Die junge Fiona O’Connor hat alle Hände voll zu tun: Ihr kleines Bed & Breakfast ist ausgebucht, denn im idyllischen Ballinwroe wird geheiratet, und die Gäste des Paars haben sich bei Fiona einquartiert. Doch am Abend vor dem Fest wird die Großtante der Braut tot aufgefunden – erstochen mit einer Gartenschere. Während Inspector Aidan Connolly nach dem Mörder sucht und dabei selbst etwas zu verbergen hat, mischt Fiona sich sehr zu seinem Ärger in die Ermittlungen ein – und wirbelt alte Geheimnisse auf.
Ein Krimi voller liebenswerter Figuren vor der malerischen Kulisse der irischen Westküste
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
i-heart-books
5/5
07.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Fall 2 in Ballinwroe
Den ersten Band der Reihe rund um Fiona O'Connor hatte ich als Hörbuch gehört, daher kannte ich die Umgebung und die Figuren bereits. Auch der Schreibstil war mir nicht unbekannt und so hatte ich einfach gehofft, dass ich auch im zweiten Band einen spannenden Irland-Krimi erwarten kann. Und ja, ich wurde nicht enttäuscht – auch »Der Tod bleibt über Nacht« gefiel mir sehr gut.
Einen harten Krimi muss man hier nicht erwarten, aber das muss ja auch nicht sein. Ich mag lieber Cosy Crime, eingebettet in stimmungsvolle Umgebungen mit sympathischen und spannenden Figuren. Mir gefiel auch sehr gut, dass hier das gleiche Muster zu finden war – im Prolog wird die Tat angedeutet, den Körper findet aber nicht zuerst ein Mensch, sondern ein Tier. Sehr interessant. Hier wars ein Igel, beim letzten wars ein Fuchs.
Kurz vor der Hochzeit wird die Grosstante der Braut (und auch der Hotelbesitzerin Fiona O'Connor) getötet. Die Hochzeit also überschattet.
Die Protas sind auch hier wieder Fiona, die selbst ein Geheimnis für sich behält. Sie ist zwar immer noch eine Aussenseiterin, wird aber immer mehr im Dorf zurück integriert. Seeeehr langsam, aber es wird.
Auch der Detective aus Dublin, Aidan, erscheint zur Auflösung in Ballinwroe. Abgekämpft und auch sein Päckchen tragend, sehr geheimnisvoll.
Pater Michael Moran hat immer noch mit seiner Vergangeheit zu kämpfen, kommt aber immer mehr im Dorf an.
Viel möchte ich auch gar nicht verraten, sonst wäre der Fall ja schon gelöst. Nein, selber lesen! Ich kann das Buch sehr empfehlen, denn den Schluss, den hätte ich so nicht kommen sehen...
Ich finde, man sollte schon mit Band 1 beginnen, damit man die ganzen Verstrickungen besser versteht, der Fall ist aber in sich abgeschlossen – fies ist nur der Cliffhanger.
Liebe Frau Molly Flanaghan, hoffentlich gibts einen dritten Band mit Auflösung betreffend Aidan und Fiona. ;-)
Libertine Literatur
4/5
30.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Das Echo alter Geheimnisse
Eigentlich will sich Fiona O’Connor in Ruhe um ihr Bed&Breakfast kümmern, das sie an der irischen Westküste betreibt. Obwohl sie Inspektor Aidan Connolly, den sie in ›Der Tag beginnt mit Mord‹, dem ersten Band der Fiona O’Connor-Reihe, kennengelernt hat, definitiv interessant findet.
Doch daraus wird nichts und das Verbrechen kommt Fiona nah.
Denn es ist einer der Gäste der Hochzeit, die in ihrem B&B gefeiert werden soll, der unter geheimnisvollen Umständen zu Tode kommt.
Und Fiona O’Connor wäre nicht Fiona O’Connor, wenn sie nicht selbst Untersuchungen anstellen und Fragen stellen würde, die nicht allen recht sind.
»Damals hatte sie auch die Dinge in die Hand genommen. Und es war richtig gewesen, oder? Sie hatte eine Menge Leid verhindert.«
Schnell zeigt sich, dass mehr Leute unter den Gästen etwas zu verbergen haben, als angenommen. Und die Familie der Braut und des Bräutigams sind alles andere als gut aufeinander zu sprechen. Doch wie tief geht diese Abneigung und genügt sie, um einen Mord zu begehen?
