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Die Frau, die den Himmel eroberte

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.09.2021

Verlag

Insel

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

2518 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783458770596

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

14.09.2021

Verlag

Insel

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

2518 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783458770596

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  • Sikal

    5/5

    05.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Hommage an eine bewundernswerte Persönlichkeit

    Wenn mich vor einigen Wochen jemand zu Käthe Paulus befragt hätte, hätte ich nur verständnislos den Kopf geschüttelt. Denn dieser Name war mir kein Begriff. Das hat sich nun zum Glück geändert und ich freue mich immer wieder, wenn ich durch Bücher Neues erfahre. Katharina Paulus erzählt kurz vor ihrem Tod aus ihrem bewegten Leben. Von ihrer Ausbildung zur Schneiderin, von ihrer ersten Begegnung mit ihrem Mann Hermann, der ihr Mentor wurde. Sie entscheidet sich bewusst gegen die typische Rolle der Frau, deren einziges Ziel es ist, dem Mann den Rücken frei zu halten von sämtlichen familiären Belangen. Käthe Paulus ist ganz anders, erkämpft sich ein Stückchen Freiheit und lässt sich vom Abenteuer treiben. Aber Käthe Paulus ist nicht nur erpicht darauf, in den Lüften zu schweben. Ihr ist es auch wichtig, die Ausrüstung ständig zu verbessern – vor allem als ihre große Liebe ums Leben kommt, setzt sie alles daran, den perfekten Fallschirm zu entwickeln, der Hermanns Leben hätte retten können. Diese Erfindung rettet nicht nur viele Flieger sondern in Zeiten des Krieges auch viele Familien vor dem Hungertod, denn Katharina Paulus wird zur Unternehmerin und fertigt mit ihrem Team Fallschirme für Soldaten. Berührend, welches Feedback sie zum Teil erhält. Der Autorin Vanessa Giese ist ein beeindruckender historischer Roman gelungen, der mit einer bildhaften, oft sogar philosophischen Sprache fasziniert. Der Schreibstil ist flüssig und zieht den Leser dermaßen ins Geschehen, dass man sich nicht als Zaungast sondern als Begleitperson fühlt. Immer am Geschehen, mal hoffend, mal bangend, folgt man dem Leben dieser imponierenden Frau. Die Atmosphäre des endenden neunzehnten und beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts ist stimmig, historische Details werden eingestreut und verbinden die jeweiligen Sequenzen miteinander. Politische Verwirrungen, technische Innovationen, die Rolle der Frau und vieles mehr, laden auf eine Reise in die Vergangenheit ein. Gerne bin ich dem Höhenflug Katharina Paulus gefolgt, empfehle das Buch weiter und vergebe 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Heidelberg

    5/5

    07.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Frau der Bewegung

    1889 sieht die junge Schneiderin Katharina Paulus, genannt Käte, zum ersten Mal dem bekannten Ballonfahrer Hermann Lattemann beim Aufstieg und anschließenden Fallschirmabsprung zu. Sie ist fasziniert. Kurze Zeit später landet Hermann Lattemann buchstäblich vor ihren Füßen in einem Vorgarten. Käte und Hermann verlieben sich und Kätes Schicksal ist besiegelt. Zunächst übernimmt sie die Näharbeiten für Hermanns Ballons, entwickelt aber zunehmend den Wunsch, auch selbst in die Luft aufzusteigen. So wird aus der einfachen Näherin die Ballonfahrerin, Luftfahrtpionierin und Unternehmerin Katharina Paulus. Die Romanbiografie „Die Frau, die den Himmel eroberte“ von Vanessa Giese beginnt am Ende von Käte Paulus‘ Leben. Die Ich-Erzählerin blickt auf die Vergangenheit zurück und nutzt als alte Frau die letzte Kraft, um ihr eigenes Leben zu rekapitulieren. Der Autorin gelingt es dabei hervorragend, Käte Paulus zum Leben zu erwecken und den beeindruckenden Weg einer starken Frau nachzuzeichnen, die trotz diverser Schicksalsschläge und Entbehrungen im Krieg unbeirrt an ihren Zielen festhält, sich immer wieder neu ins Leben stürzt und niemals aufgibt. Mit ihrer Romanbiografie ist Vanessa Giese ein in sich stimmiges und rundum überzeugendes Erstlingswerk gelungen. Wer gerne eine Zeitreise zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert unternehmen und mehr über das Leben der willensstarken Luftfahrtpionierin Käte Paulus erfahren möchte, wird nicht enttäuscht sein. Auch der Unterhaltungsfaktor ist durch den dramaturgisch geglückten und spannenden Handlungsaufbau garantiert. Einsteigen und abheben – das gilt auch für die Lektüre.

