Antiochenische Kosmographie? Zur Begründung und Verbreitung nichtsphärischer Weltkonzeptionen in der antiken Christenheit
145,50 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
07.09.2021
Verlag
De GruyterSeitenzahl
250
Maße (L/B/H)
24,3/17,4/2 cm
Gewicht
574 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-074957-1
Die altchristlichen Abweichungen vom sphärischen Weltmodell werden hier sowohl ihrer theologischen Motivation als auch ihren soziopolitischen Kontexten nach bis ins siebente Jahrhundert hinein umfassend nachgezeichnet. Die Schule Diodors erweist sich dabei als Teil einer breiteren Bewegung im syromesopotamischen Raum, welche die im AT wiedererkannte nichtsphärische Kosmographie der lokalen Tradition gegen das Modell der griechischen Wissenschaft in Stellung bringt. In der Debatte des fünften und sechsten Jahrhunderts gewinnt diese Schule Dominanz, sowohl durch die umfassende theologische Fundierung der Kosmographie (Verknüpfung mit Christologie und Eschatologie) als auch den Einfluß der Bibelkommentare besonders Theodors v. Mopsuestia. Ein Vergleich mit der westlichen Debatte zeigt jedoch, daß solche Positionen sich weder weiter entwickelt noch verbreitet hätten ohne ein im common sense des vorderen Orients verwurzeltes Substrat alternativer kosmographischer Tradition.
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