Fiona O’Connors Gefühle dabei, Aidan Connolly wiederzusehen, sind gemischt. Der Inspektor hat sich verändert. Es scheint, als hätte er eigene Geheimnisse mit an die irische Westküste gebracht. Der Mann ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Was war geschehen?
»Denn da, wo Menschen ihr Blut einmal vergossen hatten, würde immer mehr und noch mehr Blut folgen – so viel hatte seine Art über die letzten Jahrhunderte auf diesem Boden gelernt.«
Die Ermittlungen und Nachforschungen legen Stück für Stück eine Geschichte frei, deren Beginn mehrere Jahrzehnte zurückreicht, weiter als manches Menschenleben.
›Der Tod bleibt über Nacht‹, der zweite Band der Fiona O’Connor-Reihe, kann definitiv gelesen werden, ohne das man den ersten Teil der Reihe kennt. Dennoch hat man mehr von der Reihe, wenn man die Bände der Reihe nach liest, da man so nicht durch Informationen aus den späteren Bänden für die früheren Bände gespoilert wird.
»Fiona liebte ihren Frühstücksraum im Obergeschoss des modernen und zunächst von allen Dorfbewohnern eher skeptisch beäugten Anbaus an ihrem Elternhaus. Aus Stein und Glas errichtet, schmiegte er sich doch erstaunlich gut an die alten Mauern des Cottage und bot Fionas Gästen bei ihren Mahlzeiten eben jenen atemberaubend schönen Ausblick über das Dorf, den Fluss und die Wiesen, wie sie ihn selbst gerade bewunderte.«
›Der Tod bleibt über Nacht‹ nimmt die Stimmung des ersten Bandes wieder auf. Alte Geheimnisse in einer rauen und doch gemütlichen Umgebung. Eine Empfehlung für all jene, die Krimis mögen, die nicht vom Blutvergießen leben, sondern von menschlichen Verhältnissen und Geheimnissen. Ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Band der Reihe und wie es für Fiona und Aiden weitergeht.
J. Kaiser
4/5
16.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltsame Geschichte
Klapptext: Die Familien O'Keefe und Murphy sind seit Jahrzehnten verfeindet – bis sich die Kinder ineinander verlieben.
Fazit: Dies ist bereits der zweite Fall in Ballinwroe. Wer den ersten Band gelesen hat ist mit der Umgebung bestens vertraut. Wer nicht, wird mit dem Lesen vertraut gemacht. Wer hier einen harten Krimi erwartet liegt aber falsch. Was ist passiert. Kurz vor der Hochzeitsfeierlichkeiten wird die Grosstante der Braut tot aufgefunden. Klar wird sehr schnell, dass es kein Unfall war. Die involvierten Personen scheinen im Dorf als Aussenseiter zu gelten. Doch nach und nach kommen sie im Dorf an. Fiona und der Pater Michael Moran. Das Lesen macht unheimlichen Spass und was das Ende angeht, so habe ich es nicht erwartet. Das Buch ist ein Leckerbissen von Beginn bis zum Schluss.
Die Familien O'Keefe und Murphy sind seit Jahrzehnten verfeindet – bis sich die Kinder ineinander verlieben. Der Streit scheint beigelegt. Fionas Bed & Breakfast, das Greenhill Cottage, ist ausgebucht. Doch am Abend vor der Hochzeit wird die Großtante der Braut tot zwischen den blühenden Ligusterhecken hinter dem Cottage gefunden. Schnell ist klar: Es war kein Unfall. Hat die alte Familienfehde doch noch ein Opfer gefordert? Zum Ärger von Detective Aidan Connolly mischt Fiona sich erneut in die Ermittlungen ein. (Klappentext)
Der Krimi vermittelt eine gute irische Atmosphäre. Die Charaktere sind gut beschrieben und vorstellbar. Die Handlungsorte entstehen sehr bildgewaltig. Der Schreibstil ist spannend und fesselnd. Doch die Handlung hat für mich einige Schwachstellen. So hatte ich das Gefühl es würde was fehlen und auch die Auflösung ging mir dann viel zu schnell. Hätte meines Erachtens etwas besser gemacht werden können.
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