  • Bibliokate

    5/5

    24.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr spannend

    Vanesse Giese erzählt in ihrem Roman die Geschichte einer Luftfahrtpionierin und Frau die eine Wandlung wie sie es nennt "vom Backfisch" zur Selbstbewussten Frau und Unternehmerin erlebt Die Handlung spielt teilweise in der Vergangenheit und lässt Käthe als junge Frau auftreten die sich Gedanken über die Gesellschaftlichen Gepflogenheiten macht und sich dagegen auflehnt, mit einem deutlich älteren Ballonfahrt der sie als Schneiderin einstellt nachdem er nach einem Absprung im Garten ihrer Familie landet eine Beziehung eingeht, ein Kind von ihm bekommt und teilweise Jahre später als alte Frau die über ihr Leben nachdenkt und davon erzählt. Besonders interessant fand ich abseits der vielen Informationen die man über die Ballonfahrt sammeln kann auch das Käthe sich anfangs sehr durch die Sicht anderer auf sich definiert und wie sich das ändert. Sie muss unzählige Schicksalsschläge und Unfälle erdulden, verliert ihren Mann bei einem Unfall und ihren Sohn an eine Krankheit was sie fast zu Fall bringt. Sie rappelt sich immer wieder auf, führt sogar eine neue Beziehung, wird erfolgreiche Unternehmerin, Ballonfahrerin, waghalsige Luftakrobatin, kommt mit den Suffragetten in Berührung..... Sie interessiert sich nicht dafür "was sich für eine Frau gehört", was andere von ihr denken und lässt sich nicht von ihrem Traum die Welt im Ballon zu erobern abhalten. Mir war Käthe sofort sympathisch und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl sie schon ewig zu kennen. Es hat sich angefühlt als würde ich mich mit einer alten Freundin unterhalten.

  • Andrea Sprengel

    aus Walsrode

    5/5

    24.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn man einmal den Himmel von oben gesehen hat...

    „Wer einmal die Welt von oben gesehen hat, kehrt nie wieder in dieselbe zurück.“ Vanessa Giese behandelt in ihrem biografischen Roman Katharina Paulus, eine Frau die warscheinlich leider nur den wenigsten von uns ein Begriff ist. Auch mir nicht. Dabei hat sie ein bewegendes Leben geführt und war in vielen Dingen ihrer Zeit voraus. Käthe Paulus war die erste deutsche Berufsluftschifferin, Luftakrobatin und Erfinderin des zusammenlegbaren Fallschirms. Geboren: 22. Dezember 1868, Zellhausen, Mainhausen,Verstorben: 26. Juli 1935, Berlin Quelle: Wikipedia Die Zeit in der es spielt gehört sicher zu eine der interessantesten. Ich für meinen Teil habe einiges neues erfahren. Die Lebensumstände der Frauen werden meiner Meinung nach gut dargestellt. Was von ihnen erwartet wird. Heiraten, Kinder zu bekommen, den Haushalt zu führen und dabei hübsch und still zu sein. Umso inspirierender ist Käte einfach. Gegen ihr vorgezeichnetes Leben anzugehen und ihre Träume zu verfolgen. Ich mag Käte als Person sehr gerne. Sie ist mutig, gescheit und ihrer Zeit voraus. Es mutet wie Schicksal an das ihr eines Tages der Berufsluftschiffer und Fallschirmspringer Hermann Lattemann direkt vor die Füße fällt. Diese Begegnung wird ihr zukünftiges Leben in eine komplett andere Richtung lenken. "Wir lernen von unseren Vorbildern, von den guten und von den schlechten. Das Leben besteht aus lauter Möglichkeiten." Sie zeigt uns das eine Frau, auch ohne Mann, stark genug ist alles zu erreichen. Ihren eigenen Weg zu gehen und ihre Ziele zu verfolgen. Es ist einfach toll geschrieben, ich fühlte mich wie in einem Abenteuer. Ich finde jede einzelne Seite macht dem Leser Mut seine Träume zu verfolgen. Das man alles schaffen kann. „Es ist ungerecht. Warum fühlen Männer sich schon provoziert, wenn wir Frauen uns nehmen, was sie selbstverständlich für sich beanspruchen?“ Käte verfolgt unbeirrt ihre Ziele. Doch sie erfährt auch Schmerz und Verlust. Diese Abschnitte haben mich besonders berührt und bewegt. Vanessa Giese gelingt es diese Momente so authentisch und empathisch zu erzählen. „...und doch hoffte ich, das Mutter das Wort an mich richtete, damit ich sie abweisen konnte. Menschen zu verletzten, um mich zu spüren, war meine Art geworden, mit der Welt in Kontakt zu bleiben.“ Die Beschreibungen des Krieges, die Entbehrungen haben mich sehr betroffen gemacht. Und wenn ich nur daran denke das schon kurze Zeit danach der zweite Weltkrieg folgte wird mir ganz anders. Ich muss aber gestehen das, obwohl ich die Zeit des ersten Weltkrieges durchaus interessant und fesselnd finde, mir die zweite Hälfte des Buches nicht mehr ganz so gut gefallen hat. Für mich hat einfach die erste Hälfte so viel Mut und Abenteuer ausgestrahlt das mir warscheinlich nur allzu bewusst wurde das auch Käte ein Kind ihrer Zeit ist. Das ist nicht mal negativ gemeint, wirkt es doch einfach authentisch. Mir hat dieses Buch viel Freude bereitet und ich freue mich das Katharina „Käte“ Paulus mit diesem Buch ein bisschen in die Öffentlichkeit gerückt wurde. Eine beeindruckende Frau!

