl das auch unfassbar detailreich war, hatte ich da nie das Gefühl, dass es sich zieht. Da diese Reihe hier vorher entstanden ist, würde ich einfach mal annehmen, dass Jay Kristoff gerne so wuchtig-komplex schreibt, aber das über die Zeit noch besser ausgefeilt hat, damit eben die Spannung aufrechterhalten werden kann. Da das hier sein Debüt ist, muss man davon ausgehen, dass er sich noch etwas einpendeln musste.
Die Geschichte selbst und auch der Schreibstil per se (auch das etwas derbere, was zur Story und zur Welt passt) haben mir wieder gut gefallen. Es ist viel Kreativität und EInfallsreichtum drin, auch wenn man Vermutungen anstellen kann, bleibt es oft unvorhersehbar und vor allem will ich unbedingt wissen, wie es ausgehen wird. Shima ist ein gewaltiges, sehr problembehaftetes Inselreich, was unfassbar viel Potenzial für spannungsgeladene Stories hat und die hat Jay Kristoff auch gut ausgeschöpft. Zu flach ist hier wirklich gar nichts geraten und wer sich drauf einlassen kann, wird wahre Freude haben. Es ist actionreich, es ist brutal, es ist schockierend. Und auch, wenn es mich emotional nicht völlig zerissen oder in den Bann gezogen hat - auch Gefühle kommen nicht zu kurz. Es gibt Verrat und Intrigen, Streitigkeiten, Geheimnisse. Eben das volle Paket und damit wirklich gute High Fantasy.
Für mich wieder ein gelungener Band, den ich gern gelesen hab, der episch und spannend und actionreich ist. Weil es leider aber oft auch etwas trocken und zäh vor Detailreichtum wird und das das Lesen manchmal erschwert hat, ziehe ich einen Stern ab und gebe 4 Sterne. Damit auch immer noch eine Empfehlung. Ich freue mich sehr aufs Finale!
Fernwehwelten
4/5
23.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Kleinere Schwächen, aber trotzdem genial!
Kennt ihr Bücher, die euch nicht zu 100 % überzeugen, für die ihr aber trotzdem unbedingt eine Empfehlung aussprechen wollt? So eins ist „Kinslayer“ für mich. Ich habe meine Kritikpunkte, aber trotzdem muss ich sagen: HOLY MOLY, was eine Geschichte. Was für eine epische, erschreckende, grausame, faszinierende, beeindruckende, düstere Geschichte über ein Mädchen, das ein ganzes System ins Wanken bringt. Jay Kristoff hat es erneut geschafft, mir all die Geschehnisse sowie auch die Atmosphäre Shimas direkt unter die Haut gehen zu lassen. Detailliert, unnachgiebig und bildhaft beschreibt er die Brutalität einer Dynastie, die in sich geteilt ist. „Kinslayer“ ist eine Empfehlung für alle, die keine schwachen Nerven haben. Für alle, die leiden wollen. Für alle, die Fantasy fernab von Jubel, Trubel und Heiterkeit haben wollen. Die sich in etwas stürzen wollen, das einen mit Haut und Haaren verschlingt und einen dazu bringt, zu hassen, zu hoffen, zu weinen, zu jubeln [tbh: Gejubelt habe ich wenig, setze da aber stark auf Band drei]. „Kinslayer“ ist etwas für Leser*innen, die bereit sind, alles zu geben – genauso wie die Charaktere.
Alles zu geben, bedeutet aber auch, Geduld haben zu müssen. Denn ich muss zugeben, dass es mir einige Längen im Mittelteil erschwert haben, im Lesefluss zu bleiben. „Kinslayer“ wird aus vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben, was ich an sich immer klasse finde. Mich fasziniert es, wie unterschiedlichste Handlungsstränge heimlich, still und leise ineinandergreifen, um dann mit einem großen Knall zusammengeführt zu werden.
Doch obwohl Jay Kristoff das geschafft hat, haben mich die hier genutzten Perspektiven etwas überladen. So viele Blickwinkel, so viele Personen, die teilweise auch noch in den verschiedenen Sichtweisen unterschiedlich genannt werden. Einerseits war es eine wunderbare Schnitzeljagd, wenn man versucht, jedes Fünkchen Bedeutung mitzubekommen und zu verstehen, aber andererseits drohte es auch anstrengend zu werden.
Außerdem bergen mehrere Perspektiven immer das Risiko, dass man manche mehr, manche weniger mag und dann stellenweise unaufmerksamer liest, weil man sich nach seinen Lieblingsabschnitten sehnt. So auch hier. Hinzu kam, dass mir Yukikos & Buruus Kapitel viel zu kurz kamen. In diesem Buch habe ich sie wirklich nur selten erleben dürfen – und noch seltener zusammen, was mir das Herz gebrochen hat. Die Szenen, die sie aber gemeinsam hatten, waren genauso überzeugend wie in Band eins und ich hoffe sehr, dass wir in Band drei wieder mehr von den [eigentlichen] Hauptprotagonist*innen lesen dürfen.
Abschließend lässt sich sagen: 4 Sterne. Ein Buch, das vielleicht unter dem typischen „Zweiten-Band-Problem“ leidet. Doch meine Kritikpunkte können das Wesentliche nicht schmälern: Jay Kristoff ist ein unbarmherziges Genie und diese Reihe ist etwas Großes, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
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