  • Bewertung

    aus Stuttgart

    5/5

    16.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine mitreißende Erzählung über eine bemerkenswerte Frau

    Von ihrem Sterbebett aus erzählt Katharina „Käte“ Paulus von ihrem Leben – von dem Augenblick an, in dem sie 1889 erstmals dabei zusieht, wie ein Ballonfahrer in den Himmel aufsteigt und sie sofort hin und weg ist. Wie ihr der Luftschiffer Hermann Lattemann buchstäblich vor die Füße und direkt in ihr Herz fällt und sie die Freiheit des Himmels spüren lässt. Wie aus der Näherin die Luftfahrtpionierin, Erfinderin und Unternehmerin Katharina Paulus wird. In harten Zeiten mit großen Herausforderungen – vom Verlust ihrer Liebsten über den Kampf mit Wind und Wetter bei ihren Auftritten bis hin zum Ersten Weltkrieg mit all seinen Entbehrungen. Zugegeben, als Erstes dachte ich: „Noch ein Roman über Käte Paulus?“ Doch schon mit der Leseprobe von „Die Frau, die den Himmel eroberte“ verzauberten mich die Worte der Autorin Vanessa Giese und es dauerte nur ein paar Seiten, dann war ich mittendrin in dieser Zeit des Aufbruchs und fühlte mich durch die Seiten getragen. Vanessa Giese erzählt die Lebensgeschichte der Käte Paulus eindrucksvoll aus Sicht dieser bemerkenswerten Frau Ende der 1890er zwischen Konventionen und dem Drang nach Freiheit und weiblicher Eigenständigkeit und Anerkennung bis hin zu ihrem Lebensende in Armut. Kätes Verzweiflung, aber auch ihr Durchhaltevermögen und ihr Stolz – all das ist sehr eindrücklich und gefühlvoll beschrieben. Mitunter neigt man dazu, solche Persönlichkeiten im Nachhinein zu idealisieren. Die Autorin ist mit ihrer Figurenentwicklung keiner solchen Idealisierung gefolgt und hat dennoch eine sympathische Figur erschaffen. Sie zeigt einen Menschen mit Ecken und Kanten, der auch Fehler macht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Käte Paulus als Kind ihrer Zeit sehr patriotisch war. Sonst hätte sie womöglich nicht den Erfolg haben können, den sie hatte. Aber auch wenn ich nicht immer mit den Entscheidungen oder Einstellungen einverstanden war, die Vanessa Giese ihrer Figur mitgegeben hat, konnte ich sie aus der Zeit heraus durchaus nachvollziehen. Vor allem die Beschreibungen von Käte Paulus’ letzten Augenblicken, im Sterben liegend, haben mich zutiefst berührt. Mein Fazit: Vanessa Giese hat hier nicht einfach „noch einen Roman über Käte Paulus“, sondern ein eigenständiges, einfühlsames Werk geschaffen, das ich gerne gelesen habe und weiterempfehlen kann.

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